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Im neuen Kameramann sind eine Reihe Statements von Sony Europe zum Thema 4k wiedergegeben:

 

- nicht dramatisch teurer erwartet als 2k (?!)

- noch keine durchgehend digitale 4k Produktionskette vorhanden

- aber projektorseitig wegen der hohen Investitionskosten und Laufzeiten von Sponsor/Förderverträgen so bald als möglich nötig. Sich über 5-10 Jahre auf 2k festzulegen zu riskant

- Für April neue Projektoren angekündigt, 4k bei 10.000 oder 18.000 Lumen (SRX-210/220)

 

Womöglich wird sich hier die Geschichte digital wiederholen - die gut gehenden Multis investieren demnächst in 4k für die großen Säle, und die 2k Technik wandert in die kleinen Säle oder wird an die kleinen unabhängigen Kinos verramscht. Von oben kommen dann die 'echten' Cinema Systeme, von unten die aufgeblasenen FullHD Heimkinoprojektoren - wobei hier noch abzuwarten ist, ob sich dafür auch preisgünstige Verleih-unterstütze Abspielplattformen etablieren. Wer weiss, ob sich hier nicht spezielle HD-DVDs oder BlueRays als Verleihmedium durchsetzen. Damit könnte die heikle Schlüssel/Lizensierungstechnik auf einen kostengünstigeren Konsumer-Industriestandard verlagert werden und Projektionssysteme im Bereich 10.000 Euro würden für kleinere Leinwände denkbar.

 

In jedem Fall dürfte 2k nur ein technisch bedingter Zwischenschritt bleiben. Das Kino um die Ecke wird allerdings vermutlich dann doch etliche Jahre daran kleben bleiben. Ich weiss nicht ob das gute Aussichten sind, wenn finanzschwächere Läden in 10 Jahren nur aufgeblasene Heimkinos sind. Vermeiden wird es sich aber wohl kaum lassen, je mehr digitale Kopien spielen, desto unbezahlbarer werden irgendwann die Filmkopien werden.

 

 

- Carsten

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Für April neue Projektoren angekündigt, 4k bei 10.000 oder 18.000 Lumen (SRX-210/220)

Mich würde in dem Zusammenhang mal interessieren, ob überhaupt in einem Kino schon ein Sony SRX (R110/R105 etc.) steht. Kann mir nicht helfen, aber die SRX sehen mir immer aus, als wenn sie eigentlich für sporadische Messeprojektionen, Liveprojektionen und ähnliches konzipiert sind. Weiß jemand mehr?

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Auch hier stimme ich Carsten voll zu, selbst wenn mich jetzt einige als altmodisch bezeichnen sollten, aber, sobald die Qualität auf einer 20 m breiten Bildwand nicht derjenigen entspricht, wie sie ein 35 mm-Film mal zu bieten hatte, taugt es nichts (jedenfalls nicht fürs Publikum, allenfalls für die Verleiher) :twisted:

Grüße Peter

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Ich weiss nicht, woran Du das bei den Sony fest machst, die typischen Christies sehen mir eigentlich noch prototypenhafter aus. Wo allerdings ein SRX spielt würde mich auch mal interessieren. Bei der Preislage dürften sich jetzt eigentlich erst die 18k Geräte durchsetzen, in einem kleinen Saal lohnt sich das ja nicht.

 

Bin mir nicht sicher, ob Sony da überhaupt schon ein Bein im Markt hat, das Zeugs muss ja auch mit den Abspielservern integriert werden.

Analog zu SDDS müsste Sony da aber ja sogar was Eigenes anbieten können.

 

- Carsten

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Ich weiss nicht, woran Du das bei den Sony fest machst, die typischen Christies sehen mir eigentlich noch prototypenhafter aus.

Prototyp habe ich nicht gesagt, und die aktuellen Christies sind auch alles andere als das. Aber die Sony SRX sind alle eindeutig transportabel ausgeführt. Zwei Mann können die ohne besondere Anstrengung locker wegtragen. So eine kompakte Bauweise ist ja mit erhöhtem Aufwand verbunden, fragt sich also, warum. Daher für mich der Eindruck, das die eigentlich nicht für stationäre Kinozwecke gedacht sind, sondern für Präsentationen, Events etc.

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Hi,

 

die neuen SRX von Sony sehen alles andere als transportabel aus, sondern

sind eindeutig fürs Kino konzipiert :wink: Bilder davon waren kürzlich

am Rande der Berlinale zu bewundern.

 

Grüße,

Marc

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Ja, aber Marc will Haare spalten. Dass ein Gerät die DCI Specs unterstützt heisst ja noch nicht, dass es auch schon das DCI Bepperl draufkleben hat.

 

Versteht jemand in dem Sony Prospekt, was mit 'Intraframe Kontrast=100' gemeint ist? Ich kenne mich mit kontraststeigernden Tricks bei Beamern eigentlich halbwegs aus, aber '100' kann doch nur ein Druckfehler sein. Das schafft doch jeder 5 Jahre alte LCD Beamer.

 

Was die 'Portabilität' angeht - die SRX Projektoren selbst sind 'normal' große Eventbeamer wie viele andere HighEnd Geräte auch. Die kompletten Cinema Geräte sind aber nochmal in ein voluminöses Gehäuse eingebaut, weil Sony da u.a. auch aus Sicherheitserwägungen heraus die Abspielserver integriert. Darauf weisen in dem Prospekt auch einige technische Daten hin, z.B. keine von aussen zugänglichen Schrauben, und alle abnehmbaren Gehäuseteile sind mit 'intrusion detection' Schaltern versehen, damit nicht authorisierte Zugriffe auf das Gerät festgehalten und gemeldet werden. Im Idealfall hat das Ding also nur einen Drehstromanschluss und eine Ethernetleitung + Audio outs angeschlossen.

Zwischen Abspielserver und Beamer wird halt immer noch unkomprimiert übertragen.

 

Auf Präsentationen, Messen, etc. fehlt natürlich das riesige Cinema Rollgehäuse und es steht nur der reisekoffergroße 'Beamer' rum.

 

 

- Carsten

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Auf Präsentationen, Messen, etc. fehlt natürlich das riesige Cinema Rollgehäuse und es steht nur der reisekoffergroße 'Beamer' rum.

Ach so. Verstehe.

 

Max, danke für den Link. Weiß jemand schon, was so ein SRX-R220 über den Daumen gepeilt kosten soll (als Komplettsystem für Kino)?

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Die kompletten Cinema Geräte sind aber nochmal in ein voluminöses Gehäuse eingebaut, weil Sony da u.a. auch aus Sicherheitserwägungen heraus die Abspielserver integriert.

 

Was dann wahrscheinlich genau so zu Problemen aufgrund der Wärmeentwicklung führt. Starke Kolben und direkt daneben der Server kann nicht gut gehen. :roll:

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Carsten, ich spalte sicher keine Haare... :wink: In der Pressemeldung ist nur

die Rede von der Projektion, also Bildeigenschaften:

" ... inwiefern beide Systeme den technischen Anforderungen der DCI in

Bezug auf Farbwiedergabe, Kontrastverhalten und Gesamtperformance

entsprechen".

Das sind, in Seitenzahlen, vielleicht 5% der DCI Spec. Von den anderen

Eigenschaften ist hier noch überhaupt keine Rede, geschweige denn dass

diese auf DCI-Konformität getestet wurden.

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Die Lüftung ist wohl bestenfalls ein Problem bei Wohnzimmerprojektoren. Da so ein Ding ohnehin im Vorführaum steht, wird es auch entsprechend dimensionierte Lüfter haben und den obligatorischen Luftauslass für die Entlüftung im BWR. Bei dem Volumen ist das kaum ein Problem.

 

 

Unter

 

http://www.aboutprojectors.com/Sony-lar...ctors.html

 

sind ein paar Preise für diese Dinger veröffentlicht. Dabei immer im Hinterkopf behalten, dass das vermutlich nur die Preise für die reinen Projektoren sind. Mit einiger Sicherheit ist noch nichtmal der Preis für die Optik enthalten. Letztere geht in der Zoomausführung (die man für Formatwechsel wohl braucht) auch nochmal für 10-20kEuro weg.

Ich würde mal vermuten, dass so ein 4K 18.000 Lumen Gerät inkl. Server und drumherum zwischen um die 150.000 kosten wird.

So absurd ist das im Übrigen nicht, große XGA Präsentationsbeamer haben auch früher schon soviel gekostet, als noch niemand die im Kino einsetzen wollte. Die Sonys sind im Vergleich dagegen fast billig.

 

Zu einem frühen SRX 4k Modell hier noch ein paar technische Infos (die man allerdings wirklich nicht auf den zukünftigen Kinobetrieb übertragen sollte):

 

http://www.cine4home.de/tests/projektor.../SR110.htm

 

Diese SXRD Panels haben übrigens immerhin von Haus aus eine AspectRatio von 1.85:1

 

- Carsten

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Marc, worüber sind wir den hier unterschiedlicher Meinung? Die Pressemeldung ist vom November 2006. Über den aktuellen Stand steht da nix. Ob zum damaligen Zeitpunkt oder jetzt oder in 3 Monaten zertifiziert ist doch ziemlich Wurst.

 

Im Übrigen ist

 

"So erfüllt bzw. übertrifft der 4K-Projektor SRX-R110 alle Anforderungen der DCI an Projektoren für die digitale Kinovorführung. "

 

doch ziemlich aussagekräftig, oder nicht? Du kannst ja gerne bei Sony anrufen und fragen, ob man mit 'alle Anforderungen für die digitale Kinovorführung' nur die Projektionseigenschaften gemeint hat. Selbst wenn wäre das ziemlich egal für eine später erfolgte oder erfolgende Zertifizierung.

 

 

- Carsten

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Auch die Unterscheidung ist wohl wurscht. Die Sony Unterlagen sagen explizit 1.85:1. Das Verhältnis der horizontalen zur vertikalen Auflösung ist da nicht ausschlaggebend, sondern das Seitenverhältnis der Pixel, das nicht quadratisch sein muss.

 

http://assets.sonybiz.net/doc/bv/X/SRX-...105CE(brch).pdf

 

Zumindest Christie bietet durchaus einen Anamorphoten für CS an, was bei 2k auch sicherlich angemessen ist. Sony verzichtet momentan angesichts der 4k Auflösung wohl drauf und überlässt es der Skalierung und dem Zoom.

 

- Carsten

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Zumindest Christie bietet durchaus einen Anamorphoten für CS an, was bei 2k auch sicherlich angemessen ist.

 

Ich hatte hier mal vor einer Weile nachgefragt, ob schon wer einen echten CS-Film (also mit Anamorphot) digital vorgeführt hat. Ergebnis war Null. Also, bis keiner kommt und sagt, jawohl, haben wir neulich mit Anamorphot vorgeführt, glaube ich nicht daran.

 

 

PS:

Die Sony Unterlagen sagen explizit 1.85:1. Das Verhältnis der horizontalen zur vertikalen Auflösung ist da nicht ausschlaggebend, sondern das Seitenverhältnis der Pixel, das nicht quadratisch sein muss.

Ist wahrscheinlich egal, ob 1:1,85 oder 1:1,90. Beim derzeitigen Mischbetrieb 35mm/Digital müßte dann für diese winzigen 1:1,05 Differenz ein neuer Motorstop im Kasch eingerichtet werden. Ich bezweifele mal, das das regelmäßig passiert. Bin rechenfaul, wieviel würde diese Differenz bei 15 Metern Leinwandbreite wohl in Zentimetern ergeben? Sicher sehr wenig. Wird also dann wohl wie gehabt 1:1,85 vorgeführt.

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Ich ja auch nicht. Kann mir schon grob vorstellen, was das Ding kostet - und mit dem nächsten Gerät kann's womöglich schon nicht mehr.

 

Warum Geld investieren, wenn der 'Beamer' das auch 'in Software' hinkriegt :-(

 

- Carsten

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Also der Sony 4k-R-110 war nie lichtstark und die Bildbreite bei meiner letzten Sichtung auf 8 Meter beschränkt.

Außerhalb der Messen spielten u.a. ein oder zwei Kinos in L.A. hiermit.

Ein genereller 4k workflow ist aber leider in der Branche noch nicht Usus, daher kann wohl auch Sony keine Verkündungen auf den Durchbruch seines Systems vermelden.

Der Nachfolger R-220 ist evt. erst ab Apil lieferbar und beleuchtet erstmals Bildbreiten von 20 Metern.

 

Bislang war 2k-DLP die günstigere Lichtausbeute und angeblich besserer Kontrast beschert: Texas Instruments warb mit 3000 : 1 (was ich nicht die Bohne glaube) und Sony für SXRD mit 2000 : 1. Das gab den DLP-Promotors (Kinoton, Texas, Christie, FTT) das Argument in die Hand, Auflösung sei nicht alles.

 

 

Dennoch stimmen auf DLP das filmische Gamma für Schwarzdichten nirgendwo und auch optimale Hauttöne kenne ich bis dato nicht. Demgegenüber kann Sony SXRD filmische Kennlinien eines Positivs authentischer nachilden und auch die Hauttöne sind neutraler. Für einen 5000-Lumen-Beamer verlangte man vor noch einiger Zeit $ 63.000, für einen 10 000-Lumen-Beamer $ 93.000. Der 20 000-Lumenprojektor war nicht preislich angegeben.

 

Nachdem die Marketing-Abteilung von Sony von O. Pasch (Ex-CinemaxX Technical Manager) geleitet wird, wäre anzunehmen, daß auf langfristige Bedürfnisse der Kinolandschaft effizienter als beim Konkurrenten DLP eingegangen wird. Sony betont jedenfalls, an kein Übergangssystem wie 2k zu glauben (ich ebenso wenig), sondern langfristigere Standards setzen zu wollen. Aber auch hier erwarte ich keine Wunder: eine Revolution des Kinos stellen alle diese Panel-Systeme (die an Grenzen stoßen) leider nicht dar. Erst eine farbraum-kompatible, auflösungsvariable Laserprojektion wäre dies.

Und nachwievor ist auch eine optimierte Filmkopie imstande, 4k SXRD-Projektionen mindesten ebenbürtig zu sein (vom Bildstand einmal abgesehen).

Weder 2k oder 4k noch 35mm stellen m.E. eine Revolution des Kinos im 3. Jahrtausend dar. Sie entsprechen allesamt zueinander und durchbrechen keine Schranken.

 

Zum sichtbaren Seitenverhältnis der 2k-DLP-Projektionist ist mir 16 : 9 geläufig, für Sony alles mögliche in Abhängigkeit zum SXRD 1.9:1-Panel. Beides irgendwie Mischmasch-Lösungen, die primär die HDTV-Branche befriedigen, aber zur Not auch noch 2.35(9) : 1 zulassen sollen, unter Berücksichtigung dessen, daß viele MP-Kinos eh nur noch 1.85:1-Bildwände haben.

Warum keine Panels für 2.35 : 1 angeboten werden, kann man nur bedauern, hängt aber mit dem digitalen workflow und den Bedürfnisse der Broadcast-Industrie zusammen. Schade, dabei wirbt Sony beim SXRD-4k-Panel mit "70mm"-Güten. Hat damit nur nichts zu tun und bleibt ein Werbegag.

 

2k_DLP-Panel.jpg

Liegt beim Diigtal Cinema-Projektor bei 2048 x 1080 pix, wird aber nie effektiv genutzt.

 

Das Fraunhofer Institut hat auf der Berlinale einige Digital-Systeme und auch Kameras (etwa die Arri- D20) ausgestellt. Spezifische Fragen und Kennlinien (auch im Vergleich zu Film) konnte mir leider keiner beantworten oder vorlegen.

 

Auch zu den DCI-Spezifikationen kommt man ins Grübeln: diesen sei allein zu genügen. Dabei waren sie ein verspäteter Kompromiß auf einen bislang schon erfolgten Teil-Rollout mit 2k-Systemen, deren Abschaffung man der Branche schon nicht mehr zumuten konnte.

Die Frage aber, ob die DCI-"Empfehlungen" immer auch allen Wünschen der SMPTE-Kommisson entspricht, mag sich keiner mehr stellen? :roll:

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Hi

 

ich habe den neuen R-220 bei der XDCAM HD Roadshow in Frankfurt gesehen und das Bild war schon ein ganzes Stück besser als die DLP-Projektion, die ich von meinem Kino um die Ecke kenne.

 

Das man den R-110 mit mit zwei Leuten tragen kann ist eher ein Gerücht. Vieleicht mit zwei starken Möbelpackern. Ich hatte mal das Vergnügen einen Qualia 004 zu dritt in den zweiten Stock zu tragen.

 

Zum Thema DCI-Spezifikationen kann ich aber mal unseren Sony Broadcast Vertreter fragen und weiviel die Projektoren kosten werden.

Vieleicht weiß er auch was es für Playoutserver dann für 4K geben wir.

Im Moment zeigt man echtes 4K in dem man vier HDCAM Player an den Projektor anschließt und das kann nicht wirklich eine Lösung sein.

 

Gruß

 

Tino

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