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Geschrieben

Hallo Zusammen.

 

mir ist aufgefallen, dass Filme, die bei der FSK von Nobis eingereicht wurden, später auf dem Werbematerial ein anderen Firmenlogo aufweisen, als das übliche und im Falle der "weißen Göttin der Kannibalen" auch den Aufdruck "Berolina Filmverleih" tragen. Weiß jemand der Zeitzeugen, wie das zusammenhängt?

1000 Dank im Voraus!

Geschrieben

Ich erinnere nur Ernst Huhn im Kreuzweg in Hamburg, welcher seinen Nobis Filmverleih hatte. *Nobis von lateinisch "unsere". Gemeint unsere guten Filme der Vergangenheit.

Filmrechte dieser Art Vertriebsfirmen wechselten oefters hin und her.

Geschrieben

Nobis Film gab es es in Hamburg (richtig, war Ernst Huhn) , Düsseldorf war Rudolf Platzbecker, und in Frankfurt (Inhaber mir nicht mehr geläufig) und München (Wilhelm Boeck) . Die Nobis Verleiher waren in sich selbstständig für ihre Verleihbezirke, und haben sich nach dem Untergang der ALPHA Film (Rob Houwer, der sich vorwiegend mit der Akquise und Synchronisation von Filmen beschäftigte, z.B. DER HEXENJÄGER und viele andere) zu Nobis Verleihern entwickelt. Die Nobis Firmen gingen dann Ende der 80er ( auch auf Grund des neuen Video-Marktes) unter.   Berolina Filmverleih sagt mir nix, könnte aber ein kleinerer Verleiher Ende der 80er/Anfang der 90er gewesen sein, der dann dadurch freiwerdende Filme in Restauswertung übernommen hat.

  • Thumsbup 1
Geschrieben

Inhaber von Nobis Film in Frankfurt war Frau Mangel, Disponentin war Frau Peters. Das Büro war im damaligen Verleiherhaus in der Taunusstrasse gegenüber vom Filmager Greinacher.

Wenn ich mich richtig erinnere hatte das mit Berolina nichts zu tun.

Lang ist es her....

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb RexamRathaus:

Die Nobis Verleiher waren in sich selbstständig für ihre Verleihbezirke,

Hatten die unterschiedliche Verleihprogramme und Konditionen?

Geschrieben (bearbeitet)

Nein, die hatten (mit ganz wenigen Ausnahmen) ein gemeinsames Verleihprogramm, das sie in ihren jeweiligen Verleihbezirken anboten und vermieteten. Sie waren ja vorher Angestellte/ Agenturen der Alpha Filmverleih. Die Vermietungskonditionen waren zwar aushandelbar ,aber der übliche Verleihsatz für eine Erstaufführung war 41,3 Prozent.  Nobis Frankfurt war Karl Heinz Mangel, nach seinem Tod seine Frau.   Das Verleiher Haus in der Taunusstraße lag nicht nur in einer sehr abenteuerlichen Gegend (Bahnhof Frankfurt), sondern war auch innen teilweise Recht obskur...🧐

Bearbeitet von RexamRathaus (Änderungen anzeigen)
Geschrieben
vor 23 Stunden schrieb RexamRathaus:

Nein, die hatten (mit ganz wenigen Ausnahmen) ein gemeinsames Verleihprogramm, das sie in ihren jeweiligen Verleihbezirken anboten und vermieteten. Sie waren ja vorher Angestellte/ Agenturen der Alpha Filmverleih. Die Vermietungskonditionen waren zwar aushandelbar ,aber der übliche Verleihsatz für eine Erstaufführung war 41,3 Prozent.  Nobis Frankfurt war Karl Heinz Mangel, nach seinem Tod seine Frau.   Das Verleiher Haus in der Taunusstraße lag nicht nur in einer sehr abenteuerlichen Gegend (Bahnhof Frankfurt), sondern war auch innen teilweise Recht obskur...🧐

War in Düsseldorf genauso. Die dortigen Verleiher hatten ihre Büros auch in Bahnhofsnähe, beispielsweise der Graf-Adolf-Straße. Schummrig war das damals schon aber bei weitem nicht so wie heute (Stichwort "Stadtbild").

Trotzdem kurios, dass auf dem Werbematerial der "weißen Göttin" (Kinostart 1978) sowie "Der Eisenfresser" (1979) das Berolina-Logo mit dem b und nicht das Nobis-Logo mit dem N aufgedruckt wurde, obwohl bei beiden Filmen laut direkter Auskunft der FSK Nobis seinerzeit Antragsteller war. 

Kann man hier gut sehen:

https://www.filmposter-archiv.de/filmplakat.php?id=30977

 

Ist auch keine WA, sondern das Original von 1978.

 

Wenn ihr das nicht aufhellen könnt, werden die Herren Huhn / Platzbecker / Boeck und Mangel dieses Geheimnis wohl mit ins Grab genommen haben. Schiff Ahoi!

Geschrieben
Am 17.8.2026 um 18:26 schrieb RexamRathaus:

,aber der übliche Verleihsatz für eine Erstaufführung war 41,3 Prozent.  

41,3% der Einnahmen des Kinos gingen an den Verleiher des jeweiligen Films? Oder umgekehrt - das Kino bekam 41,3% der Einnahmen? Und wie wollte denn dann der 

Verleiher kontrollieren, wieviele Karten das Kino für den Film verkauft hat bzw, wieviele Zuschauer der Film hatte? Das ist doch unmöglich. Oder missverstehe ich da was? Ich stand ja damals vor und nicht hinter der Kasse 😊

  • Face with tears of joy 1
Geschrieben
vor 12 Stunden schrieb Andy69:

41,3% der Einnahmen des Kinos gingen an den Verleiher des jeweiligen Films? Oder umgekehrt - das Kino bekam 41,3% der Einnahmen? Und wie wollte denn dann der 

Verleiher kontrollieren, wieviele Karten das Kino für den Film verkauft hat bzw, wieviele Zuschauer der Film hatte? Das ist doch unmöglich. Oder missverstehe ich da was? Ich stand ja damals vor und nicht hinter der Kasse 😊

Diese Themen sind hier schon ausführlich durchgekaut worden, am besten nutzt du die Suchfunktion, dann bekommst Du die Antworten.

 

Nur ganz Kurz: die Prozente geben immer den Verleihanteil an, Karten sind nummeriert und wurden auch geprüft, so kann genau nachvollzogen werden, wie viele Besucher in jeder Vorstellung waren. Meldungen über Zahlen (damals) Telefonisch.

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