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Unterschied Philips FP 5 / FP 6


dresden d1

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Hallo

 

mir ist vor kurzen eine unvollständige FP5 mit Kohlelampenhaus zugelaufen.

Jetzt habe ich mir von einer FP 6 die fehlenden Teile (Spulenarme, Lichttongerät und Tubus zw. LH und Kopf) besorgt und diese haben perfekt gepasst.

Welche Unterschiede gibt es also zwischen einer FP 5 und einer FP 6?

 

Gruß

Hannes

 

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Hallo.

 

FP 6 kann größere Objektive aufnehmen (bis 80 mm Spanndurchmesser) und hat Wasserkühlung. Ist also etwas, wie ein Projektor für größere Kinos.

Dann gibt es noch die FP 7, die hat eine Tür vor dem Werk und ein eingebautes Tongerät, sowie einen noch größeren, diesmal Schnellwechselhalter.

 

FP 56 ist dann eine FP 6 wie eine FP 5, d.h. großer Optikhalter (u.U. bei den späteren den Halter der FP 6), aber ohne die Möglichkeit der Wasserkühlung.

 

Basis aller Projektoren ist der 1934er Nitsche Projektor, letzter Konstruktion. Die Projektoren wurden mit dem Verklauf an Philips ab 1938 als Philiups Produkte im Ausland vermarktet.

 

Um die Frage zu beantworten: Die Bau- Teile sind gleich, bis auf den Kühlzusatz.

Stefan

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Hatte die fp56 nicht eine verbesserte Fokussierung? Ich habe noch einen 56er Projektorkopf. Dort haben die Objektivtuben keine Zahnstangen. Dafür ist vor dem Objektivhalter eine Verstellkonstruktion gebaut, die in den Rand der Tube greift und sich deutlich präziser verstellen lässt, als die ursprüngliche Konstruktion.

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Der von Thoimas beschriebene Objhektivhalter ist der FP 7 Typus. Da das Basiswerk immer gleich ist, lassen sich die Anbauteile beliebig austauschen.

Eine FP 5 hat laut 1951ere Katalog keine Wasserkühlung. Ob Kohle oder nicht, Kohle wird bis zur SPP Lampe bei Philips die einzige Lieferform gewesen sein, die Kühlung hängt von der Lampenlewistung ab.

Luftkühlung haben alle, diese ist ja zur Filmkühlung und zum Feuerschutz unausweichlich gewesen, weil Wasser nur das Umfeld (und das Oel im Bildwerfer) kühl halten kann, nicht aber den Film selbst.

 

Wie bei vielen Industrieprodukten, Fernsprechgeräte, Eisenbahnwagen, Flugzeuge, ... alles Erzeugnisse mit Dekaden überdauernder Gebrauchsdauer, gibt es im Laufe der Serienlebensdauer laufende Änderungen und Modifikationen. Der Katalogzustand ist eine Variante, der reale Lieferstand eiune andere.

Und es gab ja immer Optionen. So konnte durch Nachkauf der Wasserkühlzusätze aus der FP 5 beim Umzug in ein größeres Theater eine technische FP 6 werden. Nicht unbedingt brauchte man dann 80 mm Optiken.

 

Stefan

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Hat zufällig jemand Schaltpläne oder auch andere Unterlagen zur FP 5, bei der komischen Überblendvorrichtung blicke ich nicht ganz durch.

Wurde über einen mechanischen Schalter an Projektor überblendet oder ging das rein elektrisch?

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Hat zufällig jemand Schaltpläne oder auch andere Unterlagen zur FP 5, bei der komischen Überblendvorrichtung blicke ich nicht ganz durch. Wurde über einen mechanischen Schalter an Projektor überblendet oder ging das rein elektrisch?

 

Fig. 7 auf Seite 18 des Philipsmanual von kinobauer zeigt den Stromlaufplan. Das bistabile Relais wird über die Kontaktpunkte 50, 51 und 52 angesteuert. Was Dir hierbei noch fehlt, ist ein 6V-Trafo für das Überblendrelais. Gesteuert wird das Relais in der Regel nicht über einen Schalter, sondern über zwei Taster und sollte so verkabelt werden, dass beim Stillstand des Projektors die Bildklappe zwangsgeschlossen wird.

 

Gruß und Frohe Weihnachten

Maximum

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Ich wollte ja den Unterschied FP 5 FP 6 noch einmal darlegen.

 

Wesentlicher Unterschied ist der serien,mäßige 82,5 mm Objektivhalter, wie er für längere Brennweiten benötigt wurde, bei sehr langen Sälen. Hier werden die Frontlinsen schnell relativ gross, und um kdie Lichtstärke nicht zu verlieren, waren diese Optiken 80mm im Durchmesser. (Old Delft, Zeiss Kipronar).

Die Wasserkühlung und serienmäßigem Hauptschleifenbildner, sowie den Bildstandszeiger im Oelschauglas.

 

Siehe Scan des 1950er Kino-Prospekts der Elektroakustik und Tonfilm in Hamburg.

 

Stefan

SCAN1005_000.pdf

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Mit der Fp 6 habe ich in zwei unterschiedlichen Versionen, betreffend die Überblendmechanismen, gearbeitet. Einmal die hier schon erwähnte Überblendklappe, bewegt durch die Tauchspule im Trommelblendengehäuse. Sie war auf der gleichen Ebene aktiv wie die Sicherheitsklappe, die rein mechanisch ausgelöst wird von den beiden oberen Schleifenfängern.

 

Es gab aber eine zweite Version, bei der die Überblendklappe im Objektivschlitten angebracht war, zwischen

Andruckkufen und Objektivtubus. Da diese direkt im Lichtbrennpunkt (Nicht im Optikbrennpunkt !) lag, war sie sehr klein und somit sehr schnell beim Überblendvorgang ! Im Blendengehäuse war bei dieser Version nur noch die Sicherheitsklappe, mit der Handtaste zum Öffnen für das Pilotlicht zum Filmeinlegen. Diese

sehr "sophisticated" Version wurde später eingestellt, nachdem durch die immer kürzer werdenden Projektionsbrennweiten kein Platz mehr blieb, zwischen Filmebene und der Eintrittslinse des Objektivs.

 

Ein sehr gelungenes Fest mit erfolgreichen Weihnachtsvortsellungen und guten Rutsch für

alle geneigten Leser.

 

Klaus

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