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Spohnaudio

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Alle erstellten Inhalte von Spohnaudio

  1. Spohnaudio

    Vorfilm gesucht

    Super! Volltreffer!!!👍👍👍 Ganz lieben Dank für die Info! Habe ihn gerade auf yt gefunden. War der Sprecher der deutschen Fassung Joachim Cadenbach?
  2. Nachtrag 2: Im Anschluß an die Metalldampf-Versuche kam eine chinesische cob-LED 100W zum Einsatz und ich habe die Abstrahleigenschaften ohne und mit Kondensor überprüft. Die LED wurde mittels Labornetzteil soweit bestromt, dass nahezu alle LEDs auf dem Träger aktiv waren (die streuen in den Daten und beginnen nicht zeitgleich zu emittieren). Damit man sich nicht die Finger verbrennt bzw. noch halbwegs was erkennen konnte habe ich die LED nicht voll ausgefahren. Das aufgelegte Papier zeigt eine ungleichmäßige Farbverteilung: weiße Fläche mit bläulichen Punkten direkt über den LEDs, je nach Distanz. Das Foto vermittelt das leider nur unzureichend: Die China-Kondensorlinse sitzt auf einem Zwischenstück aus metallbedampftem Kunststoff. Dieses Teil soll die seitliche Randstrahlung reflektieren, führt aber in den Ecken zu besonders starken Farbsäumen. Die Abstrahlung wurde wieder mit dem Papierblatt visualisiert: Man sieht, dass die Abstrahlung sehr breit ist. Sodann habe ich die LED versuchshalber auf den Bauer-Kondensor gesetzt: Bei größerem Abstand werden die Farbsäume und die ungleichmäßige Wirkung des Plastik-Randstrahlen Reflektors deutlich sichtbar. Außerdem ein viel zu breiter und nicht auf das Bildfenster fokussierter Lichtkegel. Da eine zweite China-Kondensorlinse vorhanden war, habe ich aus einer Klopapierrolle einen Versuchskondensor gebaut: Auch mit den anderen Linsen ließ sich der Lichtkegel nur unwesentlich kleiner fokussieren; die spektrale Aufspaltung der einzelnen LED-Spots ist augenfällig. Ich habe den Klopapierkondensor provisorisch in den Strahlengang vor der Filmbühne gebracht; die blauen Punkte werden deutlich vom Projektionsobjektiv angebidet. Wählt man eine kleinere Distanz zwischen Kondensor und Filmbühne, ist der Lichtkegel zwar kleiner und gleichmäßiger, aber es stören die Blendenhebel im Selecton. Insgesamt sind die Streuverlußte gewaltig. Ein Versuch mit einer Mattglasscheibe zur Vergleichmäßigung der Farbspots brachte auch nur mehr Lichtverluste. Immerhin hat Eumig mal mattierte Kondensorlinsen verwendet; das ist aber was anderes. Ich habe kurzzeitig mal "Vollgas" auf die LED gegeben, um einen subjektiven Eindruck von der Projektionshelligkeit zu bekommen. Besser als bei dem Metalldampf-Brenner war es nicht. Eher ungleichmäßiger wegen der Farbspots. Es mag bei Diaprojektion vielleicht gehen, für eine Lösung am Selecton ist es m.E. so nicht brauchbar. Allerdings ist mein Vorrat an Linsen beschränkt; bei anderer Ausgestaltung des Kondensors ist vielleicht mehr zu erreichen. Jedoch bietet das Lampenhaus für größere Linsen keinen Platz. Die Versuchsreihe mit dieser LED-Bauform habe ich daher vorerst abgebrochen.
  3. Nachtrag 1: Mit dem Laserpointer (sozusagen "rückwärts" ins Projektionsobjektiv eingestrahlt) habe ich versucht, die Aperturen abzuschätzen. Der Strahl trifft den Brennerzylinder und man kann durch "Abscannen" mit dem Laser (verschiedene Einstrahlwinkel lateral und in der Höhe) sehen, welcher Sektor auf der Zylindermantelfläche des Brenners aktiv an der direkt auf den Kondensor gerichteten Lichtemission teilnimmt. Der Sektor befindet sich auf der Position des Glühfadens der entfernten Halogenlampe, das Foto zeigt die Position bei seitlicher Einstrahlung; bei genau zentrischer Einstrahlung liegt der Laserpunkt natürlich exakt in der Mitte der Zylindermantelfläche (nicht fotografiert): Wie man sieht, ist nur ein geringer Flächenanteil des Brenners ausgenutzt; alles andere geht als Streulicht verloren. Hieraus läßt sich schließen, dass es sinnlos ist, ein noch stärkeres Leuchtmittel einzubauen. Denn die Brennerfläche (und Durchmesser) wäre zwar größer, läßt sich aber bei gegebenem Strahlengang ebenfalls nicht ausnutzen. Ebensowenig kann man die Lichtstrahlen des Streulichts "um den Brenner herumbiegen". Sie fallen dann seitlich in einem zu flachen Winkel in den Kondensor und laufen dort ohne irgeneine Erhöhung des effektiven Lichtstroms gegen die Objektivwandungen. Die Idee war nun, mit Hife eines abenteuerlich zurechtgebogenen, zylindrischen Reflektors einen Teil des Streulichtes direkt auf den Brenner zurückzuspiegeln in der Hoffnung, daß dieser matte Keramikkörper dadurch zusätzlich aufgehellt wird ("return to sender"). Die zusätzliche Erhitzung -so meine Annahme- wird das elektronische Vorschaltgerät wohl hoffentlich ausregeln. Na ja; der Effekt war ebenfalls nicht signifikant; eine merkbare Zunahme der Helligkeit auch damit nicht zu erreichen. An diesem Alureflektor konnte man sich allenfalls in kürzester Zeit die Finger verbrennen. Erst bei Annäherung auf 1-2mm Abstand zum Außenkolben ließ sich eine geringe Veränderung der Leuchtdichte auf dem Projektionsschirm wahrnehmen. Ohne laufende Gebläsekühlung habe ich das aber vorerst nicht weiter vertieft um die Lampe nicht zu gefährden. Auch ist das verwendete Reflektormaterial von mangelhafter optischer Beschaffenheit...
  4. Spohnaudio

    Vorfilm gesucht

    Konkret handelt es sich um eine Blitzlicht-Erinnerung aus meiner frühen Kindheit, die mir nach über 55 Jahren dieser Tage wieder in den Sinn kam. Es war ein Zeichentrick-Vorfilm, der wohl so um 1968/69 in einem Solinger Kino vor einer Aufführung des Jungelbuches gelaufen ist. Im Inhalt ging es grob um eine Prinzessin, die -verursacht durch ihren federnden Stahlreifen-Rock- wie ein Gummiball herumtippte, um schließlich -durch dessen Federwirkung erheblich beschleunigt und der Anziehungskraft der Erde entzogen- in Richtung Mond zu verschwinden. Die am Boden verbliebenen Wölfe heulten darauf hin bitterlich. Schlußkommentar: "...und dies ist der Grund, weshalb bis zum heutigen Tage die Wölfe den Mond anheulen...". Hat irgend jemand eine Idee, um welchen Film es sich dabei handeln könnte??? Ich würde ihn nach über einem halben Jahrhundert gerne noch einmal sehen... Martin
  5. @Dent-Jo: nach meiner Meinung ist der Original-Spiegel des Selecton IIw für die Anwendung mit dem zylindrischen Brenner völlig ungeeignet. Seine Aufgabe besteht ja eigentlich (im Zusammenwirken mit der flächigen "Maschendrahtzaun"-Anordnung der Glühfäden des ursprünglichen Halogenbrenners) darin, das rückwärtige Abbild der Fäden durch deren Lücken noch vorne abzubilden, um eine in der Fläche möglichst gleichmäßige Ausleuchtung des Bildfensters zu bekommen. Daher ja auch die einschwenkbare Justageoptik im Projektor. Das kann der Spiegel jetzt natürlich nicht mehr, da der ja nicht durch den Keramikbrenner hindurchprojezieren kann. Ich denke, es lohnt möglicherweise ein Versuch mit einem zylindrischen / parabolischen Reflektor. Dessen exakte Form gilt es auszutüfteln, um wenigstens noch einen Teil der rückwärtigen Lichtemission bzw. die Randstrahlen einzufangen und nach vorne umzuleiten. So wie es jetzt ist, dürfte am Kondensor allenfalls 20% der Strahlung von dem Metalldampfbrenner ankommen. Martin
  6. Hier einige Bilder von gewissen Vorversuchen mit Halogen-Metalldampf-Leuchtmitteln. Zunächst hatte ich eine 70W-Powerball HCI-TC (70W/942NDL) provisorisch vorgehängt. Die Kondensoroptik des SII blieb im übrigen unverändert. Leider ist die erste Linse in der unerhörten Hitze des vorherigen Leuchtmittels 700W gerissen. Für die Versuche einstweilen egal. Die Helligkeit war natürlich nicht umwerfend, jedoch ließ der Versuch gewisse Rückschlüsse über die zu erwartende Ausleuchtung des Bildfensters zu, wenn der Brenner -wie der Name Powerball schon sagt- kugelförmig und relativ klein ist. Im zweiten Experiment kam eine 150W CMH von General Electric zum Einsatz; zylindrischer Brenner. Die Abmaße der Leuchtfläche sind näher am Originalleuchtmittel dran. Dafür wurde eine provisorische Sockelaufnahme gefräst: Mechanisch ließ sich das Leuchtmittel gut unterbringen; eine höhere Leistung (250W) wäre wohl besser, aber ich hatte diese 150W-Lampen noch im Keller herumliegen (vor 16 Jahren incl. Vorschaltgerät eingelagert und nie benutzt). Die Fotos entstanden bei nicht abgedunkeltem Raum (geht beim Arbeitszimmer leider nicht), einmal mit Blitzlicht, das andere Mal ohne. Der Lichteindruck ist natürlich insofern irreführend, das der Projektor stillstand. Bei laufender Blende dürfte das Ergebnis deutlich schlechter ausfallen... . Der Laserpointer leistete beim Abschätzen des Strahlengangs gute Dienste. Der rückwärtige Spiegel hatte übrigens eine geringfügige Wirkung, was ich so nicht erwartet hatte. Ob sich mit einem individuell angepaßten Reflektor (poliertes Alublech) noch etwas herausholen läßt, um die Randstrahlung noch auszunutzen bezweifle ich. Einen Versuch dazu werde ich aber noch machen. Vergleichende Messungen mit der zweiten Maschine (mit Halogen-LM) konnte ich noch nicht machen. Dies geht leider nur in den Nachtstunden und erfordert etwas aufwand um das parasitäre Streulicht aus den Projektoren von der Messfläche fernzuhalten. Versuche mit einer 100W-Flächen-LED (Fläche 23 x 23mm) verliefen mit dem Originalkondensor völlig erfolglos; man sieht nur blaue Punkte. Hierzu muß der Kondensor angepaßt werden, um ein verkleinertes Abbild der Leuchtfläche ins Bildfenster zu bringen. Zwei Kondensorlinsen aus chinesischer Quelle sind zwar vorhanden, jedoch läßt sich das Kondensorgehäuse des Projektors nicht umnutzen. Die Tubuslänge reicht nicht. Ich denke, die Luminus-LED ist da definitv die bessere Wahl. Das Ganze unterfangen erhebt keinen Anspruch auf optische Korrektheit. Und gerne gebe ich zu, dass ich von Optik nicht viel verstehe. Versuch macht klug... Martin
  7. @ filma Ich erkenne in dem von Dir angegeben Faden keine grundlegende technische Diskussion über Leuchtmittel, Strahlengänge usw. Lediglich sieht man in dem dortigen letzten posting den Wunsch, man möge das dort angesprochene Projektorenthema doch verlagern. Im Blick auf das Thema dieses threads also insgesamt wenig weiterführend. Was meinst Du mit Sackgasse? Sind zu diesem Thema hier nur Fachleute willkommen, soll man zu dem Thema also am besten gar nichts mehr sagen? Wie darf ich Deine Äußerung verstehen? Martin
  8. Hier noch ein link zum Datenblatt der LED: https://download.luminus.com/datasheets/Luminus_CFT-90-WDH_Datasheet.pdf
  9. Es ging leider gar nicht so rasch, ältere Beiträge zu dem Thema hier wieder zu finden; besonders informativ ist m.E. die Disskussion im Thema "Kurze Frage- Kurze Antwort" auf den Seiten 40-42, siehe dort die Beiträge zwischen dem 26.09. - 02.10.2025. Leider sind die posts nicht nummeriert. Generell wird dent-jo wohl Recht haben, dass eine punktförmige LED weniger Schereien machen wird. Meine neueste Idee dazu ist, Leuchtmittel aus der Beamer-Technik zweckzuentfremden. Dort geht die Entwicklung ja auch allmählich von den Gasentladungslampen weg. Mein Ansatz ist nun eine möglichst punktförmige Hochleistungs-LED. In der Beamer-Technik gibt es da wohl Lösungsansätze mit RGB-Leds von Luminus, die Bauart gibt es auch in verschiedenen Farbtemperaturen für Weißlicht, z.B. eine CBT-90-W oder Nachfolger CFT-90-W (9mm² Fläche). Diese wäre mit einer entsprechenden Optik zu kombinieren. Leider scheiden manche Lösungen aufgrund ihrer Größe aus (so paßt eine TIR-Linse Typ Ledil Seanna leider mit ihrem Durchmesser von 155mm nicht ins Lampenhaus des Selecton II W). Die o.g. domeless-LEDs sind leider auch nicht gerade billig, aber vermutlich lohnt sich damit ein Versuch noch am meisten. Ob sich eine Optik Ledil IRIS F12237 oder FCA 12077 mit der o.g. LED kombinieren läßt ist noch zu klären. Es erschließt sich mir noch nicht, inwieweit das passen könnte. Ziel wäre, wenn ich es richtig verstehe, die 120 Grad LED-Abstrahlwinkel auf Werte um 10 Grad zu bringen und alle Randstrahlen der LED für einen guten Wirkungsgrad des Systems bestmöglich "einzufangen" bzw. auszunutzen. Martin
  10. Es geht mir bei diesem Thema -nach langer Foren-Abstinenz- um ein lange gehegtes Projekt, nämlich darum, von den klassischen Lichtquellen irgendwie wegzukommen. Ich habe zwei Projektoren Bauer Selecton II w. Einer ist im Originalzustand mit Halogenbrenner 500W; dieser soll als Vergleichsgerät auch so unverändert bleiben. Mein zweites, jüngst erworbenes Gerät wurde jedoch von einem "ambitionierten Bastler" vormals leider unsachgemäß umgebaut- mit mäßigem Erfolg. Darin fand sich nämlich ein Diaprojektoren-Leuchtmittel Halogen, was sowohl von den geometrischen Daten als auch vom Strahlengang her sich absolut nicht eignet. Diese zweite Maschine ist daher nicht mehr sinnvoll einsetzbar und soll zurückgebaut bzw. zukünftig als Versuchskaninchen für andere Leuchtmittel verwendet werden. Einige Recherche läßt mich derzeit allerdings am Sinn bzw. an der Machbarkeit eines Umbaus auf LED zweifeln; das Thema scheint hier im Forum ja auch nicht sonderlich beliebt bzw. abgehakt zu sein. Die Problematik mit mangelhaftem Ra bei High-Power-LEDs ist mir bewußt; umgenutzte Automobil-Scheinwerfer scheiden also sicherlich aus. Ich würde einen LED-Umbau dennoch gerne einmal versuchen wollen, zumal eine Modifikation mit powerball-Metalldampf-Lampen auch nicht ohne weiteres machbar scheint: Frage 1: Gibt es zum Umbau eines Selecton II w auf LED hier überhaupt irgendwelche positiven praktischen Erfahrungen? Nach meinen Recherchen besteht das Problem, die Randstrahlen der LED durch einen geeigneten Kollimator/Kondensor so einzufangen, dass ein maximaler Wirkungsgrad gewährleistet wird. Vielfach ist mir die Meinung begegnet, dass COB-Cluster-Leds (also mehrere Leds auf einem Alu-Träger) zu verwerfen sind und man lieber eine einzelne Hochleistungs-Led (Punktlichtquelle!) verwenden sollte, da kein sauberes Binning hinsichtlich Lichtfarbe bei diesen Clustern zu erwarten ist. Frage 2: Schaut man sich die Original-Halogenlampe des Selecton mit ihrem flächigen Gitterbrenner an, so könnte man eher das Gegenteil annehmen, nämlich dass bei der gegebenen Kondensoroptik des Selecton-Projektors auch eine flächige Anordnung funktionieren kann. Macht eine einzelne Highpower-LED bei der originalen Kondensoroptik des S II w dann überhaupt Sinn, wenn man einen umfangreichen Umbau der originalen Bauer-Kondesoroptik vermeiden möchte? Ich würde mich freuen, hierzu Eure (möglichst vielfältigen, aber auch kritischen) Meinungen zu hören! Ich möchte dieses Thema etwas breiter anlegen und vor allem mit Euch kontinuierlich erörtern!! Die Technik bleibt ja nicht stehen und es wäre doch schade, wenn wir Schmalfilm-Enthusiasten davon nicht irgendwie mit sinnvoll modifizierten Projektionsgeräten und eventuell sogar nachbausicheren Lösungen profitieren könnten!!! Bitte den thread nicht zerschießen - es soll hier definitiv nur um die Leuchtmittel gehen und um nichts anderes!!! Martin
  11. Spohnaudio

    Testfilm

    Hallo in die Runde! Ich bin derzeit mit einigen Projektorbasteleien beschäftigt. U.a. auch mit dem Entwurf und Bau eines 8mm-Scanners. Zur Beurteilung der optischen Güte einiger Objektive suche ich sog. Testfilm für N8, S8 und 16mm ahnlich wie in diesem Angebot: http://www.ffr-film.de/vorspann?lang=de Freilich brauche ich keine 5 Meter und erst recht nicht zu diesem Preis. Von jedem Format würde mir ein Schnipsel von ca. 20 Bildern vollauf genügen. Kann jemand von Euch da eventuell helfen? Martin
  12. @ Martin Rowek Vielen Dank für die Info, das hilft mir weiter! Martin
  13. Vor etlichen Jahren lief mir bei Reparaturen mal ein Schmalfilmprojektor mit Doppelgreifer über den Weg. Genauer gesagt verfügte dieser Konsumer-Projektor über je einen Greifer oberhalb und unterhalb des Bildfensters. Das Gerät war in der Lage, einen erheblich beschädigten Film einwandfrei durchzuziehen (es fehlten im Testfilm über eine Länge von ca.35mm sämtliche Perforation, nur der Bildtteil war erhalten). Leider hatte ich versäumt, Fabrikat und Modell zu notieren. Aus meiner verblichenen Erinnerung heraus könnte es ein Revue- oder Agfa-Projektor gewesen sein. Kann hier jemand ggf. dazu sachdienliche Hinweise geben? Martin
  14. Hallo in die Runde. Hier mal eine technische Info zum Bauer-Selecton W: Ich bastelte neulich mal wieder an meinen alten Selecton W - Projektoren herum. Bei einem fehlte das Verbindungskabel zwischen Verstärker und Projektor, das ja diese merkwürdigen Bakelitstecker ´dran hat. Die Stecker sind natürlich nirgends zu bekommen und keiner wusste auch was darüber, wie diese Teile eigentlich heißen. Das findet man dann erst heraus, wenn so ein Kabel fehlt. Kabel mit diesen Steckern tauchen selten und wenn, natürlich zu Mondpreisen auf (bekommt man einen ganzen Projektor für...). Aber jetzt das: In einer Kiste mit altem Studioschrott fand ich zwei solcher Stecker, und zwar in Form von Tuchel-Kurschlusssteckern für diese uralten Studio-Kreuzschienenverteiler aus den 50er bis 60er Jahren. Diese Dinger passen!!! Man muss hinten nur ein Loch für das Kabel ins Bakelit-Gehäuse bohren und innen eventuell vorhandene Brücken entfernen. Das sind also doch Normteile gewesen und nicht etwa Bauer-Spezialkreationen. Gottlob kann man so die originalen Anschlußbuchsen in den Projektoren beibehalten, wenn man auf Orginalität Wert legt... . Viele Grüße, Martin
  15. Hallo in die Runde! Wir leben in einer Technikgesellschaft. Durch Technik kann Schaden an Material oder Menschenleben entstehen. Das ist normal! Wir alle müssen eben lernen, mit Technik verantwortlich und aufmerksam umzugehen oder sie so zu erhalten und sinnvoll zu verbessern, dass ihre Kontinuität gewahrt, ihr sicherheitstechnisches Niveau aber gesteigert wird. Auch das nennt man Evolution. Wozu das Rad immer wieder gänzlich neu erfinden für Leute, die ihre Gehirne sowieso ständig ausgeschaltet lassen (vergl. Kants selbstverschuldete Unmündigkeit). Das ist nicht ökonomisch! Und warum mit teuren Neukonstruktionen immer wieder ganz von vorne beginnen, wenn sich eine alte, solide Konstruktion im Kern jahrzehntelang gut bewährt hat. Urplötzlich ist alles Alte -wenn es nach dem Willen unserer sogenannten Volksvertreter geht- nichts als lebensgefährlicher Schrott, nur weil eine verschwindend geringe Minderheit von Idioten nicht mehr damit umgehen kann und daher ausgelöscht wird (auch Evolution: survival of the fittest; vergleiche auch das Thema Tote im Straßenverkehr durch Handys). Letztlich ist es doch eine Frage der Bildung! Schau´ ich mir unseren modernen mikroprozessorgepowerten Aufzug in unserer Firma an, wundert es mich wirklich, dass diese störanfällige Schrottkiste nicht auch schon längst abgestürzt ist und Menschenleben gefordert hat (einen harten "Aufsetzer" wegen durchrutschendem Seil gab´s übrigens schon). Das Ding ist Baujahr 2010. Also ist "modern" eben nicht automatisch das Synonym für "besser". (Anderes Beispiel: moderne Autos und ihre tollen Fehler...-mal ehrlich: diese im Windkanal rundgelutschten mobilen Großrechner sind doch nicht wirklich besser als die Karren von 1975!). Falls es außerdem wirklich Tote oder Verletzte durch Uralt-Paternoster gibt und sie (die Paternoster) daher abgeschafft (ausgerottet) werden sollen, hier noch eine weitere Frage an unsere tollen Politiker: Wieviele Tote gab es denn im Straßenverkehr -verursacht durch Alleebäume, gegen die irgendwelche "Verkehrsteilnehmer" im Suff oder anderen Gründen gegengefahren und anschließend totgeblieben sind? Sollte man deswegen nicht vielleicht auch direkt bundesweit alle Alleebäume abholzen, damit da niemand mehr gegenfahren kann??? Oder am Besten doch vielleicht direkt alle Autos verbieten als Wurzel allen Übels? Spart in jedem Fall ´ne Menge Sprit und CO2! Ich entschuldige mich hiermit gern für meine Polemik und meinen Privatdarwinismus, aber ganz ehrlich kotzt mich der überbordende Sicherheitswahn in diesem unserem Musterländle mittlerweile ganz gewaltig an! Und die Folgen dieses Sicherheitswahns greifen leider auch auf immer mehr unbeteiligte bzw. verantwortungsvolle Techniknutzer negativ durch. Oder habe ich den Begriff des "Verbraucherschutzes" etwa noch nicht richtig verstanden? Mit der dringenden Bitte um Nachhilfe, Martin
  16. Wieder mal ein positiver Beweis dafür, wie wertvoll ein didaktisch gut gemachter Film sein kann. Danach weiss jeder ganz klar, wie´s funktioniert. Die digitalen Verfahren der Postmoderne werden wir so griffig und eingängig wohl kaum darstellen können. Das ist auch ein guter Grund, weiterhin alte 16mm FWU´s zu sammeln - nämlich für die nächste Generation von Technikinteressierten!!! Martin
  17. Erst wenn die letzte Projektionslampe durchgebrannt, die letzte Schaltrolle verschlissen und die letzte Sicherheitskopie verschollen ist wird man merken, daß man Film nicht essen kann.....
  18. Dank für die Info, das sehe ich mir gerne mal an! Das eigentlich Interessante an der MKG-Problematik ist bei 16mm-Projektion mit den beiden markanten Vertretern Kinox (Zeiss Ikon) mit achtfach-MKG einerseits Bauer (Selekton I; II, O undd W) mit vierfach-MKG andererseits gut zu beobachten. Bauer war wegend des vierfach-MKG genötigt, eine Untersetzung anzuwenden, um einen praktikablen Schaltrollendurchmesser verwenden zu können. Da Bauer aber kein völlig spielfreies Untersetzungsgetriebe mit verspannten Zahnräder benutzte, hat diese Konstruktion leider mechanisches Spiel, welches aber nicht aus dem eigentlichen MKG, sondern vielmehr aus dem Untersetzungsgetriebe herrührt. Daher wird hier bezüglich Bildstand unnötig Qualität verschenkt. Der Kinox (und es ist ein Weltkriegsgerät!) macht das geschickter, da man für gleichen Schaltrollendurchmesser beim achfach-MKG kein Untersetzungsgetriebe brauchte. Die Schaltung ist sogut wie spielfrei! Dafür ist es halt langsamer, was die ZeissIkon-Leute mit der Kurbelschleife recht gut zu kompensieren wußten. Mich beeindrucken die Laufwerkseigenschaften des Kinox nach wie vor sehr. Vor allem: so schön einfach!!! Nimmt man dagegen einen Bauer auseinander, ist´s bei Weitem komplizierter. Viele Grüße, Martin
  19. Hallo Sam, zu dem Thema gibt es häufig Mißverständnisse. Richtig ist, daß bei einem höherteiligen Schaltrad die Sperrzeiten (= Zeit in der das stillstehende Filmbild dargeboten wird) sich verkürzen und die Schaltzeiten (= Zeitraum, innerhalb dem der Film weitertransportiert wird) sich verlängern. Es ist also nicht so, daß ein höherteiliges MKG die schnellere Fortschaltung (und damit die kürzere Dunkelphase) bringt. Geh´ doch mal bitte auf den thread "Projektoren ohne Malteserkreuz???" und dortselbst auf den Beitrag #65 von unserem Mitglied filmuwe. Er stellt den Sachverhalt vorbildlich detailliert dar und gibt exakte Daten und Zahlen an. Auch nimmt er dort auf das Thema der Filmbelastung beim Schaltvorgang bezug. Ich hoffe, das trägt zur Klärung der Problematik bei! Viele Grüße, Martin
  20. Hallo Matthias, U-matic ist halt Legende und kommt so leider auch nimmer wieder. Leider habe ich keine SP´s hier rumstehen; vielleicht hilft da aber ebay oder der Schmitronic in Köln weiter. Letzterer dürfte die Dinger ohnehin nicht mehr loswerden (www.schmitronic.de), vielleicht eine gute Verhandlungsbasis? Problem dürfte sein, daß die Kisten meist ausgefahren sind. Bei Deiner einen mit den Bildstörungen: Köpfe zugesetzt? Bei meinen war es oft so wg. Polyurethanbändern. Die schmierten manchmal derart, daß eine Reinigungskassette nichts brachte. Also Recorder aufgeschraubt und Köpfe mit Reinigungsbezin und in hartnäckingen Fällen mit Lackverdünner gereinigt. Zugegeben: ein völlig barbarisches Verfahren. Danach liefen sie aber immer! Viele Grüße, Martin
  21. Hallo, Dein Einwand ist natürlich völlig berechtigt. Natürlich ist es keine Lösung, Filmbilder in ein wie auch immer geartetes "Video"-Signal zu wandeln und alsdann auf Schallplatte zu speichern. Dies hatte ja schon Telefunken in den 70ern mit der television disc (TED) versucht. Auch diese Scheiben, obwohl analog und mit mechanischen Preßverfahren hergestellt, bergen heute bei der Wiedergabe ganz besondere Schwierigkeiten. Vielmehr wollte ich gerne mit meinem Beitrag skizzieren, welchem Problemkreis man bei der Generierung und Erhaltung von Aufzeichnungen speziell beim Film gegenübersteht, da wir es ja auch hier (ähnlich wie beim Tonband) mit einem recht sensiblen Materialmix zu tun haben, über dessen mangelnden Stabilität in diesem thread schon mannigfach referiert worden ist. Es ist aber immerhin so, daß der Riesenvorteil des Mediums Film darin besteht, die Bilder (und sogar die Toninformation) ohne jegliche Wandlung zunächst mal ganz ohne Wiedergabeeinrichtung unmittelbar visuell wahrnehmen zu können. Der Informationsgehalt ist also ohne Projektionsmaschine in Teilen interpretierbar. Das geht mit komplexen, signalprozzessierenden Systemen so nicht. Es geht mir bei der Erörterung in erster Linie um die Frage nach den Bedingungen und Möglichkeiten eines Informationsträgers mit maximaler Robustheit. Daher der Exkurs in Sachen Gravur. Nur mal eine hypothetische Frage: Wäre es möglich, beim Film alternative Techniken zu haben, die ohne eine sensible, fotochemisch zu behandelnde Schicht auskommen? Z.B. indem die Bildinformation nach irgendeinem hypothetischen mechanischen Verfahren so in einen Träger geprägt wird, daß sie unmittelbar sichtbar wird? Dann wäre man vielleicht einen Schritt weiter: Denn je weniger unterschiedliche Materialien am Aufzeichnungsprozeß beteiligt sind, desto sicherer dürfte ein Aufzeichnungs- (Archivierungs-) verfahren im allgemeinen sein. Zum Vergleich: Vorteil der alten mechanischen (analogen) Schallplatte: ein angetriebener Schneidstichel und ein deformierbarer Werkstoff als Träger genügten -grob gesprochen (die phönizische Keilschrift auf weichen, nachher hartgebrannten Tontafeln läßt grüßen). Die Dinge liegen beim Film natürlich leider anders: Vielleicht wäre es ja zumindest bei der Bildaufnahme aber machbar, mit einem erhöhten apparativen Aufwand zu einem Endprodukt zu kommen, welches trotzdem direkt visuell erkennbare Bilder liefern würde. (z.B. Brennen der Bildinformation mittels Laser als mechanisches Relief in einen Filmträger, also unter Umgehung aller im Blick auf Alterung / chemische Zersetzung problematischen photosensitiven Beschichtungen). Bedingung: Die Wiedergabe muß auf jeden Fall mit den einfachsten traditionellen Mitteln (Filmprojektor) möglich bleiben. Diese Idee sei hier ebenfalls nur zur Illustration meiner Arbeitshypothese gemeint, denn ein solches Brenn- bzw. Prägeverfahren ist zumindest mir nicht bekannt, von der erreichbaren Auflösung ganz zu schweigen... Beim Lichtton hatte man es dagegen zumindest teilweise geschafft: Man denke an das Philips-Miller-Verfahren, welches als analoges Verfahren niemals richtig ausentwickelt worden ist dank des in den 30er/40er Jahren aufkeimenden Magnettonverfahrens, das die bessere Qualität versprach. Das Philips-Miller-Verfahren schreibt mechanisch, liest aber optisch (!). Der Riesenvorteil des Films als Speichermedium besteht zunächst in der Tatsache, daß auf ein Signalprozessing im digitalen Sinne verzichtet werden kann (sofern man die Behandlung eines Lichtstrahls mittels Linsen/Objektiven mal nicht als Signalwandlung auffaßt). Die Krux ist aber auch, daß man das Verhalten des zu verwendenden komplexen fotochemischen Materialmixes nicht in wünschenswerter Sicherheit vorhersagen kann. Ähnliches hatte ich ja in meinem vorangegangenen post zu Thema Magnetband bereits anklingen lassen. Die Suche nach einem Langzeitmedium liegt also im Spannungsfeld Komplexität vs. Langlebigkeit. Je komplexer ein System, umso anfälliger ist es - eine Binsenweisheit! Je einfacher ein System, desto weniger "kann" es leider oder umso materialintensiver wird es sein. Das ist gemeint, wenn die Rede von moderner Technik ist, wo Material durch Intelligenz ersetzt wird. Aber damit wird´s halt nicht sicherer. Das ist der Preis! Das Medium Film war eigentlich auf interessante Art und Weise schon mal recht nah´dran: In der Zeit der frühen Farbverfahren zog man man für jede Farbe (RGB) einen entsprechend farbgefilterten sw-Abzug. Die eigentliche Bildinformation war im Kern dadurch aber dreimal vorhanden und demnach in gewisser Weise redundant. Mit dem Aufkommen der "echten" Farbfilme kamen dann andere, ernstere Probleme. So wie mit den Bildschichten, ist es auch beim Schichtträger. Hier ist aber Hoffnung: Polyester -das zeigt die Tonbandtechnik- gilt als sehr langzeitstabil. Was sich immer wieder auflöst oder zerfällt, sind die Beschichtungen, weniger die Träger (von alten Zelluloseacetat-Trägerfolien mal abgesehen, was wir aber ja auch vom Film her kennen). Abhilfe: Nicht verwenden! So gehen Microfiche-Archive folgerichtig auf polyesterbasiertes Filmmaterial über, sofern sie nicht von vornherein digitalisieren und ihre Originale nachher vernichten. Fazit: Problem ungelöst, weil der Photographische Prozess als solcher keine echte Weiterentwicklung mehr erlebt. Vielleicht werden die aktiven Filmer (und Chemiker!) unter uns irgenwann einmal genötigt sein, eigene, bessere Emulsionen zu erforschen und Filme selbst herzustellen... . Mit Röhren geht das ja auch (siehe thread "Röhren wird es immer geben"). Bis dahin werden wir -da die Not noch nicht groß genug ist- die verbliebenen traditionellen Filmsorten verbraten, mit den damit verbundenen, sattsam bekannten Risiken. Also: Sicherheitskopien in entgegengesetzten Formaten (egal welches) ziehen und dadurch wenigstens die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlustes herabsetzen. Mehr geht wahrscheinlich momentan nicht. Viele Grüße, Martin
  22. Hallo an alle, dem ist doch eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Trotzdem schreib´ ich die nachfolgenden Zeilen teils mit einem Augenzwinkern. Es entbehrt aber durchaus nicht der sachlichen Grundlage, wie auch am Zitat zu sehen ist! Nehmen wir mal an, daß Mozart, Beethoven et al auch noch in 500 Jahren gespielt werden, weil eben die Partituren (auf Papier??) noch existieren - es muß ja nicht immer die Karajan-Interpretation der DGG sein. Nehmen wir ferner an, daß der Verlust von manchem Machwerk, welches heute als Belegexemplar irgendein Langzeitarchiv "belastet", zu verschmerzen ist, weil eigentlich nicht der Archivierung würdig - man denke an alles, was sich mit dem Prädikat "schlechter Kommerz" unschwer klassifizieren läßt. Aber auch dann bleibt leider immer noch furchtbar viel Material übrig. Wir kennen praktisch nur ein einziges, relativ stabiles Langzeitformat: Gravuren. :mrgreen: D.h. alles, was die folgenden Kriterien erfüllt: 1. Möglichst geringe Schreibdichte :idea: 2. Möglichst robuste Methodik der Aufzeichnung (Hammer und Meißel u.d.m.) :!: 3. Möglichst robustes und Temperaturunabhängiges Speichermedium (z.B. Metall oder Stein) :shoot3: Das Wesen einer Gravur findet man de facto bei der analogen Schallplatte wieder, wenngleich dort die Schreibdichte durchaus höher ist, verglichen mit altagyptischen Hieroglyphen oder Maja-Inschriften. Auch hier: Die Schellackplatte mit ihren groben Rillen war -sieht man man von der Zerbrechlichkeit des Materials ab- durchaus ein langlebiger Speicher; ihr Nachfolger (Vinylplatte mit Microrille) war da schon ungleich verletzlicher. Außerdem wissen wir noch nicht mit letzter Sicherheit um die Langzeitkonstanz von PVC. Es wird behauptet, daß sich in einer fernen Zukunft nur Informationen von Speichermedien mit kleinem Signalbearbeitungs- (Decodierungs- / Wandlungs-) Aufwand einigermaßen sicher werden wiedergeben lassen. Im Umkehrschluß weist das auch auf die Wichtigkeit (und Richtigkeit) aller Medien mit kleiner Schreibdichte und einfachem Verfahren hin. Dabei sind wir wieder beim Thema, denn es gibt da eigentlich grob gesprochen tatsächlich nur zwei vergleichsweise einfache Techniken, die diese Kriterien einigermaßen erfüllen: a) analoge Schallplatte (mechanisch oder elektroakustisch, mono oder stereo) B) Film (sw oder f, ohne oder mit Ton) Unser geliebtes Ton- und Videoband, egal ob nun analog oder digital habe ich hier bereits bewußt weggelassen, da es erwiesenermaßen bis zum Niedergang der magnetischen Bandaufzeichnung den Herstellern nicht wirklich gelungen ist, ein dezidiert langzeitstabiles und gleichzeitig qualitativ hochwertiges Bandmaterial zu verwirklichen. Stichwort Polyurethan als Bindemittei :mad:. Vom komplizierten Innenleben der Recorder ganz zu schweigen. Diesbezüglich hatten die noch nicht so hochgezüchteten Urrezepturen aus der Frühzeit der magnetischen Aufzeichnung zumindest anfangs weniger Probleme, da die urtümlichen Materialmixes deutlich simpler waren. Fazit: Wir wollen immer mehr immer billiger und immer "besser". Und deswegen beginnt die allgegenwärtige Technik, uns zu überholen. Sowohl an Komplexität (wieviel vom Wissen seiner Zeit kann ein einzelner Mensch heute noch durchschauen oder nachvollziehen ?), als auch an Stabilität (wie lange soll es, wird es oder kann es halten?) lassen die technischen Entwicklungen fast zwangsläufig immer mehr zu wünschen übrig. Von den sozioökonomischen Faktoren ganz zu schweigen. Wir steuern im Ganzen durch unsere Pleonexie (= anthropologische Konstante des Menschen???) auf die Gerneralumkehr dessen zu, was der Begriff "Archivierung" eigentlich bedeutet: Wohin denn mit unseren hypothetischen und kostspieligen analogen Riesenarchiven, vollgestopft mit Medien geringer Schreibdichte? Bei der derzeit inflationären Flut irgendwelcher audiovisueller "Kulturleistungen" platterdings ein Ding der Unmöglichkeit!!. Vielleicht wird stattdessen und sogar ganz folgerichtig etwas völlig anderes geschehen: ganz zwangsläufig -einem evolutionären Geschehen gleich- wird nur das überleben, um das man sich in besonderer Weise bemüht hat - aus welcher Motivation heraus auch immer. Alles andere ist nach dieser Meßlatte bewertet aus irgendwelchen Gründen - oder rein zufällig- bloß zweite Garnitur. Dieses- nenne wir sie mal B-Ware wird einer Art anthropologisch grundgelegten und technologisch perpetuiertem Selbstreinigungsprozess unterworfen bleiben. Solange, bis der digitale Gedächtnisverlust (blackout) beim Massenmarkt die Spreu vom Weizen trennt und ihn zum Verschwinden bringt. Und da man danach nicht mehr das weiß, was man vorher wußte, erhalten die Menschen wieder viel mehr Raum für eigenes kreatives Handeln und Schaffen. Entscheidend ist aber auch, daß angesichts dieser Perspektive wieder mal wir Amateure hier im Kleinen besonders gefragt sind, weil wir nicht unbedingt ökonomische Kompromisse eingehen müssen, da wir nur mit dem wenigen, uns erhaltenwert erscheinendem Privatmaterial umgehen müssen.... Die Existenz und die Anzahl der posts in diesem thread geben davon ein beeindruckendes Beispiel. Die Jagd nach dem besten Filmmaterial und den Informationen zu seiner optimalen Pflege und Top-Werkstoffen geht ergo weiter, und zwar nicht nur deshalb, weil man zu einer verschrobenen Elite gehört. Es sind wie gesagt sachliche Gründe... Welchen Informationsträger hat man damals an der Voyager befestigt, als man sie auf den Weg zu den Sternen schickte?? Antwort: Eine Gravur in Gestalt einer goldenen Schallplatte!!! Da hatte doch wohl jemand bei der NASA ganz bestimmte Hintergedanken, oder ?... :!: Herzlichst, Martin
  23. Hallo Michelle, willkommen an Bord und viel Spaß beim Stöbern und posten, Gruß Martin
  24. Genau! Den ganzen Digitalkram ´runterskalieren auf 30 Bildzeilen. Diese Videosignale können dann -auf Schellackplatte zwischengespeichert- über eine Nipkow-Lochscheibenapparatur auch noch in 1000 Jahren mittels Federlaufwerksgrammophon wiedergegeben werden (der Frequenzbereicht der Schellackplatte reicht dafür aus). Vervielfältigung ist ebenfalls mit einfachster Mono-Schallplattenschneidetechnik möglich. Leider dann nicht mehr in der originalen Qualität; Farbe Fehlanzeige. Aber man wird in 1000 Jahren vielleicht froh sein, überhaupt noch so etwas wie niedrigaufgelöste Fernsehbilder wiedergeben zu können... Spaß beiseite! Ich finde, daß die Diskussion hier viel zu verbissen geführt wird. Meiner Ansicht nach sollten wir uns über das Thema Langzeitarchivierung vs. Sicherheitskopie ernsthafter unterhalten. Ich persönlich ziehe von allen mir wichtigen Daten eine Kopie auf ein -nennen es wir mal so- "entgegengesetztes Format". Also von analogem Film, Tonband, Video auf digitale Festplatte plus zusätzlicher CD / DVD. Ganz wichtige Daten gehen auf jeweils zwei Festplatten unterschiedlicher Hersteller. Ich tue das nicht etwas mit dem Hintergedanken, daß ich die digitale Speicherung nun als besonders zuverlässig ("langzeitstabil") einstufe! Es geschieht in der Annahme, daß es eher unwahrscheinlich ist, das der ganze Kram auf allen Medien zeitgleich plötzlich nicht mehr lesbar ist. Es dient also der Erhöhung meiner privaten Sicherheit, die darauf ausgerichtet ist, die Daten nicht zu verlieren. Lieber im Havariefall eine schlechte Sicherheitskopie haben als gar nichts!! Unter diesem Blickwinkel halte ich einen Totalverlust auch dann für wenig wahrscheinlich, wenn ich sie mir längere Zeit nicht mehr angeschaut -sprich gepflegt/migriert habe. Mit dem entgegengesetzten Format für´s Digitale ist es aber etwas schwieriger, weshalb das Thema interessant sein könnte, inwieweit für wertvolle digitale (Familienfilm-) Originale eine analoge Ausbelichtung auf Schmalfilm (egal zunächst, welchen Fabrikats) sinnvoll und praktikabel sein kann. Dann ware ein Schmalfilmmaterial (mit natürlicher begrenzter Lebensdauer) als relatives "Langzeitmedium", bezogen auf die sehr begrenzte Lebensdauer meiner privaten und irgendwann vielleicht schon bald nicht mehr auslesbaren digitalen Originale durchaus akzeptabel, auch wenn es keine 100 Jahre hält. Hoffe, das war jetzt nicht zu sehr "off-topic"... :) Herzlichst, Martin
  25. Auf die Gefahr hin, daß das jetzt etwas "off-topic" ist -geht es doch um Spielfilme- möchte ich, durchaus mit einem Augenzwinkern mal folgendes loswerden: Fakt ist, daß es für alte Spielfilme den meisten mainstream-verseuchten Konsumenten an Verständnis fehlt. Fazit: man braucht -logisch betrachtet- den Aufwand außer für sich selbst nicht zu treiben. Schon gar nicht im Familienkreis. Das ist nämlich dann ebenso ersprieslich wie die sattsam bekannten, langweiligen Diaabende bei Freunden. Die wollten einem die Urlaubs- oder sonstigen Erlebnisse als wertvolles Kulturgut nahebringen, obwohl sie doch nur emotional determiniert und von daher nur für diejenigen wertvoll sein können, welche in das Ereignis emotional involviert waren. Das persönlich Erlebte kann aber nicht notwendig den Enthusiusmus beim Zuschauer garantieren. In Wirklichkeit lagen die wahren Beweggründe oftmals in einer Art Exhibitionismus und manchmal auch Angeberei. Dem bin ich immer gern aus dem Wege gegangen. Ich persönlich liebe es eher, im Verborgenen meinen Kram alleine zu genießen. Daß sich Leute für Dinge interessieren, die ich toll finde, ist eher die Ausnahme, kommt aber bei einer Vorführung unter Gleichgesinnten durchaus vor und dann hat das Ganze auch eine andere Qualität. Aber nicht mit Spielfilmen! Es ist bei mir das16mm-Format unter Verwendung von altem "Bildungsfilm". Nicht nur, daß in alten Dokus das Zeitkolorit viel unmittelbarer erlebbar ist, vielmehr sind auch die Inhalte und ihre Darstellung gar köstlich. So läuft auf unseren technischen "Altherrenabenden" auch regelmäßig der FWU-Film "Der Bleiakkumulator". Herrlich, wenn der korktrockene Techniker mit Hornbrille und Weißkittel im quasi Frankenstein-Labor-Ambiente zum Saftkrug (!) mit der Schwefelsäure greift, diese in die Zellen gießt und mit kurzem Blick auf das Rieseninstrument feststellt, daß noch nichts festzustellen ist... . Nicht, daß wir uns darüber lustig machen wollten. Aber die technisch Interessierten haben vielfach einen anderen Humor. Und der läßt sich mit soetwas sehr gut kommunizieren. Allerdings habe ich zugegebenermaßen auch ein halbes Leben gebraucht, um gerade eine handvoll solcher gleichgesinnten "Spinner" zusammenzukriegen. Auch mein Uralt-VHS-Video vom aus dem 4. Stock herabfallenden Fernseher wird regelmäßig gegeben. Da vom soundtrack auch eine Tonbandaufnahme auf 38 cm/s in Stereo existiert, sind die Lacher gesichert. Das Band wird dann auch gern mal auf 9,5 wiedergegeben. Bei der drastischen Reduzierung der Laufgeschwindigkeit klingt das zersplitternde Bildröhrenglas fast wie Glockenläuten. Spaß beiseite, laßt es uns mal realistisch sehen: Wenn sich keiner für die eigenen Filme interessiert, ist das nicht tragisch. Es kann daran liegen, daß man nicht die richtigen Inhalte zur Hand hat. Das alte Spiel von Angebot und Nachfrage bedeutet aber nicht, das alle einen schlechten Geschmack hätten. Sogar die mainstreamer können z.B. guten von schlechtem Kommerz unterscheiden. Aber nicht alle haben den gleichen Geschmack! Und wenn ich dann auch noch mit einem Minderheitengenre ankomme, muß ich damit rechnen, daß sich die mögliche Anzahl der möglichen Rezipienten im Superpromillebereich bewegt und von daher rein statistisch im "Standard"-Bekanntenkreis nur eine winzige Trefferquote existieren kann. Meinen kleinen Kreis an Technikverrückten durch geeignete Materialauswahl und alternative Präsentation (also alte Technik, ratternde Projektoren usw.) beim gemütlichen Bier aus den Sitzen zu hauen, macht da nach wie vor deutlich den meisten Spaß!!! Allen anderen im Bekanntenkreis schenke ich ´ne DVD zum Geburtstag... Martin
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