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Alternative Lichtquelle für Schmalfilmprojektion 16mm
nomasala antwortete auf Spohnaudio's Thema in Schmalfilm
... und ich hab nochmal unter "Kurze Frage – Kurze Antwort" ein paar Details erklärt: -
...aber doch nur, weil die LED ohne Dunkelphase noch viel heißer geworden wäre. Wozu sonst eine so einfache Blechscheibe wegoptimieren..? Hallo allerseits! Jetzt habe ich auch diesen Thread gefunden, in dem es um unseren Projektor-Umbau geht. Deshalb würde ich auch hier gerne ein paar Missverständnisse aufklären: 1. Es handelt sich immer noch um einen Prototypen. Momentan haben wir zwischen LED und Bildfenster einen antiken Kondensor unbekannter Herkunft eingebaut. Es gibt also sehr wohl eine Bündelung des Lichts, allerdings ist diese nicht optimiert. Wie dieser Kondensor verbaut ist, kann man hier sehen: Allerdings nützt es uns gar nichts, einen Open-Source-Umbau ins Netz zu stellen, wenn an einer entscheidenden Stelle ein unbekanntes Teil eingebaut werden soll. Da werden wir dieses Jahr auf jeden Fall noch Tests mit bestellbaren Kondensorlinsen durchführen und hoffentlich zu effizienteren Ergebnissen kommen... 2. Wir haben deshalb keine LED mit variabler Farbtemperatur verbaut, weil diese einfach sehr viel weniger lichtstark wäre. Unsere LED hat 6000K, wer es wärmer haben möchte, muss dafür einen Farbfilter verwenden. Natürlich würde ein Farbfilter wiederum zu einem gewissen Lichtverlust führen – das ist bei LEDs mit wärmerer Farbtemperatur aber auch nicht anders, denn auch dort wird immer auf die bläuliche LED eine gelbliche Gelatineschicht aufgebracht, die das kalte Licht einfach filtert. Umgekehrt würde aus unserer Sicht der Einbau einer wärmeren LED wenig Sinn ergeben, weil man diese dann im Endeffekt doppelt filtern müsste, um wiederum ein kälteres Bild zu erhalten. 3. Es ging bei unserem Umbau von Anfang an um Anwendungen im Bereich Expanded Cinema / Film Performance. Flickern bzw Flackern gehört in diesem Genre durchaus zu den gewünschten ästhetischen Mitteln. Es geht also nicht in erster Linie um eine Filmvorführung mit 18 oder 24 FPS, sondern eher um das genaue Gegenteil. Oberste Priorität war deshalb die Möglichkeit, frei mit den FPS spielen zu können. Vielleicht kennen einige hier die Analyse-Projektoren von NAC oder LW Photo - das sind tolle Geräte mit einer unglaublich ausgetüftelten Technik für variable Bildraten, aber leider sind diese Modelle viel zu lichtschwach, um damit live vor Publikum zu arbeiten. Deshalb unser Ansatz, mithilfe moderner LED-Technik einen Projektor zu bauen, der in Sachen Bildfrequenz alle Möglichkeiten der Einflussnahme bietet, und gleichzeitig ein möglichst helles Bild auf die Leinwand wirft. Die Umlaufblende war bei diesem Unterfangen eher hinderlich, weil nicht dezidiert steuerbar. Deshalb haben wir uns entschieden, sie komplett zu entfernen. Mit einer LED erreicht man stattdessen absolute Flexibilität, weil man sie in jeglicher Frequenz pulsieren bzw. flickern lassen kann. Und ganz nebenbei wird sie dadurch auch weniger heiß, was ihre Lebensdauer verlängert – aber das ist wirklich nur ein Nebeneffekt! 4. Bei unserem Prototypen kann man im laufenden Betrieb den virtuellen Shutter in vielfacher Weise beeinflussen: a) Variable Bildfrequenz 0–33 FPS (SPEED), feste Bildfrequenz 18 und 24 FPS, manuelles Einzelbild vor/zurück b) Variable Helligkeit (LIGHT) von 0-Maximum (im Gegensatz zu Halogen bleibt hier die Farbtemperatur konstant) c) Variable Anzahl der virtuellen Blendenflügel von 1–5 (BLADES) d) Variabler Öffnungswinkel der virtuellen Blendenflügel (ANGLE) e) Variable Phasenverschiebung zwischen Blendenöffnung und Filmtransport (PHASE) All diese Funktionen lassen sich manuell an Drehknöpfen regeln, wie man hier sehen kann. Zusätzlich gibt es zu den Funktionen a) und b) noch jeweils eine variabel einstellbare, halbautomatische Verzögerung (RAMP), die dafür sorgt, dass die Veränderungen sanfter ablaufen. All diese Features sind überhaupt nur möglich durch den Einbau einer LED. 5. Da es nicht um einen Dauereinsatz im Kino geht, sondern um performative Einsätze, war uns die Energieeffizienz erstmal vollkommen egal. Ich hoffe, ich konnte ein bisschen zur Klärung beitragen... Bernd
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Alternative Lichtquelle für Schmalfilmprojektion 16mm
nomasala antwortete auf Spohnaudio's Thema in Schmalfilm
Also wie gesagt, eine vollständige Dokumentation ist in Planung - die wird aber erst fertig sein, wenn wir eine Replik gebaut haben, und diese Schritt-für-Schritt dokumentieren. Unsere PCBs haben noch einige Fehler drin, die finalen Schematics stellen wir dann später natürlich ebenfalls online. Soweit ich weiss haben wir nur einen Magneten an der Welle, aber dessen Ausrichtung wird über einen Sensor genau wahrgenommen. D.h. auch im Stillstand weiss der Projektor, in welchem Winkel die Welle gerade steht. Im Moment gibt es unser Projekt noch nicht auf Github, aber vielleicht findest Du ja ein paar interessante infos im Github unseres französischen Vorbilds: https://github.com/z-l-p/film-projector-retrofit/tree/main -
Alternative Lichtquelle für Schmalfilmprojektion 16mm
nomasala antwortete auf Spohnaudio's Thema in Schmalfilm
Alle Tech Specs stehen in unserem Wiki - mit Links: 3. Two new power supplies Meanwell 1000W UHP-1000-48 with built-in current & voltage regulation (only for LED) Meanwell 500W UHP-500R-12 (for Motor, Coolers & everything else) Keine Ahnung, wie gesagt, gebaut wurde die Maschine von Jan Kulka, der auch immer offen ist, technische Fragen zu beantworten. Er ist aber auch kein Ingenieur oder Wissenschaftler. -
Alternative Lichtquelle für Schmalfilmprojektion 16mm
nomasala antwortete auf Spohnaudio's Thema in Schmalfilm
nein nein, alles gut, jeder muss seine eigene Lösung finden, mein Punkt war nur, dass es schwierig ist, all diese Aspekte zu beweisen. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht funktionieren... -
Alternative Lichtquelle für Schmalfilmprojektion 16mm
nomasala antwortete auf Spohnaudio's Thema in Schmalfilm
Hey Jan, niemand in unserem Projekt hat unsere Farbtemperatur von 6000K ( ± 200K Toleranz) bedauert! Und wer ein wärmeres Licht will, kann ja ohne Weiteres einen Gelbfilter vor's Objektiv kleben... -
Alternative Lichtquelle für Schmalfilmprojektion 16mm
nomasala antwortete auf Spohnaudio's Thema in Schmalfilm
Hallo Friedemann & alle anderen, ich will mich der Diskussion gar nicht verweigern, mir war nur nicht klar, dass es hier in erster Linie um Wissenschaft geht. Ich muss aber auch zugeben, dass ich nicht alle Posts von allen Teilnehmern gelesen hab. Für mich ist halt die Frage, wie man all diese wissenschaftlichen Fragen überhaupt beantworten will? Ich kenne die Probleme von zu kleinen Farbräumen und fehlenden Hauttönen aus dem digitalen Bereich, und ich kann nur sagen, dass bei uns diese Probleme noch nicht aufgetaucht sind. Hätten wir so etwas bemerkt, dann hätten wir wahrscheinlich eine LED mit höherem CRI einfach nachbestellt. Ich wollte auch nicht propagieren, das ein CRI 70 immer vollkommen brilliant ist. Das ist bestimmt auch vom Hersteller abhängig, und bei chinesischen Herstellern stimmen oft die technischen Angaben nicht. Also ist das wirklich auch Glückssache... Aber selbst wenn man alle wissenschaftlichen Parameter berücksichtigen wollte, stellt sich immer noch die Frage, wie man diese misst und vergleichbar macht? Wir bei LaborBerlin verfügen überhaupt nicht über die Mittel, alles wissenschaftlich beurteilen zu können. Und das interessiert auch niemanden in unserem Verein. Im Experimentalfilmbereich sind echte Hauttöne sowieso eher Nebensache, da geht es oft um die Materialität des Films und die Ästhetik des Handgemachten. Ich kann also nicht viel mehr sagen, als dass ich zufrieden bin mit den Farben, eben weil ich keine andere Möglichkeit habe, das zu verifizieren. Falls jemand hier über die entsprechenden Messgeräte zur Messung der Farbwiedergabe in der Projektion verfügt, könnte man sich vielleicht mal verabreden? Wie schnell unsere LEDs altern werden, das wissen wir natürlich auch noch nicht. Und vielleicht werden wir es auch nie erfahren, weil wir ja kein Kino damit betreiben und die Dinger nicht im Dauerbetrieb laufen. Was man wohl sagen kann ist, dass ein schnelles Flickern überhaupt keine zusätzliche Beanspruchung der LED darstellt, sondern ganz im Gegenteil zur Schonung der LED beiträgt. Wenn man 50% flickert, egal wie schnell, dann ist die LED eben nur 50% der Zeit an und 50% aus, und das verlängert ihre Lebensdauer. Das ist einer der Gründe, weshalb wir uns für eine virtuelle Umlaufblende entschieden hatten, und dann die mechanische Umlaufblende ausgebaut haben. Und das wiederum hat dann einen ganzen Kosmos von neuen Experimentiermöglichkeiten eröffnet, die man für die normale Filmvorführung alle nicht benötigt... Das teure und komplizierte an unserem Projekt sind ja genau diese zusätzlichen Features, denn wir haben zu diesem Zweck die komplette Elektronik des Eiki beseitigt und durch neue Komponenten ersetzt. Es gibt aber auch schon ein Beispiel, wo jemand nur Teile unseres Prototypen übernommen hat. Zu sehen gab es das bei der diesjährigen Eröffnung des Forum Expanded als Teil der Performance von Mark Chua & Lam Li Shuen. Die Technik war aber nicht Thema des Abends, sie kam ganz ohne Ankündigung zum Einsatz: https://www.arsenal-berlin.de/forum-forum-expanded/programm-forum-expanded/filme/born-of-the-yam/ Die beiden hatten einen Eiki umgebaut auf 400W LED mit Wasserkühlung, und soweit ich mich erinnern kann, hatten sie aber die mechanische Umlaufblende behalten, trotzdem aber den Motor ausgetauscht zwecks flexibler Bildfrequenz. In der Performance sah man diesen Projektor parallel mit zwei weiteren Eikis im Originalzustand auf der Leinwand, und zwischen den drei Filmbildern gab es nur marginale Helligkeitsunterschiede. Essenziell bei so hohen Wattzahlen ist auf jeden Fall die AIO Wasserkühlung, die nicht nur leiser, sondern um ein vielfaches effizienter ist. Nur so konnten wir unsere 800W LED überhaupt so weit hochdrehen, ohne die kritische Temperatur von 60°C auf dem Chip zu erreichen. Wir waren im Laufe des Projektes immer wieder in Kontakt mit dem Hersteller Getian, und haben ihnen unsere Erfahrungen geschildert. Und siehe da: Auf einmal stellt auch Getian LEDs mit eingebauter Wasserkühlung her: https://www.getiangroup.com/liquid-cooled-led-module.html Inwieweit die Dinger von den Abmessungen her in einen 16mm oder Super-8 Projektor passen, ist schwer zu beurteilen. Die kleinste von allen, die 300W liquid-cooled LED ist beispielsweise B 71 x H 84,5 x T 87 mm gross. Die 400W ist noch ein bisschen größer... könnte also knapp werden... Euch allen wünsch ich nen tollen Tag! Bernd -
Alternative Lichtquelle für Schmalfilmprojektion 16mm
nomasala antwortete auf Spohnaudio's Thema in Schmalfilm
Nicht so schnell, aber wenn Du Sie zu wenig kühlst gegen sie ganz schnell über den Jordan. -
Alternative Lichtquelle für Schmalfilmprojektion 16mm
nomasala antwortete auf Spohnaudio's Thema in Schmalfilm
"Leiser kühlen" bezog sich auf LEDs mit Wasserkühlung (aus dem Gamingbereich) die sehr viel leiser ist, als jeder Lüfter. Wie gesagt, wir sind bis jetzt sehr zufrieden mit unserer Farbwiedergabe, auch wenn das hier niemand so recht glauben mag... Oder was meinen denn @filma und @Martin Rowek zu den Farben ? -
Alternative Lichtquelle für Schmalfilmprojektion 16mm
nomasala antwortete auf Spohnaudio's Thema in Schmalfilm
Ich denke, für die Leuchtmittelproblematik ist in erster Linie entscheidend, was man damit überhaupt erreichen will? Für LEDs spräche z.B. dass man sie leiser kühlen kann als Halogen. Oder dass sie ein Äquivalent zur Xenon-Lampe oder zur Xenpow HID Lampe mit weniger Hitzeentwicklung sein könnten. Oder - wie bei unserem Prototypen - dass man jegliche physische Restriktion in Sachen Umlaufblende über Bord werfen kann. Aber wenn man sowieso warmes Licht bevorzugt, mit konstant 18 oder 24 FPS projiziert und einen das Lüfter–Geräusch nicht stört, dann gibt es eigentlich kaum keinen Grund, überhaupt umzurüsten. Wenn es um mehr Helligkeit geht, dann gibt es auch Projektoren, die einfach mehr Licht auf die Leinwand bringen, z.B. über die Zahl der Blendenflügel, oder größere Hellsektoren und schnellere Greiferbewegung. Ich hab innerhalb unseres Projektes ein paar Vergleichstests gemacht und bin z.B. bei 16mm zu dem Schluss gekommen, dass der Eiki SSL (Eiki's letztes Modell) im Halogenbereich andere Projektoren weit übertrifft. Der ist sogar heller als der Hokushin SC-210. Das Thema Farbtreue ist natürlich relevant, aber gerade im Halogen-Bereich gibt es da ja in der Realität kaum einhaltbare Standards. Ich baue oft Mehrfach-Projektionen auf, und egal, ob man baugleiche Projektoren verwendet, oder unterschiedliche Modelle, fast nie stimmen Helligkeit und Färbung des weißen Lichts überein. Natürlich versucht man dann, eine relative Übereinstimmung durch Austausch der Maschinen, der Lampen oder der Objektive herzustellen, aber absolute Perfektion ist da kaum zu erreichen. Aber in dem Moment, wenn dann überall der Film durch läuft, verspielen sich diese Unterschiede sofort. Da merkt man dann, wie flexibel die menschliche Wahrnehmung ist ... -
Alternative Lichtquelle für Schmalfilmprojektion 16mm
nomasala antwortete auf Spohnaudio's Thema in Schmalfilm
oh, das weiß ich nicht, das gehörte mir nicht.. -
Alternative Lichtquelle für Schmalfilmprojektion 16mm
nomasala antwortete auf Spohnaudio's Thema in Schmalfilm
Also uns ging es natürlich um den sichtbaren Lichtgewinn auf der Leinwand. Wieviel Strom dabei verbraucht wird, war für uns vollkommen uninteressant, weil es ja nicht um Dauerbetrieb geht. Bei Stillstand zu messen, wäre eine Idee für's nächste Mal... -
Alternative Lichtquelle für Schmalfilmprojektion 16mm
nomasala antwortete auf Spohnaudio's Thema in Schmalfilm
Diese Fragen hatte ich mir auch gestellt. Wir hatten bei unseren Tests immer mit einem Lux-Meter gearbeitet, das ja keine absoluten Werte liefert, und deshalb hatten wir immer Abstand zur Leinwand sowie Brennweite & Lichtstärke der Linse angegeben. Erschwerend kam hinzu, dass unser Lux-Meter Schwierigkeiten mit 24 B/s hatte. Natürlich würden wir auch gerne absolute Werte messen, mir ist allerdings nicht ganz klar, wie man das bei einer flackernden Lichtquelle misst... -
Alternative Lichtquelle für Schmalfilmprojektion 16mm
nomasala antwortete auf Spohnaudio's Thema in Schmalfilm
Ignacio Benedeti hatte diese Umbauten wiederholt auf Facebook gepostet. Als wir ihn gebeten haben, uns mit dem Menschen in Verbindung zu setzen, der diese Umbauten durchgeführt hat, wurden wir gebeten zu warten, bis alles offiziell auf dem Blog veröffentlich würde. Als es dann so weit war, haben wir Jose Luis direkt angeschrieben – wie gesagt er ist mit seiner Emailadresse in dem Blogpost verlinkt – und er hat sofort geantwortet und war sehr freigiebig mit Informationen. Nun möchte ich nicht derjenige sein, der diese Infos hier einfach weiterverteilt. Was ich aber sagen kann: Es ist wirklich keine Rocket Science! An Deiner Stelle würde ich ihm einfach mal schreiben... -
Alternative Lichtquelle für Schmalfilmprojektion 16mm
nomasala antwortete auf Spohnaudio's Thema in Schmalfilm
Hallo Martin, wie gesagt, wir benutzen aus Kostengründen bisher ausschliesslich LEDs mit einem CRI von 70, und die Farben auf der Leinwand sind absolut brilliant – ohne zusätzlichen Filter. Im Direktvergleich mit unserem 350W Xenon-Projektor Eiki EX-2000 N2 ist das Bild unseres Prototypen nicht nur heller, die Farben sind auch natürlicher und – wir wollten es zunächst nicht glauben – das Bild ist sogar schärfer. Dies blieb auch so, nachdem wir Objektiv und Filmkopie zwischen beiden Maschinen ausgetauscht hatten. Wir führen dies auf die Kondensor-Optik zurück, die momentan in unserem Prototypen verbaut ist. Scheinbar trägt diese noch zu einer schärferen Darstellung bei. Der Vergleich Xenon vs. LED im Video hinkt etwas, weil die beiden Filmkopien eine unterschiedliche Farbgebung hatten. Der Xenon-Projektor links im Bild hatte leider das Pech, dass er eine rot-stichige Kopie abspielen musste. Nichtsdestotrotz: Rechts im Bild sieht man die Projektion unseres LED-Projektors, und ich kann nur sagen, die Farben waren in der Realität noch besser! Nun stellt sich ja sowieso die Frage, warum sollte man überhaupt umrüsten? Die 800W LED spart bestimmt keinen Strom, und heiß wird sie auch. In unserem Fall nutzen wir viele Eigenschaften der LED, die für die normale Projektion uninteressant sind: Wir ersetzen die physische Umlaufblende durch ein Flickern der LED. Das eröffnet viele neue Möglichkeiten im Bereich der Film Performance / Expanded Cinema, aber für den normalen Vorführbetrieb ist das ja eher uninteressant. Deshalb halte ich die spanische Lösung für die meisten Anwendungen für sehr viel sinnvoller. Hier nochmal der Link für alle, die mitlesen: https://mimundoensuper-8.blogspot.com/2026/03/fumeo-9119-cineled-by-l-technologies.html Ich denke, so eine Umrüstung auf LED muss nicht die erwähnten 800 Euro kosten. Vermutlich käme man auch mit 200-300 Euro aus, wenn man es selber macht... LG Bernd -
Alternative Lichtquelle für Schmalfilmprojektion 16mm
nomasala antwortete auf Spohnaudio's Thema in Schmalfilm
Hallo Leute ich wollte mich doch nochmal einklinken: Was uns mit unserem Prototyp vielleicht von anderen vergleichbaren Projekten unterscheidet, ist, dass die Gesamte Entwicklungsarbeit innerhalb eines EU-geförderten Projektes namens Spectral entstanden ist. Das hatte den Vorteil, dass wir über ein gewisses Budget verfügen konnten. Geleitet wurde die Entwicklung von mir und meinem Kollegen Juan David González Monroy. Wir sind beide keine Techniker, sondern Künstler & Filmemacher, wir basteln beide ganz gerne, aber unser technisches Know-How ist sehr begrenzt. Von Motor- und LED-Steuerungen haben wir keine Ahnung. Deshalb haben für diese Entwicklung von Anfang an Jan Kulka aus Prag engagiert, der schon Erfahrung mit High-Density-LEDs bei der Entwicklung seines Archeoscopes gesammelt hatte. Jan wiederum hat sich in Prag Hilfe von verschiedenen Elektronikern gesucht. Nun ist das EU-Projekt beendet, was bedeutet, dass wir mit einem sehr viel kleineren Budget in die Zielgerade gehen. Konkret heißt das, dass wir hier in Berlin seit Januar nur noch ehrenamtlich am Projekt weiterarbeiten. Zum Thema LED ja oder nein: Wir hatten bei unseren Versuchen mit High-Density-LEDs der Firma Getian kein einziges Mal Farbverschiebungen innerhalb des projizierten Bildes. Wir haben Testreihen durchgeführt mit 200W, 400W, 600W und 800W. Eine wichtige Limitierung war die Temperatur auf der COB-LED selbst, die darf nämlich nicht über 60 °C erhitzen, sonst geht sie kaputt. Hier könnt Ihr die Testreihen sehen: https://www.filmlabs.org/wiki/en/meetings_projects/spectral/laborberlin16mmprojector/start#high_density_led_tests Die Referenz war ein ganz normaler B&H 16mm Projektor mit 24V 250W Halogen. Dieser kam bei unseren Messungen mit einer 50mm f/1,4 Optik und 155 cm Abstand zur Wand auf 10.000 Lux. Die LEDs haben wir in unserem Versuchsaufbau ohne optische Elemente mit 2,3 cm Abstand direkt hinter dem Filmfenster platziert. Mit der 800W LED haben wir 22.000 Lux erreichen können, ohne die 60 °C zu erreichen. Dies war nur möglich mit Wasserkühlung (die sehr viel leiser ist als jeder CPU-Kühlkörper mit Lüfter). Wir haben ausschliesslich mit LEDs mit 6000K (± 200K) gearbeitet. Bei Getian kann man alles bis hinauf zu 8500K bestellen. (Theoretisch könnte man wahrscheinlich auch LEDS ohne Silikonpaste bestellen, und dann selbst im Projektor einen passenden Farbfilter davor setzen. Das müsste man mit dem Hersteller besprechen.) Um nicht zu viel Geld bei unseren Tests zu verprassen, hatten wir erstmal nur LEDs mit einem CRI von 70 bestellt. Aber wir sind tatsächlich so zufrieden mit den auf die Leinwand projizierten Farben, dass wir wenig Drang verspüren, nochmal mehr Geld in neue LEDs mit höherem CRI zu investieren. Meine Hypothese ist, dass der CRI in der Projektion weit weniger relevant ist, als beim Scannen und in der digitalen Farbkorrektur. Nun mag man ja eine 800W LED unnötig hell finden, oder unnötig teuer (wir haben 141 USD bezahlt, plus Versand, plus Zoll), und es ist durchaus denkbar, dass man mit einer besseren Kondensor-Linse das Licht besser bündeln und somit mit einer etwas schwächeren LED auch ähnlich helle Ergebnisse erzielen könnte. Wir werden dieses Thema dieses Jahr noch eruieren. Wir gehen davon aus, dass wir bei solche einer flächigen COB-LED eine ähnliche Optik verwenden müssen, wie man sie auch in älteren Projektoren mit einer rechteckigen Glühwendel verwendet (keine Ahnung, wie man diesen Lampentypus nennt ...). Da wir das gesamte Projekt am Ende als Open Source online stellen wollen, brauchen wir natürlich an dieser Stelle eine Lösung, die sich überall auf der Welt nachbauen lässt. Deshalb wären Optiken, die man von der Stange kaufen kann, am besten. Also, falls hier im Forum jemand einen Tipp hat, was man da nehmen könnte, dann wäre das tatsächlich sehr hilfreich! Gute Nacht Bernd -
Alternative Lichtquelle für Schmalfilmprojektion 16mm
nomasala antwortete auf Spohnaudio's Thema in Schmalfilm
Wir haben für unser Projekt direkt be Getian bestellt. Die waren super nett und haben alle Fragen umgehend beantwortet! -
Alternative Lichtquelle für Schmalfilmprojektion 16mm
nomasala antwortete auf Spohnaudio's Thema in Schmalfilm
Hallo @Spohnaudio und @filma wie an anderer Stelle bereits erwähnt, ist unser Prototyp ja immer noch in der Mache, und es wird noch einige Zeit dauern, bis wir eine vollständige Bauanleitung schreiben und veröffentlichen werden. Aber natürlich hat unser Projektor viele Features, die über das normale projizieren von Filmen hinausgehen. Wenn man einfach nur auf LED aufrüsten will, empfehle ich eher folgende Lösung: https://mimundoensuper-8.blogspot.com/2026/03/fumeo-9119-cineled-by-l-technologies.html Der erwähnte Jose Luis ist im Artikel mit Emailadresse verlinkt und recht freigiebig mit Informationen. Einfach mal hinschreiben! Der weniger lichtstarke, dafür aber akkubetriebene 16mm Projektor aus dem Spectral Projekt wird hier beschrieben: https://www.filmlabs.org/wiki/en/meetings_projects/spectral/mire-wandering/wandering-16mmprojection/start Auch dieser Projektor verfügt über allerlei Funktionen, die in erster Linie für Film-Performances und Expanded Cinema interessant sind. Aber da es hier um ein kabelloses Gerät ging, haben die Kollegen aus Nantes eine sehr viel schwächere (und günstigere) LED mit Reflektor und Sammellinse eingebaut. Ich kann aber sagen, dass die Lichtausbeute bei dieser Lösung nicht an die einer Halogenlampe heranreicht... https://www.filmlabs.org/wiki/en/meetings_projects/spectral/mire-wandering/wandering-16mmprojection/construction_guide/13_led_module_assembly Schöne Grüße ;B -
Dresdner Schmalfilmtage 2026 – wer ist dabei?
nomasala antwortete auf Friedemann Wachsmuth's Thema in Schmalfilm
Das ist nicht so leicht zu beantworten. In unserem Modell gibt es einen Magnet-Sensor, der der LED signalisiert, in welcher Stellung sich gerade die Motorachse befindet. Der Sensor kann auch den Drehwinkel des Magneten auf der Achse wahrnehmen. Dementsprechend flackert die LED synchron zum Filmtransport. Und dann kann man per Drehknopf den Zeitpunkt, die Länge, die Anzahl und die Helligkeit des Flackerns beeinflussen. Inwieweit sich diese LED-Steuerung von der Motorsteuerung physisch trennen und womöglich separat einbauen lässt, kann momentan nur Jan Kulka beantworten. Aber ich glaube kaum, dass wir das nochmal separat dokumentieren werden. Wenn Du Dir aber unsere ersten LED-Tests ansiehst, dann wirst Du erkennen, dass wir in unserem Versuchsaufbau die LED direkt an einem Labornetzteil angeschlossen, und dann schrittweise nach oben geregelt haben. Das wäre also die einfachste Methode - einfach ein passendes Netzteil anschliessen. Wichtig ist, dass sich die LED nicht über 65 °C erhitzt, weil sie sonst kaputt geht. Deshalb braucht man eine gute Kühlung, und die Wasserkühlung aus dem Gaming-Bereich hat sich als höchst effizient erwiesen. Wie man das alles in einen Projektor einbaut, ist eine andere Frage. Hier könnte man sich an unseren Fotos – oder später – an unserem Tutorial orientieren. Was aber in der Diskussion um die Lichtausbeute immer ignoriert wird: Mit Halogen (oder Xenon) und mit mechanischer Sektorenblende werden auch ca. 50 % des Lichts verschenkt! Eine LED, die – egal mit welcher Frequenz – an und aus flackert, spart nicht nur Strom, sondern sie wird auch weniger heiss! Das Argument also, wir würden hier Licht verschwenden, könnte man ebenso auf jeden anderen Filmprojektor auf diesem Planeten einwerfen. Man muss aber auch nochmal unterscheiden zwischen der Temperatur der LED selbst und der Temperatur auf dem Film. Selbst wenn die LED auf 65 °C gekühlt ist, reicht alleine die Energie, die auf den Film prallt, um ihn im Stillstand zu schmelzen. In dieser Hinsicht unterscheidet sich das gar nicht so sehr von Halogen. Ob es möglich ist, mit einem optimierten optischen System dieselbe – oder gar eine höhere – Lichtausbeute mit einer schwächeren LED zu erzeugen, die dann auch weniger Hitze erzeugt und bei voller Helligkeit ein dauerhaftes Standbild erlaubt, ist die große Frage. Und ob wir das mit unseren Ressourcen hinbekommen, ist dann die zweite Frage. Das Spectral-Projekt ist ja nun vorbei und es gibt keine Förderung mehr, d.h. ab jetzt geht es nur noch ehrenamtlich weiter. Und bestimmt lassen sich all diese Komponenten auch mit anderen Projektormodellen umsetzen. Bei uns war irgendwann klar, dass Eikis am meisten Platz im Gehäuse bieten. Unter den Eikis ist die RT-Reihe weltweit am weitesten verbreitet und auch am preiswertesten. Deshalb sind wir dann diesen Weg gegangen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich der Umbau relativ leicht auf spätere Eiki Modelle übertragen lässt, z.B. NTs oder SLs. Beim allerletzten Modell SSL bin ich eher skeptisch, der ist sehr viel schmaler und ziemlich vollgepackt. Was mich aber noch darüber hinaus interessieren würde: Könnte man nicht das Ganze komplett externalisieren, indem man eine externe Box baut mit Netzteil, Treiber, Kontrollknöpfen und LED, und dann wird das Licht einfach über einen flexiblen Lichtleiter hinausgeleitet, und am anderen Ende sitzt ein rundes Endstück, das genau in die Halogen-Halterung des Projektors passt, und erlaubt, dass man das Ende des Lichtleiters so nah wie nur irgend möglich an das Filmfenster heran bringt (bzw. an die Sektorenblende oder den Dowser)? Wäre es dann nicht möglich, möglichst viel Licht und möglichst wenig Hitze auf den Film zu transportieren? Das runde Endstück könnte noch zusätzlich einen Lüfter beinhalten, der in Richtung Filmfenster bläst – oder nur eine Düse, und der Lüfter sitzt auch in der externen Box... Dann könnte jeder jeden Projektor umrüsten, fast ohne Modifikationen (bis auf das Loch im Gehäuse für den Lichtleiter... ) Das wäre doch was, oder? -
Dresdner Schmalfilmtage 2026 – wer ist dabei?
nomasala antwortete auf Friedemann Wachsmuth's Thema in Schmalfilm
Ja klar, jetzt wo das ein Thema ist, werd ich's nicht vergessen... -
Dresdner Schmalfilmtage 2026 – wer ist dabei?
nomasala antwortete auf Friedemann Wachsmuth's Thema in Schmalfilm
Leider nein. Unser Luxmeter kam nicht klar mit dem 48 Hz Flickern beider Geräte. In unseren früheren Versuchen hatten wir ohne Sektorenblende gemessen. Deshalb gibt es vom Direktvergleich nur Fotos wie dieses https://www.filmlabs.org/wiki/en/meetings_projects/spectral/laborberlin16mmprojector/start#st_prototype_with_800w_led_water_cooling_variable_fps_shutter_blades_angle Wir hatten an dem Tag aber auch sehr viele andere technische Probleme, deshalb blieb am Ende wenig Zeit zum messen... -
Dresdner Schmalfilmtage 2026 – wer ist dabei?
nomasala antwortete auf Friedemann Wachsmuth's Thema in Schmalfilm
Ganz zu Beginn hatten alle ihre Sammlungen von Linsen aus ausgeschlachteten Projektoren mitgebracht, und mit denen haben wir so lange herumprobiert, bis wir eine gefunden haben, die die Fläche des 16mm Bildes am besten ausleuchtet. Fotos dazu kannst Du sehen in unserem Wiki unter https://www.filmlabs.org/wiki/en/meetings_projects/spectral/laborberlin16mmprojector/start#st_prototype_with_800w_led_water_cooling_variable_fps_shutter_blades_angle Ich gehe davon aus, dass es sich um einen Kondensor aus einem 16mm Projektor aus der Prä-Halogen-Ära handelt, als die Lampen noch großflächige Wendel-Konstruktionen hatten... Vielleicht kann @filma dazu noch was sagen (Stichwort Weimar 2)? Ein besseres Foto zu schicken ist gerade gar nicht so einfach, die Maschine steht ja zur Weiterentwicklung in Prag. Aber wir wollten uns dieses Jahr sowieso mit dem Thema beschäftigen, ich würde mich dann einfach mal melden, wenn wir da dran sind... -
Dresdner Schmalfilmtage 2026 – wer ist dabei?
nomasala antwortete auf Friedemann Wachsmuth's Thema in Schmalfilm
Moin @Friedemann Wachsmuth und @Martin Rowek Danke für Eure Kommentare und Vorschläge. Es ist so, dass wir zunächst eine antike Kondensor-Linse eingebaut haben, die im Vergleich zu anderen vorhandenen Kondensorlinsen den besten Effekt erzeugt hat. Tatsächlich sehen wir das aber auch so, dass bei der Lichtausbeute noch Luft nach oben ist. Allerdings sind wir alle drei keine Fachleute für Optik. Wenn Ihr also konkrete Ideen oder Vorschläge habt, wie oder wo wir uns die nötige Expertise hinzuziehen oder selbst aneignen können, dann sagt uns doch bitte Bescheid, am besten direkt per Email an filmi@gmx.de Die Wasserkühlung allerdings ist tatsächlich sehr viel leiser als jeder luftgekühlte Kühlkörper oder Lüfter, die würden wir auch bei schwächeren LEDs einbauen. Es ist sogar so, dass der Hersteller Getian inzwischen selbst wassergekühlte LEDs anbietet. Da wir direkten Kontakt mit der Firma hatten, gab es einen regen Austausch. Wir haben dann auch unser Projekt erläutert. Und zwei Jahre später tauchten dann die wassergekühlten LEDs auf deren Webseite auf. China halt... Beim Stepper-Motor bin ich auch skeptisch. Es ist ja nicht so, dass diese Möglichkeit nicht in Betracht gezogen worden wäre. Da unser Projektor auf der Entwicklung eines tragbaren, akkubetriebenen Projektors von Mire aufbaut, bei der auch Zach Poff maßgeblich beteiligt war, gab es hier bereits massig Erkenntnisse und eine entwickelte Steuerung. Auch auf diesem Gebiet bin ich kein Experte, ich habe aber einer sehr langen Diskussion beigewohnt, in der die Vor- und Nachteile diverser Motor-Technologien diskutiert wurden. Erklärtes Ziel des Projektes war übrigens nicht weniger Mechanik – die Idee war, die Mechanik zu behalten, denn diese wurde jahrzehntelang von hochbezahlten Ingenieuren entwickelt - warum sollte man das ersetzen? Stattdessen wollten wir die antike Elektronik durch moderne ersetzen und viele viele Features einbauen, die in erster Linie für Künstler interessant sein könnten, die live und performativ mit Film arbeiten. Das ist natürlich eine Zielgruppe, die hier im Forum unterrepräsentiert ist. Aber das erklärt vielleicht die vielen verrückten und womöglich unsinnig erscheinenden Funktionen... bis die Tage! ;B -
Hallihallo, ich hab diesen Threat gerade erste entdeckt! Danke @filma für die ausführliche Zusammenfassung, da ich selbst an dem Projekt beteiligt bin, kann ich fast alle geschilderten Details bestätigen. Nur ein paar kleine Zusatzinfos und Korrekturen: • Die Lichtfarbe der LED kann man bei der Bestellung auswählen. Man kann also tatsächlich auch wärmeres Licht einbauen. LEDs mit variablen Lichtfarben wären zwar auch toll, die sind aber momentan noch nicht stark genug... • Aus Kostengründen haben wir uns bei unserem Prototypen zunächst für Getian-LEDs entschieden. Die Firma ist sehr kundenfreundlich und hilfsbereit. Beim CRI 70 waren wir selbst skeptisch, aber die Farbdarstellung auf der Leinwand lässt unserer Meinung nach keine Wünsche offen. Wir vermuten, dass sich dies bei der Projektion sehr viel weniger auswirkt als beim Scan, weil man natürlich für die Farbkorrektur die volle Farbtiefe haben will. Ausserdem starrt man beim Scan viel öfter auf ein Standbild, dadurch fallen Defizite viel leichter auf. In der Projektion dagegen wird ja nichts korrigiert, die Farben bleiben einfach, wie sie sind... • Eine offene Frage besteht noch bei der Kondensor-Linse. Die haben wir ausgewählt aus einem großen Haufen ausgeschlachteter Linsen. Offensichtlich hatten wir wirklich Glück, denn im Direktvergleich mit einem Eiki EX-2000 N2 mit 350W Xenon und 1,3 / 35-65mm Zoom war das LED-Bild nicht nur heller, sondern auch sehr viel weniger grünlich (!!!) und schärfer obendrein! Natürlich wollten wir das zunächst nicht glauben, aber auch nach Austausch der Objektive war der LED-Projektor der schärfere... Jedenfalls müssen wir noch herausfinden, wo man genau so einen Kondensor herbekommen kann, wenn man das Ganze nachbauen will... • Es gibt einen Safe- und einen Risk-Modus (einzustellen über den original Eiki Hauptschalter) Wie der Name schon sagt, kann man im Safe–Modus runtergehen bis zu Standbild, ohne den Film zu beschädigen, denn die LED wird hier gedimmt. Im Risk–Modus allerdings kann es gut sein, dass man den Film im Standbildmodus verbrennt... • Vario-FPS von 0 – 33 FPS. Man kann aus jeder Geschwindigkeit heraus per Knopfdruck sofort auf genau 18 oder 24 FPS umschalten. Die Motorgeschwindigkeit ist elektronisch kontrolliert und sehr genau – wir gehen davon aus, dass man flickerfrei auf Video abfilmen kann. • Wir arbeiten noch am Lichtton mit LED, das funktioniert noch nicht. • Digitalsound geht per SD Karte: WAV file mit 16bit /44.1 KHz (CD-Standart). Man kann per Knopfdruck einen In-Punkt für den eingelegten Film speichern, dann bleibt der Ton synchron. • Fernbedienung über Handy ist NICHT geplant • Geplant ist noch eine Sync-Funktion, mit der man mehrere Projektoren koppeln und synchron laufen lassen kann. Das eröffnet neue Möglichkeiten für Installationen, Loops und Stereoskopie. Für Präsentationszwecke haben wir einen Werbefilm ÜBER den Projektor und FÜR den Projektor gedreht (mit Bolex H16 SBM). Dies erlaubt uns, vor Publikum die Funktionen auf der Leinwand live to demonstrieren. Der Film ist stumm, ein Text wird live in der Präsentation vorgelesen. Alle weiteren Infos findet Ihr auch in unserem Wiki: https://www.filmlabs.org/wiki/en/meetings_projects/spectral/laborberlin16mmprojector/start Wie geht's weiter: Wir wollen dieses Jahr alle verbleibenden Features einbauen und Bug-Testen. Danach bauen wir mehrere Repliken (einen für jeden Projektbeteiligten) – und dabei werden wir parallel eine detaillierte Step-by-Step Dokumentation erstellen, die im Anschluss als Open Source Projekt veröffentlicht wird. Natürlich kann das dann jeder in Teilen oder komplett nachbauen und verbessern. Über konstruktives Feedback freuen wir uns immer! Schönen Abend! Bernd
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Hallo Jan-Eric, das ist ja toll, dass wir das Rätsel doch noch lösen konnten! Sind die Masken denn nur kompatibel zum APXII Modell? LG Bernd
