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Geschrieben

Verschiedentlich ist die Rede davon, daß bei lichtstarken Projektoren eine Gefahr besteht, das der Film "ausbleicht". Ist dies ein rein thermisches Problem oder spielen noch andere Faktoren dabei eine Rolle? Welche Einflüsse könnten sonst noch für den Effekt verantwortlich sein?

 

Martin 

Geschrieben (bearbeitet)

Es ist so, weil es so ist. Fotochemie. Über das Warum und wieso ist hier eigentlich schon öfter ausführlich diskutiert worden, inkl. Quellenangaben der einschlägigen Literatur.

Ich mache mir nicht nochmal die Mühe und erläutere dies Seitenlang, die Suche sollte die Beiträge finden.

 

 

Das geht sogar so weit, dass sich die Farbschichten auflösen und der Film an den dunklen Stellen einen rot-rosa schleier bekommt, auch das hatten wir hier schon einmal ausführlich besprochen, inkl, Bildern der Filme.

 

 

Bearbeitet von TK-Chris (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Eigentlich nur theoretisch. Es gibt das kleine spiralbound Heft der Kodak Ingenieure über die Lichtstabilität von photographischen Schichten, aus den 90ern.

Die hatten sehr weitgehende Untersuchungen über die Stabilität gemacht, und die Ergebnisse sehr gut zusammengefaßt Lohnt das zu lesen.

Es gibt dunkelstabile Farbschichten , d.h. solche, die in der Lagerung wenig Veränderung erfahren, und hellstabilere, die sich aber über die Zeit auflösen.

 

Farbschichten werden durch das absorbierte Licht zersetzt, fast alle, mit Ausnahme organischer Farbstoffschichten, m.W. nur Cibachrome und Gasparcolor der 1930er, welches sehr lange Lichtstabilität hat.

Hydrotopien haben zB die schlechteste Lichtstabilität, aber hervorragende Dunkelstabilität. Technicolor Filme. Da das Prinzip dem Farbzeitungsdruck ähhnelt, ist die Lichtstabilität klein.

Eastman Color Farbschichten hat bessere Lichtstabilität, mit geringer Dunkelstabilität.

In der Projektion ist der Film extremer Lichtmenge ausgesetzt, schon in einem Kleindiawerfer ist die Lichtintensität das 1000 fache eines Aussetzens unter der Sonne.

 

Warum schrieb ich theoretisch?

Beim Diawerfer mag nach 8 Minuten das Bild stark verblichen sein. Film wird 1-50 Sekunde durchleuchtet. Das sind tausende Vorführungen, bis sichtbare Schädigung eintritt. Mechanisch ist die Kopie vorher verschlissen.

Bei Stehbildern ist das ein Problem, diese sind - nehmen wir mal einen Supernova Hochleistungs Kleinbildwerfer - nach 3 Minuten Standzeit sichtbar geschädigt und müssen getauscht werden.

50 Vorstellungen für 1 Sekunde, 3000 Vorstellungen für 1 Minute Licht auf die Farbschicht.

Geschrieben
vor 23 Minuten schrieb stefan2:

Farbschichten werden durch das absorbierte Licht zersetzt, fast alle, mit Ausnahme organischer Farbstoffschichten,

 

mit Ausnahme anorganischer Farbstoffe. Die organischen, nach Definition der organischen Chemie die mit Kohlenstoff aufgebauten, sind nicht stabil. Deshalb Preußisch’ Blau, Pariser Rot, Schweinfurter Grün u. a. m. Wäre es nicht so schwierig bis unmöglich, Kuppler für anorganische Pigmente zu verwenden, gäbe es entsprechende Fotomaterialien.

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