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FP5 Mindestabstand und Betrieb Dekostück


gunz4020
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Hallo, das Interesse wurde bei mir durch einen Kinoabbruch geweckt aus dem ich noch Trailer mitnehmen durfte. Der Bauer Projektor lag schon unter den Trümmern, als ich schauen war. Bin daher absolut unwissend was die Technik angeht. 

Nur möchte ich seit Jahren gerneneinen Projektor, nur dafür bin ich wohl ein paar Jahre zu spät. Vermutlich ein Dekoobjekt. Sollte es irgendwie machbar sein, vielleicht auch mal in Betrieb. Habe nun einen fp5 gesehen, der hat Optiken alles dabei. Aber nur die Maschine mit abgezwickten Kabeln. Daher nun mal ein paar Fragen, hat der 220 Volt oder Starkstrom oder brauche ich da einen Trafo dazu der nicht dabei ist? 

Weiters die Frage, was ist der Mindestabstand von Projektor zu Leinwand, ob somit im Haus überhaupt ein Betrieb möglich wäre? Und Ton in die Boxen, wie funktioniert das? 

Sind 300€ für so einen Projektor (ohne Transport von Ost nach Westösterreich) ok. Leider gingen ja viele in den Müll, nur wenn ich jetzt auf die Idee komme sind sie schon in Sammlerhänden oder existieren nicht mehr und sind somit rar. 

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Es kommt immer auf den Zustand der Maschine an, jedoch denke ich das maximal die hälfte des Preises angemessener wäre.

Der Projektor selbst ist mit 230 Volt zu betreiben, die Lampe, (will man Xenon betreiben), nicht, dazu braucht es einen Gleichrichter

(Irem) der mit 400 Volt zu betreiben ist.
Ein Schweißinverter würde natürlich auch gehen, wenn man ihn entsprechend umbaut, Anleitung dazu gibt es hier im Forum zu finden,

dann ginge auch Xenon mit 230 Volt, aber Vorsicht, Xenonkolben sind nicht gerade ungefährlich, persönliche Schutzausrüstung wird zum

Tauschen benötigt.
Ansonsten wird ein Umbau im Lampenhaus nötig,  um dort eine andere Lichquelle unter zu bringen.

Was die Optiken anbelangt, kommt es auf die Brennweite für den entsprechenden Projektionsabstand an, siehe z.B. hier:
Projektionsverhältnis

Nach dem die Optiken geklärt sind und der Projektor zuhause wieder zusammengebaut ist, muß die Bildausleuchtung

eingestellt werden, da der Zusammenbau sicher nicht so sein wird, das Lampenhaus und Kopf wieder so sitzen, wie es zuvor war.

Für den Ton wird ein Prozessor benötigt, z.B. Dolby CP65 oder CP500, kommen noch drei Verstärker für die einzelnen

Kanäle Links, Mitte, Rechts, Subwoofer, hinten Links und hinten Rechts.
Hat man das alles, muß der Ton noch eingemessen werden, mit entsprechenden Testfilmen.
Nicht zu vergessen das Zubehör, Umspuler, div. Spulen, Trockenklebepresse und Filmklebeband.

 

Also ich weiß nicht ob sich der Aufwand für ein paar Trailer wirklich lohnt.

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Wenn Du bloß mal ein paar Trailer anschauen möchtst dann besorg Dir eine transportable Maschine. Die läuft ohne Umbau mit Lichtstrom, ist für ein Bild zu Hause völlig ausreichend. und für einen Anfänger vielleicht besser geeignet. Und das Erlebnis des "echten Filmes" hast Du dabei auch.

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Hallo Gunz4020,

ich möchte Dir Deine Illusion nicht ganz so radikal zerstören wie MichaelS (sorry!), was die Sache mit dem Ton angeht:

Ich halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass eine FP5 über eine Stereo-Solarzelle verfügt.  In diesem Falle könntest Du "nur" Mono spielen, was für einen Einsatz zu Hause meist ausreichend ist, würdest Dir aber den Dolby-Prozessor nebst Endstufen und vielen Lautsprechern sparen. Zur Not täte es ein Mischpult mit integriertem Vorverstärker,  wenn Du von dort in eine Aktivbox gehst.

ABER 1: Ich weiß nicht, von wann Deine Trailer sind. Sollte es sich um Titel vor ca. 2005 handeln, hast Du kein Problem. Ab ca.  diesem Datum kam die sog. Cyan-Tonspur auf. Du erkennst diese im Zweifelsfall daran, dass sie türkisfarben statt schwarz ist. Für die optimale Wiedergabe dieser Tonspur ist eine Umrüstung auf Rotlicht-Abtastung erforderlich, bei der ich bei einer FP5 auch unterstellen würde, dass sie noch nicht vorhanden ist. Ohne geht zwar auch, hört sich aber nicht toll an.

ABER 2: Hier schließe ich mich der Meinung von uwe 602 an. Schau für den Anfang lieber, dass Du etwas "komplettes" aus einem Guss bekommst. Die in der DDR übliche Kofferanlage TK35 ist zwar in vielem nicht das Gelbe vom Ei, ist aber relativ "easy Plug-and-Play", dürfte komplett in Deinem Budget aufzutreiben sein, hat eine gute Ersatzteil- und Betriebsmittel Nachschubversorgung und wenn Du eine Frage hast, weiß im Gegensatz zu "Gebastelt und Gestückelt" jeder, was gemeint ist. Chancen auf passgenaue Hilfe also gut. Über eine Rotlichtabtastung wird aber  die TK35 standardmäßig auch nicht verfügen.

ABER 3: Wie auch immer Du Dich entscheidest, wenn Du diesen Weg gehen möchtest -einfach und ohne Frustrationen wird das nicht verlaufen. Stelle Dir das bitte nicht so einfach wie bei einem Super8 Projektor oder 16mm, wie Du das vielleicht aus der Schule noch kennst, vor. Man kann, besonders als Laie, dabei viel falsch (und leider auch kaputt) machen. Also, solltest Du etwas kaufen, nimm Dir jemand mit wo etwas davon versteht, Dich beraten kann und Dir auch bei der Erst- Inbetriebnahme hilft. Wenn die Sache -und die kann richtig Spass machen- mit Frustrationen startet ist das sicher nicht optimal.

 

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FP 5 lief mit 230V einphasig über Motorkondensator, soweit die, die ich mal hatte. Tongerät mir dem Lichtleitstab ist murks, dürfte verdreckt sein, daher nicht stereotauglich. War schon im Kino grausig. Geld dafür ausgeben als technisch nicht Versierter, nein. Wenn du magst, Corona rum ist, ich habe noch Bauermaschinen rumstehen, kommt fast alles zum Schrott, da kannst du dir gerne mit meiner Unterstützung was zusammenstellen. Halogenlampe ins Lampenhaus, das reicht für Wohnzimmer zuhause völlig aus.

Jens

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@Cine-Reste

Ich wollte niemanden irgendwelche llusionen zerstören, sondern lediglich mal aufzählen, was so alles benötigt wird.
Was die Solarzelle angeht, ich kenne FP5 auch mit Stereosolarzelle.
Sicher, das ist ein schönes Hobby, ist die Frage was der TE weiter machen will, eventuell auch Filme sammeln, (wird ja noch genug angeboten),

aber nur für Trailer ist es ein riesen Aufwand, das wollte ich damit nur aufzeigen.
Ansonsten stimme ich da mit Dir durchaus überein, das es dann auch eine TK35 tut.
Auch sehe ich das wie Jensg was die FP5 anbelangt, dolle ist die nicht, daher auch meine vorsichtige Bemerkung zu dem Preis, wo ich eigentlich

eher zu einer Kiste Bier hin tendieren würde.

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  • 2 weeks later...
Am 5.4.2020 um 09:26 schrieb Cine-Reste:

Die in der DDR übliche Kofferanlage TK35 ist zwar in vielem nicht das Gelbe vom Ei, ist aber relativ "easy Plug-and-Play", dürfte komplett in Deinem Budget aufzutreiben sein, hat eine gute Ersatzteil- und Betriebsmittel Nachschubversorgung und wenn Du eine Frage hast, weiß im Gegensatz zu "Gebastelt und Gestückelt" jeder, was gemeint ist. Chancen auf passgenaue Hilfe also gut. Über eine Rotlichtabtastung wird aber  die TK35 standardmäßig auch nicht verfügen.

 

Dem kann ich nur beipflichten. Die TK35 hab ich mit Hilfe des Forums und einem versierten Filmvorführer aus der ehemaligen DDR gut zum Laufen bekommen. Was man dafür benötigt findet sich noch. Die Technik ist überschaubar und selbst cyane Tonspuren sind zur Not noch anzuhören 🙂

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