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Empfohlene BeitrÀge

Geschrieben

Mal eine generelle Frage: Die Einspielergebnisse die bspw. auf boxofficemojo oder von media control veröffentlicht werden - sind das bereits die netto BetrÀge die bei den Verleihern landen oder ist das noch abzgl. Kinobetreiberanteil und MwSt?

Geschrieben

Hmm, und genau DAS kann ich mir nicht vorstellen. Das wĂŒrde nĂ€mlich bedeuten, dass ein Film wie John Carter locker 500 Mio $ einspielen mĂŒsste damit das Studio gerade mal auf seine Kosten kommt (Budget war 250 Mio, 500 Mio weniger Kinoanteil weniger UmSt). Und da hege ich so meine Zweifel ob das so korrekt ist weswegen ich den leisen Verdacht habe, dass es sich bei den boxofficemojo Zahlen vielleicht doch eher um netto Zahlen handelt. Also Kinoanteil und UmSt bereits abgezogen...

 

Gibts hier einen Fachmann vom Verleih der dazu was sagen kann?

Geschrieben

Hmm, und genau DAS kann ich mir nicht vorstellen. Das wĂŒrde nĂ€mlich bedeuten, dass ein Film wie John Carter locker 500 Mio $ einspielen mĂŒsste damit das Studio gerade mal auf seine Kosten kommt (Budget war 250 Mio)

 

Das ist ja auch so, was meinst Du warum kaum ein Film nach Rechnung der Studios Gewinn macht ;)

 

Und da die Kinos natĂŒrlich auch ein ganz wichtiger Teil der ganzen Kette sind, ist es doch selbstverstĂ€ndlich, dass auch deren Anteil im Einspielergebnis enthalten ist, alles andere wĂ€re doch absurd.

 

Du brauchst Dir ja außerdem nur das Einspielergebnis und die Zuschauerzahlen anzusehen und zu dividieren, dann ist klar, dass das brutto ist.

Geschrieben

Bei allen Kinofilmen werden auch die verschiedenen nachrangigen Auswertungen wie DVD/BluRay und TV signifikant Einnahmen generieren, und bei vielen Filmen rechnen die Studios auch damit, dass nach Produktion und Marketingaufwand erst in dieser Phase schwarze Zahlen geschrieben werden.

 

Diese Zahlen nicht bereinigt zu VerfĂŒgung zu stellen scheint erstmal sinnlos, aber es wollen natĂŒrlich ALLE möglichst hohe Zahlen prĂ€sentieren, also wird niemand Kinoanteil, Umsatzsteuer, etc. abziehen, hĂ€ngt natĂŒrlich auch davon ab, wer da welche Statistik zu welchem Zweck betreibt. Aber damit die Zahlen vergleichbar bleiben, und eben, weil nur die höchsten Zahlen subjektiv interessant sind, wird kaum jemand bereinigte Zahlen im Rahmen solcher Veröffentlichungen wie 'BoxOffice' etc. rausgeben. Das sind ja keine Steuerberater.

 

- Carsten

Geschrieben

Überzeugt mich alles noch nicht, ehrlich gesagt. Ich habe bei boxofficemojo.com jetzt einfach mal angefragt mit der Bitte um ErlĂ€uterung was fĂŒr Zahlen die da haben. Mal sehen ob und was da zurĂŒckkommt.

Geschrieben

Alle Kinos melden Bruttozahlen und die auswertenden Firmen (Rentrac, MediaControl etc.)kennen die Bezugsbedingungen der einzelnen Kinos ĂŒberhaupt nicht.

In Deutschland wÀre es noch vergleichbar einfach den Kinoanteil herrauszurechnen da es eine relativ einheitliche Struktur der Verleihmieten gibt.

In den USA ist das nahezu unmöglich da hier die Verleihmieten teilweise ĂŒber ein sogenanntes "Housenut" Modell einzeln zwischen Betreiber und Verleih

ausgehandelt werden.

 

Außerdem sin die sogennnten Produktionskosten eher mit Vorsicht zu genießen da hohe Produktionskosten gerne als Werbemittel eingesetzt werden im sinne von meiner ist grĂ¶ĂŸr, lĂ€nger...

Hier werden gerne mal fiktive Kosten mit reingerechnet.

 

Gruß

HAPAHE

Geschrieben

Zu John Carter hab ich diesen Artikel gefunden :

 

Flop: Disney verliert durch "John Carter" 200 Millionen

 

Der nĂ€chste Flop fĂŒr die Traumfabrik Disney: Das Mars-Abenteuers "John Carter" wird richtig teuer und statt des erhofften Megahits zu einem teuren Misserfolg. Der Unterhaltungskonzern stellt sich auf den Verlust von 200 Millionen Dollar ein, kĂŒndigte Disney nach US-Börsenschluss am Montag an.

 

Hier geht es zum Artikel : http://wirtschaft.t-online.de/mars-held-john-carter-brockt-disney-filmstudio-verlust-ein-/id_54946362/index

 

darin steht auch folgender Satz : Allerdings mĂŒsste der Film nach EinschĂ€tzung von Experten rund das Doppelte der Produktionskosten einnehmen, damit Disney auf schwarze Zahlen kommt, denn ein erheblicher Teil der Erlöse bleibt bei den Kinos.

Geschrieben
darin steht auch folgender Satz : Allerdings mĂŒsste der Film nach EinschĂ€tzung von Experten rund das Doppelte der Produktionskosten einnehmen, damit Disney auf schwarze Zahlen kommt, denn ein erheblicher Teil der Erlöse bleibt bei den Kinos.

 

:grin:

 

Über diesen Satz kann jeder, der mal eine Filmabrechnung geschrieben hat nur herzhaft lachen :lol: :lol:

Geschrieben

Was ist denn daran falsch? Mit welchem sonstigen Partner an so einer Produktion muss ein Studio denn ansatzweise soviel Geld 'teilen' wie mit den Kinos?

 

 

- Carsten

Geschrieben

Je nach Verleih und Art/GrĂ¶ĂŸe des Kinos, sind schonmal 57,x % des Kartennettoumsatzes weg. Bleiben bei 7,50€* Brutto pro Karte, also satte 3,1x€ Netto ĂŒbrig.

 

-> Mehr als 4,-€ verschwinden in MwSt. (7%), FFA (3%), und Verleiheranteil (54,x). FĂŒr mich bedeutet erheblich >50% und dem ist eben nicht so.

 

*Durchschnittskartenpreis laut Rentrak.

Geschrieben

'erheblich' heisst nunmal nicht 'der grĂ¶ĂŸte Teil', sondern 'erheblich'. Und davon kann man bei ĂŒber 40% durchaus reden, denn niemand anders erhĂ€lt einen so hohen Umsatzanteil vom Kinoergebnis.

 

- Carsten

 

Mit ersterem hast du natĂŒrlich recht, wer sagt aber, dass den Verleihern bei Bluerays mehr ĂŒbrigbleibt? Lizenzen fĂŒr BD, Nachbearbeitung fĂŒr BD Fassung, Herstellung der BD usw kostet sicherlich auch bei großer StĂŒckzahl nicht wenig Geld.

 

Dazu sehe ich Kino auch als Werbemittel fĂŒr Filme und fĂŒr Werbung muss bekanntlich bezahlt werden :)

Wenn ein Film im Kino floppt, werden sich die wenigsten die DVD oder BlueRay holen. Ist der Film hingegen schon an der Kinokasse ein Schlager, wird im nachhinein nochmal richtig Kasse gemacht!

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