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Schauburg und Filmpalast am ZKM werden digital aufgerüstet


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Hi

 

wie ich gerade im Regionalfernsehen gesehen habe wurde die Schauburg in Karlsruhe mit zwei digitalen Projektoren ausgestattet.

Im Programm laufen im Moment Happy Feet und Departed digital.

Was mich etwas wundert, das die Schauburg schon jetzt auf den digitalen Zug aufspringt und nicht gewartet hat bis 4K möglich ist.

 

Auch der Filmpalast am ZKM wird den Saal 3 (IMAX fähig) sogar mit einer digitalen 3D Projektion ausrüsten.

Ich kann mir aber nur schlecht Vorstellen das 2K auf einer 20 x 15 m Leinwand noch gut aussieht. Sogar bei guten 35mm Kopien ist die Leinwand ein stück zu groß.

 

Was leider nicht im Beitrag gezeigt wurde was für Projektoren

in der Schauburg verbaut worden sind.

Weiss das einer von euch?

 

Gruß

 

Tino

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Die Schauburg von Sturges? Würde gerne mal wissen, wie die Erfahrungen im Betrieb sind.

 

Hmm, wahrscheinlich wird Sturges von den Analog-Jüngern jetzt gevierteilt, gesotten und kleingehäckselt. Gibt bestimmt entsetzlich unlustige Debatten.

 

Brillo

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Dies war mir seit längerem bekannt.

 

Da ich zwischen dieser Entscheidung und andererseits seinem Anliegen, Repertoire und - explicite - 70mm-Filme zu zeigen, einen auf Dauer nicht tragbaren Grundwiderspruch sah, erklärt sich auch meine persönliche Distanz zum heutigen Betreiber der Schauburg-Karlsruhe seit längerem.

Ein Mann des Managements und Marketings, des Erfolges, der sicherlich auch Repertoire schätzt, jedoch ganz "unideologisch" gern überall auf den neuesten Modewogen mitsurfen möchte.

 

Mir ist er daher fremd, andere werden ihn hierfür bewundern. Jedoch sollte er seine älteren Filmkopien, wenn er sie schon nicht klimatisiert lagern kann, weil das eine Investition erfordert, m.E. ins öffentliche Archiv geben, als daß der farbliche Zerfallsprozeß nicht weiter fortschreitet. Das ist somit der einzige Punkt, der mich an dieser Meldung persönlich bewegt. Adieu, @preston sturges :cry:

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...und - explicite - 70mm-Filme zu zeigen...

Meines Wissens gibt es nicht allzu viele explizite 70mm-Filme. Von STEWARDESSES war ja schon mal die Rede, ausserdem fällt mir noch LIEBE IN 3 DIMENSIONEN auf Super Stereo 70 (oder wie hiess dieses Verfahren) ein... also ich weiss nicht, ob das ein so großer Erfolg wäre. Ausserdem gibt es ca. in 15 Minuten Gehentfernung schon ein entsprechend explizites Etablissement. Das hat wohl aber schon vor Jahren auf DVD-Gebeame umgestellt - welch Ironie :)

 

Schöne Feiertage Richtung Berlin, Südstadt und sonst überallhin -

Florian

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...und - explicite - 70mm-Filme zu zeigen...

Meines Wissens gibt es nicht allzu viele explizite 70mm-Filme. Von STEWARDESSES war ja schon mal die Rede, ausserdem fällt mir noch LIEBE IN 3 DIMENSIONEN auf Super Stereo 70 (oder wie hiess dieses Verfahren) ein... also ich weiss nicht, ob das ein so großer Erfolg wäre.

 

... dann wäre da noch der legendäre PANORAMA BLUE ...

 

Stop-Schild.gif

- der ursprüngl. hier eingestellten scan aus der kopie wurde aus jugendschutzgründen gesperrt ... sehr anzügliche perforationslöcher und errodierende magnettonspuren - (anmerk. des verfassers)

 

... in "PanoramaScope" (offensichtlich ein Blow-Up) ...

 

den könnte ich mir für's kommende 70mm-Festival kommen lassen ... da hätten wir dann schon ein "explicites 70mm-triple" für @cinerama's herrenabend ...

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SHOWBURG FILMTHEATER in K. verspricht schon 2006 die 2k-Zukunft für das Kino:

 

Karlsruhes ältestes Kino mit neuester Technik

 

Die SCHAUBURG setzt ganz auf die Zukunft des Kinos und investiert als erstes Karlsruher Kino in die neueste und qualitativ anspruchsvollste volldigitale Kinotechnik. Nachdem seit über 100 Jahren das klassische analoge 35mm Filmband (einem Dia-Film ähnlich) als Bildträger genutzt wird, setzt die volldigitale Projektion auf die direkte Wandlung digitaler Bild- und Tondaten mittels neuer, von der Münchener Firma KINOTON entwickelten, Spezialprojektoren. Bisher sind nur weniger als 100 Filmtheater in Deutschland mit dieser neuen Projektionstechnik ausgestattet.

Mit bis zu 6000 Watt Lichtleistung werfen die digitalen Projektoren ein messerscharfes, helles und absolut ruhiges Bild auf die tief gekrümmte Cinerama-Bildwand der Schauburg und die Bildwand des Cinema. Das Bambi Studiokino wird im Frühjahr des kommenden Jahres ebenfalls mit Digital-Projektoren nachgerüstet, gleichzeitig wird das Bambi Kino auch mit den neuen bequemen Sesseln wie im Schauburg Saal auf den neuesten Stand gebracht.

Bei der digitalen Projektion gehören Kratzer, Dreck, evtl. fehlende Stücke, springende Bilder durch Klebestellen, die im Laufe der Zeit bei einer normalen Filmkopie den Filmgenuss stören könnten, der Vergangenheit an. Jede Vorstellung, auch nach wochenlangem Einsatz, ist wie "neu". Auch der Ton wird, im Gegensatz zu einer CD oder einer herkömmlichen normalen Filmkopie, vollkommen unkomprimiert dargeboten in glasklarer Tonqualität mit bis zu acht verschiedenen Tonkanälen.

 

(Auszug aus der Hauswerbung, 27.12.2006)

 

Die Zukunft des unverwüstlichen Filmträgers sieht hernach dort nicht mehr so rosig aus, und weihnachtlich-festliche Roadshow-Vorführungen von BEN-HUR, SCHIWAGO & Co, wie man sie aus früheren Jahren mit Breitfilmen in einschlägigen Häusern der alten Republik noch kannte, entfallen neuerlich, denn die

 

[...] kopie wurde aus jugendschutzgründen gesperrt ... sehr anzügliche perforationslöcher und errodierende magnettonspuren

 

Wenigstens das verbleibt untröstlich dem Filmbandorginal: Error, Errrosion, Errrrotik! (mit Vorwahlnummer?) :hasi:

 

Fehlt nur der Beifall der Freunde des Hauses, und - hoppla - er bleibt nicht aus:

 

Juhu, endlich mal was anderes als die ewigen 70mm-Sandalen-Schinken.

 

Brillo

 

Auf der hauseigenen Website, die Digital Future Cinema preist, erblickt der Gast ein Weltraumbild wie aus einem Space-Shuttle und wähnt sich im Jenseits. Was man natürlich nicht sieht, sind die abpurzelnden Hitzekacheln: die sollen schon zu heißen Sinkflügen geführt haben mit trauernden Familien und einem stotternden US-Präsidenten.

 

 

...

 

Alles in allem ein unerhört positives Signal für Verleiher, weiterhin einwandfreie Filmkopien herzustellen, die universell einsetzbar und langzeitbeständig sind, eine aufrichtige Ermutigung auch für junge Leute, den anspruchsvollen Beruf des Filmvorführers zu ergreifen, aber auch eine Stärkung der Kopierwerke und Verleihagenturen, die nachwievor "konventionelle" Filmtheaterbetriebe zu beliefern wünschen.

 

Einigkeit und Zusammenhalt in der Branche war man noch nie so nahe. Eine reife Leistung.

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... :-) ...

 

zu endes des jahres ein dickes "DANKE SEHR" an @cinerama.

 

es freut und ehrt mich sehr, dass Du unsere gesamten aktivitäten im vergangenen jahr so genau und im detail verfolgst und jede äußerung bis auf's letzte komma kommentiert hast ... eine harte und verantwortungsvolle chronistenpflicht, die Du mit bravour bewältigt hast ...

 

... nichts ist doch in diesem geschäft so schlimm, als gar nicht beachtet zu werden, was uns aber ob Deiner Fürsorge ja nicht so schnell passieren kann ...

 

PROSIT NEUJAHR und auf ein aufregendes 2007 ... spitz' schon mal den griffel, Du wirst einiges zu kommentieren haben ...

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Nu reisst euch aber mal zusammen ihr beiden - trotz Weihnachts-Nachseligkeit muss ich sagen: Das ging schon pfeffriger!

(Dagegen fühle ich mich bei Auftauchen des Wortes "messerscharf" immer persönlich geehrt, egal in welchem Kontext ;-) )

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Wir spielen volle Breitwand schon im Januar: in CinemaScope und Technicolor auf Filmbandoriginal, man beachte gerne:

gigi-ft.jpg

Und im Februar einen breiten Bibelfilm.

Auch Freunde des DLP-Kinos sind herzlich eingeladen (Anfrage über PN)

Huuuch: es ist etwas schrammig und wackelig und kommt nicht vom Onkel Lucas: aber es lebt!

 

Hier noch ein Gruß von den Ruhenden des Weltraumkinos an die Nachwelt:

 

Challenger2.jpg

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Das ging schon pfeffriger!

(Dagegen fühle ich mich bei Auftauchen des Wortes "messerscharf" immer persönlich geehrt, egal in welchem Kontext ;-) )

 

Ich möchte Dir ja keinen "Honig ums Maul" schmieren, aber das war in der tat wieder messerscharf beobachtet ... kompliment ... nicht schlecht für einen techniker :-)

 

ich gelobe besserung ... in diesem zusammenhang möchte ich kurz erwähnen, dass mir von nicht genannter quelle neues, bisher unveröffentlichtes und äußerst brisantes material um die "wahre wahrheit über die "f"-zeichen" zugespielt wurde ... macht Euch bereit !!

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Mister Sturges,

 

Sie sehen, ich bin zu ihrem hauptamtlichen Claqueur ernannt worden. Endlich ein zukunftssicherer Job! Da Sie ja der "der Mann des Marketings und des Erfolgs" sind, würde ich gerne die Honorarfrage klären. Pro textliche Unterstützung (Beifallsbeitrag) auf einen ihrer Beiträge berechne ich 10 Euro. Darin enthalten sind unbegrenzt viele nachträgliche Bearbeitungen (Edit-Funktion), falls textliche Korrekturen Ihrerseits gewünscht sind. Ab meinerseits 10 Beifallsbeiträge pro Woche gewähre ich 10 Prozent Rabatt. Sollte ich mal einige Tage verhindert sein, kann ich auch kurze unterstützende Beiträge mit pauschalem Tenor vorproduzieren, etwa so:

"Was Sturges schreibt, ist völlig richtig".

Natürlich bekommen Sie dann mein Benutzerpaßwort, um diese Beiträge dann von meinem Forumskonto aus plazieren zu können.

 

Sollten Sie in Naturalien zahlen wollen, können wir über die Überlassung Ihrer 70mm-Kopien reden. 100 Beifallsbeiträge macht eine 70mm-Kopie (Verhandlungsbasis). Sie können die 70mm-Kopien ja bekanntlich sowieso nicht sachgemäß lagern, und ich sammle zufällig funktionsfähige Haushaltskühlschränke der Marke Bosch aus den Jahren 1930-1940. Habe hier bereits 30 Stück davon stehen. Sachgemäße Lagerung ist für mich also kein Problem. Ich erwarte dann Ihren Beifalls-Vertragsentwurf (beachten Sie bitte die geänderte Mehrwertsteuer ab 1.1.2007) und verbleibe mit den besten Grüßen,

 

 

Brillo

 

 

PS: Wenn sie zufrieden sind, empfehlen Sie mich bitte weiter und hinterlassen Sie eine positive Bewertung ("Super-Beifallsschreiber, leichte Abwicklung" oder ähnlich.

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... ich sammle zufällig funktionsfähige Haushaltskühlschränke der Marke Bosch aus den Jahren 1930-1940. Habe hier bereits 30 Stück davon stehen. ...

 

Hoffentlich werden wenigstens die Kühlschränke sachgemäß gelagert! Vermutlich brauchen die ein feuchtes Küchenklima mit hohem Fettgehalt, was auch nicht jeder bieten kann. :wink:

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... ich sammle zufällig funktionsfähige Haushaltskühlschränke der Marke Bosch aus den Jahren 1930-1940. Habe hier bereits 30 Stück davon stehen. ...

 

Hoffentlich werden wenigstens die Kühlschränke sachgemäß gelagert!

 

Ich bitte Dich ... Herr Brillo ist ein absoluter und eiskalter profi und weiß genau, wie er "Bosch" kühlschränke aus den genannten produktionsjahren zu lagern hat. Seine genauen und hart erarbeiteten kenntnisse auf der Fluorchlorkohlenwasserstoff-archivierung sind bei allen freunden halogenierter kohlenstoffverbindungen weltweit anerkannt. Nicht umsonst hat man ein kleines ozonloch nach ihm benannt.

 

(PS: Herr Brillo, paßt es so? Wir könnten uns ja erst einmal durch gegenseitiges loben testweise zu einem angedachten späteren PR-vertragswerk hinbewegen.)

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(PS: Herr Brillo, paßt es so? Wir könnten uns ja erst einmal durch gegenseitiges loben testweise zu einem angedachten späteren PR-vertragswerk hinbewegen.)

 

Solange der Site-Admin und die Mods pekuniär beteiligt werden, ist derob nichts einzuwenden... :wink:

 

Die Kontonummern sind bereits per PN unterwegs. :P

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Ich höre, es gibt hier Zweifel daran, ob meine Kühlschränke korrekt gelagert sind. Natürlich sind sie es, bei konstant 22 Grad und 60 Prozent Luftfeuchtigkeit. Der Fettgehalt der Küche ist ebenfalls über jeden Zweifel erhaben.

 

Herr Sturges, Ihren Vorschlag für eine Art Gratis-Test-Abo für meine Beifallsbeiträge lehne ich natürlich ab. Von Ihnen, einem "Mann des Marketings und des Erfolgs", war allerdings kaum etwas anderes zu erwarten als solcher brutale Ausbeuter-Kapitalismus. Nun ja. Ich habe mich in rechtschaffener Empörung sofort mit ihrem ewigen Gegenpart in Verbindung gesetzt, um ihm meine wertvollen Dienste anzubieten. Die Verhandlungen laufen noch, ich bin aber guter Dinge. Muss mich allerdings fachlich weiterbilden, die DVD-Farbreferenzen sind (noch) nicht mein Spezialgebiet. Aus Fairness gebe ich ihnen aber bereits einen kleinen Vorgeschmack für kommende Anti-Sturges-Beiträge:

 

"Sturges hat wie immer Unrecht."

"Sturges hat keine Boschkühlschränke zum Einlagern von 70mm-Kopien."

"Sturges schneidet immer die Perforationen von 70mm-Kopien ab und verkauft diese mit großem Gewinn nach Südost-Asien, wo diese Perforationen gefoltert und anschließend zu DLP-Chips recycelt werden."

"Sturges ist der Untergang des Kinos, des Abendlandes und der Milchstrasse."

 

 

Aus prinzipiellen Erwägungen heraus ist es leider nicht möglich, die Forumsbetreiber an den Gebühren für Beifallsbeiträge teilhaben zu lassen. Als Kompensation biete ich aber an, ab und an das Forum zu loben, das muss aber dann auch ausreichen.

 

 

Brillo

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Also die Parodie kann ich gerne unterschreiben, ganz meine Meinung. Nun zum Thema "Filmkonservierung": man könnte das Allerschlimmste dadurch noch abwenden, wenn man die alten Materialien kühlt und trocken hält. Denn seltene Breitfilmkopien, die alsbald rosarot und pumpend vor Essig sind, lassen sich in den früheren Zustand nicht mehr zurückversetzen (obwohl ich mal einen chemischen Test machte aufgrund eines Artikels in "Journal of Filmpreservation", der das Verlorene nicht zurückholte). Ganz soweit muß es wirklich nicht kommen, ist aber vielerortes die Regel, daß man den Dingen ihren Lauf läßt und sich auf dem Besutzstand ausruht..

 

Volltemperierte Lagerung, die die Lebenszeit einer Triacetat- oder Nitro-Filmkopie um ein Vielfaches verlängert, ist nach meiner Auffassung in den Staatsarchiven vorbildlicher gelöst als im ollen "Kinokeller" - und man mag jedermann darin ermutigen, wertvolleres Material lieber dorthin zu geben (das heißt nicht "endgültig aufgeben"; aber vielleicht zumindest dort "deponieren"):

 

Deutsches Filmmuseum Frankfurt am Main

Schaumainkai 41

60596 Frankfurt am Main

 

oder:

 

Bundesarchiv-Filmarchiv

Fehrbelliner Platz 3

10707 Berlin

 

Oder ein eigenes Kühllager bauen anstelle jetzt fragwürdiger HDTV-Performationen auf Großbildwand.

 

 

---

 

Ansonsten: der "Untergang des Abendlandes" (das beschwor @brillo herauf) ist wirklich etwasüberspitzt eingeworfen, damit ist die Filmsache vieeel zu wichtig genommen, finde ich, oder? Wir streiten 2007 immerhin über Klimakatastrophen und Atomwaffenverbreitung *+~;§%&. .

 

Da von @brillo noch einmal an (einige im Farb- und Lichtausgleich hervorragende NTSC- oder auch PAL-)DVDs erinnert wurde: die Farbabstimmung so einiger Filmklassiker auf DVD ist durchaus als die am ehesten greifbare Referenz des Premierenoriginals anzusehen (sofern man nicht gerade chemisch-analoge Kopierteste vom Kameraroriginal durchführen kann), sie ist ein manchmal erhellender Hinweis (erst recht in betreff konkret auf SOUTH PACIFIC oder CLEOPATRA sowie 2001 [letzter in "letterbox version"]). Wir wissen das alle, denn die Internet- oder Filmforen sind voll des Lobs der DVD. Schön ist es nicht, aber mit ein Grund, weshalb Schauburg-Filmtheater diesem Druck auch nachgab.

Somit ist es einfach nur schade, daß die jüngsten Filmkopierungen in dieser Beziehung arg hinterherhinkten (Nullkopierungen auf "Todd-AO"-Format) - aber diese Debatte interessierte auch nur am Rande der als karlsruher Verkaufsveranstaltung intendierten filmhistorischen Reihe und gilt nachwievor als "Spaßverderberei". NTSC ist "never the same color" und "70mm the best". Punkt und Aus.

 

 

ich gelobe besserung ... in diesem zusammenhang möchte ich kurz erwähnen, dass mir von nicht genannter quelle neues, bisher unveröffentlichtes und äußerst brisantes material um die "wahre wahrheit über die "f"-zeichen" zugespielt wurde ... macht Euch bereit !!

Brisant nur dann, wenn Ihre Hypothese (leider nie als Hypothese, sondern als "Fakt" wieder einmal ins Forum gestellt) sich bewahrheitete, nachdem generell in VistaVision-Filmen die "F"-Signaturen in die Kameraoriginale eingraviert worden wären.

Nicht nur der Ausnahmefall (evtl. STRATEGIC AIR COMMAND?), sondern der Regelfall wäre durch die "unbenannte" Quelle zu erläutern. Die Quelle sollte bei der Gelegenheit auch erwähnen, in welcher Besonderheit die meisten Vorspanntitel in VistaVision-Filmen produziert wurden, was weitaus interessanter ist.

 

Aber auf Digital Cinema dürften solche "Feinheiten" alsbald abgeglichen worden sein. Konkret zu auf diesen Thread bezogen: nachdem das Filmbandoriginal in der Stadt der Georg-Fricker-Ko-Betriebe verdrängt worden ist. [schönen Gruß an ihn: wir schreiben ihm mal einen Brief im neuen Jahr.]

"Bessern" Sie sich als dadurch, indem die überflüssigen Pixel-Anlagen einfach stillschweigend zurückgereicht werden.

 

Zurück somit zum Digital Cinema:

es scheint aufgrund der hier wieder aufflammenden DVD-Diskussion logisch, daß über die DLP-Digital Cinema-Projektion Pre-Starts von HD-DVD-Veröffentlichungen vermarktet werden können. Eines ist allemal klar, was mit der Bewerbung "messerscharfer" und "verschleißfreier" Digitalprojektionen angeschoben wird: >>> Filmkopie: adé ...

G I G I:

cooles DVD cover ... da hast Du ja richtig lange recherchiert und in den tiefsten keller des archives gekramt ... empfehle unbedingt eine begleitende NTSC-referenzsichtung ...

Will ich nicht, da dieser Thread ein anderes Thema hatte. Tiefer im Keller nach Werbung kramen werde ich nicht, denn diverse kommunale Kinos bringen keinerlei Plakate oder Schaukastenfotos für Veranstaltungen. Sie selbst zeigten auch keine Plakate im Vorlauf für Ihr Oktober-Festival. :wink:

 

Was lief denn sonst so außer HAPPY FEED zu Weihnachten an Schönem und Messerscharfem über die Barco-DP-xxx-Bildwerfer? Auch ein paar Ausschnitte mit den HD-Files von GLADIATOR oder den 65-mm-Produktionen BEN-HUR oder GRAND PRIX ausgetestet? Würde uns aus technischen Gründen so am Rande und spaßeshalber interessieren. Dank für eine Info sowie die versprochenen messerscharfen High-Definition-Bildchen von BEN HUR - in 2.75 : 1, unbedingt in Zoom-Einstellungen vergrössert und taufrisch auf die Südkurve gepixelt in geilster digitaler Large-Format-Projektion! 8)

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Volltemperierte Lagerung, die die Lebenszeit einer Triacetat- oder Nitro-Filmkopie um ein Vielfaches verlängert, ist nach meiner Auffassung in den Staatsarchiven vorbildlicher gelöst als im ollen "Kinokeller" - und man mag jedermann darin ermutigen, wertvolleres Material lieber dorthin zu geben (das heißt nicht "endgültig aufgeben"; aber vielleicht zumindest dort "deponieren"):

 

Deutsches Filmmuseum Frankfurt am Main

Schaumainkai 41

60596 Frankfurt am Main

 

oder:

 

Bundesarchiv-Filmarchiv

Fehrbelliner Platz 3

10707 Berlin

 

 

... selbstverständlich, der "olle kinokeller" in berlin war bestimmt nicht die vorbildliche lösung, da stimme ich Dir nachhaltig und 100%ig zu ...

 

übrigens: ... mit einer der von Dir genannten empfehlungen habe ich persönliche schlechte erfahrungen gemacht (ins depositum gegebene kopie ist spurlos verschwunden - antwort war/ist achselzucken) ... daher bin ich lieber "selbst ist der mann" und möchte dem armen steuerzahler nicht noch mehr kosten aufbürden, verzichte daher dankend auf "hartz IV kopienlagergeld sozialhilfe" :-)

 

ansonsten empfehle ich, vor der eigenen haustüre zu kehren ... da gibt es doch genug zu tun und anzupacken ... :-)

 

... nach Werbung kramen werde ich nicht, denn diverse kommunale Kinos bringen keinerlei Plakate oder Schaukastenfotos für Veranstaltungen. Sie selbst zeigten auch keine Plakate im Vorlauf für Ihr Oktober-Festival.

 

Gerne kannst Du das mangelnde "showman-ship" der (meisten) kommunalen kinos und auch mancher kommerziellen kinos kopieren oder adaptieren ... warum soll man auch den gast wichtig nehmen und ihm vorabinformationen der filme präsentieren? Der soll doch bitte in dankbarkeit und demut sein geld an der kasse lassen, sich setzen und dem veranstalter nicht noch weitere arbeit machen.

 

PS: Wir haben zu unseren gezeigten filme selbstverständlich plakate ausgestellt, fotos gezeigt und eine recht ausführliche broschüre erstellt ... nicht gesehen? ... na ja, hatte eh die vermutung, dass Du auf einer anderen veranstaltung warst :-)

 

PPS: Merkst Du eigentlich nicht die wiedersprüche in Deiner argumentation? Zuerst sprichst Du der "saubillig-und-noch-viel-mehr" Media-Markt DVD referenzstatus für den heimgebrauch zu, verdammst aber sodann vorführungen von 1:1 digitalkopien der digitalen master auf hochwertigem kalibriertem equipment ... "da bin ick ja platt" würde der berliner sagen :-)

 

Man muß sich ja dem gegenwärtigen und zukünftigen status der filmherstellung anpassen und das ist nunmal in immer stärkerem maße die digitale post-produktion, die ja auch im falle des letzten BOND-filmes von Dir sehr gelobt wurde. Immer mehr filme werden von digitalen intermediates kopiert, warum sollen also diese filme nicht direkt digital ins kino kommen? Bringt die verarbeitungsstufe digitales intermediate auf filmkopie da noch einen weiteren vorteil? Sehe ich nicht ... im gegenteil. Es hilft ja niemandem und am allerwenigstem dem zahlenden (und damit uns durch seinen besuch finanzierenden) gast etwas, ideologisch verbrämt am bestehenden festzuhalten und fakten zu ignorieren.

 

selbstverständlich sollten klassiker wie hitchcocks TO CATCH A THIEF (Technicolor-druck) oder VERTIGO (VV-getreue umkopierung) oder der Todd-AO klassiker SOUTH PACIFIC (70mm), um nur einige beispiele aus unserem diesjährigen programm zu nennen, möglichst "medien-gerecht" gezeigt werden (auch wenn manche da auf NTSC-DVD's schwören) ... aber für einen animationsfilm wie CARS oder HAPPY FEET oder TOY STORY oder für eine natur-doku wie DER WEISSE PLANET oder einem heftigst am digitalen farbregler bestimmten film wie CHARLIE AND THE CHOCOLADE FACTORY sehe ich die digitale projektion medien-gerechter an, als eine 35mm kopie, die von digital intermediates "saubillig-und-noch-viel-mehr" umschnellkopiert wurde.

 

Das mag hier manchem als "sakrileg" erscheinen ... ist aber eine tatsache, vor der man sich nicht verstecken sollte.

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AHA - jetzt wird's schon "deutlicher".

 

Dennoch:

 

1. Es klingt wie eine subjektive Selbstrechtfertigung Ihrerseits, staatlichen Archiven das "Verschwinden" von Kopien anzulasten. Realiter verderben (oder verdarben) Filme vornehmlich im magnetischen Breitfilmformat, und schneller als irgendwo sonst - sowohl bei Ihnen als auch (lange Zeit - Ihr Vorwurf trifft haargenau!) bei mir.

Aus dieser Erfahrung der Gleichgültigkeit (oder auch des eigenen Hinauszögerns heraus) warnte ich vor der jetzt stark verkürzten Zeitspanne, die noch gegeben ist. Einen kränkelden Patient läßt man nicht ohne Behandlung zurück. Daher wird bei mir gekühlt, Molekularsiebe gewechselt und auch Filmguard eingeführt. Was tun Sie?

2. "Selbst- ist -der Mann" ist schön gesprochen, aber leider wurden Umbauten und Klimatisierungen bei Ihnen nicht durchgeführt und finanziert. Ich kenne jedoch andere Personen (durchaus Privatsammler), die dies aus eigener Tasche finanzierten.

5. Bei mir erfolgte die Einlagerung durch vertragliches Nutzungsrecht des Staates am Material und Übergang im Todesfalls an diesen. Es gibt auch Milllinäre, die diesem Hartz-Einlagrungsvertrag. wie Sie ihn nennen, ihre Zustimmung gaben, weil niemandem geschadet, aber allem genutzt wird. Die mehrfache Verlängerung der Lebenszeit war zumindest mir wichtiger als das "Self-made-man"Gehabe des persönlichen Besitzes, der mit wertvollem Material "beliebig" verfährt. Konkret: Ihre Auffassung verteidigt diesen engstirnigen Standpunkt und nimmt das vorzeitige Ende der Materialhaltbarkeit in kauf. Dem steht noch positiv gegenüber, dass einige Filmmaterialien vor dem baldigen Ende mitunter noch gelegentlich bei Ihnen gezeigt wurden, weshalb ich auch vor Verurteilung Abstand nehmen würde. Und vor der eigenen Haustüre gibt es indertat genug zu klären, selbstverständlich auch bei mir.

Unlogisch jedoch bleibt Ihre Resistenz gegen Staatsarchive allemal. (Staatarchive als "Klauer" des Filmmaterials ... nun ja).

6. Die "mangelnde Showmansship" der kommunalen Kinos hat eine positive und eine negative Seite. Aus der Erfahrung der politischen (und unverzichtbaren) Umbrüche der 1960er Jahre sollte seinerzeit Schluß mit "Verblendung" und Überwältigungsbusiness jeglicher Art sein, das Kino sollte der Aufklärung dienen oder sogar Lehranstalt sein. Persönlich stehe ich sowohl der einen Praxis (des biedermerlich-gemütlichen Spießerkinos) eben so wie der anderen Weise (spartanisches Programmkino ohne formal-technischen Anspruch) in ihrer ausschließlichen Festlegung skeptisch gegenüber. Vor abschließender Beurteilung werde ich mich hüten, sehe jedoch mangelnden Reformwillen auf verschiedenen Seiten, auch "vor der eigenen Haustüre" - unbenommen.

7. Das Signal für Digital Cinema ist dennoch bedenklich und in vierlerlei Hinsicht kontraproduktiv. Programm- und Betriebsreformen (die armen Vorführer, die bald nachhause gehen müssen) bleibt zumindest fragwürdig.

Mit Ihrem Gewinsel aber (Verzeihung: hier platzt mir der Kragen!) von der "Anpassung an Marktbedingungen" wird letzlich doch nur ein Totschlagargument bedient. Digital Fast Food Cinema haben Sie aktuell nicht eingerichtet, um etwa dem klassischen oder gegenwertig hochstehendem 35mm-Kino dienlich zu sein, sondern aus der Moral der "billigen Hafennutte" heraus (man verzeihe das böse Wort: Sie können mich ja verklagen).

Wider besseres Wissen ist das ein Signal zur Nachahmung für genau eben die kinountaugliche Umrüstung auf Media-Markt-Bildgüten. Und der allererste Roll-out-Version einiger US-Studios (die nach eigenem Vernehmen zwar weiter produzieren, aber nicht immer das Kino im Auge haben) erweist dem Kino einen "Bärendienst", was von kritischeren und informierteren Geistern als Ihnen auch erkannt wurde.

Ihre "Anpassung an die digitale Postproduktion", wie Sie anführen, ist flatterhafter Unfug, da sich die digitale Produktionsweise ständig verändert, während Sie und einige andere Vorpreschende des "Roll-out" (was für ein rückschrittlicher Begriff) statt zukunftsfähige Kinos nur bessere Fernsehstuben "umgerüstet" haben.

Während sich die Industrie schon wieder von diesem ersten, als Irrweg erkannten Weg verabschiedet und einerseits vielfach höhere digitale Auflösungen und Präsentationen anstrebt, zumal weltweit noch nicht einmal 1% der Kinos mit 2k ausgestattet sind, "zurren" Sie und Ihr Multiplex-Kollege aus Nürnberg rein opportunistisch die Handlungsspielräume zu und verharren auf 2k-Home Cinema-Auflösung, nicht weitab der Media-Märkte.

Sowohl die aktuell höher eingescannten Negative auf 4k oder 6 k (andere Raten und Farbkalibrationen sind derzeit im Kommen) als auch der vielerortes noch gebräuchliche Weg der Erstellung normaler, konventionell-analoger 35mm- oder 65mm-Intermediates für Spielfilme und/oder Imax-Streifen mit ebenfalls höherer Auflösung und überlegenerem Kontrastumfang gegenüber dem derzeitigen "Rollout" kümmert Sie und Ihre "Partner" nicht im geringsten.

Die Leute schreien angeblich nach einek digitalen Label, und so schmeißt man Geld zum Fenster hinaus, um aus Marketing-Gründen in der Presse Schlagzeilen zu machen und im Umkehrschluß die erreichten und möglichen 35mm-Standards für "obsolet" zu erklären (nicht mehr diese sind der Standard, nach denen sich die Postproduktion zu richten hat, sondern umgekehrt: das Kino hat sich dem billigsten Geiz-ist-geil-Standard der Postproduktion anzupassen, wobei milchige Erzeugnisse wie POSEIDON, EPISODE II & III, SUPERMAN, LORD OF THE RINGS [ja] als auch künftiger Maßtstab "festgezurrt" werden).

8. Was Sie für ideologisches Beharren oder andere für Konservatismus halten, betrachte ich als weitaus weniger opportunistische Auffassung, als die von Ihnen vertretene. Ihre Kollegin Frau Menze etwa, Kinokettenbetreiberin in Essen, beharrt darauf, bis zuletzt auf Film spielen zu wollen, da sie dessen Abschaffung für einen Kardinalfehler hält. Ich halte diese Frau - mit Verlaub - Ihnen für intellektuell und auch geschäftlich für überlegen. Auch Frau M. kennt die neuesten technischen Entwicklungen ebenso wie die historischen Verfahren (vom Nitrofilm über Technicolor. magnetischem Analogton bis hin zu 70mm). Sie kennt auch das ausbaufähige Potential des 35mm-Film.

Wie sehr nun Ihre 2k-Beamer noch bildtechnisch ausbaufähig sind, wird sich erweisen...

Ebenfalls hielt sich die CinemaxX-Gruppe lange Zeit mit einem Roll-out bedeckt, zumal im derzeitgen Digital Cinema kein Mehrwert und kein visuell schlußgültig gegenüber 35mm überzeugend auswertbarer Nutzen erkennbar ist!

 

Vorgeprescht haben vornehmlich Herr W. aus Nürnberg (mit seinen abstrusen technischen Presseverlautbarungen) und andererseits (mit einem massiven Roll-out für zwei Kinokomplexe Karlsruhes) Sie und Herr Fr. Die beiden Letzteren im Wissen darum, die Filmabschaffung damit zu forcieren und Sustandards hinterherzulaufen, wenn doch nur der Marketing-Effekt ein neuartiger sei. Letzlich aber machen Sie sich zum Spielball der Content-Anbieter aus der Broadcast-Industrie, und das "Ineinandermischen" von Fernseh- und Kinokultur (ungeachtet einer Beurteilung, ob diese Bereiche wirklich voneinander getrennt werden sollen) nimmt hierdurch an Fahrt zu.

 

9. Daher: eindeutige Ablehnung solcher "Umrüstungen" von Seiten nicht weniger Filmenthusiasten, Kameraleute, Kopierwerkstechniker oder - in diesem Forum - nicht weniger Filmvorführer.

 

P.S.: Wo bleiben denn Ihre Werbebilder dieser Anlagen und derer Bildwandauflösungen? Trauen Sie sich nicht, einen BEN-HUR-"File" ins Netz zu stellen? Wir warten darauf, daß uns @preston damit verzückt und verzaubert.

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