Jump to content

Cineteatro

Mitglieder
  • Gesamte Inhalte

    21
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

Über Cineteatro

  • Rang
    Member

Letzte Besucher des Profils

Der "Letzte Profil-Besucher"-Block ist deaktiviert und wird anderen Benutzern nicht angezeit.

  1. Cineteatro

    Kino am Bahnhof - aber wo?

    Sehr spannend, so eine Suche nach alten Blickwinkeln. Ich würde auch sehr für München plädieren. Im Hintergrund ist aber wohl nicht der Bahnhof sondern der Justizpalast München zu sehen. Auf dem Platz Stachus hat es wohl einige Kriegszerstörung gegeben, was für die typische eingeschossige Nachkriegs-Ladenzeile sprechen würde. Auch das Gebäude auf der rechten Seite sieht sieht eher nach einem fünfziger Jahre Bau aus. Der Blickwinkel müsste von der Rückseite des Hotel Königshof aufgenommen worden sein. Allerdings wurde dieses wohl erst 1955 vollendet.
  2. Cineteatro

    Das Kinosterben geht weiter

    Deine Theorie trifft durchaus auf die 70ger - 90ger Jahre zu. Das Zerstören der großen Filmpaläste, die Zerstückelung in unzählige Schuhkartons mit teilweise schlechter Projektion auf (manchmal) weiße Wände war grausam für den Besucher. Zum Glück scheinen die Kinobetreiber sich dieser Problematik bewusst geworden zu sein. Ich bin kein Freund der Multiplexe, jedoch muss ich so einigen eine zeitgemäße Atmosphäre zugestehen. Und auch die großen Filmpaläste der Vergangenheit waren seinerzeit Bauten, die Eleganz, Moderne, Zeitgeist und oftmals Internationalität durch ihre Architektur repräsentieren sollten, und mit ungesehenen und unerwarteten Raumeindrücken dem Besucher gegenüber traten. Umso erfreulicher sind doch nun die immer häufiger enstehenden Luxus-Kinos. Aus Köln kann ich nur berichten, dass man dort ohne vorbestellte Karten besser gar nicht erst hingeht. Dort wird durch eine angenehme Definition von Filmtheater der oftmals große Abstand zwischen Theater und Kino geschlossen. Garderobe, Sektempfang, kulinarische Häppchen jenseits von Popcorn, bequemste Bestuhlung und freundlicher Service bis hin zu einer individuellen hauseigenen "Ouvertüre" spricht nochmal eine andere Zielgruppe an. Vielleicht wird auch diese Interpretation des Kino der neue Standard der Zukunft...
  3. Cineteatro

    Kinojubiläum

    Ihr werdet 50??? Ich habe das Linden-Theater irgendwie unter 1957 Eröffnung in Erinnerung? Solltet Ihr wirklich erst von 1968 sein, wären ja ein paar Studentenunruhen ein nettes Beiprogramm...;-) Oder meinst du euren Verein? Stilechter-Abend aus der Zeit, inklusive Mode und Essen ist immer lustig... Ach, jetzt lese ich erst das datum des Eintrags....alles klar...ist ja schon 10 Jahre her...
  4. Cineteatro

    Das Kinosterben geht weiter

    Die Bedeutung des Filmtheater wird leider oft völlig verkannt. Immerhin war der Film einer der wichtigsten Erfindungen, die das 20. Jahrhundert geprägt haben und seine primäre Heimat sehr lange Zeit das Kino. Im Fall der "Blauen Königin" handelte es sich anscheinend wirklich um einen in der damaligen Zeit häufigen Kinozweckbau. Aber in der heutigen Zeit sind diese im weitgehenden Originalzustand sehr selten geworden. Ich bedauere immer sehr, dass unser Denkmalschutz viel Wert auf Schlösser, Kirchen und Herrenhäuser legt, aber die oftmals viel entscheidendere Alltagskultur völlig ausser acht lässt. In Zeiten der abnehmenden Vorort Einkaufskultur wird die Gestaltung, Attrakitvität und Belebung der Innenstädte sicherlich gerade solche Kulturzentren brauchen.
  5. Cineteatro

    Namensgebung historischer Paläste

    Vielleicht eher eine Hoffnung des Betreibers oder Selbstüberschätzung...;-)
  6. Cineteatro

    Namensgebung historischer Paläste

    Neben den lokal begründeten Namen wie Linden-Theater, Aki etc. oder Schauburg, Lichtburg etc. gab es noch ein paar auffallende Gruppen von Kinonamen: Die Kinonamen sind natürlich ein Kind ihrer Zeit. Ende des 19 Jahrhunderts kam mehr und mehr der Tourismus auf und damit auch die Sehnsucht zu fremden Orten, die Erholung und Sehnsucht beinhalten: Beispiele für dieses exotische Ferne sind: Rialto, Eden, Riviera, Granada, Orient.. etwas später kamen dann noch weiter entfernte Zufluchtsorte dazu wie: Kosmos, Universum,... Zweite Quelle scheinen Bauten, Götter und Kultstätten, klassische Zivilisation, zu sein, wie Colosseum, Capitol, Thalia oder Apollo (wobei Apollo in meinen Augen auch nochmal durch das Mondprogramm eine weitere Bedeutung bekam und neu entstandene Säle daher in der 60ern diesen Namen gerne erhielten) Dann gibt es wohl noch die Gruppe der bedeutenden Namen, wie Ambassador, Residenz, Scala, Rex, Elite, ... Namen mit Gesellschaftlicher Bedeutung oder internationaler. Später häufiger auch Namen, die durch berühmte Städte, urbane Kultur, bekannt wurden, wie City, Broadway... Einen extremen Wandel gab es dann Ende des 20. Jahrhunderts. Themen und deren Namen verschwanden mehr und mehr und man setzte auf die Marken und deren Namen: Cinestar, Cineplex etc.
  7. Cineteatro

    Kinoeröffnungen

    http://m.oberpfalznetz.de/zeitung/126/4828817/
  8. Cineteatro

    Künstlersozialversicherung?

    Auf der anderen Seite sollte man nicht vergessen, dass die KSK eine gute Möglichkeit für Freiberufler ist, sich halbwegs bezahlbar zu versichern. Und was wäre das Kino ohne die ganzen freien Berufe, wie Schauspieler, Musiker, Komponisten, Fotografen ......
  9. Cineteatro

    Alte Kinos in Bonn

    Danke für die weitere Erklärung, Manfred. Das "Umbaubuch" müsste doch die von der WWK herausgegebene Broschüre sein. Weitere Publikationen zum Umbau sind zumindest mir nicht bekannt. Aus dieser stammen ja zum Teil die oben geposteten Fotos.
  10. Cineteatro

    Alte Kinos in Bonn

    @TK-Chris: am Rande erwähnt: Das OVG in Münster gilt eher als konservativ und bestimmt nicht grünennahe. Die damalige NRW CDU Regierung unter Herrn Rüttgers hat den Denkmalschutz zu Gunsten einer wirtschaftlichen Nutzung deutlich aufgeweicht. Populistisches Links/Rechtsdenken mit einem Schuß Ausländerfeindlichkeit halte ich bei diesem Thema (und sonst auch) für unangebracht.
  11. Cineteatro

    Alte Kinos in Bonn

    Interessante, berechtigte Frage zu der Leinwand, Carsten. Leider habe ich an die technische Umsetzung keine Erinnerung mehr. Manfred sprach weiter oben von einer Faltleinwand. Vielleicht weiss er ja noch mehr. Die Projektion änderte sich von 1986 zu 1990. Im alten Metropol lag die Projektionsfenster des BWR im Rand der Kuppel. Dadurch gab es einen steilen, ungünstigen Winkel. Im Neubau wurde der BWR an die Rückwand des stark veränderten Balkon gesetzt. Dadurch gab es eine geradere Projektion auf die Leinwand. Wobei auch im Raumeindruck kaum wahrnehmbar, im Neubau der Saal etwas niedriger und kürzer als das Original war. Für mein empfinden allerdings war die Leinwand im Neubau für den Saal immer zu klein.
  12. Cineteatro

    Alte Kinos in Bonn

    Interessant hierfür dürfte das oben gepostete Bild "Metropol WWK2(2)" sein. Es zeigt einmal den Saal mit der Bühne und den seitlichen Orgel-Attrappen, vermutlich 50ger oder frühe 60ger, hinter der linken befand sich die Welte-Orgel. Das obere der beiden Bilder zeigt dann das Metropol im Zustand bis zum ersten Umbau 1986. Die vor der Bühne aufgehängten seitlichen Vorhänge wurden geschlossen, wenn die große Leinwand aufgezogen wurde. Dadurch musste aber, wie oben beschrieben, die eigentliche Bühne nie baulich verändert. Die Farbfotos von vor dem Umbau 1986 weiter oben, zeigen diese Perspektive nochmal aus verschiedenen Blickwinkeln.
  13. Cineteatro

    Alte Kinos in Bonn

    Welches Datum meinst du, Cinerama? Erbaut wurde das Metropol 1928/29, wobei die Planungen dafür wohl schon im Jahre 1926. Das spricht auch sehr für die starke Ausrichtung als Stummfilm- bzw. auch Variete-Theater. Die Wiedereröffnung für das Bonner Publikum nach dem Krieg war wohl 1949, wobbei es vorher wohl als Theater für die Besatzungstruppen genutzt wurde. Der erste, fatale, Teilabriss erfolgte 1986, die Wiedereröffnung des rekonstruierten Theaters 1990. Der Rest dürfte bekannt sein. Ich möchte nicht allzu pessimistisch sein, aber eine Wiederherstellung des Metropols halte ich leider für nahezu ausgeschlossen. Der Umbau zur Buchhandlung ist umfassender gewesen als er auf den hier gezeigten Bildern wirkt. Aus meiner, sehr laienhaften, statischen Sicht dürfte es durch Wandherausnahmen und Verlegungen, Entfernungen von Gebäudeteilen, etc. Schwierigkeiten bereiten den Urzustand wieder herzustellen. Des Weiteren dürfte, da das Nutzungskonzept Kino aufgehoben wurde, ein neu zu erstellender Fluchtwegeplan, durch weitere bauliche Veränderungen auch an den umliegenden Objekten, kaum mehr nach den heutigen Erfordernissen zu erstellen sein. Das Objekt hat in der Bonner Innenstadt eine 1A Lage. Selbst bei dem zu erwartenden Rückgang der Einzelhandelsfläche dürfte diese Lage eine immer stark begehrte sein, die finanzkräftige Nutzer anzieht. Möglich ist zum Beispiel, sollte Thalia mal wieder ausziehen, auch eine Zusammenlegung mit den beiden/oder einem Nebengebäude zu einer großen Verkaufsfläche. Der Besitzer ist, geschickter Weise, derselbe. Nicht zu Letzt, wer würde heute für ein Filmtheater noch so viel Geld in die Hand nehmen? Tragisch ist es sehr, das der Denkmalschutz anhand eines nicht korrekten Eintrages in die Liste aberkannt wurde. Erschreckend, dass nicht das Denkmal als solches über seinen kulturellen Wert entscheidet sondern ein formaler Eintrag. Das alte Metropol, vor 1986, war ein Traum - von der Vergoldung der Saaltüren, den Feuerschutzklappen im Vorführraum, der original Büroeinrichtungen, Kassenschildern, etc. gab es so viele erhaltene Details eines Theaters von 1929, dass für mich die Rekonstruktion von 1990, trotz der großen Liebe zum Detail, immer schon wie eine schleckte Reproduktion wirkte. Ich versuche mich gerade noch an die große, vor der Bühne gespannte Leinwand zu erinnern. Leider habe ich davon kein Foto mehr. Ich habe zwei Einträge aus den Filmtheater Adressbüchern von 1955 und 1961/62 angehängt. Vielleicht kann jemand damit etwas anfangen. Wobei ich denke, dass zumindest 1955 es noch nicht die später erlebte, große Leinwand gegeben hat. Meiner Erinnerung zur Folge wurde die Leinwand deutlich vor dem Bühnenrahmen gespannt und ging auch drüber hinaus. Das war wohl auch ein Grund, eine sehr große Leinwand aufzuspannen, ohne die Theaterbühne, welche auch bis zu Letzt immer noch genutzt wurde, nicht wie sonst oft für CinemaScope geschehen, umzubauen.
  14. Cineteatro

    Alte Kinos in Bonn

    Natürlich war das Metropol in der damaligen Zeit kein einmaliges Theater. 1928/29 erbaut, entsprach es dem damaligen typischen Stummfilm-Theater mit recht großer Bühne, Orchestergraben, Welte-Orgel, im Innenraum Art Deco -Stil-Elemente, in der Außenfassade Bauhauseinfluss. Durch eine sehr geringe Kriegszerstörung konnte es bis zum Verkauf der Erbengemeinschaft des langjährigen Eigentümers an die WWK, sein Escheinungsbild bewahren. Es wurde auch nie von einem Herrn Riech betrieben. Anbei noch ein paar Fotos aus der Broschüre des von der WWK Wiedereröffneten Metropols 1990. Schon in den 80ger war es allerdings eines der letzten erhaltenen Theater aus dieser Zeit in der damaligen BRD. Der Ton war vor dem Umbau durch die WWK immer ein kleines Problem, aber auch nicht ganz schlecht. Die später in der Kuppel angebrachten Ornamente dienten der Schall/Hall-Brechung. Wie schon geschrieben, die Breitbildleinwand wurde hinter dem äußeren Vorhang, vor der Bühne, gespannt. Da immer der Vorhang geschlossen wurde, war die Wirkung der großen Leinwand bei der Vorhangöffnung für den Hauptfilm immens!
  15. Cineteatro

    Alte Kinos in Bonn

    Hier mal ein paar Bilder vom "mittelalten" Metropol in Bonn. Dies ist der Zustand, den das Theater in den sechziger Jahren bekommen hat und bis zum ersten, später der Grund zum aberkannten Dekmalschutz, Umbau der WWK hatte. Er wirkt vielleicht etwas nüchtern, aber im Detail war er einmalig. Die Einrichtung zum Teil und viele Details waren noch aus der Vorkriegszeit. Andere aus den 40/50ger Jahren. Auf dem einen Saalbild sieht man auch noch die Kleidung der Platzanweiserinnen. Der Blick auf die Bühne lässt den Vorhang vor dem Bühnenrahmen erkennen. Dieser wurde bei Breitwandfilmen geschlossen und vor dem Bühnenrahmen eine weiter Leinwand gespannt. Dadurch wurde ein Umbau, wie sonst häufig, des alten Bühnenrahmens bzw. der Bühne vermieden. Dieses alte Metropl war einfach ein Traum für mich und hat, da ich als Kind dort meinen ersten Kinobesuch erlebte, bis heute meine Liebe zum Filmtheater geprägt. Weitere Kinos in Bonn, die noch in den Ansätzen zu erkennen sind, ist zum Beispiel das Gangol-Theater. Heute ist dirt, in der gleichnamigen Strasse, ein Bio-Supermarkt eingezogen. Man kann aber mit etwas phantasie die Theatersrtuktur noch erkennen. In die ehmelaige, recht kleine Bühne, ist eine Frischtheke eingezohen.... Die Metropolfotos wurden übrigen von dem Sohn des ehemligen Theaterleiter Herr Ludwig gemacht, soviel zu Quellenangabe.
×