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Kompaktentwicklungsmaschine, womit betreiben


TK-Chris
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Hallo liebe Freunde der Filmkunst,

 

mir ist da vor kurzem eine Entwicklungsmaschine zugelaufen,

nun stellt sich mir aber die Frage, womit entwickeln.

Das Dingens ist eine schweizer Kompaktentwicklungsmaschine, war wohl mal beim Bund im Einsatz, für was, weis ich leider nicht.

 

Wie man sieht: 3 Bäder, eines davon die Durchlaufwässerung, danach Trocknung.

Vielleicht könnte man sich ja selbst passende Bäder ansetzen, was meint Ihr?

 

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Was unsere Armee nicht alles an Schrott angeschafft hat! Das nannte sich wahrscheinlich Automatische Leicht-Feldverarbeitungseinheit für Film 16. Draußen im Feld oder im Wald, getarnt, sollten damit vielleicht Aufklärungsbilder aus feldgrau belederten Paillard-Bolex H 16 entwickelt werden, todesmutig bis zum letzten Fixierbadgeruch. Sobald die Streifen trocken waren, sollten sie in Windeseile aufgespult werden, einer packte sie mit tausendmal geübtem Handgriff in einen Rucksack, den warf man aus dem Versteck einem Radfahrer zu, der auf vorher genau festgelegtem Weg zu einem geheimen Austauschplatz hetzte. Dort hätte ein mattschwarz gespritzter VW Passat bereit gestanden, mit dem noch in selber Nacht die wertvollen Aufnahmen nach Bern gefahren worden wären, mit speziellen Scheinwerfern und Infrarotsichtgerät am Fahrerhelm ausgestattet. Meine Güte, ich habe einen Dienstschaden!

 

Vielleicht gelingt es dir, Schmalfilm mit dem Ding zu bearbeiten, wer weiß?

Edited by Filmtechniker (see edit history)
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:)

 

Das habe ich vor, aber wer weis, für welche Chemiebrühe diese Maschine gebaut wurde. Irgendwas militärspezifisches oder einfach "Chemie aus der Dose"

2 gefüllte Magazine sind auch noch dabei, da wäre es interessant zu wissen, was da drauf ist :)

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Hi,

genau solch eine Maschine für 16mm und eine andere für 35mm hatte ich auch einmal. Zum Betrieb der Maschine ist ein Lüfter notwendig mit dessen Luft der Film getrocknet wird. Der Schlauch vom Lüfter wird an der rechten Seite eingesteckt. Ich habe meine Filme in der Maschine mit HC110 Entwickler bei 30°C entwickelt. Das Problem war das die Maschine nicht regeneriert. Dadurch ist es unmöglich längere Filmrollen zu verarbeiten. Der Fixierer wird durch die Badverschleppung aus dem Entwickler schnell alkalisch und funktioniert dann nicht mehr. Über den Einbau einer Regenerierung habe ich mal nachgedacht, bin aber davon abgekommen weil das Wasser - Mantelbad im Wege war. Darüber hinaus hatte ich Schwierigkeiten die Maschine langsam genug laufen zu lassen um auf die notwendige Dichte des Filmes zu kommen. Den Entwickler hatte ich schon in Verdünnung "A" angesetzt. Eine weitere Schwachstelle an der Maschine sind die Gummi- Anriebsbänder. Meine kamen leicht ins rutschen, kann aber auch mit dem Alter der Maschine zu tun haben. Ich hatte die Maschinen seinerzeit direkt bei der WTD41 abgeholt. Dort wurden damit die Filme von Crashtsts entwickelt.

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Bei mir ist ein Heizlüfter integriert, dort wo der Schlauch normalerweise drankommt. Vielleicht gibts verschiedene Varianten.

Die Verschleppung der Chemie ist mir auch schon sauer aufgestoßen, mit Silikonabstreifern versuch ichs mal, ist bei einigen professionellen Entwicklungsmaschinen auch verwandt worden.

HC110 erinnert mich so ans Schullabor, aber leider nur Negativ. Ich würde ja gern s/w als Umkehr darauf entwickeln, z.B. den Foma.... nur da werd ich wohl selbst ansetzen müssen, oder?

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Upps - ich verstehe das jetzt richtig (nachdem ich mich etliche Zeit geplagt hatte): Links wird eine lichtdichte Kassette angesetzt, die durch die sichtbaren Gummischnüre automatisch durch drei Bäder und die Trocknungseinheit rechts gezogen wird, um anschließend aufgewickelt zu werden? Kurios - kein einziger Zahnkranz. Ich frage mich, wie die Emulsionsseite nach Durchlauf aussieht - immerhin ist die doch in jeder Hinsicht druck- und schrammenempfindlich. Und nur drei Bäder? Selbst beim einfachen s/w-Prozess sollten es ja wohl vier sein, die abschließende Wässerung dabei deutlich länger als die Fixierung ...

 

Meine Erfahrung mit derartigen Maschinchen - nicht dieser! - ist, dass die Durchlaufzeiten viel zu kurz bemessen sind. Mit dem Spielzeug, mit dem ich mal experimentiert hatte, hätte man auf Entwicklertemperaturen von 30° plus gehen müssen. Das bekommt aber keinem Schwarz-weiß-Film gut. Schöne, kontrastreiche, durchentwickelte Bilder erhält man nur im klassischen Temperaturbereich um 20° C.

 

Gesehen? (Meine Quelle, um überhaupt ansatzweise zu verstehen, was die Idee hinter diesem Gerät ist.)

 

https://depatisnet.d...age=1&xxxfull=1

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Hi,

 

im Prinzip funktioniert die Maschine ausgezeichnet, die Schicht wird auch nicht angekratzt. Allerdings ist es mit der Maschine nur möglich bis zu 30 Meter Film zum Negativ zu entwickeln. Das in einem kompakten Gerät von trocken zu trocken. S/W - Umkehr ist damit leider nicht möglich. Ich hatte auch schon daran gedacht aus zwei solcher Maschinen eine mit mehr Bädern aufzubauen (damals gabs noch Filme für E-6). Das war mir dann aber doch zu kompliziert, zumal dann auch noch eine Regenerierung fällig geworden wäre. Silikonabstreifer halte ich für sehr gefährlich. An der Maschine ist ein "Abstreifer durch Luft" hinter der Wässerung eingebaut, das wäre eine Idee für einen berührungsfreien Abstreifer hinter dem Entwickler.

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Hmm. Möglicherweise war meine diesbezügliche Bemerkung Ausgangspunkt für ein Missverständnis: Ich bezog mich (ohne es ausdrücklich gesagt zu haben) auf die Entwicklung von sw-Positivfilm, während Du vielleicht mehr die Negativentwicklung im Auge hattest ... ;-)

 

Unabhängig davon: bei höheren Temperaturen wirken sich kleine Schwankungen in der Durchlaufszeit wie auch in der Entwicklertemperatur deutlich stärker auf das Entwicklungsergebnis aus, und eine weitere Frage ist ja auch noch, was die Gelatine so alles verkraftet ...

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Davon habe ich auch zwei, allerdings für 35mm. Leider. Meine haben E6 entwickelt (also kaskadiert), ich fand noch einige entwickelte Diafilmschnipsel im Boden.

 

Die Konstruktion finde ich ausgesprochen genial -- das lange Gummi liegt ja nur auf der Perfo auf, die Emulsion ist auf allen Rollen außen. Das Trocknungsgerät (laut wie ein Staubsauger) habe ich auch noch. Leider ist meine Duka zu klein um die Maschinen hintereinander aufzustellen.

 

Übrigens wird der Film ohne Leader automatisch komplett ein- und durchgefädelt, das finde ich eine sensationelle ingenieuse Leistung. :)

 

Für einen Umbau auf 16mm ist mir noch nichts eingefallen, außer einen 35mm Leader als Carrier zu nehmen. Aber dann verschleppt man noch viel mehr Chemie.

 

Bei meiner ist nur das erste Bad temperiert, bei Euch auch?

 

Chris: mit drei Bädern kannst du nur sw-neg oder E6-Dreibad machen, letzteres aber ohne Wässerung. Das wird dann sehr teuer, da die Chemie schnell umkippen wird...

Edited by F. Wachsmuth (see edit history)
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Hi,

die 35mm Maschine hatte ich als erste. Damit habe ich aber auch 16mm Film entwickelt indem ich den 35mm Leader in einer Schlaufe geführt habe. Darauf habe ich den 16mm Film angeklebt. Hat soweit funktioniert, der Film war dann aber natürlich nicht richtig trocken.

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Gute Idee mit der Schlaufe. Un theoretisch müsste man so ja sogar zwei 16mm-Striefen zugleich durchziehen können.

Ich fürchtete halt, dass man durch den kapilarischen Effekt noch mehr an Chemie verschleppt, weil nicht nur die Schicht vollgesogen ist, sondern auch ziwschen Träger und Leader so einiges hängt...

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Der Link führt ins nichts.. hast mal die Patent-Nummer?

 

Möglicherweise mag die DPMA-Suche keine Direktverlinkung (?). Gibst Du mal den Link direkt in den Browser ein? Dann sollte die fünfseitige Patentschrift als pdf erscheinen - hat jedenfalls eben bei mir funktioniert. Ansonsten über die DPMA-Suche (DE1120275):

 

https://depatisnet.dpma.de/DepatisNet/depatisnet?action=einsteiger

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