Jump to content

RalphLPZ

Mitglieder
  • Posts

    45
  • Joined

  • Last visited

About RalphLPZ

  • Birthday 01/01/1970
  1. Hallo an alle, danke für die schnellen Reaktionen. Einige der angesprochenen Fragen sind mittlerweile auch geklärt/ausgeschlossen. 1. Perforationsstanzen: Es ist durch ausführliche Nachprüfungen eindeutig nachgewiesen, dass die Perforationslöcher den Hersteller in einwandfreiem Zustand verlassen (ohne Beschädigungen oder Grate...). Beim "Schadensbild" einer lockeren Kopie ist es auch unwahrscheinlich, dass es an den Perfo-Stanzen der Hersteller liegt, denn dort sind ja viele verschiedene Stanzen im Betrieb und so dürfte das Schadensbild immer nur auf einzelne Akte beschränkt sein. In unseren Fällen ist aber fast ausschließlich die gesamte (!) Kopie, also alle Akte, betroffen. Nur in Ausnahmefällen handelt es sich um einzelne Akte. 2. Schadensentstehung: Bisher konnte die genaue Ursache leider noch nicht ermittelt werden. Jedoch konnten einige potentielle Fehlerquellen ausgeschlossen werden, so die Kopiermaschine und Entwicklungsmaschine, da wie oben erwähnt, in fast allen Fällen alle Akte der Kopie betroffen sind - eine bestimmte Maschine also ausscheidet. Es deutet einiges darauf hin, dass die Perforation beim Prüfvorgang angedrückt wird. Es bleibt jedoch bis jetzt rätselhaft, an welcher Stelle - die Schäden treten fast ausschließlich an Lochteilen (um die Lochecke) auf, die eigentlich nie mit irgendwelchen Zahnkränzen in Berührung kommen ... Ich muss nochmal betonen, dass hier ausschließlich die Rede von der mechanischen Wickelfestigkeit ist - nicht von der Bildqualität o.ä. Die von TK-Chris gemachten Aussagen sind völlig richtig, haben auf dieses Problem aber keinen Einfluss. Auch ein "eckig" gewickelter, gewölbter oder "klebender" Film wird bei einwandfreien Perforationslöchern fest gewickelt! Auch zu niedrige Luftfeuchtigkeit scheidet bei diesem Mangel nachweislich aus. Interessant wäre allerdings jetzt die Frage, wer den Schaden trägt, wenn einem eine solche Kopie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch runterfällt. Meines Erachtens jedenfalls nicht das Kino, denn bei einwandfreier Perforation besteht die Gefahr schließlich nicht... Für mich wäre noch eine andere Sache interessant. Könntet Ihr mir mal mitteilen, welche Saw3 - KopienNUMMER locker und welche KopienNUMMER fest gewickelt wird/ist? Bis bald RalphLPZ
  2. Hallo allerseits, ich freue mich, dass mal wieder wer was zur Wickelfestigkeit schreibt. Seit ca. nem halben Jahr beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema (dankenswerterweise mit Unterstützung eines Filmherstellers und eines Kopierwerkes). Um neutral zu bleiben, benutze ich hier keine Namen. Das Problem der losen Tellerwickel konnte inzwischen weitgehend geklärt werden! Es sind zwei Teilursachen, die ineinander greifen. 1. Hauptursache: Hauptursache sind im Kopierwerk entstehende Beschädigungen der Perforationslöcher. Diese Beschädigungen haben nur Einfluss auf die Wickeleigenschaften jedoch nicht auf die Projektion! Eigenschaften: Bei Kopien mit losem Wickel sind bei den Perforationslöchern die Ränder der Längskanten je nach Wickelfestigkeit mehr oder weniger angedrückt/"gestaucht", d.h. der Rand des Loches ist an der Stelle dicker als der Film. Die Beschädigungen sind immer auf einer Filmseite stärker (meist Bildseite) und gehen oft bis in die Lochecke(!), die dann noch zusätzlich wie ein Profil wirkt. Wirkung: Durch die einseitig verhinderte glatte Auflage der Lagen übereinander kommt Luft zwischen die Lagen und der Film beginnt "zu schusseln" - wird instabil (wabbelig). Das erklärt auch die unterschiedliche Festigkeit verschiedener Kopien. MAN KANN KURZGEFASST SAGEN: JE DICKER DIE PERFO-KANTEN GESTAUCHT SIND, UM SO LOCKERER WIRD DER WICKEL. 2. Ursache Die unterschiedliche "Oberflächenhaftung" der einzelnen Filmfabrikate. Wenn die Perforation in Ordnung ist, wickeln alle Fabrikate gut und fest. Wenn sie jedoch beschädigt ist, kommt die Eigenschaft ins Spiel, dass bei Agfa-Film die Lagen mehr aufeinander/gegeneinander rutschen als bei Kodak und Fuji. Wirkung: Agfa neigt besonders schnell dazu, auseinander zu fallen und das blitzschnell in mehrere Teile. Bei Kodak und Fuji wird der Wickel auch "butterweich". Er bildet aber noch länger einen "Kreiskegelstumpf", ehe auch er auseinander fällt. Letzteres ist mit Klammern gut zu beherrschen/verhindern, wogegen es im ersten Fall selbst mit Klammern heikel wird (besonders wenn der Film > 120min ist). Die Untersuchung kann übrigens jeder leicht selbst durchführen. Schon mit einem einfachen Mikroskop oder einer starken Lupe sind die Beschädigungen deutlich zu erkennen. Wer noch weitere Fragen hat, kann sich gern an mich wenden. Viele Grüße RalphLPZ
  3. Hallo an alle, auch ich habe den Ausschnitt in Schamonis "Majestät brauchen Sonne" mit Bewunderung gesehen. Der Film ist ähnlich dem von Freund Hein angesprochenen Verfahren entstanden - nur das hier die Bilder nicht nacheinander durch drei Filter (Grundfarben) auf einen s/w-Film aufgenommen wurden, sondern die "Farbauszüge" entstanden durch parallele Aufnahme mit 3 Kameras, was auch die hervorragende Qualität erklärt. Da bei diesem additiven Farbverfahren auch bei der Projektion die drei s/w-"Farbauszüge" wieder gleichzeitig durch die entsprechenden Filter gezeigt werden müssen, ist der Aufwand unwahrscheinlich hoch -> keine Einführung in die allg. Praxis möglich. Strenggenommen handelt es sich nicht um FARBfilm im heutigen Verständnis. Das Prinzig ist übrigens genauer erklärt in dem Buch "Farbenphotographie und Farbenfilm" von Werner Schulze.
  4. Hallo allerseits, wir haben sehr praktische Schaumgummi-Sitzkissen von Cine-Project (Landshut/Berlin). Die Kissen sind ca. 10cm hoch, haben vorn eine abgeschrägte Seite, damit die Kinderbeine nicht über eine Kante hängen und einen waschbaren Stoffbezug, der einfach durch öffnen eines Reißverschlussen zu entfernen/ wieder überzuziehen ist. Wir haben sie seit ca. 4 Jahren in Gebrauch mit besten Erfahrungen. Gruß RalphLPZ
  5. Hallo an Alle, der Artikel spricht mir aus dem Herzen. Auch wir haben das Problem. Bei uns ebenfalls: "Wunder v. Bern", "Barcelona f. 1Jahr" und "Herr Lehmann". Die anderen Filme hatten wir nicht. Die Teller wickeln alle einwandfrei und - außer bei diesen Filmen - auch fest. Wir spielen Schicht innen --> also Ton UNTEN. Das kann es also nicht sein. Auch die Verarbeitung im Kopierwerk scheidet aus, denn die Filme stammen z.T. von unterschiedlichen Kopierwerken. Auffällig ist jedoch, das es sich bei allen 3 Filmen um AGFA-Positivfilm handelt (kenntlich am orange aufbelichteten "A G S" auf dem äußeren Perforationsrand). Andererseits gibt es auch Agfa-Kopien, die normal gewickelt sind. Weiterhin fällt auf, dass diese Filme sich wölben, d.h. (besonders gut zu sehen, wenn nur noch ein dünner Wickel auf dem Teller liegt) der Film bildet keinen "runden Kreis", sondern ein "rundes Vieleck" (blöd ausgedrückt, aber wie soll mans sonst nennen). Meine Vermutungen daher: 1. Es liegt am Filmmaterial (Probleme mit der Emulsion bestimmter Fabrikationchargen o.ä.)???? 2. Der Film hat eine für Agfa ungeeignete Beschichtung erhalten???? Um Näheres herauszufinden wäre vielleicht eine Anfrage bei Agfa am sinnvollsten. Immerhin wissen wir jetzt, dass es ein breiteres Problem ist. Und dieses Problem tritt verstärkt erst in den letzten paar Monaten (eigentlich sogar nur Wochen) auf. Viele Grüße Ralph [/b]
  6. RalphLPZ

    Film Kleben

    Hallo Ingo, wie schon richtig bemerkt, gibt es Polyester schon länger als 5 Jahre (habe ich auch nicht behauptet). Vor etwa 5 Jahren begann der verstärkte Einsatz im normalen Kinobetrieb. Die Idee, Versuche und Entwicklung, Polyester als Träger zu nutzen, sind schon wesentlich älter (auch älter als 10 Jahre!). Hauptproblem war anfangs die Entwicklung von Polyesterarten, die unter hohen Temperaturen formstabil bleiben (hohe Schmelzpunkte, keine Dehnung...). Gruß Ralph
  7. RalphLPZ

    Film Kleben

    Hallo Ingo, es ist völlig richtig, Azetat-Kopien kannst Du mit Filmkitt kleben (Nassklebestelle) aber natürlich auch mit Klebeband (trocken), während Polyester-Kopien nur trocken - als mit Band - geklebt werden können. Bei Polyester kommt nur als 2. Möglichkeit die Verschweißung in Frage. Die "Klebepressen" dazu besitzen weitestgehend jedoch nur Kopierwerke und Filmhersteller... Polyester kann man leicht von Azatat unterscheiden indem man die Filmrolle gegen das Licht hält. Bei Polyester scheint das Licht deutlich durch die Rolle, während bei Azetat kein - oder sogut wie kein Licht durchgelassen wird. Bei Azetatfilm laufen Nassklebestellen (wenn gut ausgeführt) unauffälliger durch als Bandklebestellen. Polyesterfilm wird jetzt etwa seit 5 Jahren eingesetzt, mittlerweile ausschließlich, d.h. neue Filme haben heute nur noch Polyesterträger. Ob Polyester rotstichig wird bleibt abzuwarten. Das hängt hauptsächlich an der Stabilität der Farbstoffe in der Schicht. Zumindest fällt bei Polyester die bei der Zersetzung von Azetet freiwerdende Essigsäure, welche die Farbstoffe stark angreift, weg. So ist zu hoffen, daß deshalb die Farben wenigstens länger haltbar bleiben. Gruß Ralph
  8. Hallo Morpheus, es stimmt, dass die Sprünge in der Kopie relativ ausgeglichen sind und es wirkt auf einer kleinen Leinwand proportional natürlich weniger stark. Außerdem kann es sein, dass Euer Bild-Seitenverhältnis etwas höher ist als 1:1,85 (vieleicht 1:1,90 oder so ähnlich). Dann wird der größte Teil des Fehlers eh wegkaschiert. Bei unserer ersten Kopie war im 2. Akt zusätzlich noch ein Kopierfehler des hiesigen Kopierwerkes, der das ganze potenziert hatte. Auch bei uns sind mit der neuen Kopie die Bildstrich-Versätze erträglich. Gruß Ralph
  9. Korrektur natürlich meine ich restlichen Fehler... Ralph
  10. @ Jens da muss ich Dir leider widersprechen. Beim Wechsel 1. zum 2. und 2. zum 3. Akt würdest den Fehler selbst bei 1:2 sehen. Wir haben übrigens eine neue Kopie bekommen, bei der die Maskenlage des 2. Aktes jetzt anders (mittig) ist. Mal sehen, ob man die rechtlichen Abweichungen jetzt tolerieren kann... Gruß Ralph
  11. Hallo zusammen, auch ich schließe mich was das Öl betrifft meinen beiden "Vorpostern" an. Wir arbeiten bei Meos seit 20 Jahren mit Autoöl und haben noch nie Probleme gehabt. Zum Bildstandsfehler kann ich auch nichts genaues sagen. Ich erinnere mich aber, daß ein Kollege mal ähnliche Schwierigkeiten hatte und das nach vielem Suchen der Fehler in Richtung Lager oder Buchse der Bildstrichkorrekturwele gefunden wurde. Ich erinnere mich nur nicht mehr genau. Glaube da gibt es im Getriebe ein Kunststoffteil, was ausleiert o.s.ä. Was das Schmieren der Riemen betrifft, würde ich KEINESFALLES zu FETT raten. Bei ordentlicher Spannung und Fluchtung der Riemen genügt ein Hauch NIGRIN-SILICON-GLEITSPRAY. Es lässt sich leicht dosieren und reicht nach dem Auftragen viele Wochen bis Monate. Der Vorteil: Die Maschine verdreckt nur zum Bruchteil so stark, wie bei der Benutzung von Fett und ist schnell und leicht zu reinigen, was besonders den Elektronikeinschüben zu gute kommt (keine Probleme mit Schmutz in Relais usw.). Einzig zu beachten: aller 6-8 Monate Riemen und Zahnscheiben mit etwas Waschbenzin säubern, damit ein bestimmter Verschmutzungsgrad nicht überschritten wird. Mit diesem Reinigungsrhythmus dauert die KOMPLETTE Reinigung der Getriebeseite einer Meo nur 1.5 - max. 2h. Viele Grüße Ralph
  12. Hallo Jens, das, was Du meinst mag es auch geben, ist aber hier nicht der Fall. Die Maske ist exakt im Format 1:1,85 kopiert. Nur eben abwechselnd höher bzw. tiefer zur Mittelstellung. Das wäre eigentlich kein Problem, wenn die Abweichung bei allen Akten gleich wäre. Nur durch den ständigen Wechsel in den einzelnen Akten macht es sich unangenehm (da ständig) bemerkbar. Gruß Ralph
  13. Hallo zusammen, hat jemand gemerkt, dass bei City of God (besonders in den ersten 4 Akten) der Bildstrich bzw. die 1:1.85er Bildausschnittsmaske auf dem Film abwechselnd nach unten bzw. nach oben außermittig verschoben kopiert ist? Da wir ein exakt eingemessenes 1:1,85er Format kaschiert haben, äußert sich der ständige Wechsel bei Koppelstellen darin, das der Bildstrich tw. bis 0,5m (bei 4.50m Bildhöhe) ins Bild kommt und man ständig nachregulieren müsste. Viele Grüße Ralph
  14. Hallo Matthias, wie von den Vorgängern schon bemerkt, sind die Delrinscheiben wirklich meist die Ursache bei Gleichlaufproblemen. Hier einige Erfahrungen, die ich gemacht habe. Die hintere Delrinscheibe würde ich keinesfalls gegen eine Filzscheibe tauschen, da sie genau durch ihre Dicke die Lage des Films zum Tonspalt bestimmt, was mit Filz nicht genau möglich ist. Es ist auch gut, die Dicke in größeren Abständen zu kontrollieren, da bei Abrieb leicht die Toneinmessung von Dolby SR verstellt wird. Probleme ergeben sich nach meiner Erfahrung besonders, wenn die beiden Scheiben der Friktion untereinander vertauscht werden und auch wenn sie nach der Reinigung versehentlich verdreht werden. Dann dauert es manchmal ewig, bis sie sich wieder eingelaufen haben. Also: beim Saubermachen der Friktion genau drauf achten, das die Scheiben genau in ihrer alten Lage wieder eingebaut werden. Wenn Scheiben (besond. die hintere) nicht richtig laufen, diese erneuern und dann nicht wieder in ihrer Lage ändern. Bei Problemen mit der vorderen Scheibe kann man sich einfach helfen, indem man zwei Scheiben an Stelle einer einsetzt. Dann ist eigentlich an dieser Stelle dauerhaft Ruhe. Zur Schmierung: Eigenlich ist vom Hersteller geplant, daß die Tonfriktionen mit den Delrinscheiben trocken laufen. Ich hab jedoch die Erfahrung gemacht, daß dieses nicht lange gut geht. Deshalb versehe ich die Scheiben mit Graphitöl (es geht auch Siliconöl). In der Regel hält die Schmierung mehrere Monate ohne Probleme. Außerdem lasse ich die Friktionen prinzipiell so lange unberührt, wie sie ruhig stehen. Zu häufige Reinigungen haben sich als nicht hilfreich erwiesen, da es nach jeder Reinigung wieder einige Zeit dauert, bis sich die Friktion wieder richtig einläuft. Viele Grüße Ralph
  15. Hallo zusammen, auch wir haben dieses "wunderbare Filmkunstwerk" im Kino. Der Aufbau des Films besteht wirklich aus 2 Teilen. Schon im Vorspann kommt der Titel "Beginn des ersten Teiles" (oder so ähnlich) ---> ergo muß also der Titel "Ende des ersten Teiles" dranbleiben. @ JensD Das nach dem Abspann die Musik weiterläuft, ist durchaus nicht ungewöhnlich und wir als Nachmusik bezeichnet. Es gibt auch Filme, die enden ganz ohne Abspann nur mit mehreren Minuten Nachmusik. Also: NICHT abschneiden! Was allerdings für den Film noch wichtiger ist, ist sein Bild-Format 1:1,37! Wer ihn 1:1,85 vorführt beschneidet unerträglich das Bild. (Er hat auch durchgehend den formatgerechten Kasch.) Viele Grüße Ralph
×
×
  • Create New...

Important Information

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Privacy Policy.