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Brummen bei der Filmwiedergabe - Austausch von Siebelkos


Michael Beyer

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Hallo allerseits,

 

zur Wiedergabe von Filmen schließe ich einen externen Verstärker (Sony Dolby Surround-Receiver, Baujahr 1996) an. Räumlich bedingt geht es nicht anders, dass die Projektoren über 5m-Cinch-Kabel an den Verstärker angeschlossen werden. Sobald ich die Wiedergabe starte, ist ein deutliches Brummen im unteren Frequenzbereich zu hören. Im Stillstand ist Ruhe.

Der Anschluss eines Massetrennfilters brachte keine Lösung.

 

Das Phänomen habe ich sowohl beim Elmo ST 1200 HD und Eumig S 940 - mal mehr, mal weniger.

 

Habe mich mal durch das Forum gewühlt und immer wieder wurde der Hinweis gegeben, dass die Siebelkos ausgetrocknet sein könnten.

Da die beiden Projektoren (und auch mein Braun Visacustic) ja nun schon beide ein paar Jahre auf dem Buckel haben, gehe ich mal davon aus, dass dies auch hier der Fall sein könnte.

 

Bin zwar keinesfalls ein sonderlich guter Löter, aber würde mich dennoch an den Austausch rantrauen.

Aber wie immer habe ich Fragen ;)

 

Wo bekommt man Siebelkos her ? Von Conrad ?

Wie weiß ich, welche ich brauche ?

Wie finde ich die ?

 

Flimmernde Grüße

Michael

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Brummt es denn auch mit kurzem Kabel? Wenn nicht streut unterwegs irgendwo Wechselspannung ein. Dass bei allen drei Maschinen die Elkos platt sind glaube ich nicht. Ansonsten versuche mal symmetrisch zu verdrahten und leg den Schirm auf die Verstärkermasse.

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Hallo Thomas,

 

ja, es brummt auch mit kurzem Kabel und auch erst, wenn ich auf Wiedergabe gehe. Auch verschiedene Kabel habe ich ausprobiert.

Stromeinstreuung und Massentrennung waren meine ersten Ideen, die ich direkt kontrolliert habe.

 

Die symetrische Verkabelung kenne ich aus der PA-Technik, aber wie soll ich das bei einem Heimverstärker machen ?

Und wie gehe ich aus z.B. dem Elmo ST symetrisch raus ?

 

Flimmernde Grüße

Michael

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Ich habe in früheren Zeiten schon mal Experimente mit den sogenannnten hochwertigen Hifi-Kabeln unterschiedlichen Durchmessers gemacht und dabei festgestellt, dass die nur bedingt Verbesserungen bringen.

Im normalen Heimbereich eigentlich (fast) nicht hörbar.

Die damit verbundenen Investitionen stehen für mich nicht im Verhältnis zum Nutzen, aber auch da gibt es bestimmt unterschiedliche Philosophien.

 

Den Verstärker kann ich eigentlich ausschließen, da das Brummen ja erst bei der Wiedergabe losgeht und es bei allen anderen angeschlossenen Geräten (DVD-Player, Notebook, Tape-Deck) - auch an diesem Eingang - einwandfrei funktioniert. Das Brummen hat ja auch nicht immer die gleiche Intensität. Bei dem einen Projektor ist es lauter, bei dem anderen leiser. Deshalb meine Vermutung mit den Elkos.

 

Wie hat mal die c't in Bezug MP3 geschrieben:

Manchen stört es mehr, dass am Frequenzgang irgendwas nicht hörbares abgeschnitten wird, als die akustische Unzulänglichkeit des heimischen Wohnzimmers :mrgreen:

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Ich gehe mal davon aus das die Projektoren den Lichtton als "Line Out" ausgeben und du den dann über den "Line IN" am Verstärker wieder einkoppelst. Ich hatte auch ein 100Hz Brummen im Verstärker und das Resultat war das die Stromversorgung der Tonlampe defekt war. Die Elkos nach dem Gleichrichter waren ausgetrocknet und hatten keine Kapazität mehr. Ich hab mich auch dumm und dubbelich gesucht bis ich dann da drauf kam. Elkos gewechselt und ruhe war. Habe sie dann sogar noch verstärkt also die kapazität erhöht. Dann war totenstill. Einfach mal das Netzteil durchsuchen bei heutigen Bauformen fällt es auf wenn die Elkos aufgebläht sind oder die Gummidichtung deutliche Ausbeulungen zeigt.

Viel Erfolg bei der Suche

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Zum Problem werden auch häufig Masseschleifen durch Masseverbindungen über den Schutzleiter. Besonders schlimm in alten Häusern ohne Erdung, bei denen die Nullleiter mit den Schutzleitern in der Steckdose verbunden sind. Durch den Leitungsstrom entstehen dort schon ordentliche Wellen.

Zu testen (nur wer sich der Gefahren dabei bewußt ist), indem man den Schutzleiter testweise am Netzstecker isoliert.

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Hi Michael,

 

meistens ist das Brummen bei den Geräten zum größten Teil das Resultat der Streuung des Netztrafos in Richtung Tonkopf.

Beim Anschluss an externe Verstärker mit entsprechenden Boxen hört man das natürlich auch viel deutlicher.

Test: Schalte doch einen deiner Elmos mal auf Lichtton. Ist das Brummen dann wesentlich reduziert, handelt es sich um diesen Effekt.

 

Als Gegenmaßnahme haben einige Geräte Spulen in der Tonkopfleitung, die man auf geringstes Brummen ausrichten muss.

Die Spulen fangen das Brummsignal vom Trafo genau wie der Tonkopf auf, bei richtiger Ausrichtung allerdings gegenphasig. Damit löscht es sich aus.

 

Beispiel Eumig S940: Für jeden Kanal gibt es eine Spule. Nach Abnahme der Rückwand sind sie links im Gerät gut zu sehen. Einfach mal bei laufendem Gerät und (wichtig!) eingeschalteter Lampe die Position der Spulen an ihrem Halteblech verändern, bis das Brummen minimal wird.

 

Der Visacustic hat dieses Feature nicht. Für meine Begriffe brummt er auch überdurchschnittlich stark. Kein Wunder: Er ist kompakt gebaut, der Netztrafo liegt dicht am Tonkopf und eine vernünftige Schirmung (beim Tonbangerät heisst das "Brummklappe") gibt es nicht.

 

Positivbeispiel: Der Beaulieu 708 ist in dieser Hinsicht perfekt gebaut. Der Trafo verschwindet im Metallgehäuse, die Tonköpfe liegen dagegen "ausserhalb" des Gerätes. Meiner brummt "null".

 

Grüße

Jörg

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Hallo,

 

um ein durch eine Brummschleife entstehendes Brummen zu beseitigen, niemals den Schutzleiter unterbrechen!

Besonders im PA-Bereich gibt es leider hier und da diese Angewohnheit.

 

Wenn, dann sollte man die Masse der Audioleitung unterbrechen. Das geht natürlich nur bei symmetrischer Verbindung, weil ja sonst (wie bei Cinch oder DIN) das Bezugspotential fehlt. Um asymmetrische in symmetrische Signale zu wandeln, benutzt man sog. DI-Boxen. Die haben meistens noch als praktische Funktion einen "Ground Lift"-Schalter, mit dem man den Schirm / Masse trennen kann.

Man bräuchte dann natürlich noch eine Wandlung zurück zum asymmetrischen Signal, damit man wieder den Verstärker anschließen kann. Das ginge mit einer passiven DI-Box, die man rückwärts betreibt. Was nicht geht sind Adapter XLR auf Cinch / Klinke. Normalerweise sollte asymmetrische Verkabelung aber ausreichen.

Ein simpler Übertrager könnte bei Masse-Problemen vielleicht auch helfen.

 

In diesem Fall (weil es erst bei Wiedergabe brummt) liegt es aber wohl nicht an einer Brummschleife, sondern am Projektor selbst. Es könnte höchstens sein, dass dieser erst bei der Wiedergabe die Brummschleife erzeugt, das ist aber unwahrscheinlich.

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Der Test mit dem Schutzleiter dauert nur 1 Minute aber wie gesagt, wer nicht genau weiß was er da tut, Finger weg vom Strom. Meist hat der Verstärker auch gar keinen Schuko, da fällt das sowieso flach.

 

Es brummt in dem Falle nur bei der Wiedergabe, weil dann durch Lampe und Motor ein Strom durch die Leitungen fließt, der dann auch eine entsprechend hohe Störspannung in der Schleife erzeugt (den Fall hatte ich schon) oder/und ganz einfach, weil der Ton nur bei Wiedergabe eingeschaltet ist.

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Bin jetzt ein wenig irritiert. Wieso wird denn Lichtton ins Spiel gebracht ?

Der ST 1200 HD, um den es geht, hat keinen Lichtton und die anderen Projektoren schon gar nicht.

 

Die Strom-Verkabelung ist gerade mal 5 Jahre alt. Von daher ist alles VDE-gerecht verkabelt - also auch korrekte Erdung und Nullleiter.

 

Eine Massentrennung mit Filter habe ich - wie schon gesagt - bereits versucht.

Der Sony-Verstärker ist aus den 1990ern - also auch ohne Schuko.

Wenn es ein Masseproblem der Verkabelung wäre, würde es nicht erst bei Beginn der Wiedergabe brummen, sondern bereits im Stillstand.

Das hatte ich schonmal.

 

Beim Elmo nehme ich die beiden Tonspuren über den Monitor-Ausgang ab, da ansonsten das Signal ja zusammengemischt als Mono rausläuft und man über die Monitore Stereo bekommt.

Bei Eumig und Braun erfolgt es über den "Line out".

 

Aber ich weiß immer noch nicht, wo ich solche Siebelkos herkriege, wie ich die Kapazität herausfinde und wie ich die erkenne ???

 

@Jörg:

Bei dem S940 werde ich das die Tage mal austesten. Danke für den Tipp.

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Hallo,

 

ein Siebelko sitzt hinter dem Gleichrichter (der wiederum hinter demTrafo) und ist dafür da, die pulsierende Gleichspannung zu glätten.

Weißt du grundsätzlich, wie Elkos aussehen? Siebelkos sind vergleichsweise groß (Bauform und Kapazität) - im Gegensatz zu welchen an anderen Stellen einer Schaltung. Auf dem vorhandenen kann man Spannung und Kapazität ablesen. Die Spannung des neuen Elkos darf nicht unter der des alten liegen. Bei Elkos unbedingt die Polung beachten, kürzerer Draht ist Minus und auf dem Gehäuse markiert.

Gleichrichter sind entweder ein Bauteil (mit vier Anschlüssen, die mit + - ~ ~ beschriftet sind) oder werden aus vier Dioden aufgebaut.

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So sieht der Siebelko im Eumig S940 aus: 4700 Mikrofarad, 40 Volt, liegende Bauform. Die vier schwarzen Bauteile oberhalb sind die Gleichrichterdioden. Aktuelle Kondensatoren mit diesen Werten sind wesentlich kleiner und werden meistens stehend eingebaut. Aber das bekommt man hin.

 

 

post-79196-0-06397400-1361302743_thumb.jpg

 

 

Wie schon gesagt: Ich würde die Ursache für das Brummen erstmal woanders suchen. Meistens halten sich die Elkos im Netzteil sehr gut, oder sie geben völlig auf und die Sicherung fliegt. Wenn der Kondensator auch optisch gut aussieht (kein "aufgeblähtes" Gehäuse an der "plus" Seite, kein ausgetretenes Elektrolyt), würde ich ihn auch nicht ersetzen.

Letzte Sicherheit schafft natürlich nur die Kapazitätsmessung.

 

Jörg

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Danke allerseits,

das hilft mir jetzt richtig weiter :bounce:

Immerhin weiß ich jetzt mal, wo und was ich suchen und messen muss :mrgreen:

 

 

@Jörg:

Das mit der fliegenden Sicherung erinnert mich an mein Bauer-Problem. Da muss ich doch gleich mal messen :mrgreen:

 

Flimmernde Grüße

Michael

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