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FP

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  1. Dieselben Leute, denen so was nicht aufstößt, machen auch hochformatige Videos mit ihrem Handy oder setzen Deppenleerzeichen. Also, warum sollte man sich damit aufhalten, Qualität für die Masse zu produzieren, wenn es doch am Ende nur 10 Prozent sind, die dann nicht mehr ins Kino gehen? Die sind doch ohnehin verlorene Kundschaft und der Rest kommt bereitwillig wieder auf "so einen netten Abend", zuvor noch schön in der Systemgastro um die Ecke den Cocktail geschlürft und den Hamburger gefuttert, dann sich im Kino Til Schweiger angeschaut (der ist weder bei 3,5 noch 7,0 zu verstehen, aber man weiß ja ohnehin schon, worum es gehen wird...) und ab nachhause ins Ikea-Schlafzimmer. Am nächsten Tag dann aber schön früh wieder aufgestanden und die Jeanshosen-Karohemd-Sakko-Kombi angezogen, damit man seine Stelle in der mittleren Finanzverwaltung nicht verliert. ... Oder: Solche Leute arbeiten in der Entscheidungsträger-Etage der werbetreibenden Firmen, deren Ausstoß dann über die Bildwände der Welt flimmern soll. In der Werbung gilt ja der Grundsatz "Das Recht gebührt dem lautesten, dicksten, hellsten, grellsten, schrillsten". Ein leicht zufriedenes Lächeln huscht dem über das Gesicht, der dann Adscope sehen darf. 😉
  2. So alt bin ich gar nicht... Ober-mega-ultra-Affengeil! Es waren 3 Maschinen (FP 20), die über eine Interlockschaltung mit zusätzlichen Synchronmotoren, die, im normalen Betrieb abgekuppelt, derart verbunden waren, dass jede Bewegung einer Maschine an den beiden anderen Maschinen ohne wesentliche Verzögerung nachgebildet wurde (Es konnten aber auch nur zwei Maschinen gekoppelt laufen, welche davon war egal). Demnach musste zwischen den Maschinen nicht viel an Ausgleichsschleife bestehen, zwischen der 2. und 3. war -- meiner Erinnerung nach -- der Ausgleich nur durch den leicht durchhängenden Film selbst gewährleistet. Zwischen der 1. und 2. Maschine war ein Ausgleichsgalgen, der aber ohne elektrischen Kontakt einfach im Weg war. Schätzungsweise lagen zwischen den Maschinen je ca. 10 Meter Film, der ging aber über diese und jene Rolle; mal hier, mal da ums Eck... Gespielt wurde von und auf Teller, d. h. die Sicherheiten kamen durch einen Polyesterschalter und den aufwickelnden Teller. Wenn Werbung im Spiel war, habe ich die längere bzw. längste Rolle vorgeklebt und konnte währenddessen beobachten, ob alles passt, was nie problematisch war. Das Setup war auch spontan möglich, d. h. auch bei starkem Andrang für einen bestimmten Film konnte eine andere Vorstellung dann "aus technischen Gründen" entfallen. No way... :D Also, technisch gesehen wäre das möglich gewesen, aber ebenso wäre es gewesen, wenn als DTS ausgezeichnete Kopien überhaupt die CDs beiliegen hatten, aber selbst wenn, hätte davon nur ein Saal profitiert, da die Bild- und Tonwiedergabe im Interlock ja immer noch für jeden Saal unabhängig erfolgte. Insofern musste man wählen, wer DTS bekommt und wer sich mit SR/SRD begnügen durfte. Auch das ist leider alles Geschichte. Es war eine schöne Zeit und ich bin dankbar, das miterlebt zu haben.
  3. Die Überblendung ist so perfekt, dass sie ohne Überblendzeichen auskommt. Und wenn man genau hinschaut, dann spielen sie auch die Pausenmusik auf Faderlevel 7 ab -- und das Jahre vor Dolby! Wirklich, das war das Kino der Zukunft.
  4. Deine Gebete wurden erhört:
  5. Silber ist teuer und es ist höchst aufwendig, die Tonspur auf den Farbfilm zu bringen und später im Recyclingverfahren aus der Filmschicht das Silber wieder herauszulösen, um es anschließend wieder einer sinnvollen technischen Verwendung zuführen zu können, weswegen Kodak in den 90er Jahren die Entwicklung rein farbstoffbasierter Tonspuren vorangetrieben hatte. Im Grunde hätte man sich für jede mögliche Komplementärfarbenkonzentration entscheiden können, aber bei längerem Nachdenken und der sicheren Erinnerung an optische Gesetzmäßigkeiten war die Abtastung einer cyanfarbenen Tonspur mittels Rotlichts die einzig sinnvolle Lösung: Wir erinnern uns an das Phänomen der Dispersion, wonach die Brechung des Lichts umso stärker ist, desto kürzer dessen Wellenlänge ist. Die Abtastung einer roten Tonspur mit blauem Licht wäre daher ungenauer, weil die Tonspur wie ein Spalt das Licht etwas bricht und blaues Licht also stärker gebrochen würde, als rotes. Erinnern wir uns auch daran, dass die Abtastung der Silbertonspur mit Weißlicht erfolgt, die Empfindlichkeit der Tonzellen aber im Infratotbereich ihr Maximum hatte, dann erkennen wir hinsichtlich der Wellenlängen immerhin noch die Nähe (auch in qualitativer Hinsicht der späteren Wiedergabe) die Nähe zum Althergebrachten, denn IR-Licht ist noch langwelliger, als das sichtbare Rotlicht der LED oder des Lasers. Als Übergangsformat hatte Kodak daher die Magenta-Tonspur als "silver plus dye print" ersonnen, die beide Verfahren unterstützen sollte, insofern also ein Kompromis war, indem sie aufgrund eines geringen Silbergehaltes immer noch durch Weißlicht abtastbar war und dessen für die Tonzelle erhebliche sichtbare Anteile durch die dunkle Farbschicht noch gut geschluckt wurden und deshalb auch durch Rotlicht schon brauchbar abtastbar war. Kodak setzte eine Quote von 90 % Umrüstung auf Rotlicht an, ab der die Belieferung ausschließlich mit Cyantonspuren zu erfolgen hatte, sofern die Verleiher der Überzeugung waren, dadurch könnte die qualitativ zufriedenstellende Wiedergabe flächendeckend gewährleistet werden. (siehe Kodak, Silverless Dye Tracks, --> Film-Tech Warehouse, Misc.) Es gab ja auch zuvor schon andere Entwicklungen, den Silberanteil der Tonspur wenigstens zu reduzieren, weshalb es dann auch dunkelblaue oder eben braune Tonspuren gab, der gänzliche Verzicht der Silbertonspur war jedoch zwingend an den Wechsel der Lichtquelle und der Sensorik geknüpft, da ein Empfindlichkeitsmaximum im IR-Bereich nun mal eine Tonspur bedingt, die genau diesen Teil des Spektrums modulieren kann und der reine Farbstoff der Fotoschicht auf dem Film konnte das alleine nicht ausreichend. Echter Schwarzweißfilm hat natürlich immer noch eine richtige Silbertonspur, da auch der Rest des Bildes silbern ist, wobei zuletzt auch Schwarzweißfilme auf Farbmaterial in die Veröffentlichung kamen (z. B. das Weiße Band oder The Artist)
  6. Das mit der Videoübertragung finde ich auch spannend, vor allem, wie die Kamera die Einzelbilder synchronisiert aufzeichnet. In welcher "Ebene" nimmt die Kamera das Bild auf? Ganz ohne Objektiv im Projektor kommt man ja nicht aus, wegen CS... Da frage ich mich auch, wie lief das mit Telecine und CS, gab es da Schummelkopien mit sphärischer Abbildung oder konnte die Kamera/der Sensor das entzerren?
  7. Ach, das Geschwätz solcher Kollegen... Die hatten einfach keine Lust darauf, ihre Arbeit ordentlich zu machen. Auch bei Polyester war das tunlich, den Streifen durch die Finger laufen zu lassen. Wer wusste, was der Vorspieler dir alles in diese Kopie geklebt hat? Wer wusste, ob das Kopierwerk den Akt nicht durch die Gegend geworfen hat und stellenweise die Perfo umgeknickt war? Und diese ätzenden Schweißnähte blieben so auch drin und haben dir richtig schön in den Lichtton geknallt. Im Umfeld dieser Schweißnähte gerne gesehen waren auch die schönsten Farbeffekte in den Tonspuren...
  8. @Jeff Smart, weißt du, wie es um Harmonie oder Cinema bestellt ist?
  9. Diese Begriffe sind größtenteils auch in heutigen Zeiten irrelevant denn irre relevant, so leid es Simon auch tun mag. Die eigentliche Frage, was Filmtheater "gut" macht, ist eine intellektuelle Frage, die abseits von den technischen Eigenheiten diskutiert werden muss, im übrigen höchst subjektiv und damit im Grunde zurückzuweisen, weil es hier im Forum keinen Konsens gibt (und auch nie geben kann), was wirklich gut ist. Dazu tummeln sich hier zu viele (jedoch legitime) Ansichten darüber, wie die Güte denn zu beurteilen sei. Um zu beschreiben, was du suchen könntest, lohnt sich ein Blick an das Ende des vorigen Jahrzehnts, so um 2009/10 herum, als die breite Masse der Kinos etwas wie folgt ausgestattet wesen sein dürfte: - Projektor mit Langspieleinrichtung (Teller, Spulenturm, Magie) - Stereoton (Vorzugsweise Digitalton, gelegentlich auch noch nur Lichtton) - Xenonlicht (Nicht wie im Auto, sondern mit mehr Bums...) Ja, und dann kam das Jahr 2013, als in Deutschland die Belieferung mit 35-mm-Filmkopien eingestellt und diese Abspielpraxis einfach obsolet wurde. Was also gesucht wird, sind Kinos, die diese Praxis 1.) aufgrund ihrer Ausstattung und 2.) ihres Könnens 3.) noch durchführen. Da wird es dünn. Einige Kinos fallen mir spontan ein, die noch Filmprojektoren stehen haben (könnten; zB Gießen, Marburg, bestimmt auch Lich, die größeren in Frankfurt ganz vielleicht, die kleineren -- Harmonie, Mal sehn, Berger -- vielleicht auch), aber dann stellt sich die Frage nach dem Zustand der Anlage, denn die ist nicht für den Stillstand gebaut und muss gewartet und ab und an in Betrieb gesetzt werden. Dann braucht es Personal, die das bedienen kann, das sich auch mit dem Auf- und Abbau einer Kopie auskennt und letztlich braucht es den Willen, das Programm derart zu gestalten, denn neues Material erscheint ausschließlich digital, selbst die kleinsten Orchideenfilme. Das sind schwierige Voraussetzungen! Retrospektiven will außerhalb musealer Ereignisse sowieso keiner mehr sehen und wenn, dann gäbe es viel "alten Mainstream" auch als digitale Kopie oder das Kino hilft sich auf anderem Wege von der DVD oder Bluray zur digitalen Kopie, was alles kein Hexenwerk ist. Über 35-mm-Ereignisse wird hier im Forum auch berichtet, Augen auf!
  10. Ich hätte sogar ein solches Gerät rumstehen -- ungenutzt, aber beim letztenmal lief er --, da handelt es sich um einen Reise-Plattenspieler von Telefunken mit Umklappnadel. Telefunken ist halt Wessi-Material...
  11. Geht ja noch... Auch schon vor der Bonpflicht hast du bei Karstadt für ... sagen wir mal, ein Paket Unterhosen schon einen halben Meter Kassenzettel bekommen...
  12. FP

    Klimasünder 007

    Das schlimme an diesen ewigen (nervigen) Konflikten ist doch, dass sobald der Konfliktpartner mal nicht mehr sein sollte, er durch ein Nichts ersetzt wird, das einen schlechtestenfalls aggressiv werden lässt. Wann hat sich eigentlich bei den Beteiligten (insofern tut es mir leid, nur @Salvatore Di Vita zu zitieren, es betrifft ja auch andere...) der Streit von den Ursachen entkleidet, bzw. seit wann herrscht der Torpedierungszwang?
  13. Dasselbe Problem habe ich leider auch. Dabei hatte ich mit Seamonkey und Scriptblocker bisher nie Probleme; beides sind auf "normalen" Seiten immer ein Störfaktor.
  14. Denselben Gedanken hatte ich auch, vor allem die BR-Reportage, die @TK-Chris eingestellt hat, drängt es ja geradezu auf: Der Kassenzettel belegt das Bargeschäft und ist durch Mittel der EDV ersetzbar. Beim Kauf einer Tüte Popcorn zwecks Übersendung einer E-Mail mit den Belegangaben nun Kontaktdaten auszutauschen, einschließlich der nötigen Belehrung über die Datenschutzvorsorgen, ist Overkill für das Verhältnis von nutzbarer Transaktionszeit und abgeschlossenen Transaktionen. Wer also, angesichts höherer Transaktionskosten oder mit Rücksicht auf Müllvermeidung und Rohstoffschonung (was vor dem Hintergrund ordentlicher Betriebsführung ohnehin selbstverständlich sein sollte), auf die Ausgabe eines Kassenzettels verzichten will, der wird seiner Kundschaft vermehrt die bargeldlose Zahlung anbieten. Ich frage mich, warum die Banken, die als Zahlungsdienstleister ohnehin über die kompletten, nötigen Strukturen verfügen, es noch nicht zum Geschäftsmodell gemacht haben, den Kassenzettel (freilich gegen Gebühr zu Lasten des Verkäufers, die sie natürlich im Wege der Preisgestaltung an den Kunden weitergäbe -- "EC-Zahlung auch bei Kleinstbeträgen" --> solche Läden müsste man meiden, weil sie es einem per Schild noch ins Gesicht sagen, wie sie Kundenfreundlichkeit nutzen, um einen zu verarschen...) direkt in das elektronisch geführte Bankkonto des Kunden zu übertragen und über einen "erweiterten Kontoauszug" abrufbar zu machen. Das geht in die Richtung der digitalen Brieftasche und des gläsernen Menschen, aber alles natürlich unter dem großen, ach so schönen Vorbehalt der Privatautonomie. Denkbar ist es, dass irgendwann die Krankenversicherung vergünstigte Konditionen anbietet, wenn ihr der Einblick in die digitale Brieftasche gestattet würde, um sich davon zu überzeugen, dass ein gesundheitsorientiertes Konsumverhalten bestehe. Na klar, so etwas wäre natürlich als Opt-Out-Modell gestattet, so dass immerhin auch die normalen Versicherungsbeiträge zu zahlen wären, die aber horrend hoch wären, denn wer seiner lieben Versicherung nicht mitteilen möchte, ob er gesund ist, dem würde ja unterstellt, es nicht zu sein. Dasselbe gelte auch für die KFZ-Haftpflichtversicherung und solche, die lieber auf das autonome Fahren verzichten wollen -- ois is möglich, aber mei, des kost fei a Stangerl Geld... [Sicherheitshinweis: Der folgende Abschnitt könnte ironische, sarkastische oder gesellschafts- und konsumkritische Inhalte aufweisen. Im Falle von Meinungsverschiedenheiten formulieren Sie bitte einen Kommentar mit der Einleitung "Sorry, aber..."] Und na klar ist das ein Generalverdacht, und diese Regelung trifft eigentlich auch genau die richtigen: Kleinste bis kleine mittelständische Betriebe im Einzelhandel, oder in der Gastronomie, die von einer Vielzahl täglicher Bargeschäfte geringen Leistungsinhaltes leben. Was alleine in Cafés, Kneipen und Restaurants mit der Umsatzsteuer oder mit dem Umsatz allgemein herumgemogelt wird, das passt ebenso wenig auf eine Kuhhaut, wie das, was alljährlich auf allen deutschen Weihnachtsmärkten am Glühwein- oder Bratwurststand abgeht. Von wegen, dass sich das nachvollziehen lässt anhand dessen, wie viele Würstchen man bestellt hat, da lachen sich doch alle tot. Wer glaubt denn, dass der Schmu erst an der Kasse vis à vis dem Kunden beginnt? Das läuft schon beim Einkauf. Da kommen dann Finanzämter auf die Idee, bei einer Revision in einer Kneipe die Bierdeckel zählen zu wollen. Übrigens: Wer sagt denn, dass wenn nun also alle Transaktionen schriftlich festgehalten und nachvollziehbar sind, alles schön wird und nicht doch am Personal was gedreht wird? Na klar, auf so einem Weihnachtsmarkt oder in einer Kneipe sind natürlich alle angemeldet und es werden hübsch Abgaben gezahlt und all das Zeugs... Klar, den Mindestlohn unterbietet keiner mehr ernsthaft, aber dennoch sind 10 Euro/h nach BAT immer noch billiger für den Wirt, als 10 Euro/h angemeldet. Manche Läden lösen das über das Trinkgeld, da werden dann bevorzugt Studenten oder Studentinnen (blond, großer Vorbau --> ohnehin mehr Trinkgeld) hinter die Theke gestellt und am Abend kommt dann halt mal der Spezi vom Wirt oder sein Schwager vorbei, trinkt ein paar Bier und gibt 50 Euro Trinkgeld...
  15. FP

    HInweise auf Ebay-Artikel

    Bouquet Bokeh War es nicht in irgendeinem Tom-Gerhard-Film, wo so herrlich vom "Buffett" geschwärmt wurde? scnr ?
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