Eremitage
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Was mir noch aufgefallen ist, der Klaus Peter Weber berichtete, dass seine B14 Studio mit einer Vorrichtung ausgestattet ist, die beim Rangieren die Kufen vom Film hebt. Dieses Ausstattungsmerkmal findet sich bei meinen Maschinen nicht. Die Frage ist, ob der Rückwärtsbetrieb bei meinen Projektoren überhaupt vorgesehen war. Das Bedienfeld ist für Rückwärtslauf per Taster schon dafür ausgestattet. Die Standardmaschine habe ich mit Abwickelfriktion erworben. Da geht rückwärts nicht. Die Studio-Maschine kam mit komplett durchmotorisierten Spulenarmen. Wobei ich deswegen davon ausgehe, dass diese Maschine schon Rückwärts kann. Nur die Kufen heben dann halt nicht ab - und was die Filmschlaufe beim Richtungswechsel macht, weiß ich auch noch nicht..🤔
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Tja, welche Lücke BAUER (oder besser BOSCH..?) da mit der B14 STUDIO schließen wollte, wäre schon interessant zu erfahren. Obwohl das ja schon andeutungsweise erklärt wurde. Zum Sichten von frisch geschnittenem und nachvertontem Filmmaterial, bevors ins Kopierwerk ging. Das war's.. sonst keine weiteren Anwendungsbereiche..? Für roundabout 65 tsnd. DM in den 60er Jahren, (des letzten Jahrhunderts) finde ich das an Möglichkeiten etwas eingeschränkt.
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Ich mag Variablen, und erst recht wenn's viele sind. Das macht den Treat hier doch interessant. Nicht immer auf dem Gegebenen auszuruhen, sondern sich was neues, was anderes auszudenken. Dann bleibt der Ausgang des Themas auch spannend und keiner - schläft ein.. 😴💤💤💤
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Ja das mache ich sowieso. Ich versuche im Grunde nur die Möglichkeiten auszuloten, was man sinnvolles mit dem Tonlaufwerk überhaupt noch machen kann. Einfach weglassen wollte ich diese Einrichtung nicht. Der Projektor wäre dann auch nicht mehr original. Auf der anderen Seite würde ich gerne dem Restaurationsaufwand mehr Bedeutung zukommen lassen. Einfach so, nur weil's nett aussieht Stunde um Stunde in Polierarbeiten reinzustecken, ist was für Gehirnlose. Also wo ist die Zweckhaftigkeit, der tiefere Sinn dieser Arbeit..? Gibt's denn noch externe Gerätschaften, möglichst keine die bis unter die Decke reichen, mit denen man im Zusammenspiel mit dem Projektor, Aufnahmen herstellen könnte..?
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Gerne.. und zwar genau hier..👍😄
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Hallo Jens, ein 17,5 mm Band habe ich mir bei eBay schon gesichert. Mit 320m kann man bestimmt schon ein interessantes Demoband zusammenstellen. Die Frage ist ob man die vorhandenen Tonköpfe am Tongerät auch für die Aufnahmefunktion verwenden könnte. Das ist ja im Grunde nichts anderes als bei einem Tonband oder Kassettengerät. Da werden ja auch Aufnahme und Wiedergabe mittels eines Tonkopfes erstellt bzw. wiedergegeben. Die Ansteuerung müsste ich mir dann "basteln"' Das eigentliche Vorhaben ist von einer Filmszene den Ton abzugreifen und (mit hörbarer Bearbeitung) auf das Cordband aufzuspielen. Dann könnte man einmal die Szene mit O-Ton und danach mit dem bearbeiteten Tonsignal vom Cordband synchron vorführen. Ich denke der Vergleich würde die Möglichkeiten bei Vertonungen in dieser Machart wunderbar offenlegen. Apropos Kiste, bitte nicht übertreiben.. sonst geht die womöglich nicht durch die Haustüre..🤭
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Ich hab' als Jugendlicher vom Mammutbaum so'n Tannenzapfen gehabt. Riiiiesig war der..🫣 Den konnste auch für nix gebrauchen. Aber wenn Besuch da war haben sie alle drumherumgestanden und gestaunt. Und so denke ich ist das mit dem Xenonkolben auch. Für euch Kineasten das normalste der Welt. Aber für Die die einen Vorführraum nur von Außen kennen, eine echte Attraktion..🙂
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Was nichts kostet.. ist nichts wert. (A. Einstein) Könnte man jetzt wieder auf das eigentliche Thema zurückkommen..?
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Es war gut gedacht.. und schlecht gemacht. Die Geräte, der VHS-Heimvideorekorder war ständig defekt. Was mich persönlich sehr enttäuschte war die billige Verarbeitung der doch nicht gerade preiswerten Geräte. Z.B. rieben sich Symbole und Schriftzeichen von den Weichgummitasten die etwas öfters benutzt wurden in kurzer Zeit ab. Gehäuse waren gegen Verkratzungen empfindlich. Von den Technischen Möglichkeiten waren die Geräte gut ausgestattet. Allerdings musste man regelrecht einen Lehrgang machen, damit man mit entsprechendem Equipment zum Erfolg kam. Wenn man beim Überspielen Szene an Szene gesetzt hatte und diese nicht zu lang waren, gab es auch keine Probleme mit Zeitversätzen. War auch eine teure Angelegenheit. Zum EV-S9000E kamen ja noch Kameraausrüstung und mindestens ein weiterer Videorekorder zum zuspielen sowie Videomischpult und Schnittcomputer dazu. Den SONY TRINITRON TV mit 70 cm Bildschirmdiagonale darf man in dieser (Preis)-Auflistung natürlich nicht vergessen. Kurz gefasst - unter 10000 DM hat sich da damals garnichts getan. War für mich auch der Ausschlag bei SUPER 8 zu bleiben. Habe ich nie bereut.
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Danke für die Links. War ja naheliegend bei KODAK direkt mal reinzuschauen. Der Link zu eBay ist allerdings lukrativer da bedeutend preiswerter. Hab' schonmal einen Preisvorschlag abgegeben. Mal sehen ob's was wird. Die Frage die sich als nächstes stellt, ist halt wie das Tonsignal auf das Magnetband kommt, wenn die Maschine nur zum Abspielen ausgelegt ist. Da muss ich mir noch was einfallen lassen..🤔
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Danke für den ausführlichen Exkurs. Und gut, den Topf wo alles oberflächlich hineingeworfen wird lassen wir weg. Aber ein bisschen rühren können wir schon. Vielleicht ist das nur ein "Ausreißer" nicht von der Stange. Aber der SONY EV-S9000E war schon eine pfiffige Entwicklung und bot Timecode in verschiedenen Versionen an. Das Gerät bot auch die Möglichkeit an, den Timecode nachträglich aufzubringen. Das heißt man konnte uncodierte Kameraaufnahmen mit Zeitmerkmalen ausstatten und dann die einzelnen Szenen z.B. mit einem Schnittcomputer beliebig aneinandersetzen. Ist schon einige Zeit her dass ich mit so einem Gerät gearbeitet habe. Sony hatte da einiges im Programm. Das war Anfang der 90er Den technischen Überblick wie bei dir vorhanden, habe ich allerdings nicht.
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Danke, die Puzzlesteine fügen sich so langsam zusammen. Die Frage die sich nun eigentlich von selbst stellt ist: Kann man das Bandmaterial noch irgendwo bekommen..? Für Demozwecke wäre das eine tolle Sache. Am Schaumainkai in Ffm. war ja früher noch das Technische Filmmuseum. Da hätte man eventuell mal fragen können.
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Der Ausdruck lautet Magnetfilm. Das ist wie Bildfilm perforiertes etwas stärkeres Magnetband. Kann sein das ich mich jetzt oute.. aber ist das nicht das Gleiche wie das Cordband im 16 mm Bereich..? Nur halt 35/2 = 17,5 mm breit..?
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Ja, das Timecodeverfahren gab es dann in den 80ern auch für den Videobereich und wurde in die schräg abgelesenen Bandinformationen eingebettet. Ich glaube das war bei Betamax und VHS gleich. Video 2000 war etwas anders ausgelegt.
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Also im Verhältnis zu dem was ich tragen kann, sind die Schwungmassen schon recht groß bemessen. Trotzdem gebe ich dir mit den Gleichlaufeigenschaften absolut recht. Gegen ein Tandberg TD20A Tonbandgerät, dass es in den 70ern ja auch schon gab, wird die B 14 Studio im Vergleichstests wohl kaum bestehen können. So wie Du das geschildert hast brauchte sie das wohl auch nicht denn wenn es darum ging Filme nach Schnitt und Vertonung beurteilen zu können, reichte das einfache Laufwerk völlig aus. Je mehr ich an der Maschine arbeite, um so mehr macht mir das Projekt Spaß. Eigentlich bin ich ja bei SUPER 8 zu Hause und verunstalte mit meinen Modifikationen die BAUER STUDIOKLASSE PROJEKTOREN. Man lernt halt nicht aus..🙂
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Klar, wenn die Tonspuren wie auf dem Tonkopf angeordnet über das Filmbild verteilt wären, wäre das beim Betrachten auf der Leinwand eine ganzschön streifige Angelegenheit..🫣
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Danke für die fachliche Unterstützung. An der Zahnrolle die ich gerade aufarbeite, kann man sehr schön sehen, dass dort zwei unterschiedlich breite Formate abspielbar sind. Hilfreich wären detailierte/re Hinweise wie man mit dem Magnettongerät damals gearbeitet hat. Nur abspielen wird's ja wohl nicht gewesen sein, oder wurden Magnettonaufnahmen im Studiobetrieb noch auf anderen Stationären Maschinen bearbeitet..? Foto: Vorher/Nachher (muss noch mit Polierscheibe nachbehandelt werden.)
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Kommt nicht zum Einsatz.. die Frage ist wenn dieser Tonkopf so brachial mit dem Filmmaterial umgeht, warum er überhaupt angeboten wurde. Hat doch seinerzeit auch schwindelerregende Summen gekostet.
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Da hast Du absolut recht. Mein Vorhaben ist allerdings gerade die Studio-Maschine moglichst original wieder herzustellen und mit der Standard Ausführung der B14 die Filmvorführungen durchzuführen. Es sind ja zwei Maschinen die ich parallel wieder aufbaue. Es wäre doch sehr schade diesen Projektor, zumal er so gut wie komplett in seinen Baugruppen unbeschädigt vorhanden ist, nicht wieder so herzustellen, wie er einst zum Einsatz kam. Die B14 Standard werde ich zum allgemeinen Leidwesen etwas verunstalten müssen. Auf das Werk muss bei Gelegenheit das CAT 701 montiert werden. Dolby CP möchte ich schon nutzen. Hab' schon überlegt das Gehäuse des CAT im gleichen Farbton wie Werk und Spulenarme anzulegen. Der schwarze Block fällt dann nicht so ins Auge. Sieht dann etwas homogener aus. Die Spulenarme möchte ich verlängern und mit stärkeren Motoren ausstatten. Da muss ich mir auch noch Rat einholen was man da am besten nimmt und was vor allem nicht stilbrüchig ausschaut. Meine Filme habe ich weitgehend auf 1800 und 3000 m Drahtspulen konfektioniert. Das ist der Grund weshalb die Spulenarme läänger werden müssen..🙂
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Sehr interessanter Beitrag, Danke.. Ich könnte einen vierkanaligen Tonkopf bekommen. Nur wofür..? Selbst wenn ich das Tonteil wieder zum Laufen brächte, aktiv arbeiten könnte (und wollte) ich damit nicht. Es ist eher ein musealer Anspruch den Projektor wieder rauszuputzen und gangbar zu machen. Letztlich werden nur Filme damit abgespielt. Und das da mal ein Magnettonfilm dabei ist, halte ich für recht unwahrscheinlich. Den vierkanaligen Tonkopf würde ich dann eher als Anschauungsstück dazulegen um zeigen zu können was alles möglich war. Ich habe noch einen SONY Walkman aus den 80ern. Den Stelle ich neben das Tongerät (da ist noch ein kleiner Platz frei) um den Entwicklungsunterschied von zwei Jahrzehnten deutlich zu machen. In der kleinen Kiste steckt zehnmal mehr Technik und das auf kleinstem Raum.
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Detailfoto: Magnettontonköpfe für Aufnahme und Wiedergabe. Foto unten: Werk rückseitig geöffnet mit Blick auf das Innere des Tonteiles. (Schwungmassen abgenommen.)
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Falls es noch jemanden interessiert. Hier mal das frontseitig demontierre Werk und nachfolgend noch eine Ansicht vom Inneren des Tonteiles. Das ist technisch gesehen schon erschreckend mager ausgestattet, was da zutage kommt. Vor allem wenn man bedenkt, dass die B14 Studio in den 60ger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, in der Neuanschaffung um die 65000 DM gekostet hat. Auf der anderen Seite wird ersichtlich, was für Quantensprünge die technische Entwicklung vom Zeitpunkt der Entwicklung dieses Projektors, bis zu der Projektionstechnik die heutzutage angewandt wird, gemacht hat. Foto: Werk frontseitig, bewegliche Teile demontiert.
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Nächster Restaurationsabschnitt mit schon dagewesenem Betätigungsfeld.: Das Werk der STUDIO-MASCHINE kommt an die Reihe. Trotzdem ich mit dem Werk der Standardausführung der B14 so einige Erfahrungen sammeln konnte, ist das Werk der Studioausführung dieses Projektors, nochmals eine ganz andere Hausnummer. Zusätzliche und komplexere Bauteile (Magnettonlaufwerk) zeichnen diesen Projektor aus. Die erste Bestandsaufnahme hat ergeben, dass es wohl kaum Fehlteile gibt. Die Inspektion hat ergeben, dass das Handrad fest sitzt. Das Öl im Inneren des Werkes ist wohl in den über 15 Jahren, die die Maschine eingelagert war fest geworden. Die Filmschlaufen-Hand-Ringe lassen sich leicht drehen. Die unteren Zahnräder drehen sich mit. Das mit dem Malteserkreuzgetriebe verbundene Zahnrad, dass für den Filmtransport zuständig ist und den Filmschritt am Bildfenster vorgibt , ist fest. Ich hoffe das mit einer Getriebespülung das alte verhartze Öl aus dem Getriebe zu beseitigen ist. Ansonsten äußerlich viel Dreck, Patina und ein fehlendes Typenschild (wer klaut denn sowas..!?) das ich irgendwie ersetzen muss. Foto unten: Werk der B14 STUDIO Foto unten: Detailaufnahme, viel Dreck und angelaufene Teile.
