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Exot gesucht: Wer kann noch 18-cm-Filmbänder für PIGI-Xenon-Großprojektion fertigen (Belichtung + Perforation)?


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Geschrieben

Hallo zusammen,

ein etwas exotisches Anliegen, aber wenn irgendwo das passende Wissen sitzt, dann hier: Wir betreiben in Österreich eine feste Installation mit einem PIGI-Xenon-Scrollerprojektor von E\T\C Audiovisuel (Paris). Für die, die das System nicht kennen: Das ist quasi der große Bruder der Pani-Großbildprojektion – ein 18 cm breites, beidseitig randperforiertes Filmband läuft vor einer Xenonlampe durchs Bildfenster, ähnlich wie im Kino, nur als Standbild-/Scrollprojektion mit riesigem Bildformat (ca. 155 × 155 mm Bildfeld).

Unser Problem in Kurzform:

  • Das Originalmaterial war Kodak Duraclear – RA-4-Farbmaterial auf klarem, dickem 0,18-mm-Estar-Polyesterträger (also derselbe Trägertyp wie bei Polyester-Kinokopien). Der Nachfolger Endura Clear ist laut Händlerauskunft (B&H, New York) endgültig eingestellt, keine Bestände mehr.
  • FujiClear Crystal Archive (ebenfalls klare Basis) scheint noch lieferbar – Fujifilm listet es, mindestens ein Labor in Europa belichtet per Lambda darauf.
  • Der eigentliche Engpass ist die Endkonfektionierung: Schneiden auf exakt 18 cm, beidseitige Randperforation im PIGI-Lochbild, Vor-/Nachspann kleben, Spulenmontage. Dieses Handwerk ist praktisch ausgestorben.

Daher die Fragen an die Runde:

  1. Kennt jemand einen Betrieb oder eine Person, die aus Bilddaten komplette, einsatzfertige PIGI-Rollen fertigen kann – Belichtung, Entwicklung, Perforation, Konfektion aus einer Hand?
  2. Aus der Kinotechnik-Ecke: Wer beherrscht heute noch Filmperforation als Dienstleistung bzw. besitzt Perforier-/Stanzwerkzeuge, die sich auf ein Sonderlochbild in 18 cm Bandbreite umrüsten ließen? (Kopierwerke, Konfektionierer, Werkstätten?)
  3. Weiß jemand, wo die Fertigungswerkzeuge der früheren PIGI-Filmateliers (E\T\C Paris u.a.) nach deren Umstieg auf Video geblieben sind?
  4. Und falls irgendwo unbelichtetes Duraclear / Endura Clear / FujiClear als Rollenware im Kühlraum schlummert – wir kaufen.

Für jeden Hinweis, Namen oder auch nur eine Erinnerung ("das hat früher Firma X gemacht") sind wir dankbar. Im Gegenzug teile ich gern alles, was unsere Recherche zur Materialbeschaffung ergeben hat – falls hier noch jemand mit Pani, PIGI oder ähnlicher Großbildtechnik zu tun hat.

Geschrieben

Ich bin jetzt ehrlich und unverblümt: warum nutzt man eine seit 20 Jahren obsolete Technik noch gewerblich? 

 

Als ich im Labor war, war das schon tot, das war 2003 - 2011. 

 

Heutzutage bekommt man ebenbürtige,  wenn nicht sogar bessere Qualität durch entsprechende (digitale) Veranstaltungsbeamer zu günstigen (auch gebraucht) Preisen. 

 

Kopierwerke haben nie konfektioniert, nur entwickelt. Und das auch nur bis 70mm breite. 

Die einzigen die mir da einfallen würden, ist das cewe labor in Germering. 

Die haben in Frankreich auch einige spezielle Großformat-Labore übernommen. 

 

 

  • Popcorn 1
Geschrieben (bearbeitet)

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Zwei Sekunden Google bringt das hier zu Tage: https://www.etnow.com/news/2010/5/pigi-large-scale-projection-now-available-from-white-light

 

Zwei Jahre später war dann Schluss (2012) ergo gibt's nichts mehr, dass man keine Filme mehr bekommt, sagt im Prinzip schon alles, Fuji stellt schon seit vielen Jahren keine Filmmaterialien mehr her, ausgenommen sofortbild für deren instax system. 

 

Bearbeitet von TK-Chris (Änderungen anzeigen)
  • Like 1
  • Thumsbup 1
Geschrieben

Hallo, mir ging es nur darum das wir Filmmaterial benötigen, so wie es nun aussieht bekomme ich noch Restmaterial, dank diesen Forum-Eintrags. 🙂
Das offiziell nichts mehr hergestellt wird weiß ich schon seit voriges Jahr.

Geschrieben
vor 13 Stunden schrieb TK-Chris:

Heutzutage bekommt man ebenbürtige,  wenn nicht sogar bessere Qualität durch entsprechende (digitale) Veranstaltungsbeamer zu günstigen (auch gebraucht) Preisen. 

Ich vermute mal es geht nicht nur um die Qualität, sondern auch um die Lichtleistung. Ich lese da beim 6kW PIGI was von mehr als 80.000 Lumen. Was schafft der hellste DLP? 40.000? Eine ganze Blendenstufe weniger. Im abgedunkelten Kinosaal ist das dann doch eine etwas andere Geschichte.

 

Viel Erfolg an den "Gansberger", spannende Technik und interessantes Projekt!

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb dbx1000:

Ich vermute mal es geht nicht nur um die Qualität, sondern auch um die Lichtleistung. Ich lese da beim 6kW PIGI was von mehr als 80.000 Lumen. Was schafft der hellste DLP? 40.000? Eine ganze Blendenstufe weniger. Im abgedunkelten Kinosaal ist das dann doch eine etwas andere Geschichte.

 

Viel Erfolg an den "Gansberger", spannende Technik und interessantes Projekt!

Es gibt Projektoren, die schaffen da schon mehr, ist halt nicht dci konform, muss es ja bei mapping Geschichten oder Bühnenprojektionen nicht sein. 

 

Nur Filmmaterial alleine nützt nicht, wenn es nicht mehr belichtet oder entwickelt werden kann. Da ist das größere Problem. 

Geschrieben (bearbeitet)

Ich habe früher mal für eine Firma gearbeitet, die mit ganzen Batterien dieser Projektoren in Überblend-Panoramaprojektion bei Großevents gearbeitet hat. Nach dem Auslaufen der analogen fotochemischen Prozesse wurden die Projektionsfolien zuletzt mit einem Durst Lambda Belichter erzeugt, wir haben die Rollen dann mit eigener Hardware geschnitten und gestanzt.

 

Gelegentlich haben wir kleine Inserts oder Reparaturen sogar mit einem Tintenstrahldrucker auf Folie gedruckt. Da dies meistens einmalige Events waren und kein Dauerbetrieb, reichte die Haltbarkeit dafür aus.

Schon damals hatten wir überlegt, auf Videoprojektion umzustellen, allerdings reichte damals die Lichtleistung der Projektoren noch nicht aus.

Aus welchen speziellen Gründen soll an dieser Technik festgehalten werden?

 

 

www.toma.de

 

Ein paar Kontakte zu ehemaligen Mitarbeitern habe ich noch.

 

 

 

Bearbeitet von carstenk (Änderungen anzeigen)
  • Thumsbup 1

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