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Gute Schallisolierung des Vorfuehrraums - aber wie ?


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In mein Privatkino baue ich gerade eine Ernemann 15 (35/16) mit 5000m-Wickeleinrichtung im Vorfuehrraum ein.

 

Da ich leider sehr empfindliche und in puncto Laermbelaestigung extrem anspruchsvolle Nachbarn habe, moechte ich den Projektor moeglichst geraeuschlos machen.

Das große Problem sind die Vibrationen. Ich stelle mir vor, das Geraet auf Daemmplatten zu stellen und vielleicht auch den Fuß von innen mit Daemmplatten zu bekleben, da dieser evtl. ansonsten wie ein Resonanzkoerper wirkt.

Dadurch sollte im Untergeschoß das Laufgeraeusch doch eigentlich nicht mehr wahrnehmbar sein, oder ?

 

Ferner muß die Tuer des Vorfuehrraums gedaemmt werden: was ist das Beste ? Pyramidenfoermiger Schaumstoff oder eher Bleiplatten oder beides ?

 

Und falls ich im Zuschauerraum noch das Laufgeraeusch der Maschine hoeren sollte: soll ich dann Waende und Decke des Vorfuehrraums ebenfalls mit Pyramidenfoermigem Schaumstoff bekleben ?

 

 

Ich wuerde mich ueber fachkundige Antworten, moeglichst mit Produkt- und Bezugsempfehlungen (wo ist es am preisguenstigsten ?) sehr freuen.

 

 

Danke und Gruß

 

Jorg

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Zuviel Vibrationsdämmung darf auch nicht sein, denn irgendwohin müssen sie ja. Wenn der Projektor sie nicht in den Boden abgeben kann, verrütteln sie das Bild und es wird unscharf.

 

Wieviel Dämmung außerdem sein muß und nicht, hängt von der baulichen Situation ab, also was für ein Boden bzw. was für eine Decke das ist. Ist es Beton, oder eine Holzbalkendecke? Welches Format hat der Raum, laufen Balken oder Träger über die Breite oder über die Länge, steht die Maschine im Falle einer Balken- oder Stahlträgerdecke auf mehreren Balken oder Trägern und handelt es sich bei dem Zimmer deiner Nachbarn darunter um deren Schlaf- oder Wohnzimmer? Wie verhält sich die Decke wenn man sie in Schwingungen versetzt, und welche Auslöser führen zu besonders starken Schwingungen?

 

Über diese Umstände habe ich mir länger Gedanken gemacht, auch im Zusammenhang mit meiner FP20, die ich hoffentlich bald endlich in Betrieb nehmen kann. Unter dem Podest der Maschine habe ich eine simple 10mm-Korkplatte liegen, wobei ich denke, daß sie hauptsächlich den Parkettboden vor Dellen schützt. Die Vibrationen der Maschine halte ich für unerheblich und hinnehmbar. Das Haus bei uns ist, was Geräusche angeht, ohnehin sehr hellhörig, also habe ich für mich gesehen jeden Versuch, Geräusche zu dämmen, aufgegeben...(Meine Nachbarn im Allgemeinen, die in der Etage über mir im Besonderen, sind ohnehin nicht die rücksichtsvollsten, wenn es darum geht, eigene Geräusche der baulichen Situation anzupassen...)

 

Ein Kollege, ebenfalls mit 35mm-Heimkino, empfahl Styrodur (Polystyrol-Schaumstoff, allerdings nicht das handelsübliche Styropor, was als Verpackungsmaterial gebraucht wird), das hätte ich auch genommen, doch dann kam die Maschine bevor ich welches organisiert hatte und die Korkplatte war halt schon da. Was man auch probieren könnte, wären diese Schwingungsdämmatten für Waschmaschinen, diese schwarzen, die aussehen wie sehr dicke Dachpappe.

 

Was die Schalldämmung des Schlaufen- und Schaltgeräusches angeht, würde ich nicht den gesamten Raum dämmen, sondern versuchen, das Geräusch an der Maschine einerseits zu verhindern, andererseits auch direkt an der Maschine zu isolieren. Ergo: Man mache es wie die Amerikaner es ab Werk taten und bastele sich ein Gehäuse mit Tür an die Maschine. Man sollte es natürlich abnehmen können, um an alle Bauteile heranzukommen, wenn man warten will.

 

Weitere Geräusche, die es zu beachten gilt, sofern nötig:

- Das garstige und doch schöne Brummen eines Gleichrichters.

- Teller oder Spulenturm? Ein Teller kann manchmal ganz schön Rumpeln, mit SPT hatte ich nix am Hut.

 

Edith meinte eben noch, er müßte sich wegen eines Teller-Lagerschadens keine Gedanken machen, wo er doch von 5000m spielen will :-)

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Danke fuer die Antwort !

 

Meinst Du mit Antivibrationsmatten sowas hier ?

 

http://www.arbeitsplatzmatten.eu/antivibrations-gummimatte-zuschnitt.html

 

 

Der Gleichrichter ist elektronisch und sollte deshalb stumm sein.

 

Gebaeude ist aus 1900 und vermutlich Balkendecke aber: in meiner gesamten Wohnung ist wohl spaeter mal schwimmender Estrich verlegt worden (der Boden ist komplett gefliest), denn wenn man darauf herumlaeuft, bleibt er sehr starr und vibriert praktisch gar nicht, waehrend dies in anderen Wohnungen im gleichen Haus diesbezueglich sehr viel schlechter aussieht.

 

Mein Kino"saal" befindet sich ueber dem Wohn- und nicht ueber dem Schlafzimmer meiner Nachbarin. Zumindest ein kleiner Pluspunkt...

 

Gespielt wird mit Ernemann 15 / 5000m (=mit 5000m-Spulen direkt auf der Maschine). Habe mir den Projektor mal angesehen: eine Haube ueber die Filmfuehrung zu bauen, duerfte schwierig werden...

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Wird sicher ein dauerndes Verbesserungsprojekt werden. Projektionsfenster so klein wie möglich, ggfs. Mirogard doppelt und nicht parallel gegeneinander geneigt einbauen.

 

Die Waschmaschinenmatten, die es in jedem Baumarkt gibt, dürften erstmal am besten sein, die können solche Lasten auch ab und dämpfen immer noch etwas. Ggfs. den Projektorfüßen noch etwas mehr Auflagefläche spendieren (untergelegte Stahlplatten).

 

Da man nicht weiss, welche Gebäudebestandteile bei der Schallübertragung ne Rolle spielen, muss man das einfach abwarten und ausprobieren.

 

- Carsten

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Meinst Du mit Antivibrationsmatten sowas hier ?

 

http://www.arbeitspl...-zuschnitt.html

 

Genau die. Bei 20mm Stärke könnten die einen guten Teil der Vibrationen absorbieren.

 

Mit Bausubstanz aus dieser Zeit ist es natürlich schwierig es so zu isolieren, daß die Nachbarn gänzlich ungestört bleiben, da muß man dann viel rumprobieren und eventuell eben auch mal nen Groschen mehr ausgeben...

 

Edit: Gerade bei Fliesenboden halte ich es für vergebens, zu versuchen den Raum zu isolieren. Fliesen sind sehr hart und reflektieren Schall fast komplett und dämpfen nicht. Einen Teppich könnte man unterlegen, aber sinnvoller wäre es doch, irgendeinen Weg zu finden, die Maschinengeräusche an der Maschine selbst abzufangen.

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Zwecks Vibrationsdämpfung wie üblich erst einmal die Quelle suchen und feinwuchten. Lüfter in Blechgehäusen in Gummis lagern, insbesondere die FP20/30 als Blechkiste bietet da viele Möglichkeiten. Keilriemen durch neuen, weichen ersetzen und den Motor nicht mit den Kontermuttern sichern sondern nur auf den Auflagemuttern aufliegen lassen. Das Ganze aug dicke Gummimatten stellen, 100% Entkopplung vom Boden gibt es durch Lagerung auf 4 nicht allzu aufgepumpte Schubkarrenschläuchen. Oder an der decke mittels Federn aufhängen. Schlaufenschlag etc. sind hohe Frequenzen gegenüber dem 50Hz Brumm, da reicht Noppenschaum als Dämmung auf den Wänden.

Alternativ zum 50Hz Motor wäre ein geregelter Gleichstrommotor. Weniger Brumm gibts auch bei Verwendung eines 625 U/min Motors mir Frequenzumrichter, der hat dann nämlich bei nötiger Drehzahl über 100Hz Brumm, un der läßt sich besser dämpfen.

Jens

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Hallo Jensg,

 

danke fuer Deine Antwort.

 

Eines verstehe ich nicht ganz: "den Motor nicht mit den Kontermuttern sichern sondern nur auf den Auflagemuttern aufliegen lassen."

 

Wie meinst Du das genau ? Ich werde eine Ernemann 15 benutzen.

 

 

Ferner haette ich Bedenken, eine Maschine, die mit Film mindestens 135kg liegt auf nur vier (noch nicht einmal komplett aufgeblasene) Schubkarrenschlaeuche zu stellen:

 

1) duerfte es meines Erachtens dadurch unmoeglich werden, den Projektor dauerhaft in exakter Position zur Leinwand zu halten und

2) wenn mal ein Schlauch platzen oder mit den Ventilen Probleme haben sollte, wird die Maschine einen unsanften Absturz mit unabsehbaren Folgen erleben...

 

 

Bist Du wirklich sicher, daß dies die beste Loesung ist ?

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Dass so ein Schlauch oder Ventil aufgibt ist ziemlich unwahrscheinlich. Außerdem kann man die Auflageplatten ja schon nen cm unterhalb der 'Flughöhe' wieder mit festen Auflagen abfangen, da fällt nix um. Realistisch ist eher ein langsames Absacken. Wie stark der Projektor dabei immer mal wieder aus der Justageposition läuft, kann ich nicht beurteilen - hat sicher auch einen gewissen Temperaturgang. Mit vier Handpumpen an jedem Schlauch kann man das aber auch immer wieder feinjustieren. Ist sicher nur was für kritische Fälle, wenn andere Maßnahmen nicht reichen. Wir haben im Studium Holographietische so gebaut. Schläuche schlapp aufgepumpt und viel Gewicht drauf.

Kostet jedenfalls nix und ist sehr effektiv.

 

 

- Carsten

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E15 hat ja keinen in Gummi gelagerte Motor, wenn ich die E12 als Vorgabe nehme. Da kann man das Netzbrummen wohl nur mittels geregeltem Gleichstrommotor wegbekommen.

Das Schlauchprinzip schafft wriklich 100% Entkopplung vom Boden. Gewicht ist kein Problem sondern förderlich, weil du eine große Ruhemasse hast. Filmfriktion muß allerdings geregelt sein, also gescheiter Spuelnturm oder Teller. Abfangen ist sinnvoll, würde ich so machen. Wenn du dein System austariert machst, sodaß es im Gleichgewicht steht, dann kanst du die 4 Schläuche druckseitig miteinander verbinden und mußt nur einmal aufpumpen (hoffe ich, mal ausprobieren).

Gleichstrommotor wird wohl auch meine FP23 bekommen, werde einen 16mm Motor dazu verwenden.

Jens

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