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schallundrausch

Bildwandrahmen - Selbstjemacht!

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Kollegen,

 

mal eine Anfrage für alle Bastler und Handwerker (Alte Schule!) unter Euch. Unser Kino wird in absehbarer Zeit komplett neu aufgebaut, mangels finanzieller Potenz soll so viel als möglich in Eigenleistung - Handarbeit! - erbracht werden. Und einige Verbesserungen gegenüber dem IST soll der neue Saal schon bieten...

 

Unter anderem soll die Bildwand vergrößert werden, dafür braucht's einen neuen Rahmen. UND: Wir sind ein wirrer Haufen von Spinnern, Träumern und Angebern - es ist Konsens, daß der neue Screen eine entsprechende 'Kurve' bekommen muss! Nun: gibt es eine Alternative zu Produkten der Kinoausstattern? Hat wer Erfahrung von Euch in Konstruktion und Aufbau derlei Strukturen? Was wäre die zu bevorzugende Bauform - Holzfachwerk, Stahlprofil/-rohr geschweißt,...? Einige vielversprechende Hinweise habe ich hier und dort gefunden, jemand ne Ahnung, wie die Leute das dort realisiert haben?

 

Any DOs and DON'Ts?

 

Maße sind bei fixer Höhe zwischen min 2,50 m und max 2,80 m bei variabler Breite, also um die 6,50 Breite höchstens.

 

Alle Hinweise dankend zur Kenntnis nehmend,

 

s&r

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Erstmal Kontakte zu lokalen Handwerkern auftreiben, die man damit beauftragen kann, und denen mal die Idee unterbreiten. Es geht sowohl in Holz als auch Metall.

 

Mehr Anregungen:

 

http://www.google.de/search?client=safari&rls=en&q=curved+screen+frame&oe=UTF-8&redir_esc=&um=1&ie=UTF-8&hl=de&tbm=isch&source=og&sa=N&tab=wi&ei=M4U2UeHxHITFPPXNgIgD&biw=1276&bih=690&sei=NYU2UYu0E4nJPJm-gLgF

 

- Carsten

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Bei gebogener Bildwand würde ich in jedem Fall Stahl verwenden, zumindest für den "formgebenden" Teil. Freut sich auch der Beauftragte für vorbeugenden Brandschutz :).

Die Biegung kann mittels eines relativ einfach aufgebauten 3 Rollengerätes hergestell werden, massives Vierkantmaterial oder bei nur moderatem Bogen evtl auch "zöllig Rohr", befestigen, zusammenschweißen und gut.

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Ach Carsten, danke für Deine Antwort!

 

Die Idee sollte dann aber möglichst schon recht ausgereift sein denn: Fähige Handwerker habe ich hier im Haus quasi zur freien Disposition ständig verfügbar. Die scharren alle schon mit den Füßen...! nur haben die von Kino allesamt relativ wenig Ahnung.

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Bei gebogener Bildwand würde ich in jedem Fall Stahl verwenden, zumindest für den "formgebenden" Teil. Freut sich auch der Beauftragte für vorbeugenden Brandschutz :).

Die Biegung kann mittels eines relativ einfach aufgebauten 3 Rollengerätes hergestell werden, massives Vierkantmaterial oder bei nur moderatem Bogen evtl auch "zöllig Rohr", befestigen, zusammenschweißen und gut.

 

Ach: Du sagst es! Das sind genau so Aussagen, wie ich sie mir erhoffe, weil sie meinen Horizont um mindestens 70mm überschreiten. Der brandschutz wird mir noch das ein oder andere Magengeschwür bereiten: Ich versuche derzeit, unseren Archtekten breitzuschlagen, die Auframpung in Holz ausführen zu lassen. Bis jetzt sträubt er sich recht wacker... Dabei habe ich den Eindruck, daß die Unterbodenkonstruktionen in sämtlichen Großkinos aus Holz sind! irgendwelche Infos dazu?

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Holz beisst sich nicht mit Brandschutz, schon garnicht bei einem Bildwandrahmen.

 

Im Grund spielt sich das Problem bei diesem Format zwischen nötiger Versteifung und Bildwandbefestigung ab.

 

Bei Streben im Bogenschnitt verbietet sich eine Bildwandanbringung 'innen', also rahmenumschlingend.

Die Versteifungen müsste also hinten dem Schnitt angebracht werden.

 

Alternativ kann man die Bildwand auch vorne auf dem Rahmen befestigen, ist aber aufwendiger.

 

 

 

- Carsten

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Im Grund spielt sich das Problem bei diesem Format zwischen nötiger Versteifung und Bildwandbefestigung ab.

 

Jap, so seh ich das auch. zumal der Rahmen ja auch so stabil sein soll, daß man darin auch die entsprechende Tontechnik aufhängen kann.

Aber dann habe ich ein Verständnisproblem: Was meinst Du mit 'innen'? Die dem Publikum zugewandte Seite des Rahmens?

 

Ehrlich gesagt hatte ich an eine umschlingende Lösung gar nicht gedacht. Ich war immer davon ausgegangen, daß ich eine Bildwandtuch habe, alle vier Kanten geöst, und es dann entweder mit Gummi-Abspannern oder einem gespannten (Sisal-)Seil zentriert in den Rahmen hänge, also mittig zwischen Ober-/Untergurt, bzw. den beiden Seitenholmen. Letzteres Verfahren empfiehlt zumindest Harkness für seine Leinwände...

In beiden Fällen hat aber das Bildwandtuch einen wie-auch-immer-großen Abstand zur Rahmeninnenkante. Der Rahmen muß also deutlich größer sein als die physische Bildwand, der sichtbare Ausschnitt entsprechend kleiner sein und die Abspannung durch eine Kaschierung verdeckt werden. Oder hab ich irgendwo einen Denkfehler?

 

Und was meinst Du mit 'vorne anbringen'?

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Ein Rahmen dieser Größe wird bezahlbar nicht nur aus dem Rahmen bestehen können, sondern muss stabilisierende Verstrebungen enthalten.

Wenn die Bildwand 'innen' wie von Dir beschrieben mit Spannern aufgehängt sind, können diese Verstrebungen nicht ebenfalls 'innen' angebracht sein, sondern müssen nach hinten versetzt werden.

 

Mit vorgesetzten Haken oder einer Vorsatzleiste könnte die Bildwand aber auch 'vor' der Rahmenebene (oder vielmehr 'Fläche') montiert weden, dann können die Stabilisierungen auch 'innen', also in der Rahmenebene liegen.

 

- Carsten

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Now we're talking the same language! Sozusagen: vastehe....! Die Sache mit den Haken find ich nicht dumm, das wäre vieleicht eine passende Möglichkeit.

btw: habe gerade dem Stahlbauer meines Vertrauens 2-3 Bier ausgegeben. Auf was für Ideen der alles gekommen ist... Wo wir uns allerdings nicht einigen konnten: ist eine derart geschwungene Bildwand nun als konkav oder konvex zu bezeichnen?

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Vergiß nicht, bei gewölbt darfst du nur senkrechr spannen, waagrecht so gut wie gar nicht. Nur sind mitttlerweile die Optiken für plane Bildwände berechnet, krümmen führt zu Verzerrungen am Rand.

Jens

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Vergiß nicht, bei gewölbt darfst du nur senkrechr spannen, waagrecht so gut wie gar nicht. Nur sind mitttlerweile die Optiken für plane Bildwände berechnet, krümmen führt zu Verzerrungen am Rand.

Jens

 

Das ist ja das Drama. Und nen Film auf Full-Panel Acadamy-Format skalieren um ihn dann mit einer externen anamorphotischen Linse wieder in Form zu bringen ist schon ganz schön... Naja, sagen wir: nerdy. (aber hübsch wär's schon...) Mal abgesehen davon, daß ich überhaupt nicht weiß, ob das technisch mit den DCI-Kisten möglich ist.

 

Obwohl... ich kann das jetzt nirgends finden und daher nicht konkret zitieren, aber war bei den frühen DCI-Projektoren nicht auch mal anamorphes Scope mit separatem Objektiv vorgesehen? Was sich dann wegen der hohen kosten nicht durchgesetzt hat? Und man lieber auf Motorzoom und Zeilenreduktion gesetzt hat? Mir war so...

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Ja, anamorphotisch komprimieren und per Optik entzerren geht auf den DCI Kisten schon immer noch. Ein paar Installationen laufen wohl auch immer noch damit, u.a. auch wegen des Lichtgewinns.

 

Aber für gekrümmte Leinwände stellen diese Projektoren nur noch eine Maskierungsfunktion zu Verfügung, keine Signalverzerrung mehr.

 

- Crsten

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Und leider ist das Verzerren der DCI Optiken auf gekrümmter Leinwand wirklich nicht schon. Da habe ich die Leinwand bei uns im Kino vor 12 Jahren schön gekrümmt, keine Verzerrungen bei 35mm gehabt und jetzt, bei Nutzung des Lensshifts beim 515er Sony siehts unten nicht nett aus. Klar geht maskieren, nur ändert das die Verzerrungen nicht. Und wie bei 35mm gibts nix, um die Verzerrungen bei CS zu kompensieren. Das hat die Schärfeeinstellung des Anas erledingt, gibts nicht mehr.

Jens

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Ahje, sowas hatte ich befürchtet. Naja, war eh eher eine Täumerei gewesen. Derzeit sind eh noch 'reinanalog', doch auch bei uns dürfte der Wechsel hin zu DCI nur noch ein Frage von Monaten sein. Für die Verbleibende Zeit noch eine 'echte' Scope-Leinwand zu konstruieren hält selbst ein Nostalgiker wie ich für nicht zweckdienlich. Aber gab es sowas mal bei anderen, nicht-DCI-Projektoren, die trotzdem kinotauglich waren? Ich meine eine digitale pincushion oder Schmetterlings-Verzerrung? Ich kenne das nur von meinem alten Präsentationsbeamer, und ich glaub bei dem war das eher dem mangelnden Shiftbereich des Objektivs geschuldet. Sah jedenfalls nie wirklich toll aus.

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Beim Sony kann man maskieren, jedoch besitzt der, und ich vermute mal, die anderen auch, keine Einrichtung wie Digitalzoom etc. zur digitalen Bildkorrektur. Würde ja auch der Idee der Normierung widersprechen, wennjeder halt einfach das Bild so verwurschteln kann, bis es passt, anstatt dei passenden Optiken dafür zu nehmen oder für einen korrekten Standort zu sorgen.

Jens

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Hallo,

 

weiß jemand was diese Optiken

 

http://www.isk-optic...oduct-range&L=1

 

für gekrümmte BW eigentlich so geeignet machen soll?

 

Hast Du Dir mal die Brennweiten angeschaut? Es sind extreme Weitwinkeloptiken, u.a. geeignet für IMAX Umbauten oder wann immer sehr großes Bild und kurzer Projektionsabstand angesagt ist. Und frage lieber nicht nach dem Preis, der ist deutlich 5-stellig vor dem Komma. Wurden übrigens bei Schneider Bad Kreuznach in Kleinstserie gebaut.

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Und frage lieber nicht nach dem Preis, der ist deutlich 5-stellig vor dem Komma.

Au Backe :shock:

 

Hast Du Dir mal die Brennweiten angeschaut?

Ja schon. Aber 25-40mm ist für 2Kdigital doch nicht so kurz, das machen die Standart-Zoomdinger doch auch in den Bereichen?

 

Der explizite Hinweis auf das Design für gekrümmte Wände hat halt das Interesse geweckt...

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