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F. Wachsmuth

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Posts posted by F. Wachsmuth

  1. So, und nun gabs aber ein Problem: Mir fror die Raspi-HQ-Camera immer dann ein, wenn es ein paar Frames Klarfilm gab oder der Film den Filmkanal verliess, also immer dann, wenn "zu viel" Licht auf den Sensor fiel (die Kamera läuft ja mit fixer Einstellung von ISO und Verschlusszeit).
    Das war sehr nervig, denn es half nur jeweils ein kompletter Reboot des Systems, um mit der Kamera wieder "reden" zu können. Und so richtig praktikabel ist ein Scanner auch nicht, der beim ersten Stück Blankfilm die Arbeit verweigert...

    Ich hatte fast schon aufgegeben, aber eben fand ich die Lösung des Problems, und nun klappt es. Falls es jemanden interessiert: Auch wenn man die Bayer-Sensor Rohdaten aufnimmt (wie ich mit meinem Scanner), erzeugt die Kamera aus technischen Gründen immer auch eine JPG Datei, die als "Preview" gedacht ist. An sich brauche ich diese Previews aber nicht und verwerfe sie sowieso bei der Wandlung ins CinemaDNG-Format, um also Platz und Scanzeit zu sparen, hatte ich die Previewgröße auf 320x240 Pixel gestellt (statt 4056 x 3040, die sonst erzeugt werden).

    Tja, und genau da lungerte der Bug: Das tatsächliche Seitenverhältnis des Sensors ist 1:1,3342 — mein Wert für die Preview war aber 1,3333! Die Kamerafirmware hat nun offenbar einen Rundungsfehler, der nur dann Auftritt, wenn viele Pixel nebeneinander voll ausgesteuert sind — dann gibt es einen Registerüberlauf und die Kamera hängt sich weg.

    Kurz: Mit einer Preview-Auflösung von 507 x 380 funktioniert nun alles einwandfrei. Und all das für Daten, die ich sowieso verwerfe..!

    So, nun geht es endlich weiter.

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  2. So, ich habe auch endlich wieder etwas zu berichten. Die letzten Tage steckte ich in einer totalen Sackgasse, aus der ich eben erst endlich herausgefunden habe. Phew! Aber der Reihe nach.

    Nach dem ich den Greifer des Noris endlich richtig eingestellt bekommen habe (war letztlich viel einfacher als gedacht, man muss nur am besten vorher genau verstehen, welche Schraube was bewirkt), habe ich endlich mal Netgativfilm gescannt. Und das sieht an sich auch schon extrem vielversprechend aus. Zum Testen habe ich meinen Logmar-Testfilm "Altenmedingen" verwendet, denn der wurde mit der Lasergraphics Scanstation abgetastet und das ist so ziemlich das beste, was heutzutage technisch möglich ist. 

    Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, ein auf die Schnelle farbkorrigiertes Einzelbild (hier nun als JPG) sieht so aus — für die Details bitte reinzoomen:

    2020-12-06T14_46_40_0220_48Bit_g2p0002.thumb.jpg.a336678dc163553fe89b516b0ff53940.jpg

     

    Den Vergleich aus der Scanstation findet man (als nachbearbeitetes Video) hier. Was auffällt, ist das mein Noris das Max-8-Format der Logmar beschneidet, ggf. muss ich da noch mal mit der Feile ans Bildfenster...

  3. vor einer Stunde schrieb k.schreier:

    da das Trägermaterial des Positivfilms höchstwahrscheinlich eine andere Stärke hat als das eigentliche Filmmaterial

    Bei einem Noris spielt das keine Rolle. 😉

    Aber sonst hast Du Recht, ja. 

  4. Doppel 8 Fertigung bei Wittner Cinetec
     
    In der Vergangenheit haben wir hauptsächlich für den Motion Picture Bereich gearbeitet. Mittlerweile aber stellen hochspezialisierte Anwendungsbereiche unseren Tätigkeitsschwerpunkt dar. Wir erstellen heute eine Vielzahl verschiedener Arten von Perforation - vorwiegend für anspruchsvolle industrielle und wissenschaftliche Zwecke.
     
    Aber... unser Ursprung ist das Motion Picture Segment. Daher freuen wir uns immer sehr, wenn wir für den Filmbereich arbeiten können.

    Obwohl wir den Verkauf bestimmter Filmformate an den Endverbraucher eingestellt haben, stellen wir häufig Spezialfilme für andere Anbieter her. Die Galerie gibt einen kleinen Einblick in die aktuelle Herstellung von Doppel 8 Filmen bei Wittner Cinetec.

    Wir legen großen Wert auf die Qualität unserer Arbeit - jede Rolle wird einzeln geprüft, um unseren Qualitätsstandards zu entsprechen. Ein Probe wird nach dem Perforieren entnommen. Dies ist der Moment, in dem der Perforator stoppt, wie man auf den Bildern sehen kann. Das allerletzte Stück Film erhält keine Perforation. Diese Rückhaltemuster werden aus dem Dunkelbereich in einen separaten Raum gebracht, in dem die Qualitätskontrolle durchgeführt wird (natürlich bei hellem Licht). Hierzu nutzen wir u.a. ein spezielles Mikroskop, mit dem die Qualität der Perforation sehr sorgfältig überprüft wird.

     

     
    Von uns perforierten Doppel 8 Kodak Vision3 50D können Sie
    bei FPP - The Film Photography Project beziehen

    Von uns perforierten Doppel 8 Kodak Ektachrome 100D können Sie
    bei FPP - The Film Photography Project beziehen

    Von uns perforierten Doppel 8 Kodak Tri-X, Vision3 50D und 250Dkönnen Sie
    bei Toeppenfilm.com beziehen
  5. vor 1 Stunde schrieb jacquestati:

    gibt den Rat, die Andruckplatte der S8 Kassette mit einem silikongetränkten Lappen abzuwischen

    Das kann man durchaus machen, nur ist das Druckstück in der Kassette keine Andruckplatte. Es ist die eine Hälfte eines Filmkanals. Zusammen mit dem Gegenstück in der Kamera bildet es einen flachen Tunnel, in dem der Film nahezu frei von Andruck bewegt wird. Das war bei 0,13 mm Kodachrome 40 der Fall, bei neueren Materialien mit 0,15 mm nicht immer. 
     

    Die Kodak-Klemmer lagen damals wohl an ausgelutschten Spritzgussformen. Diese wurden dann wohl erneuert. 

  6. So, der Beli meiner Canon DS8 geht wieder. 🙂

    Die Belichtungselektronik ist erstaunlich uralt. Es sind ausschliesslich urlate Germanium-Halbleiter verbaut, und das Mitte der 70er! Auch ein Vactrol (Glühbirnchen mit LDR in einem Gehäuse vergossen), also ein Spannungsgesteuerter, potenzialfreier Widerstand, kommt zum Einsatz. 
    Ich hab die Schaltung jetzt weitgehend nachgezeichnet, aber verstehe sie noch überhaupt nicht. Die kalte Lötstelle habe ich auch so gefunden, udn das sie jetzt wieder tut, schraub ich sie lieber schnell wieder zu 🙂

    Neuen Trick gelernt: Uralter Belederungskleber geht ganz wunderbar mit einem Heißluftfön (~80°) und einem Spudger ab.

  7. Neiiiin! Das ist absolut falsch. Und als Hinweis einfach nicht zurück in die Tube zu kriegen. Klopfen bringt überhaupt nichts, ausser eventuelle Klemmer nur wahrscheinlicher zu machen.

    Beim Klopfen löst sich gern der (gebende) Wickel, und genau das ist zu verhindern. Ein eng liegender Geberwickel ist überhaupt kein Problem. Liegen aber dessen äußere Windungen an den Kassettenwänden an, weil man so schön geklopft hat, wird es schnell zu schwer, den Film aus der Geberseite zu ziehen.

    Was man "vorm Einlegen der Kassette" (und ggf. auch nach Drehpausen von > 24h) machen kann oder sollte, ist den Film am Kassettenfenster ein paar cm oben aus der Kassette zu ziehen, sodass sich eine kleine Schlaufe bildet. die kann man dann mit dem Aufwickelkern wieder eindrehen, und jetzt losfilmen.

    Warum? Triacetat "merkt" sich seine Form leider mit der Zeit. Der Film liegt in der Kassette an zwei Stellen um 180° gebogen um einen engen Radius. Gerade bei noch unbenutzter Kassette ist dieser Winkel auf der Geberseite heftig eng. Und da allein der Greifer den Film transportiert (der Wickelkern transportiert den Film nicht) mus der Greifer den gebogenen Film auch allein um diese Ecke ziehen. Man macht es ihm leichter, und hat weniger Schärfepumpen am Szenenanfang, wenn man diese enge Schlaufe zuvor mit den Händen in Richtung Kassettenfenster bewegt. 

    Nein, das ist nicht immer nötig. Bei einigen Materialien und Kameras (und deren Kombination) aber schon, und es hilft aber in jedem Fall mehr als Klopfen, das einfach absolut sinnlos und eigentlich immer kontraproduktiv ist. 

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  8. Negative haben übrigens Masken, um die falsche Farbe vor allem des Cyanfarbstoffes im Papier zu kompensieren. 
    "Richtigfarbige" Farbstoffe (bzw. Kuppler) sind komplex und damit teuer zu synthetisieren. Letzte Anfrage für 10g eines "korrekten" Cyanfarbstoffes ergab ein Angebot von $800... also "nicht auf Lager", und die Suche danach war weltweit. Ganz so naheliegend ist Umkehrfilm also noch nicht. 

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