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breathtakingcinemascope

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  1. Gestern habe ich mit Freunden "Werk ohne Autor" im altehrwürdigen Delphi Filmpalast am Zoo besucht und war nach vorheriger Lektüre mehrerer Verrisse und viel "gebährneidischer" Nörgelei der Feuilletons äußerst positiv vom Film überrascht. Umso schockierter war ich von der 10-minütigen Zwangspause, mit der man dort den Film willkürlich zerteilt hat. Mitten im Erzählfluss: Film aus, Licht an, Pauseninsert.... Vorhang bleibt die ganze Pause auf, dann endlich Licht aus und weiter. Nicht, dass ich mich nicht gerne und wohlig an die großen alten Filmepen mit "Intermission" erinnern würde. Aber dort war die Pause vom Regisseur vorgesehen und (meist) dramaturgisch geschickt eingebaut und daher sinnvoll platziert (von Roadshow-typischer Pausenmusik ganz zu schweigen). Damit hat die Zwangspause hier aber ganz offensichtlich nichts zu tun. Ich erinnere mich noch dann, wie der unselige Heinz Riech im seligen Royal Palast Mitte der 80er David Leans "Reise nach Indien" beim Ersteinsatz unverfroren mit einer "Erfrischungspause" zerteilte, nur um den Umsatz von halb-angetautem Nogger-Eis und hauseigener Gummiwaren zu steigern. Nach heftigen Protesten von Lean-Anhängern bei der Constantin musste man damals diese Praxis schnell wieder einstellen. Ich persönlich empfinde eine solche willkürlich vom "Abspieler" wie mit der Axt hineingehauene Zerteilung als eine Unverschämtheit gegenüber den Filmemachern und der Integrität eines jeden Film(kunst)werks. Wie sehen das hier andere Forumsmitglieder? Nachdem ich das neulich schon bei einem ähnlich langen US-Film im Filmterminal am Alexanderplatz erlebt habe, gehe ich dort einfach nicht mehr hin. Dann kann ich auch warten, bis der Film auf RTL zerstückelt wird. Aber jetzt auch noch im Delphi, das sich als Flaggschiff der Berliner Filmkunsttheater versteht? Wo der legendäre Walter Jonigkeit tatsächlich noch posthum ein Klingelschild am Eingang besitzt und der sich, ganz der alte "Schaumann" jetzt womöglich im Grabe umdreht? Dass, kaum das der Abspann läuft, das volle Saal-Licht angeht, hätte es bei ihm nicht gegeben. Warum nicht gleich das "Putzlicht" an? Geht es hier ganz einfach um den Süßwaren- und Getränke-Umsatz, wie ich fest vermute? Oder traut man dem geneigten Publikum das sprichwörtliche Sitzfleisch einfach nicht mehr zu? Unterstellt man seiner zahlenden Kundschaft grundsätzlich ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndom bei (angeblich über-)langen Filmen oder nimmt man nur fürsorgliche Rücksicht auf Konfimandenblasen? Wie wäre es mit dem nächsten Schritt? Man projiziert den Concessions-Umsatz echtzeitig auf die Leinwand und bevor nicht für 250 Euro Popcorn gekauft wurde, geht es eben nicht weiter mit der Show...
  2. Hallo Co-Nostalgiker, kennt eigentlich noch jemand den MGM-Werbefilm (Die ganze Welt) im Zeichen des Löwen? In der Featurette (ca. 1968/69) mit dem kommenden Verleihprogramm des Studios wird auch schon "2001 ..." beworben und es werden ein paar Einstellungen der Dreharbeiten Kubrick gezeigt. Gibt es den ursprünglich in Englisch (In the Sign of the Lion) produzierte Werbefilm noch irgendwo in deutscher Fassung? Auf VHS- ist der extrem in Letterbox gehaltene Film kaum ein Genuss, wenn auch Pathos und Großräumigkeit der MGM-Werbeabteilung heute sehr erheiternd klingen mögen.
  3. Hier der link zu einem interessanten Artikel zum Thema; http://www.hollywoodreporter.com/features/david-geffen-samuel-goldwyn-search-holy-grail-missing-movies-977567 Beste Grüße aus Berlin
  4. Das war auch das Liebkingskino meiner Jugend... Ich hatte bei meinem letzten Koblenz-Besuch das Kino von außen noch mal fotografiert, kurz vor dem Abriss... Aber ich weiß nicht, ob der Therat überhaupt noich aktuell ist... Beste Grüße
  5. Liebe Forumteilnehmer, wir haben einen Dokumentarfilm fertiggestellt, der jetzt in einem kommunalen Kino vorgeführt werden soll. Wo bekommen wir ein Vertragsmuster bzw. Vorlage her? Vielen Dank vorab
  6. Hallo, Schmalfilmfreunde! Kann mir jemand sagen, wo man am >Besten einen Super-8-Projektor der Edelmarke Beaulieu (voll funktionstüchtig) anbieten kann? Was ist so ein Gerät heute noch wert? Beste Grüße Georg
  7. Ein leider vor fast einem Jahr auf tragische Weise ums Leben gekommene Freund und Wochenschausammler war selbst jahrelang Wochenschaukameramann. (Keiner kannte sich in der Materie so gut aus, und man musste ihm nur ein historisches Ereignis nennen, und er konnte auf Anhieb sagen, welches Sujet in welcher Ausgabe in welcher Ausgabe der verschiedenen Wochenschauen behandelt wurde). Er meinte immer, dass die in Hamburg hergestellte "UFA.-dabei" die bei weitem regierungsnäheste (d.h.jahrelang Adenauer-freundlichste) Wochenschau.war. Allein schon aus meiner frühen ozialisation im Kino der späten 60er-Jahre heraus (bei mir zu Hause meist "Blick in die Welt") habe ich zu alten Wochenschauen stets eine nostalgische Zuneigung empfunden und empfinde sie noch. Zur inhaltlich recht problematischen Ausrichtung dieses Mediums sei aber bei dieser Gelegenheit gern einmal auf Hans Magnus Enzenbergers seinerzeit berühmten Text "Scherbenwelt" verwiesen. Seltsamerweise hat wohl noch niemamd bisher eine wirklich gründliche Geschichte dieses Mediums geschrieben, das ja schleißlich über die meisten Jahrzehnte des letzten Jahrhunderts hinweg die einzige audiovisuelle Quelle für die "Weltsicht" der breiten Bevölkerung darstellte, bis das Fernsehen diese Rolle übernahm. Medienhistorisch ist schon sehr interessant, wenn man sich einfach einmal vorstellt, wir hätten heute keine "Tagesthemen" und kein "heute-journal" (bzw. eher den ARD."Wochenspiegel") zur Hand, und wir müssten die Welt noch immer allein aus der Perspektive von "Blick in die Welt", "UFA-dabei" oder "Fox tönende Wochenschau" bzw. "Der Augenzeuge" betrachten, wenn wir uns nicht auch auf Zeitungen verlassen wollten, Aber die Wochenschau gehörte damals einfach zur "Liturgie" des Kinobesuches dazu (wie die stets holprige Regionalwerbung -- teilweise noch auf Dias) oder die Trailer der kommenden Programme.
  8. Hallo, Sam, Ich würde Dich zu Deiner Eingangsfrage gerne auf einen alten NDR.-Beitrag verweisen, der über die Abmischung der letzen Ausgabe der "UFA dabei" berichtete. Er hat Eungang in die Archiv-Serie "Hamburg damals" gefunden, die ab und zu mal auf N3 wiederholt wird. Dort wird die Frage der letztlich vollkommen unwirtschaftlichen Preise behandelt. Zuletzt hat es wohl - zumindest für diese Wochenschau - eine Art Zuschuss durch die Bundesregierung, bzw. das BPA gegeben. Als die dann gestrichen wurde, ging der Wochenschau endgöltig die Puste aus. Beste Grüße
  9. Oh, oh. Man sollte sich vielleicht vorher die entsprechende Erlaubnis einholen, bevor man anderer Leute Material und private Aufnahmen einfach ins Netz stellt. -- Zumal wenn man es in derart besch,,,, Qualit#t tut und zudem die eigenen Bildbeiträge (siehe Thead zum Royal/City) mit derart dicken und wichtigtuerischen "Wasserzeichen" verunziert, dass man diese eigentlich gar nicht mehr ansehen mag. Aber guter Stil und Anstand sind hier ja wohl nicht von jedem Forumsmitglied zu erwarten..
  10. Liebe Kinonostalgiker, ich hatte zwar diesen Thread einst gestartet, dann ist er aber (wie leider so oft hier im Forum) über lange Strecken so sehr vom eigentlichen Thema abgekommen, dass ich gar nicht mehr an der Diskussion teilnehmen wollte und ihn auch länger nicht mehr verfolgt habe. Mit großer Freude habe ich aber die mittleweile eingestellten tollen Fotos bewundert und hocherfreut, Ganz herzlichen Dank an Lobern und den ehemaligen MGM-Theater-Mitarbeiter für die tollen Fotos! Anbei stelle ich nun auch noch mal 3 "treats" ein: Ein Foto vom Theater zur Zeit der Berliner Premiere von "The Journey", eine Eintrittskarte aus der Neujahrsnacht (man beachte die Anfangszeit) und ein wahres Museums-Stück: Die Jacke einer/eines Mitarbeiters des MGM-Theaters, wie sie heute in meinem absoluten Lieblingskino hängt (ein traumhaftes,exklusives, aber nicht-öffentliches Privattheater in Berlin). Jeder Knopf trägt das MGM-Löwen-Logo.. Falls Euch die inzwischen von Relikten zu Reliquien avancierten Dinge interessieren und gefallen, kann ich noch ein paar Scans nachschieben... Erst mal viel Spaß hiermit! Und natürlich großen Dank an die Retter und Bewahrer Helmut, Christian und Rainer!
  11. Liebe Kinostalgiker! Vielen Dank für die Antworten. Ich muss mich allerdings korrigieren, was die einzige deutsche D-150-Installation angeht. Die war nicht in Düsseldorf, sondern in Köln im "Residenz" (Dr. Schoofs). Sorry und beste Grüße aus Berlin!
  12. Na prima. Jetzt geht das hier auch los. Scheint reflexhaft geworden zu sein...
  13. Hallo, liebe Kinostalgiker! Ich würde hier gerne einmal die Krümmung von (Groß-)Bildwänden zum Thema machen. Als ich mich als Jugendlicher (das Tote Meer war damals noch ziemlich lebendig) zum ersten Mal mit Breitwandverfahren beschäftigte, bekam ich die einleuchtende Erklärung, Leinwände seien bei Einführung der Breitbildformate gekrümmt worden, damit Mitte und Seiten der Bildwand die gleiche Entfernung vom Projektor hätten. Später las ich dann aber in einer alten Bauer-Filmpost, dass die Projektionsobjektive zur Zeit der Einführung von Cinemascope längst schon so berechnet waren, dass sie dem zur den Seiten hin größer werdenden Abstand von Projektor zu Projektionsfläche ausreichend Rechnung trugen. So schien bei der Cinemascope-Einführung eher das Problem aufzutreten, auf den neuen Curved Screens die ausreichende (Rand-)Schärfe mit den bereits korrigierten Objektiven gewährleisten zu können. Es bleibt dann natürlich noch das Problem der Lichtflektion. Im Physikunterricht (oder spätestens im Billardsalon) haben wir ja alle mal gelernt, dass Ausfallswinkel gleich Einfallswinkel ist, was dazu führt, dass je breiter die Projektion auf einer flachen Leinwand ist, desto mehr Licht in Richting Seitenwände anstatt ins Auditorium reflektiert wird. Soweit so gut und nachvollziehbar. Ich habe mich dann aber doch sehr gewundert, wie relativ selten Cinemascope-Wände in von mir besuchten Häusern gekrümmt waren. In den großen Todd-AO-Häusern und den verschiedenen 70mm-Verfahren gab es mal mehr oder weniger gekrümmte Bildwände, aber eben auch oft flache. Das kann indes nicht allein an der Problematik der Lichtreflektion und/oder den architektonischen Gegebeheiten gelegen haben, denn oft wurden ja - ohne dass die Säle an sich umgebaut wurden - flache Wände durch gekrümmte ersetzt, aber auch gekrümmte durch flache. Mit den rein optisch-physikalischen Aspekten der Projektion scheint die Frage eines curved oder flat screens also nur teilweise beantwortet werden. Das führt mich zu den eher wahrnehmungsphysiologischen Fragen der gekrümmten Leinwände. Konkrete Frage: Wie wird der subjektive Filmeindruck von der Krümmung der Leinwand beeinflusst. Also: Hätten "Die Bibel" und "Patton" auf der (einzigen deutschen in Düsseldorf installierten) stark gekrümmten D-150-Wand anders auf mich gewirkt als auf den flachen Großbildwänden? Hätte man in Karlsruhe nicht die berühmte "Südkurve", sondern eine flache Projetionsfläche, was würde das (abgesehen von optisch/projektionstechnisch Aspekten) für das "Filmerlebnis" bedeuten? Die Frage beschäftigt mich vor allem auch, seit ich die DVDs/BDs von "HOW THE WEST WAS WON" und "WINDJAMMER" mit dem SMILEBOX-Effekt gesehen habe. (Bei HTWWW wirkte es viel besser -- was natürlich auch an der grundaätzlichen Qualtiät des Materials lag --, als bei der WINDJAMMER.Projektion im Hamburger Savoy.) Bin sehr gespannt auf Eure Theorien und Praxiserfahrungen zum Thema...
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