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KINOMUSEUM

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  1. Wenn ich richtig verstehe, geht es bei der Aktion um keine Zurüstung, sondern einen Komplett-Ersatz und die rückstandsfreie Beseitigung der traditionellen Vorführweise und inhaltlichen Programme? Ist das nicht zu einseitig gedacht, weil es ja noch immer hunderttausende nicht digital vorliegender Filmkopien als Kurzfilme, Experimentalfilme, Spielfilme, Blockbusterfilme und Archivfilme gibt? Kann man dann ältere und alternative Programme nicht mehr anbieten?
  2. KINOMUSEUM

    UP 700

    Einfärben ist gar nicht so einfach. http://www.shuttertalk.com/articles/handcolouring Schwarz-Weiss war von vorneherein gewünscht, damit es so richtig dokumentarisch aussieht. Aber ein Kollege hat auch in Farbe auf DigiCam geknipst. Wir sind so sehr begeistert von dem Fang, sodass wie uns sogar Sonder-Zahnkränze für Filmschrumpfung anschaffen wollen. Hoffentlich wird der Wiedereinbau einestages zur späten Rehabilitation der Technikerleistungen von 1962. Von seiten der Berlinale wurden wohl die bekanntesten im Einsatz stehenden UP 700 entsorgt. Auch hier im Forum sind ganz diverse Krimis und andere Schock-Stories zum Thema geschrieben worden. http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopi...&start=330
  3. Ein populäres Buch, das in die unbekannte Materie einführt und gute Reportagen beisteuert, kann es nicht oft genug geben. Toi, toi, toi hierfür.Teuer aber. Der Kreis der Abnehmer ist schon sehr speziell. Das Buch "Kinoarchitektur in Berlin 1895-1995" hatte 1993-95 einen gewaltigen Forschungsaufwand zur Voraussetzung. Millionenfach verkaufen tat es sich leider nicht. Für ganz speziell Interessierte können wir Einzelbilder zur Einsicht vorlegen. Für Vereinsmitglieder in der Initiative Kinomuseum e.V. in Berlin sind rund zehntausend Kinomotive einsehbar. Es gehören hierzu sehr viele Roadshowkinos ausserhalb des Landes, aber auch in beiden Teilen des seinerzeit geteilten Deutschlands dazu. Die Mitgliedschaft ist recht günstig und kann gerne über PN erkundet werden. Vorläufig ist sie nur für die Berliner interessant, da wir die Fotos nicht verschicken oder veräussern können, sondern nur einsehen lassen.
  4. Bei Hänsel/Schmitt erschien auch ein ausführlicher Katalog mit dem kompletten Recherchematerial. Damit meine ich die Baupläne vieler Kinos, fotokopiert in schwacher Qualität von den Akten der Bauämter. Werde nachgucken, ob dieses Kino berücksichtigt wurde.
  5. KINOMUSEUM

    UP 700

    Trifft tatsächlich zu. Scharfsinnig erkannt, @Thomas. Die Chemnitzer/Karl-Marx-Städtler mögen uns die rohe Tat vergeben. Es wurde halt unumkehrbar beschlossen, dort neue Bildwerfertechnik einzubauen. Also war unser Verein ein Rettungsanker für das Equipment. Was wir dringend brauchen für die Zukunft sind fleißige Heinzelmännchen beim eventuellen Wiederaufbau. Und echte Pantacon-Kenner wie @Martin Rowek. Und natürlich den richtigen Veranstaltungsraum, von denen wir in Berlin nicht viele richtig große mehr haben. Unser Antrag, die Stadthalle gleich mit einzupacken, wurde leider abschlägig beschieden. Klappt bestimmt beim nächsten Mal. Ein paar Bilderchern von der Aktion (klassisches Schwarzweiss) gibts demnächst hier zu gucken.
  6. KINOMUSEUM

    UP 700

    DDR, Polen, CSSR, Rumänien. Eine Exportmaschine war immer im Sinn der globalen Hybris der Ulbricht-Ära, scheint mir. Wie auch die Eugen Bauer GmbH in Stuttgart mit dem überkonstruierten U2 den US-Markt erobern wollte, die aber fabelhafte Simplex hatten. Wir haben in unserem Depot dank der liebenswerten Forumshilfe kürzlich zwei fast neuwertige UP 70/0 unterbringen können. In Zukunft sollen sie auch wieder schnurren. Nicht murren.
  7. Sein Prunkstück war sicher die Klangfilm-Bionor. Was für ein Sound!
  8. So viele Umlaufblenden-Theorien, und wirklich keine Lösung für eine 35mm-Projektion? Kurt Enz hat in "Filmprojektoren, Filmprojektion" viele gängige Blendenmodelle festgehalten. Ergänzend auch das beschleunigte Malteserkreuz und später die Impuls-Lampe, sie alle galten als praktikable Lösungen. Ganz originell liest sich der Artikel in "Filmkurier", 6.11.1941: "Historischer Rückblick auf den Vorschlag von B a i r d, eine Zweiflügelblende zu benutzen, die 1 1/2 Umdrehungen je Filmbild macht, also einer Dreiflügelblende mit gleich grossen Flügeln unter sonst üblichen Bedingungen entspricht. Dabei entsteht ein kleiner lichttechnischer Vorteil infolge der größeren Umlaufgeschwindigkeit, die kleinere Abdeck- und Freigabezeiten für das Lichtbündel ergibt. Eine unsymmetrische Dreiflügelblende mit größerem Filmzugdeckflügel flimmert bei kleinen Frequenzen; in den letzten Jahren des Stummfilms war das Tempo aber so hoch, dass dieses Flimmern nicht mehr störte, ja, eine Zweiflügelblende auch kein Flimmern zeigt. Der größte Vorteil der Bildfensterblenden gegenüber den heute allgemein abgeschafften Vorderblenden ist der Schutz des Films vor der in den Dunkelphasen völlig nutzlosen Anstrahlung. Ein geschichtlicher abriß dieser Blendenkonstruktion wird in Aussicht gestellt". Lösungen gegen Dunkelheit und Herzflimmern gab es zu allen Zeiten der Kinoprojektion, da jeder halbwegs fachkundige Kinotechniker diese Bagatellfälle auf simpelste Weise im Nu zu meistern wußte. Und heute soll das nicht mehr möglich sein?
  9. Ein wundervoller Bau. Man kann ihn noch heute begehen, und er befindet sich in saniertem Zustand. Nur das Gewerbe hat gewechselt, da ein Feinkostgeschäft oder Bio-Laden darin seine würdige Bleibe findet. Entfernt hat man natürlich die Auframpung und anderes Kinomobiliar. Geblieben sind trotzdem der Bühnenraum, Wand- und Deckenpanele und die Loge im Rang. Jeder, der sich den Spaß eine Begehung macht, wird es nicht bereuen! Die Kinoatmosphäre ist überall präsent. Eigentlich nur eine Bildwand fehlt, um für die Gourmet-Freunde auf dem Rang noch ganz andere Delikatessen servieren zu können. Ein Bild der Fassade vom Eröffnungstag kann man beim Nachschlagen der alten Hefte "Zeiss Ikon - Bild und Ton" wiederentdecken. Standen dort eigentlich immer Ernemann-Projektoren?
  10. AKI-Kinos waren viel beliebter als man zugeben würde, aber zu wenige haben bisher eine Reportage gewagt. Eine verlockende Aufgabe! Mindestens zwei Häuser hat es in Berlin gegeben. In Neukölln und am Zoologischen Garten, direkt gegenüber der Front des ZOO PALAST. Am Zoo verwandelte sich das AKI bald in das LUX INTIM. Nach der Maueröffnung 1989 harrten Schlangen vor den Eingängen, wie man sie nicht mal bei Eröffnung des Hauses geahnt hätte. Der Bau ist seit einigen Jahren abgerissen. Ihm folgte im letzten Jahr das Gesamtensemble um das sogenannte Schimmelpfenghaus, an dem jetzt der Zoo-Tower (130m hoher Hotelkomplex) ersteht. Wenn er fertig ist, fürchten die Pfarrer der Gedächtniskirche um einen großen Schatten, der sich über ihr Gotteshaus wirft (erinnert ein wenig an Murnaus Film "Faust"). Und nicht nur die Erotik wird nicht mehr so bodenständig sein wie eh und je. Weltberühmt wurde die Region durch Dreharbeiten zu "Christiane F - wir Kinder vom Bahnhof Zoo". Daten zum Gebäude am Zoo: Eröffnet wurde 1952 in der Joachimstaler Str. 43-44. Der Architekt ist Paul Schwebes. Abriss um 1957 und Zwischendomizil in der Tauentzienstr. Neubau 1958. Integriert im neuen "Dreiecks"-Ensemble des "Zoofensters" mit Schimmelpfenghaus, ZOO PALAST und Filmmessezentrum. Umbenennung in LUX INTIM Anfang der achtziger Jahre. Schließung ungefähr um 1990. Seit 1964 hält das BALI in Berlin-Zehlendorf wacker seine Stellung. Es befindet sich am Teltower Damm 33. Mitte der siebziger Jahre stellte es sein Programm auf Kunst, Politik und Avantgarde um. Auch heute gilt das Kino als Lichtblick des Südens und definiert sich aus einer Mischung aus anspruchsvoller Unterhaltung, Literaturfilm, ethnologischen Film und Lesungen.
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