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Hallo,

 

hat jemand mal überlagerten Orwo UP32 erfolgreich belichtet und entwickelt? Lohnt es, eine s/w Umkehrentwicklung zu riskieren? (Normalerweise macht man ja bei sowas eher Negativentwicklung, damit man noch mehr korrigieren kann. Geht Negativentwicklung beim UP32 überhaupt?)

 

Ach ja... weiss jemand wie man die Emulsionsnummern liest, bzw. das Herstellungsdatum rausfindet?

 

dbx1000

Bearbeitet von dbx1000 (Änderungen anzeigen)
  • 2 Jahre später...
  • 1 Jahr später...
Geschrieben (bearbeitet)

Hallo Allerseits!

 

Ich bin neu im Forum und möchte gerne dieses Thema wieder aufgreifen, da ich ein paar Rollen ORWO – SW-Fernseh-Umkehrfilm (UP 32 und UP 52 ) aus den 1980er Jahren in die Hände bekommen habe und nun vor den gleichen Fragen stehe wie dbx1000.

 

Es fängt schon damit an, das leider auf den Rollen keine ASA-Angaben abgedruckt sind. Nach etwas Recherche konnte ich für den UP32 100 ASA rausfinden und für den UP52 320 ASA. (bei Umkehrentwicklung)

Da die Filme seit Jahrzehnten abgelaufen sind und vermutlich in den vergangenen Jahren nicht immer sachgemäß gelagert wurden ist natürlich ungewiss ob man damit noch etwas anfangen kann. Hat von euch ( dbx1000 oder F.Wachsmuth ) inzwischen mal jemand den UP32 getestet?

 

Dazu gesellt sich die Frage, wie man das Material am besten entwickeln kann. Ich habe mir zwar schon die „ORWO-Rezepte“ besorgt, aber als echter Chemie-Laie mit sehr wenig Dunkelkammer-Erfahrung bin ich mir nicht sicher, ob ich mir die Entwicklung nach Vorschrift 4100 zutraue - wenn ich denn alle Zutaten zusammentragen kann.

 

Falls ihr inzwischen Ergebnisse mit dem UP32 erzielt habt oder sonstige Tipps habt würde ich mich freuen von euch zu hören!

 

Beste Grüße & frohes Schaffen,

Eckbrecht

Bearbeitet von Eckbrecht (Änderungen anzeigen)
  • 7 Jahre später...
Geschrieben

Hallo!

Nachdem ich zwischenzeitlich mal etwas mit Farbe (9165-Prozess, danke Sandro!) experimentiert habe und dann länger gar nichts gemacht habe, habe ich in diesem Jahr wieder mit 4105 begonnen und mir unlängst einige alte UP52-Filme gekauft, mit Ablaufdatum 1980.

Ich hatte bisher mit dem von Friedemann veröffentlichen Anleitungen zur Entwicklung von SW-Umkehrfilm und einigen wichtigen Tipps und Hinweisen von Sandro und anderen hier im Forum ganz passable Ergebnisse erreicht, auch bei UP52.

Da ich, wie erwähnt, eine Weile nicht entwickelt hatte, musste ich nach einem kurzen Test meiner Tetenal-Altbestände (ungeöffnet, aber leider unbrauchbar) ebenfalls von Dokumol auf ORWO A71a als Erstentwickler umsatteln, vielen Dank an alle, die dazu Ihre Erfahrungen hier veröffentlicht haben, das hat mir dabei enorm geholfen!!

Jedenfalls sind die Filme der neu gekauften UP52-Charge leider extremst von Altersschleier betroffen. So etwas ist mir bisher noch nicht untergekommen, sie sind wohl durch mehrere Hände gegangen und ich vermute sie wurden zwischendurch mal sehr unsachgemäß aufbewahrt.

Ich hatte beim 4105-Prozess - nun mit A71a als Erstentwickler (mit Zusatz von KSCN und KI) – zunächst im Frühjahr 10 Minuten als gute Zeit für einen UP52 ermittelt.

Als ich die Teststreifen der drei Filme, die ich nun belichtet hatte, nach der Entwicklung begutachtet habe, war da beim gleichen Prozess leider nur Klarfilm mit minimaler Zeichnung zu sehen (auch die Ränder waren mehr oder weniger klar, daher dachte ich zunächst, dass die Filme evtl. Licht abbekommen haben könnten).

Mit der Hilfe einer KI habe ich dann zwei Tage lang rumprobiert. Die Verdünnung des A71a-Entwicklers auf 1:1, das Weglassen von KSCN und KI im Erstentwickler, die Zugabe von weiteren 4g/l KBr und 0,4 g/l Benzotriazol („um den Altersschleier einzudämmen“) haben bei 5 Minuten Erstentwicklungszeit (20°) die besten Ergebnisse geliefert. Es ist nun überall ausreichend Zeichnung vorhanden, aber es bleibt trotzdem ein Schleier und die Filme saufen ordentlich ab / sind völlig kontrastarm. Hat evtl. jemand noch eine andere Idee oder Erfahrungen, ob/wie man aus derart schlecht gealtertem Material noch etwas mehr machen/herausholen kann? (Weniger Schleier, mehr Kontrast, insbesondere ein besseres Schwarz) Erstentwicklung bei 18° und mit verschiedenen Zeiten, A71a im Verhätlnis 1:3 etc. habe ich schon probiert... Wie gesagt, im Standard-Prozess (4105 unverdünnt + KSCN + KI) habe ich zuvor erfolgreich UP52 (aus einer anderen Quelle) und auch UP15 und UP32 entwickelt, diesmal auch einen UP21, der ebenfalls ganz ok geworden ist.

Anbei (unten) auch zwei Bilder. Einmal der Teststreifen, der in der nun abgewandelten Rezeptur bei 5 Minuten am besten geworden ist, im Gegenlicht fotografiert (bitte Schichtablösungen an den Rändern ignorieren) und einmal ein Bild der danach entsprechend entwickelten 30m-Spule, ohne zusätzliche Lichtquelle fotografiert. Der Teststreifen ist im Vergleich etwas besser geworden, das Motiv war aber auch ziemlich dankbar…

 

Und hier noch ein paar Zeiten, mit denen ich mit dem A71a passable Ergebnisse erzielt habe:

Erstentwickler: (1800ml) A71a (unverdünnt) + 7g KSCN + 0,1g KI (20°)

UP15: 10 min. / UP32: 10 min. / UP21: 13 min. / (UP52: 10 min. – aber halt leider nur der eine…)  

(Alle Filme standardmäßig zwei Blenden überbelichtet)

 

LG & frohes Entwickeln!

 

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  • Thumsbup 1

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