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Orwo UN54 und Kahl Print Welche Chemie?


Niklas

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Hallo zusammen!

 

Ich möchte demnächst für mich mal ein Negativ-Positiv Prozess ausprobieren in SW. Dazu will ich den Orwo UN 54 als Negativ entwickeln und danach auf

Kahl Print 8 kopieren. Für den Orwo wird entweder eine Orwovorschrift oder Kodak D-96 empfohlen. Allerdings fürchte ich mich ein bisschen davor Chemie selbst anzusetzen.

Zumal ich keine Ahnung hätte wo ich die Sachen herbekomme. Ist die Furcht berechtigt? Kodak D-96 hab ich auch nicht als Konzentrat gefunden.

Welchen Negativentwickler würdet ihr mir empfehlen? Hat jemand Erfahrung mit dem Orwo? Und dann natürlich die zweite Frage...Welchen Prozess kann ich für den Kahl Print Film verwenden?

Möglicherweise sogar denselben wie für den Orwo? Ich entwickle in der Lomodose...

Danke schnmal für die Antworten...

 

Gruß, Niklas

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Hallo,

 

ich habe einmal einen Kodachrome 40 zu SW - Negativ entwickelt, um mit Titeln zu experimentieren. Als Entwickler kam Rodinal zum Einsatz. Dies ist eigentlich etwas grobkörnig, vor allem für Super 8, aber der Film hat trotzdem gut ausgesehen. Bei Interesse lese ich noch einmal die genaue Verdünnung und Entwicklungszeit bei mir nach.

Entwickler bekommst du zum Beispiel von FotoImpex und eigentlich kann man da nicht viel falsch machen.

 

Wie möchtest du den Film umkopieren?

 

 

Gruß

 

Filmer

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Grundsätzlich sind für den UN54 übliche Negativentwickler geeignet.

Ich selbst kenne jetzt die alten ORWO-Entwickler (jetzt zum Teil unter Calbe-Chemie erhältlich) besser als die westlicher Firmen. Dazu hier einn paar Tipps:

 

R09 von ORWO/Calbe ist der Ur-Rodinal. Er arbeitet sehr scharf aber grobkörnig. Er ist ein typischer Planfilentwickler, also große Fläche, wo das Korn nicht so entscheidend ist.

Rodinal von Agfa wurde verändert, um das Korn feiner zu bekommen. Das ging etwas zu Ungunsten der Schärfe.

Beide Entwickler würde ich nicht unbedingt für Schmalfilm benutzen.

 

Mein Favorit wäre A49 von Calbe bzw. ATM49 von Fotoimpex.

Dieser arbeitet sehr feinkörnig.

Ein Test mit einem kurzen Stück ist natürlich zu empfehlen. Würde mit 10 min bei 20° probieren.

 

SW-Postivfilme kann man gut mit Entwicklern für Fotopapier verarbeiten. Dabei kommt es darauf an, dass von tiefem Schwarz bis zu hellen Lichtern alles da sein muss. Das ist bei Negativen nicht der Fall.

Ich würde mit Calbe N113 probieren bei 20° 2-3 Minuten. Der Film ist sehr gering empfindlich. Die Empfindlichkeit ist stark von der gesamten Verarbeitung abhängig, also unbedingt Tests machen.

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Auch gut:

 

Tetenal ULTRAFIN LIQUID als Negativentwickler.

Tetenal EUKOBROM LIQUID als Positiventwickler.

 

Möglicherweise bringt Tetenals NEOFIN BLAU bei Schmalfilm noch einen Qualitätsgewinn, ist im Gegensatz zu Ultrafin ein Einmalentwickler.

 

Mit Eukobrom habe ich immer wieder Kleinbild-Titeldias entwickelt, die auf ORWO-Kinopositivfilm fotografiert waren, sah gut aus.

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Hallo und vielen Dank! Das klingt ja schonmal sehr vielversprechend!

 

Ich denke ich werde sowohl den ATM49 als auch die Chemie von Tetenal ausprobieren.

Da das mit dem Kopieren undso sowieso eine ziemliche Bastelei werden wird, sind Test für mich selbstverständlich. Bevor ich

einen abendfüllenden Spielfilm mit dem Prozess produziere! ;-)

Kopieren möchte ich als erstes mit einer Kontaktkopiermaschine von Uhler. Bestimmt nix dolles, aber das Teil steht inszwischen seid Jahren bei mir im Schrank und jetzt möcht ichs mal probieren.

Es funktioniert mit Normal 8 und mit 16mm. Alternativ, da mein eigentliches Aufnahmeformat Singel 8 bzw. DS 8 ist, werde ich versuchen mit einem Projektor zu kopieren. Auch der Bau eines Optischen Kopierers ist in meinem Kopf schon weit voran geschritten...:-) ich muss die Zeit nur finden mal was von den Ideen umzusetzen. Letztendlich würde ich das gerne nutzen um nach einer digitalen Arbeitskopie (am Computer geschnitten) das Negativ zu schneiden und dann im optischen Kopiergang Überblendungen, Titel usw. einzufügen, bzw. Schnitte zu überspringen. Naja, Träume muss man haben! :-)

Besten Dank nochmal und bis bald!

 

Grüße, Niklas

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  • 11 Monate später...

Mein erster Beitrag ist die Frage, was eigentlich daraus geworden ist. Ich habe vor, den UN54 und N74 als Kleinbildfilm für normale Fotografie zu verwenden und würde gerne erfahren, wer so etwas schon mal gemacht hat. Als Entwickler benutze ich meistens Kodak XTol.

 

Bisher fand ich diese Zeiten von anderen Leuten:

 

D76 1+1, 20 Grad Rotation, 5:00, 7:00, 9:00, 12:00

 

CI UN54: 0.50, 0.60, 0.66, 0.79

CI N74: 0.43, 0.52, 0.56, 0.63

 

DS-10 1+1, 24 Grad Rotation, 5:00, 7:00, 9:00, 12:00

 

CI UN54: 0.38, 0.58, 0.65, 0.84

CI N74: 0.46, 0.56, 0.67, 0.86 "

 

Beide FIlme funktionieren auch in Diafine 3+3 Minuten.

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Na, das nenne ich mal eine nette Begrüßung :huh:

 

Also, ich weiß ja nicht, wie gerne Du selbst lange in der Dunkelkammer stehst, um mit zahlreichen Tests herauszufinden, was wohl die besten Zeiten sind. Ich selber gehe eigentlich viel lieber fotografieren und spare mir Zeit beim Herumprobieren, wenn jemand das schon mal gemacht hat.

 

Deshalb habe ich gefragt, ob jemand Erfahrungswerte als Anhaltspunkte hat, mehr nicht. Bei den üblichen Quellen gibt es herzlich wenig, das man als Referenz benutzen könnte.

 

Was apug betrifft, das Forum ist mir gut bekannt, aber ich komme dennoch zum Fotografieren und Entwickeln und sogar zum Ausstellen von Bildern, aber danke für Deine fürsorglichen Worte.

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Warum so empfindlich? Du hast ja Anhaltspunkte und gibst sie gleich an.

 

Ich hatte mit meinem Hausrezept, ein Hydrochinon-Phenidon-Bromkali-Entwickler, Orwo UN 54 bei 23 Grad Celsius in fünf Minuten entwickelt.

 

Man sollte Methoden anderer wirklich nur als Anhaltspunkte nehmen und sich seine eigenen Bedingungen schaffen. Du wirst kaum wie ich Hundertfüßler in 15 oder 20 Litern bearbeiten, jeweils etwa ein Quadratmeter fotografische Oberfläche. Bei dir wird auch die Agitation eine andere sein. Also noch ein Mal: selber machen.

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