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FFA auf netto - unser Kassensystem kann das nicht...


Empfohlene BeitrÀge

Geschrieben

Hallo liebe Kinomenschen,

 

wir verwenden noch das Kassensystem von der Fa. Eventsoftware (heute Etix) mit dem schönen Namen Cinemamanager V2.0.

 

Leider können wir da die Umstellung nicht in der Software vornehmen. Hat jemand die selbe Software und das Problem gelöst, - oder kennt eine Lösung fĂŒr unser Problem?

 

Über einen Tipp oder Hinweise sind wir sehr dankbar!

Vielen Dank schon mal im Vorraus & LG,

Sebastian

Geschrieben

Darf man fragen, was es da fĂŒr eine Umstellung bezĂŒglich der Abrechnung in der letzten Zeit gab? Hab ich jetzt schon paarmal gelesen, dass da was los war, aber nirgendwo steht was genau los ist.

Geschrieben

"Man(n)" darf fragen;))

 

Die Umstellung ist folgender Natur:

Änderung des FFG (Filmförderungsgesetz) zum 01.01.2009.

 

Dabei geht es um die Abgaben an die FFA. x% des Kartenumsatzes.

 

Gehen wir davon aus, ein Kino hat im Monat 1000 Euro Kartenumsatz.

 

Bisher:

von diesen 1000 Euro gehen x% (x = je nach Umsatzhöhe) an die FFA.

 

Jetzt:

von diesen 1000 Euro wird jetzt erst

die Umsatzsteuer abgezogen (7%)=934,58

und davon dann x% an die FFA gerechnet.

 

Effekt:

Die FFA bekommt weniger, der Verleiher mehr und der Kinobetreiber behÀlt auch ein wenig mehr.

Geschrieben

Hallo,

 

danke Ulli! wollte es gerade errklÀren ;-)

 

Es wird ja leider (ausser von Sony) von niemandem erklĂ€rt... Dass sich ĂŒberhaupt was geĂ€ndert hat. Komisch!

 

Bitte zurĂŒck zu der eigentlichen Frage bezĂŒgl. der Software (-:

 

LG,

Sebastian

Geschrieben

Laut neuem FFG:

 

Altes FilmFörderungsGesetz

Bruttokartenumsatz

Minus 7% MwST aus Brutto

Minus Filmabgabe aus Brutto

Netto ohne FFA

Filmmiete

MwST auf Filmmiete 7%

 

Neues FFG

Bruttokartenumsatz

Minus 7% MwST aus Brutto

Nettoumsatz

Minus Filmabgabe aus Netto

Netto ohne FFA

Filmmiete

MwST auf Filmmiete 7%

 

Die Umstellung auf die Nettoberechnung wirkt sich aus

- auf die Höhe der FFA-Abgabe,

- die Höhe der Filmmiete,

- die Höhe der Mehrwertsteuer auf die Filmmiete.

 

Das bedeutet fĂŒr die Filmtheater, dass:

der Nettoumsatz zu ermitteln ist (Bruttokartenumsatz minus 7% Mehrwertsteuer)

aus dem ermittelten Nettoumsatz die Filmabgabe zu errechnen ist

aus dem dann entstandenen Netto (Nettoumsatz ohne FFA) die Filmmiete zu

errechnen ist, die dann mit einer 7%igen Mehrwertsteuer belegt wird.

 

Dieser Abrechnungsmodus ist seit dem 1.1.09 vorgeschrieben

Geschrieben

t'schuldige kinobÀr ;)

 

 

Hm, wenn es die Firma noch gibt.... schon mal da angerufen und gefragt???

 

Alles andere hÀngt davon ab, wie programmiert wurde.

a) die Reihenfolge ist im Code angegeben (dann ist nix zu machen) außer ein update

b) mit irgendwelchen Parametern ließe sich das einstellen. Ob nun nur als "Administrator" oder als User (letzteres wohl nicht, sonst hĂ€ttest du es schon...)

 

Ich tippe auf a)

 

Denn man kann im Programmcode nicht alle EventualitĂ€ten berĂŒcksichtigen. Das war Gesetz, das hĂ€tte ich "hart"-programmiert.

Geschrieben
t'schuldige kinobÀr ;)

 

 

Hm, wenn es die Firma noch gibt.... schon mal da angerufen und gefragt???

 

Alles andere hÀngt davon ab, wie programmiert wurde.

a) die Reihenfolge ist im Code angegeben (dann ist nix zu machen) außer ein update

b) mit irgendwelchen Parametern ließe sich das einstellen. Ob nun nur als "Administrator" oder als User (letzteres wohl nicht, sonst hĂ€ttest du es schon...)

 

Ich tippe auf a)

 

Denn man kann im Programmcode nicht alle EventualitĂ€ten berĂŒcksichtigen. Das war Gesetz, das hĂ€tte ich "hart"-programmiert.

 

Sind nicht auch die FFA SĂ€tze (Prozente) UmsatzabhĂ€ngig? Somit muß ja irgendwo eine Möglichkeit zur Einstellung der SĂ€tze bestehen. Und da zwischen Brutto und Netto immer der gleiche Zusammenhang besteht (Netto = Brutto / 1,07) kann man ja diesen Prozentfaktor entsprechend anpassen. Zeigt dann zwar nicht mehr im Klartext, den FFA Satz, aber das sollte jedes Programm ermöglichen.

 

St.

Geschrieben

Die FFA-SĂ€tze sind "bedingt" umsatzabhĂ€ngig, bzw. werden von der FFA zum neuen Jahr bestimmt. DAS mĂŒĂŸte sich also tatsĂ€chlich einstellen lassen. Entweder ĂŒber ein numerisches Feld oder per HĂ€ckchen wĂ€hlbar. Sinnvollerweise als Historie mit Datumseingabe ab wann gĂŒltig.

Zum Programmieren auch sehr einfach.

 

Das Ă€ndert aber nichts daran, daß die Berechnung dann an einer gewissen Stelle stattfindet. NĂ€mlich direkt vom Umsatzbrutto. Und dann folgt ja daraus die Berechnung des Verleihanteils. Da gibt es dann viele Möglichkeiten, daß zu gestalten, so daß das umfangreiche Parametrierung werden wĂŒrde meiner Ansicht nach.

Daher meine Vermutung, daß das hart-codiert ist.

Geschrieben

Hallo zusammen,

 

ich habe genau das gleiche Abrechnungsproblem.

In jedem Abrechnungsprogramm kann der FFA Prozentsatz (1,80/2,40/3,00) eingetragen werden, da dieser sich jÀhrlich Àndern kann.

 

Meine Frau hat ein bischen rumgerechnet (die kann besser exeln als ich).

 

aus 1,80% wird 1,6822%

aus 2,40% wird 2,2430%

aus 3,00& wird 2,8037%

 

Da man den FFA Prozentsatz wohl in allen Abrechnungsprogrammen nur mit 2 Nachkommastellen eingeben kann, ergeben sich leichte Rundungsabweichungen.

Diese Abweichungen machen bei 2.000,-€ Bruttokartenumsatz ca. 1 Cent zuungunsten der FFA aus.

 

Ich habe bereits mit diesen SĂ€tzen Abgerechnet, kein Verleiher hatte etwas beanstandet.

 

Gruß

borste

Geschrieben

Hallo,

 

interessanter Ansatz mit den korrigierten %en. Das werden wir direkt mal ausprobieren. Frage: wie lĂ€sst sich diese "Anpassung" denn fĂŒr das Finanzamt dokumentieren?

 

Bis jetzt drucken wir die Spielfilmabrechnungen aus und Àndern alles per Hand *Àtz*

 

Danke & LG,

Sebastian

Geschrieben
Hallo,

 

interessanter Ansatz mit den korrigierten %en. Das werden wir direkt mal ausprobieren. Frage: wie lĂ€sst sich diese "Anpassung" denn fĂŒr das Finanzamt dokumentieren?

 

Bis jetzt drucken wir die Spielfilmabrechnungen aus und Àndern alles per Hand *Àtz*

 

Danke & LG,

Sebastian

 

Das Ergebnis von borste entspricht meiner Idee .

Zur Dokumentation mĂŒĂŸte ein Akten-Vermerk reichen, der die benutzten "angepaßten" Werte ab dem XX.YY.ZZZZ festhĂ€lt. Das kann dann jeder nachrechnen, und es stimmt. Es mĂŒĂŸte sogar zulĂ€ssig sein, mit nur 3 Nachkommastellen zu rechnen.

Und, so sollte es mit jedem Abrechenungsprogramm gehen, egal woher. Teure updates wÀren frech.

 

Stefan

Geschrieben

Dokumentieren heißt hier "auch fĂŒr uneingeweihte nachvollziehbar berichtigen".

Quasi jeder muß anhand der vorhandenen Unterlagen erkennen können, wie es zu dieser oder jener Zahl kommt.

Geschrieben

Super, Jungs!

 

Vielen Dank. Wir testen noch. Dann gibts von mir noch mal ein Fazit. Teure Updates wÀren in der Tat frech...

 

Danke noch mal.

 

LG,

Sebastian

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