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Schlag gegen Filmpiraten - GVU-Pressemitteilung


Guest OP
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Es geht voran... :shoot3:

 

 

GVU-Pressemitteilung zur PIRATERIE (18.6.03)

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Umfangreicher Schlag gegen Filmpiraterie gelungen - -16.000 DVD's beschlagnahmt und europaweit operierender Ring von Wirtschaftskriminellen aufgedeckt

 

Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) stellte heute zusammen mit der Staatsanwaltschaft und der Polizeidirektion Hannover bei einem Pressegespräch die neusten Ermittlungserfolge vor. Als Gesprächspartner standen der Geschäftsführer der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen Jochen Tielke, der Oberstaatsanwalt Manfred Knothe und der Fachkommissariatsleiter Peter Bührig zur Verfügung. Der Polizeipräsident konnte wider Erwarten nicht anwesend sein.

 

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Die GVU unterstützte Beamte des Zentralen Kriminaldienstes (3.2 Kommissariat) der Polizei Dienststelle Hannover am 11.06.2003 bei der Beschlagnahmung von 16.000 DVD's mit neuesten Kinofilmen wie

 

- Matrix Reloaded

- X-Man II

- Dream-Catcher

- Harry Potter II

 

Darunter befinden sich auch Filme, die erst im Dezember 2003 in die deutschen Kinos kommen sollen. Allein der materielle Schaden beträgt ca. 1.000.000 Euro.

 

Die GVU und ihre Partnerorganisation FACT in England konnten aus eigenen Ermittlungsarbeiten die Verbindung des Täters mit einem europaweit operierenden Ring von Wirtschaftskriminellen herstellen. Auch deshalb handelt es sich um den bundesweit bislang bedeutendsten Schlag gegen Raubkopierer. "Die sichergestellten DVDs werden von der GVU nur als Spitze des Eisbergs betrachtet" meint Jochen Tielke, Geschäftsführer der GVU.

 

Der 47jährigen Videothekenbetreiber ostasiatischer Abstammung, der seine "Internetvideothek" an der Vahrenwalder Straße in Hannover betreibt, war der Polizei und FACT schon längere Zeit bekannt. Durch Suchhinweise wurde bereits am 1. Mai ein verdächtiges Paket von einem Kurierdienst als Raubkopienlieferung identifiziert. In der 25 KG schweren Warenlieferung aus Singapur befanden sich 100.000 Disks (Für den englischen Markt mit allein 1.2 Millionen sichergestellten DVDs im ersten Quartal 2003 ein nicht ganz so bedeutender Fund). Die mit dieser und auch vergangener Paketzustellungen verbundenen Adressen ließen umfangreiche Rückschlüsse auf den Täterkreis und auch auf den in Hannover durchsuchten Beschuldigen zu. Er hat in der Rolle des Zwischenhändlers im großen Umfang illegale DVDs aus asiatischen Presswerken nach Deutschland und in den EU Wirtschaftsraum eingeführt und verbreitet. Kurz nachdem die GVU auf einem jährlichen internationalen Treffen der Anti-Piracy-Organisationen von dem englischen Fund in Kenntnis gesetzt wurde, entdeckte man in Hannover ein weiteres Paket mit Raubkopien, das von dem Beschuldigten nach England abgeschickt wurde. Nachdem routinemäßig die GVU eingeschaltet wurde, fand die Durchsuchung des 47jährigen statt.

 

Neben weiteren Raub-DVD's wurden auch so genannte Master-Bänder für Kopieranstalten beschlagnahmt. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel, sowie die Ermittlung ihrer Herkunft sind noch nicht abgeschlossen. Durch die gute Zusammenarbeit der deutschen Polizei, New Scottland Yard und dem Netzwerk der international operierenden Anti-Piracy-Organisationen - vor allem der Singapur Gruppe - erhofft man sich aber schon bald weitere Ergebnisse.

 

(GVU 18.7.03)

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Gut, ein Schlag gegen "kommerzielle" Piraterie. Doch ändert das etwas am Sehverhalten von Filmen?

Film wird mehr als jeh zuvor gesehen, aber nicht mehr im Kino. Selbst die Gruppe der hauptsächlichen Kinogänger, unter 20, geht mehr und mehr zu Video abenden in der Gruppe über. Und wen wunderts, wenn in Folge Raubpiratenringe entstehen, oder peer to peer Netzwerke florieren . Solange die Gesetze nicht auch den End-User kriminalisieren und bestrafen, wird sich da nichts ändern. Und weder von Gewerkschaftsseite (die vertreten auch die Telekommunikationsbranche), noch von den Urheberorganisationen (Leerdatenträger und Geräteabgaben sind mühelos verdientes Geld) wird da Hilfe zu erwarten sein.

Kinohat versäumt, zeitgemäß zu sein. 35% Monosäle zeigen ein gutes Bild auf.

 

Stefan

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Hallo,

Arsch hochbinden und aushungern lassen!

 

@Stefan2, 35% Mono-Säle, stimmt das, wenn ja, ist das T R A U R I G!

Normalerweise "vererben" in größeren Ketten ja die Kinos von oben nach unten, obwohl, einen CP 50 möcht´ ich nicht wirklich bekommen.

 

Was sagt die FFA dazu, die haben genug Geld und könnten ruhig mal ein paar Euros springen lassen!

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35 % Monosäle? Hey Stefan2, wie kommst Du denn da drauf - völliger Quatsch.

 

Ich zitiere mal aus einer Erhebung der FFA im Dezember letzten Jahres bezogen auf die Kinosäle in Deutschland von 1997 bis 2001 (gibt's bei denen auch als .pdf auf der Homepage zum Download):

 

Tonsysteme

 

Innerhalb der FFA Befragung vom Jahr 2001 wurden für 3.901 Leinwände Angaben zu den verwendeten Tonsystemen gemacht.

Insgesamt nutzen noch 33 Prozent aller Kinosäle ausschließlich die analoge Tontechnik, in den restlichen 67 Prozent wurde das digitale Verfahren eingesetzt. Damit stieg der Anteil der Leinwände mit digitalen Tonverfahren seit 1997 um 26 Prozent.

Von denjenigen Kinosälen, die mit analogen Tonverfahren ausgestattet sind, kommen in 29 Prozent der Fälle Dolby A und entsprechende kompatible Systeme zum Einsatz. Die Mehrzahl der Kinobetreiber (63 Prozent) entschloss sich jedoch für Dolby SR, das eine bessere Rauschunterdrückung gegenüber Dolby A besitzt.

8 Prozent der mit analogen Tonverfahren ausgestatteten Leinwände bieten noch immer ausschließlich Monovorführungen, das entspricht 3 Prozent aller untersuchten Leinwände.

Gut die Hälfte (53 Prozent) der Kinosäle mit digitalem Tonverfahren verfügt über das 6-Kanal-System Dolby Digital (SRD). Im Jahre 1997 waren nur 24 Prozent mit dieser Tontechnik ausgestattet; insofern hat sich der Anteil in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. Das Digital Theater System (DTS) ist in 40 Prozent der Digitalton-Säle verbreitet. Sony Dynamic Digital Sound (SDDS) und Dolby Digital EX (DDEX) wird bisher nur von 3 bzw. 4 Prozent der mit digitalen Tonverfahren ausgestatteten Leinwände eingesetzt.

Bei 18 Prozent der Leinwände war die Raumakustik nach dem THX-Standard ausgebaut. 38 Prozent davon besaßen ein entsprechendes Zertifikat der Herstellungsfirma, das es den Kinobetreibern erlaubt, damit zu werben.

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Wär ja schön, wenns tatsächlich so wäre. Aber viele trauen sich nicht, die Wahrheit zuzugeben.

Ich kenn hier im Umland Monopolplätze, wo Film mit Präciton 22, offiziell "in feinster Digitalqualität (einschl dts und SRD Schild über der Tür)", über die Leinwand kommt. Ein Anderer hat noch Phillips LBB Bahnhofston, offiziell (Kinohandbuch) Dolby SRD.

Ich, weiß, bei den Großen Ketten dürfte es Mono oder Cp 50/100/200 nicht mehr geben, aber wenn mir ein Theaterbesitzer in 2002 anbietet, seine Nitsche IV gegen eine B5a zu tauschen, "die hat ja a rotrierende Tonbahn", dann ists es schon krass, was da noch existiert. Nichts desto trotz, 2003 mögens nicht mehr unsere ermittelten 35% sein, aber 1/5 wohl noch.

 

 

Stefan

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  • 2 years later...
Herzlichen Glückwunsch GVU

 

http://www.gvu.de/de/presse/presse_m/presse_m_035.php

 

weiter so :bounce:

 

Daraus:

[...]

"Die User bzw. Kunden auf diesen Servern mussten zwischen 30 und 140 € im Monat bezahlen. Dafür konnten sie Datenmengen im Gigabyte-Bereich auf die eigenen Rechner zu Hause oder auf eigene Server im Internet herunterladen"

[...]

 

Vielleicht sollte sich auch die gvu fragen, warum ein User von 30 bis 140 Euro / Monat zahlt, anstatt für das gleiche Geld ins Kino zu gehen.

 

Wer die aktuelle Geschichte bei Sonys Rootkits verfolgte und die Politik der FI beobachtet, der kann es sich ausrechnen, daß DVDs und Co in Zukunft den ehrlichen Konsumenten auch schädigen und ausspionieren wird.

Wer Konsumenten kriminalisiert und als "Raubkopierer" in Kinos (und selbst auf Klos) und bei Einlegen von DVDs verdächtigt, bzw. einschüchtert, wer Konsumenten mit 20-45 min Werbung vor Filmbeginn terrorisiert dann und mit mieser Bild- und Tonqualität beglückt, sich dabei die inhaltliche Qualität weit unter PISA-Niveau befindet, der muß sich über illegale Server und einen wachsenden Kundenstamm nicht wundern.

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Vielleicht sollte sich auch die gvu fragen, warum ein User von 30 bis 140 Euro / Monat zahlt, anstatt für das gleiche Geld ins Kino zu gehen

 

Um das Zeug auf dem nächsten Flohmarkt / Schulhof für teuer Geld zu verticken :twisted:

 

Gruß

HAPAHE

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