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Sam

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Posts posted by Sam

  1. Eines ist jetzt sicher: "Interstellar" läuft keine zwei Wochen im Zoo-Palast. Ab 19. November ist Saal 1, wie schon in einem anderen Post erwartet, definitiv von "Panem - Mockingsjay 1" belegt:

     

    http://www.zoopalast-berlin.de/programm/film/movie/die-tribute-von-panem-mockingjay-1/

     

    Und der 12. November kann irgendwie auch nicht gebucht werden. - Was ich mich frage - jetzt mal die Nachspieloption von "Interstellar" im Astor außer Betracht gelassen: Bei einem Preis von US$ 20.000 für die 70mm-Kopie ist das Ganze doch in jedem Falle ein Zuschussgeschäft. Wer will denn da wem was beweisen? Sollte die Geschichte von vornherein auf Misserfolg programmiert sein?

  2. Nur, um mal eine kurze Rückmeldung zu geben: Ich hätte anfangs nie gedacht, dass man sich über zwei Stunden hinweg hochinteressant und hochinformativ über ein verflossenes Ku'damm-Kino unterhalten kann. Das halbstündige Telefon-Interview mit einem ehemaligen Vorführer war natürlich der Höhepunkt dieser Sendung. Und da es noch etliche weitere spannende Ex-Kinos in Reichweite des Kurfürstendamms gibt: Viel Erfolg ... !

  3. Hmm. Möglicherweise war meine diesbezügliche Bemerkung Ausgangspunkt für ein Missverständnis: Ich bezog mich (ohne es ausdrücklich gesagt zu haben) auf die Entwicklung von sw-Positivfilm, während Du vielleicht mehr die Negativentwicklung im Auge hattest ... ;-)

     

    Unabhängig davon: bei höheren Temperaturen wirken sich kleine Schwankungen in der Durchlaufszeit wie auch in der Entwicklertemperatur deutlich stärker auf das Entwicklungsergebnis aus, und eine weitere Frage ist ja auch noch, was die Gelatine so alles verkraftet ...

  4. Upps - ich verstehe das jetzt richtig (nachdem ich mich etliche Zeit geplagt hatte): Links wird eine lichtdichte Kassette angesetzt, die durch die sichtbaren Gummischnüre automatisch durch drei Bäder und die Trocknungseinheit rechts gezogen wird, um anschließend aufgewickelt zu werden? Kurios - kein einziger Zahnkranz. Ich frage mich, wie die Emulsionsseite nach Durchlauf aussieht - immerhin ist die doch in jeder Hinsicht druck- und schrammenempfindlich. Und nur drei Bäder? Selbst beim einfachen s/w-Prozess sollten es ja wohl vier sein, die abschließende Wässerung dabei deutlich länger als die Fixierung ...

     

    Meine Erfahrung mit derartigen Maschinchen - nicht dieser! - ist, dass die Durchlaufzeiten viel zu kurz bemessen sind. Mit dem Spielzeug, mit dem ich mal experimentiert hatte, hätte man auf Entwicklertemperaturen von 30° plus gehen müssen. Das bekommt aber keinem Schwarz-weiß-Film gut. Schöne, kontrastreiche, durchentwickelte Bilder erhält man nur im klassischen Temperaturbereich um 20° C.

     

    Gesehen? (Meine Quelle, um überhaupt ansatzweise zu verstehen, was die Idee hinter diesem Gerät ist.)

     

    https://depatisnet.d...age=1&xxxfull=1

  5. So wenig ich in der Sache beizutragen vermag: Die Datierung deutet irgendwie auf das Perspecta-Verfahren hin - doch das lief ohne Effektlautsprecher im Saal. Meistens gibt man die Jahre 1954 bis 1958 für dieses Verfahren an, also einen doch relativ kurzen Zeitraum. Der entscheidende (Kosten-)Vorteil gegenüber dem Magnetton war, dass lediglich die normale Lichttonspur in Anspruch genommen wurde - die drei Steuerfrequenzen lagen unterhalb des Übertragungsbereichs. Und sie waren im Pegel variabel - was immerhin einen "weichen" Übergang zwischen den Wiedergabekanälen ermöglichte. - Eine schöne (allerdings englische) Beschreibung findet man hier:

     

    http://archive.org/stream/internationalpro29finn#page/n283/mode/2up

  6. Allerdings finde ich keine offizielle Veröffentlichung von Kodak, die diese Zahlen im Detail bestätigt, man findet nur reichlich Meldungen zu den angeblich daraus resultierenden Entlassungen.

     

    Gehört leider zur Politik von Kodak, nichts zu den Einzelbereichen verlauten zu lassen. Was dann Spekulationen offen lässt. - Dass es im Filmbereich im ersten Halbjahr nicht so lief wie geplant, hat Kodak ja in der Halbjahres-Bilanzpressekonferenz Anfang August klar gesagt. Aber nur zehn Prozent - des für 2014 angestrebten Umsatzes? Liegt irgendwie außerhalb des Vorstellungsvermögens. Andere Quellen berichten immerhin von einem geschätzten Film-Umsatz von US$ 60 Millionen m ersten Halbjahr. - Immerhin verdanken wir einem statement des CEO Jeff Clarke die Einsicht, dass noch etwa 300 bis 400 Personen im Bereich der Filmherstellung arbeiten - Festangestellte, von denen Clarke sagte, dass dies das Team sei, um nicht nur den Filmbereich fortzuführen, sondern ihn auch weiterzuentwickeln. Und er hat auch klar gesagt, dass man in diesen Bereich weiterhin investiere. Dieses Kern-Team könne man nach den Stellenstreichungen der zurückliegenden Jahre auch nicht mehr wesentlich verringern. - Insoweit sind dann doch Zweifel zulässig, ob die Anfang Oktober angekündigte Streichung von 70 Stellen in Rochester wirklich den Filmbereich tangiert; Kodak hat sich in seiner Pressemitteilung nicht darüber ausgelassen. Andere Bereiche, in denen sich noch Stellen streichen ließen, gibt es aber wohl reichlich.

     

    http://seekingalpha.com/article/2386015-eastman-kodaks-kodk-ceo-jeff-clarke-on-q2-2014-results-earnings-call-transcript

     

    www.democratandchronicle.com/story/money/business/2014/08/05/kodak-quarterly-earnings/13634239/

  7. Manchmal muss man für detailliertere Fragestellungen doch etwas suchen, obwohl die Frage selbst auf der Hand liegt. Und die Antwort auch: Welche Kopierwerke noch existieren und was sie entwickeln, weiß Kodak alles auf seinen Seiten. Einfach mal "Europe" in die Suchmaske eingeben und "35mm" ankreuzen (und die Karte so verkleinern, dass auch ganz Europa zu sehen ist). In D sind es, wenig überraschend, Arri, TF Cinenova und Andec. In F Arane und Eclair, in GB Cinelab und i-Dailies, in I Eurolab und Movie&Sound (die ja jetzt beim Ferrania-Projekt beteiligt sind), in A Synchro-Film, in CH Cinegrell. Daneben viele andere, die ich jetzt nicht erwähnt habe. Und man freut (und wundert) sich, wie breit doch noch die Angebotspalette ist - einschließlich Umkehr, sw und 16mm/S8. - Ach ja: 65/70mm wird weltweit noch bei Arane, DeLuxe New York und Fotokem entwickelt und bei Arane und Fotokem kopiert.

     

    http://motion.kodak.com/motion/Support/Laboratories_Directory/index.htm

  8. Vor allem, denke ich, sollte man mal die Komplexität einer Filmbeschichtung nicht unterschätzen. Hat mal jemand Robert L. Shanebrooks "Making Kodak Film. The Illustrated Story of State-of-the-Art Photographic Film Manufacturing" zur Hand genommen? (Meines Wissens gibt es immer noch Restexemplare.) Das nötigt einem höchsten Respekt ab, mit welchem Optimismus die Ferrania-Leute an die technologischen Herausforderungen herangehen (und welche Herausforderung mutmaßlich auch der jetzt aufgestellte Zeitplan darstellt). Mehr als ein Jahr hat es gedauert, den precision coater im LRF-Gebäude wieder produktionsfähig herzustellen, und Baldini hatte irgendwann mal durchblicken lassen, der Eigentümer - die PTVB - habe einen siebenstelligen Betrag dafür aufgewendet. Der Ferrania steht diese Anlage derzeit unentgeltlich zur Verfügung - mit der Verpflichtung, bis zum Ende dieses Jahres darauf Probegüsse zu fahren.

  9. Film Ferrania hatte doch zwei Probleme. Einerseits gab des niemanden, der die erste Charge vorfinanzieren konnte. Das ist mit dem crowdfunding jetzt gesichert - ein Viertel der Summe von 250.000 Euro (einschließlich Logistikkosten für die "rewards"). Das andere Problem war, dass der Eigentümer mit Beginn des neuen Jahres verschiedene alte Gebäude abreißen lassen wird - mit Technik, die eines Tages noch zu gebrauchen sein könnte. Darunter eben Big Boy, Walter und Trixie. Die Technik soll, soweit sinnvoll, jetzt gerettet werden, wird aber eingelagert (" ... move equipment to storage" - siehe die timeline für das kommende halbe Jahr).

     

    Sam, Breite der Bahn 23cm, auch aus dem og. Bericht.

     

    Danke! (Wie man sich doch verschätzen kann ... )

  10. Bin durch eine andere Rechnung drauf gekommen. Mich hatte interessiert, wieviel Material die Ferranier eigentlich beschichten müssten, um die ausgelobten "rewards" vollständig zu bedienen; nach meiner Rechnung wären das rund 1.700 Quadratmeter. Wenn der optische Eindruck aus dem Video zum LRF richtig ist, dass der precision coater schmalere widerolls verarbeitet - ich würde die Breite auf ein Drittel schätzen, aber dies unter großem Vorbehalt -, müssten sie rund 4.000 laufende Meter beschichten ...

  11. Solltest Du bei diesem Thema ... Fehler im genannten Artikel finden, so würde ich mich über eine Richtigstellung inkl. Quellenangabe (Gesetz/Urteil) freuen.

     

    Wenn Du denn schon so ausdrücklich danach fragst ... ;-)

     

    Schauen wir uns die ersten drei Absätze an. Ist es erlaubt, den Eiffelturm zu jeder Tages- und Nachtzeit zu fotografieren? Ist es erlaubt, diese Fotos in einer privaten Webpage oder in einem Blog einzustellen? Zweimal ja; das zweite ja mit der Einschränkung, dass die SETE - die Société d’exploitation de la Tour Eiffel - erwartet, dass man das Foto mit einem Copyright-Vermerk versieht, der auf sie verweist. Das ist aber auch schon alles. - Die Ansprüche der SETE richten sich nach französischem Recht. Wenn denn ein Urheberrecht bestehen sollte - das ja aber bekanntermaßen nur für Privatpersonen bestehen kann -, dann würde es automatisch und ohne jede Registrierung entstehen. Der Umstand, dass die SETE den illuminierten Eiffelturm beim französischen INPI (Institut national de la propriété industrielle), also dem französischen Patentamt, hat registrieren lassen, spricht dem ersten Anschein mehr dafür, dass hier tatsächlich ein Markenschutzrecht in Anspruch genommen werden soll. Womit wir uns in einer anderen Rechtsmaterie befinden würden. Worauf der Anspruch der SETE denn tatsächlich basiert, müsste man wohl erst einmal durch einen französischen Fachanwalt für Medienrecht prüfen lassen. - Könnte die SETE, wenn sie denn tatsächlich Urheberrechtsansprüche geltend machen kann, gegen eine deutsche Webseite vorgehen? Kann sie nicht - jedenfalls dann nicht, wenn das entsprechende Schutzrecht nur in Frankreich, nicht aber in Deutschland verletzt worden ist. Sie könnte dann zwar geltend machen, dass die deutsche Webseite auch in Frankreich abrufbar ist; das würde ihr aber voraussehbar solange nicht weiterhelfen, bis nicht das internationale Privatrecht angepasst worden ist.

     

    http://www.svenler.com/blog/photographing-the-eiffel-tower-at-night/

  12. Das ist doch aber die Schlussfolgerung aus dem, was Du in Post #32 geschrieben hast. Oder habe ich etwas missverstanden?

     

    Auch habe ich es schon erlebt, dass eine Agentur den Urheber nicht bezahlt hat, die Bild/Textwerke aber trotzdem verbreitet hat. In diesem Fall kann und wird(!) der Urheber seine Forderungen direkt gegen jeden einzelnen Publizisten (beispielsweise die Kinobetreiber) durchsetzen. Damit wird der Druck auf die Agentur nämlich deutlich größer, als wenn er den sonst üblichen Inkasso-Weg gegen die Agentur geht.
  13. Bis dahin, fürchte ich, dürfte es ohnehin angeraten sein, dieses Forum nicht mehr zu frequentieren, solange nicht Henri zweifelsfrei dargelegt hat, dass er den Urheber der Forums-Software zeitgerecht und vollständig für seine Leistungen entlohnt hat ... :-)

  14. Eins ist sicherlich richtig: Mal eben die Presseabteilung eines Filmverleihs zu fragen, ob sie Bedenken gegen einen bestimmten Schnappschuss hätte, kann nur die Vertrauensbasis stärken. Unverändert skeptisch bin ich jedoch hinsichtlich eines möglichen Unterlassungsanspruchs aus dem Kreise der Zuschauer. Und hinsichtlich eines Schadensersatzanspruches erst recht, wenn man nicht gerade Fotomodell, Fernsehreporter, blaublütig oder eine sonstige Zelebrität ist ...

     

    Die Suche bei dejure.org zu §23 KuG zeigt im Übrigen auch, dass bisher offenbar noch kein entsprechender Fall entschieden worden ist ...

     

    http://dejure.org/dienste/lex/KunstUrhG/23/1.html

  15. Die Größe und Anordnung der Umlenkrollen ist schon seeehr ähnlich ...

     

    Nicht verwunderlich: Zeiss-Ikons Favorit-Modellserie (Favorit 16B, Favorit 70) beruhte auf Konstruktionen aus dem Hause Prevost ...

  16. Anbei ein Link zur 35/70mm-Version. (Was man auf dem ebay-Foto im Hintergrund sieht, ist die 35mm-Version - hätte gleich schärfer hinsehen sollen. Und wenn mich nicht alles täuscht, stehen da sogar zwei Maschinen, die zweite weitgehend von der FP 30 verdeckt?)

     

    Was mir übrigens an der FP 30 gefällt: Endlich mal wieder eine Maschine ohne das verhasste reverse-scan-Tonlaufwerk ...

     

    https://farm7.staticflickr.com/6181/6076594848_53010a5a9e_z.jpg

  17. Sehe ich ähnlich. Und finde, das ist - bezüglich der Zuschauer - auch rechtlich gut begründbar. § 23 KuG:

     

    "(1) Ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung dürfen verbreitet und zur Schau gestellt werden: 1. Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte; 2. Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen; 3. Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben; 4. Bildnisse, die nicht auf Bestellung angefertigt sind, sofern die Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient." M.E. kommen sowohl Nr. 2 (Beiwerk) als auch Nr. 3 (Versammlungen) in Betracht. http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/kunsturhg/gesamt.pdf

  18. Beim Aufräumen auf dem Rechner wiedergefunden: ein altes US-Patent (1.139.679) vom 18. Mai 1915 - liest sich wie eine Mischanweisung für Vitafilm. Ausgestellt aber nicht für Richard D. Hanish, sondern für einen Deutschen - Friedrich (Frederick) W. Hochstetter, "a subject of the Emperor of Germany" (aha, so hieß das damals). Nicht ausgeschlossen, dass Hanish dieses Patent später erwarb - oder doch seine ganz eigene Mixtur zusammenbraute.

    US-Patent_1.139.679.pdf

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