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Film behauptet sich immer noch


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Hier eine erfreuliche Liste mit einer Auswahl von aktuellen Hollywood Filmen.....auf Film.

 

 

Captain Phillips Paul Greengrass Fuji S16/S35/ VistaVision

12 years a slave Steve Mc Queen Kodak S35

American Hustle David o’Russel Fuji 2perf

Inside Llewyn Davis Coen Bros. Kodak 1:1,85

The secret life of Walter Mitty B.Stiller Kodak 1,5x anamorphic

The invisible woman Ralph Fiennes Kodak 2x anamorphic

The wolf of Wall Street M.Scorsese Kodak 2x/1,5x anamorphic

Saving Mr. Banks J.L.Hancock Kodak 2x anamorphic

Jack Ryan K. Branagh Kodak 2x anamorphic

Blue Jasmine W. Allen Kodak S35

Diana O. Hirschbiegel Kodak S35 3perf

Catching fire F. Lawrence Kodak S35 / 65mm

The monuments men G. Clooney Kodak S35 2x anamorphic

 

Und Kodak bedankt brav sich in allen aktuellen Postillen der Industrie :

 

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Kodak lässt gerne mal die Tatsache unter den Tisch fallen, das das meist keine reinen "analogen" Filmproduktionen sind.

Beim der WallStreet sind die Nacht Szenen mit der Alexa gefilmt worden, dazu verwundert mich die Angabe 1,3x Anamorph. Auf den Alexa wurden MasterPrimes verwendet. Steht so alles in einem sehr auführlichen Artikel im "AmericanCinematographer". In der Zeitschrift ist auch seit ein paar Jahren das Kodak Magazin "INcamera beigelegt, das im Vergleich zu 2008 nur noch ein Zehntel so dick ist.

Bei Mitty waren es dann die 1,3x Anamorphoten von Hawk und keine 1,5x die gibt es von Hawk gar net ;-)

http://www.imdb.com/...ref_=tt_dt_spec

Dazu gibt es so gut wie keine 35 oder gar 65mm Kopien und 95% der Kopien werden als 2k/4k DCP ausgeliefert.

Somit wird die Anamorphe Aufnahme als Stilmittel, aber nicht mehr wegen dem besseren Bild eingesetzt.

 

Hier in Deutschland werden neben ein paar Studenten nur noch ein paar Filme auf S16 gedreht, da die Kamera im Verleih um einiges günstiger geworden sind.

Seit der Sony F65 ist auch 35mm für Werbung nicht mehr interessant und das Produkt kann noch schneller beim Kunden abgeliefert werden.

Serien die für den US-Markt konzipiert sind, werden nur noch vereinzelt auf S35 gedreht, vor ein paar Jahren waren es knapp über die Hälfte.

 

Ob man hier noch von behaupten sprechen kann, sein mal dahin gestellt. Ich sehe da eher ein letztes Aufbäumen von Film, bevor er im Jahre 2016 völlig untergeht.

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p.s. Valentino,

 

deine Aussage "Somit wird die Anamorphe Aufnahme als Stilmittel, aber nicht mehr wegen dem besseren Bild eingesetzt."

beweist, dass Du etwas elementares der cinematographischen Bildgestaltung nicht begriffen hast.

 

Wenn ich als Kameramann und mein Partner, mein Regisseur, auf der Suche nach dem richtigen Weg dem Sujet

in der Umsetzung gerecht zu werden, endlich für das, zu unserer Intention passende Werkzeug, z.B. V-lite anamorph,

gefunden haben, dann ist das für die Geschichte nicht nur das bessere Bild, sondern das Beste !

 

Nochmal, für uns Kameraleute zählt zuerst die Kunst "Stilmittel" und dann die Korn-Pixel-Erbsenzählerei.

 

Aber selbst wenn ich Deine Aussage besseres Bild in deinem rein technischen Sinne ernst nehme, hast Du

auch das nicht verstanden ! Wenn man sich aus gestalterischen Gründen für 1:1,85 entschieden hat, dann

bringt 1,3 V-Lite nicht nur den anamorph-Charme, sondern auch einen Auflösungsvorteil. Die größte

Negativfläche die 35mm bietet, nämlich S35, wird mit V-lite 1,3 voll genutzt unter Beibehaltung des 1:1,85 Formates.

Also mehr Auflösung als direkt 1:1,85.

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@Klaus

Mit meiner Aussage habe ich ich nicht die höhere Auflösung über die Bildgestaltung stellen wollen. Das Anamorphe Aufnhmeverfahren war in erster Linie für eine besser Bildqualität eingeführt worden und diese Hauptgrund ist durch die DCI Norm und wenigen 4k Spielstätten eigentlich nicht mehr gegeben.

Ich finde es auch ganz interessant, das gerade wegen der digitalen Aufzeichnung anamorphe Optiken wie Pilze aus dem Boden sprießen.

 

Das schöne an Scope 35mm Vorführkopien war nicht nur der Look sondern auch die besser Bildqualität. Diese Bildqualität hat einen technischen und einen Gestalterischen Aspekt und lässt sich so nur schwer trennen.

Bei den wenigen 35mm Kopien die es noch gibt werden die meisten Filme per 2k DI in ein sphärisches DCP 2k umgewandelt. Das Problem ist hier nicht die DI, den diese wäre auch mit der Alexa oder Filmscan in 4:3 möglich, sondern die DCI Norm macht hier einen Strich durch die Rechnung.

 

Wir haben selber einen Kurzfilm auf S16 mit 1,3 Hawk Lites gedreht und vorher diverse Test mit 1:2,39 Cash von S16 gemacht und waren einfach nicht zufrieden mit den Ergebnissen.

Leider hatten wir auch mit einer Hawk Optik leichte Probleme, da sich beim Transport ein Linse leicht verrückt hat und so ein Teil der rechten Bildhälfte unscharf wurde.

 

Es geht mir hier auch nicht um Korn oder Pixel-Zählerrei, sondern um den Endgültigen Look und dieser wird immer auch von der Technischen Seite beeinflusst.

Das erst die Kunst zählt, ist natürlich ein hohes Gebot, aber mal ehrlich so wie immer im Kunstbetrieb ist das eine Idealvorstellung und wird immer wieder von diversen "nicht-kunst-Faktoren" wie Technik, Budget, Zuschauern, Produzenten, Umwelt und vielen Anderen Menschen und Dingen durchkreuzt.

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Durchaus ist das Digital Intermediate bisweilen von verschlechternder Auswirkung auf Transfers/Kopierungen vom photochemischen Negativ: Farbreinheit wie auch Auflösungsvermögen betreffend. In dieser Betrachtung geht es zunächst nicht um künstlerische und geschmackliche Erwägungen, sondern um "Erbsenzählerei": wie sonst fänden sich Bewertungskriterien?

Eine echter Scope-Dreh auf 35mm kommt durchaus auch vorteilhaft in einem 4k DCP zum Ausdruck.

Wenn jedoch der künstlerische Ausdruck zuletzt versagt, so in vielen Fällen nicht nur durch die beeinträchtigenden Einschränkungen der Postproduktion, sondern wegen eines Unvermögens, ein Handwerk auf Grundlage von allgemeinen Lehren der Photographie korrekt auszuführen.

 

Dennoch kann das "entscheidende" Endergebnis auch genau dies diskreditieren, was die Aufnahme-Kompetenz und den Kunstwillen einiger Filmemacher ausmachte. Das Endergebnis z.B. der Nolan-Filme, die für die IMAX-Bildwand herausgebracht wurden, sind ein Desaster der Postproduktion.

 

16mm ist an diversen Filmhochschulen und auch bei Bildenden Künstlern in Gebrauch. Ob man aber aus einem Super-16-Dreh mit mittel- oder hochempfindlichen Material und Ausschnittsvergrößerung von 2.39 : 1 ein sinnvolles Bild komponieren sollte lasse ich dahingestellt.

 

*

 

Der neue STAR WARS-Film soll in den Real-Life-Szenen auf photochemischem Film gedreht werden.

 

Läuft der Thread nicht besser im "Allgemeinen Board"?

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@ Martin,

 

S16 wurde bei allen Handkamera- Actionsequenzen und allen shots vom Wasser aus rund um das

Containerschiff eigesetzt. Wobei nicht nur das Leichtgewicht der Aäton ausschlaggebend war, sondern

auch die doppelte Laufzeit gegenüber einer 35er Kamera, also weniger zeitraubende Wechsel.

Da Barry Ackroyd sehr, das für ihn dokumentarische, Korn liebt, kam ihm da S16 noch entgegen.

Er ging noch weiter und quälte sein FUJI Eterna mit 2 Blenden Unterbelichtung !

 

Na ja, VistaVision kam wie meistens seit 50 Jahren für background-plates zum Einsatz.

Es kam auch eine ALEXA / RawData für die Flugaufnahmen zum Einsatz, was eine sinnvolle

Alternative zur Vermeidung zeitraubender Flugunterbrechungen zum Kassettenwechsel ist.

 

Übrigens, ich bin zu Hause beim Entrümpeln und bring es nicht über's Herz 30 Jahre

AMERICAN CINEMATOGRAPHER in die Tonne zu drücken. Jemand Interesse ?

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  • 3 weeks later...

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