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Sam

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Posts posted by Sam

  1. Wenn der Hersteller eine entsprechende Randsignierung aufgebracht hat (die nach Entwicklung lesbar wird), ist das schon einmal eine Orientierung. Kodak hat seine Materialien seit Anbeginn entsprechend gekennzeichnet - anfangs mit kryptischen (und manchmal verwirrenden) Symbolen, seit den neunziger Jahren mit der Jahreszahl im Klartext. Bei Fuji und Agfa gab es eine derartige Kennzeichnung meines Wissens nicht. Aber Obacht: die Randsignierung wird erst mit dem slitting, dem Schneiden der Masterrollen, aufgebracht. Wenn die Masterrolle also erstmal eingefroren und gelagert wurde, verrät die Randsignierung, so vorhanden, auch nichts über das ursprüngliche Guß-Datum.

  2. ... vergleiche das Geschreibsel einer wohl sehr roten Redaktionspraktikantin zum 70mm Festival in Karlsruhe ...

     

    Off-topic: Meinst Du dies?

     

    Im Saal saß ich mit vor allem älteren, etwas verschroben wirkenden Herren, die von Englisch über Schwäbisch und Schweizerdeutsch alles sprachen, sowie Erkennungskärtchen an Bändern um den Hals trugen.

     

    Ich hab' mich gekringelt - na ja, wer seine Beiträge mit Mini Malör ("kleine Peinlichkeit") zeichnet, will wohl selbst nicht ganz ernst genommen werden ... ;-)

     

    http://www.querfunk....l-der-schauburg

  3. Schöne Aufnahmen. - Die Gesamt-Sammlung der 2.641 Fotos von Prokudin-Gorskij hat die Library of Congress übrigens online gestellt. Und da zeigt sich im Vergleich, etwas verwerflich, dass SPIEGEL ONLINE keineswegs durchgängig die Originale wiedergegeben hat, sondern überwiegend die farblich digital aufgehübschten und um Flecken retuschierten Fassungen, die schon optisch durch klinische Reinheit auffallen (z.B. Nr. 2, 6, 8, 11, 21, 23 - Nr. 20 scheint der SPIEGEL gegenüber dem grünstichigen Original selbst nachbearbeitet zu haben). Und der gute Tolstoi liegt nur als Reproduktion von einem photomechanischen (gerasterten) Halbtondruck vor - ob das Negativ wirklich in Farbe war? - Warum der SPIEGEL zudem die wirklich ansehnlichen Aufnahmen auf der Grundlage der Wechselschlittenkamera mit Fotos vor ganz anderem Entstehungshintergrund mischt (und damit den Horizont des Textbeitrages weit überspringt), bleibt einigermaßen unerfindlich. Mit Autochrome-Platten (Nr. 13, 14, 15, 17) hat zum gleichen Zeitpunkt bereits mein Großvater experimentiert (und dabei nette Fotos vom Baumblütenfest in Werder geschaffen), aber deren Auflösung war naturgemäß beschränkt - das Geheimnis lag in der Kartoffelstärke. Und über hand- oder mechanisch kolorierte Fotos (Nr. 18, 19) müssen wir eigentlich gar nicht reden ...

     

    http://www.loc.gov/pictures/search/?q=Prokudin-Gorski%C4%AD%2C+Serge%C4%AD+Mikha%C4%ADlovich%2C+1863-1944&fi=name&sp=1&st=grid&op=EQUAL

  4. Um mal doch Klartext zu reden: Öffentliche Finanzhilfen an marktorientierte Unternehmen sind nicht zulässig - dafür sorgt schon das Europäische Wettbewerbsrecht. Eine praktisch vermögenslose s.r.l (haftungsbeschränkte Kapitalgesellschaft) mit einer Stammeinlage von lediglich 10.000 Euro wird andererseits keine Bankkredite erhalten können. Die schön erzählte Geschichte der beabsichtigten Rettung von "Trixie", "Walter" und "Big Boy" (die offenbar im Stundenrhythmus neu erzählt wird - man vergleiche die Fassung von heute morgen mit der, die gegenwärtig im Netz steht) könnte in Wahrheit vor allem darau zielen, die Film Ferrania s.r.l. mit dem notwendigen Eigenkapital auszustatten; was angesichts der sich nach weniger als 24 Stunden bereits abzeichnenden Überzeichnung des angestrebten fund-raising-Ziels auch leicht gelingen dürfte. Nun gut: Früher hat man für derartige Zwecke eine Aktiengesellschaft gegründet, heute macht man das per fund-raising.

     

    Bei dieser Gelegenheit vielleicht noch eine Richtigstellung zu Post #96. Baldini/Pagni erwecken auf ihren Seiten den Eindruck, als habe die Region Ligurien die fraglichen Gebäude erworben ("We have enjoyed unprecedented support from the property’s new owners, Regione Liguria - the local Italian government branch just a few short miles from the Ferrania campus.") Tatsächlich sind Gebäude und Maschinen unverändert im Eigentum der PTVB (Parco Tecnologico Val Bormida), die zum Zwecke der Restrukturierung des ehemaligen Ferrania-Geländes gegründet worden war. Die PTVB wiederum ist eine 100%-Tochter der ligurischen Investitionsförderbank FI.L.S.E.. Hauptaktionär der FI.L.S.E. (mit knapp 80%) ist die Region Ligurien. Nur auf diese sehr indirekte Weise kommt also die Region Ligurien ins Spiel. So kompliziert sind manchmal die Verhältnisse.

  5. Wenn es so wäre wie vorangehend vermutet, dann würde das Projekt aber völlig neue Dimensionen erhalten - weit über das hinaus, was bisher kommuniziert (und, notabene, auch mit dem Eigentümer, der PVTB - Parco Tecnologico Val Bormida - vereinbart) ist. Gerade nochmal in den Geschäftsbericht der PVTB geschaut: Die hat sich lediglich verpflichtet, das LRF (1. und 2. Stockwerk), die für die Emulsionsgewinnung erforderlichen Betriebseinrichtungen und den precision coater (lokalisiert im LRF) zur Verfügung zu stellen. Weder Big Boy - der nach allem, was wir wissen, zum Jahresende abgerissen werden sollte - noch Filmträgerherstellung sind Bestandteil der bisherigen Vereinbarungen. Wenn es so ist wie es sich derzeit darstellt: kein Wunder, dass nun auf fund-raising reflektiert wird ...

  6. Vielleicht bin ich ja einfach nur schwer von Begriff, und irgendjemand vermag mich aufzuklären. Bisher habe ich alle Einlassungen von Film Ferrania dahingehend verstanden, dass sie die kleine (Miniatur-)Research-Produktionslinie im LRF-Gebäude nutzen wollen, weil die ehemalige große Produktionslinie - genannt "Big Boy" - in Anbetracht der heutigen Marktbedingungen völlig überdimensioniert sei, zuviel Energie verbrauche, haufenweise Material verschwende und sinnvoll nur im 24/7-Betrieb nutzbar sei:

     

    This is perfect for FILM Ferrania, but not so great for the giant facilities of other film producers saddled with the 24/7 legacy of machines like Big Boy. ... FILM Ferrania was born from the simple idea of using the miniature coater in the L.R.F., while integrating various other discarded machinery scattered around the Ferrania campus to create a new, reduced-scale and optimized factory with the capability to take raw materials and turn them into finished products.

     

    http://www.filmferrania.it/news/the-lrf/2014

     

    Und jetzt wollen sie mit der Kickstarter-campaign ausgerechnet den Big Boy verfügbar machen? Verstehe ich, ehrlich gesagt, nicht ...

  7. Nicht umsonst sind die Schachteln mit primo lotto/first batch ("erste Charge") beschriftet. Die sind etwas für die Vitrine, nicht für die Entwicklungsmaschine. - Schade, dass der Button "buy" derzeit noch ins elektronische Nirwana führt; ich denke mal, in diesem Stadium könnte Ferrania schon einiges Geld für eine kommerzielle Anschubfinanzierung einsammeln ...

  8. Zwei Dinge finde ich an dem Link ja doch interessant. Die Ausstellung im George-Eastman-House nennt sich "The Disappearance of Darkness"; vom Ende der Filmära ist keine Rede. Wer den Zusatz "Photography at the End of the Analog Era" im verlinkten Bericht hinzugefügt hat, wäre ja doch mal interessant zu wissen. Und: Die Photographien von Robert Burley dokumentieren den Produktionsrückbau bei Agfa, Ilford und Kodak - in den Jahren 205 bis 2010. Die Sprengungen auf dem Kodak-Gelände stammen aus dem Jahre 2007. Also alles nichts, was aktuell passiert wäre.

     

    http://eastmanhouse.org/events/detail.php?title=burley_2014-15

  9. Vereinfacht gesagt.

     

    Ach ja - die Welt ist kompliziert. Aber eines Tages, das zum Troste, wird eine Generation, die das Wort F-i-l-m kaum noch zu buchstabieren weiß, in diesem Forum nachlesen können, wie es denn wirklich war. Lesefähigkeit vorausgesetzt ... ;-)

  10. Nur, damit die Unterscheidung zwischen Negativfilm und Positivfilm (=Printfilm) nicht allzu verkrampft ausfällt: Negativfilm ist ein Aufnahmefilm mit entsprechender Empfindlichkeit, daraus resultierender höherer Körnigkeit, geringem Kontrastumfang (Gamma kleiner als eins) und (zur Vermeidung von Lichthöfen) maskiert - bei Schwarz-weiß-Film in der Regel durch Blau-Grau-Färbung des Trägers. Positivfilm ist unmaskiert (also ganz durchsichtig und damit für die Projektion geeignet), von geringer Empfindlichkeit, extrem feinkörnig und mit hohem Kontrast (Gamma größer als eins). Und ganz generell: Alle photochemischen Materialien zeigen nach Belichtung die umgekehrten Tonwerte (also auch Umkehrfilm; nur dass man bei der Umkehrentwicklung eine Nachbelichtung - optisch oder chemisch - einfügt); das für sich ist also keine Unterscheidung zwischen Negativ- und Positivfilm.

  11. Mir fehlt ja irgendwie das Vorstellungsvermögen, aber in 1:1,85 dürfte HATARI ziemlich gruselig aussehen ... 1:1,37 funktioniert dagegen wirklich gut, auch gerade bei den Tierfängersequenzen. Und auch andere Filme von Howard Hawks funktionieren im Normalformat prächtig, wie etwa das Rennfahrer-Epos ROTE LINIE 7000. - Falls es sich irgendwann einmal machen lässt und nicht zu aufwendig ist: Ich wäre (als Versionsvergleich) an einem Scan von HATARI interessiert, egal aus welcher Rolle, aber möglichst (so vorhanden) mit Randsignierung, um die Kopie einem Druck-Ort zuordnen zu können ...

  12. ... 35mm Technicolor(!) Archivkopie ...

     

    Toll - und schade; eine verpasste Gelegenheit. Aber aus Mecklenburg anzureisen, bedeutet jeweils eine halbe Tagesreise (hin und zurück). Wirklich schade. - Nachgefragt: Warum zeigt Ihr HATARI in 1:1,37? Die Technicolor-Kopie liegt zwar im (technicolortypischen) Vollformat vor, aber gedacht war sie (wie etwa auch GOLDFINGER aus der gleichen Periode oder FRÜHSTÜCK BEI TIFFANY) für 1:1,66.

     

    Weiß man eigentlich schon etwas über die später im Jahr angekündigten Kopien von DES KÖNIGS ADMIRAL und VOM WINDE VERWEHT?

  13. Schreibt man "Bagage" wirklich so? :mrgreen:

     

    Ach du Schreck. Hospilitypagages - Hospitality package ("Bewirtungspaket"). Neue Schreibweise offenbar von einer ziemlich ignoranten Frankfurter Bagage (vulgo: Gesindel) erfunden. Lang lebe die Finanzer-Clique ... ;-)

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