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DCP-Untertitel mit OpenTypeFont, FTP-Transfer scheitert


daveangel
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Hallo zusammen,

 

wir haben ein neues Kapitel in Sachen "Dolby + Untertitel" aufgeschlagen. Das war bei uns lange Zeit ja immer mal wieder ein Problem (UT werden einfach nicht angezeigt), das ist aber seit längerem nun zum Glück behoben.

 

Im Prinzip ist das neue Problem nicht gravierend, aber nervig. Wir haben von einem DCP-Ersteller in kurzer Zeit zwei DCPs bekommen, die neuerdings einen OpenTypeFont (SourceSansPro) statt der üblichen Arial.ttf (TrueTypeFont) verwenden. Kurz zusammengefasst:

 

- Direkter Ingest von der Festplatte: läuft

- Kopieren (vermutlich FTP-Protokoll) von Server zu Server funktioniert nicht (Verification failed, Film hat ein rotes X)

- Kopieren (FTP) vom NAS zum Dolby funktioniert auch nicht (Film hat ein rotes X und kann nicht gespielt werden)

 

Ich hab mich dann mal durch die Ordner von OmU-DCPs gewühlt und bin so auf die OTF-Dateien gestoßen. Und genau die sind das Problem, sie werden beim FTP-Transfer als "no Digital Cinema Content" deklariert und "removed". Ohne die Schriftdatei muss die Verifizierung dann natürlich scheitern… Lustigerweise werden die OTF-Dateien beim direkten Ingest von der Festplatte problemlos akzeptiert, es scheint also zwei unterschiedliche Sicherheitsfilter zu geben, je nach Protokoll.

 

Ich werde mich mal mit KT unterhalten, ob die (oder Dolby) mehr dazu wissen. Aber vielleicht steht hier ja jemand vor dem selben Problem und kratzt sich den Kopf, daher die Info...

 

Viele Grüße

David

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Hallo

 

OTF ist im Interop Standard nicht zulässig. Ich gehe daher mal davon aus, dass es ein SMPTE DCP ist. Das ganze klingt dann nach einem Bug in der SMPTE Implementierung. Offensichtlich hat da jemand bei Dolby vergessen, dass es auch noch einen FTP Ingest gibt und dort nach Dateitypen gefiltert wird.

 

Sollte es sich um ein Interop DCP handeln, dann liegt der Fehler im DCP.

 

Gruß Harald

Edited by HaraldSchaefer (see edit history)
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Hallo

Die Doremi Rapid ist sicher keine "Billigsoftware" (dagegen ist der Creator ein Schnäppchen), trotzdem ist es gerade mit einer solchen Profi Maschine problemlos möglich ein DCP zu erstellen, das sämtlichen Spezifikationen wiederspricht und damit nicht mal mehr auf einem Doremi läuft.

Der Creator verhindert zwar das meiste, aber auch er erlaubt es Dinge zu tun, die man besser nicht tut.

Interop DCPs verwenden Untertitel, die auch auf einem TI Projektor abgespielt werden können (machen heute die wenigsten), der TI Kopf kann aber nur ttf, und auch das nur, wenn die Datei nicht zu groß ist, daher müssen Fonts auch beim Export auch komprimiert werden (wird gerne vergessen). Gleiches gilt übrigens auch für die Größe der Untertiteldatei. Mehr als ca. 1500 Untertitel bringen die Engine der Serie 1 Geräte zum Absturz, so dass nur ein DLP Reset hilft.

Es wäre mal interessant ob das Problem auch bei SMPTE DCPs mit OTF Fonts auftritt. Ich muss nächste Woche mal testen, ob der aktuelle Creator (3.3.2) das mit den OTF zulässt und ob es da evtl. eine Warnmeldung gibt.

 

Gruß Harald

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Sollte sich sehr einfach lösen lassen, wenn man das dem DCP Ersteller mal deutlich sagt. Ich nehme mal an, das ist keiner der Großen?

 

Nee, keiner der Großen. Ich bin auch schon im Gespräch zwecks weiterer Testdateien, aber bevor ich das noch mal anspreche, wollte ich das mit dem OTF-Verbot in Interop noch mal verifizieren. Hab mir die Docs besorgt, schaue nachher rein. Und "wir sind die Einzigen mit dem Problem" :-)

 

Viele Grüße

David

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Auf welchem Softwarestand ist euer Dolby denn?

 

Schaue ich morgen nach und melde mich noch mal.

 

Ich finde übrigens kein Verbot von OTF in den Unterlagen zu Interop. Im Gegenteil, ein Dokument zu den Untertitel (von 2003!) erwähnt sogar explizit beide Formate ("Subtitle Specification (XML File Format) for DLP Cinema Projection Technology" von Texas Instruments). Aber so oder so ist das ja eigentlich egal: Auch wenn nur in SMPTE-DCPs das OTF-Format wirklich zulässig wäre, der Dolby würde diese Fontdateien im FTP-Transfer ablehnen und rausschmeißen. Ich muss also eher mit Dolby als mit dem DCP-Ersteller reden, denn der direkte Ingest von HDD funktioniert ja ohne Zicken.

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Ich finde übrigens kein Verbot von OTF in den Unterlagen zu Interop. Im Gegenteil, ein Dokument zu den Untertitel (von 2003!) erwähnt sogar explizit

 

 

Es gibt/gab vieles, was nicht explizit verboten war, aber trotzdem Ärger gemacht hat. Die Kunst beim professionellen Erstellen von DCPs der wenigen großen Dienstleister ist es, genau den DCP Dialekt erzeugen zu können, der auf allen üblichen Servern läuft, was sowohl bezüglich der DCI/SMPTE specs als auch der Server- und Projektorsoftwareversionen immer noch ein bewegliches Ziel ist.

 

Nicht dass Doremi da nicht auch schonmal stolpert, aber von Dolby gab es da in der Vergangenheit des öfteren peinliche Bekenntnisse der Art 'Wie? Achso? Ahja, da müssen wir mal schauen...'

 

 

 

 

- Carsten

Edited by carstenk (see edit history)
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Nicht dass Doremi da nicht auch schonmal stolpert, aber von Dolby gab es da in der Vergangenheit des öfteren peinliche Bekenntnisse der Art 'Wie? Achso? Ahja, da müssen wir mal schauen...'

 

Aktuell gibts ein DCP eines kleinen Dienstleisters, das vom Doremi problemlos ingested wird, das beim Laden einer Playliste aber als ungültig erkannt wird. Die Validatoren von Fraunhofer und NeoDCP haben kein Problem mit dem Ding, und auch auf Dolby-Servern läuft es problemlos.

Mit der Funktion "Sanity Check" des Doremi kommt man auf des Rätsels Lösung: "Channel Assignment ist not coherent between reels" - das DCP hat das Verleihlogo als eigenes Reel vorgeschaltet, und da da irgendwas mit den Audiokanälen nicht einheitlich ist, kommt der Server ins Schleudern. Der Dienstleister hat ein VF nachgeliefert, das nur den Hauptfilm beinhaltet - und schon gehts ...

 

Wäre interessant zu erfahren, ob die großen Dienstleister jedes DCP auf jedem verbreiteten Server testen (zumindest auf Doremi/Dolby/Sony) oder ob man auf seinen Workflow vertraut.

 

Schöne Grüße,

Matthias

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'Ins Schleudern' gerät ein Server ja eigentlich nur, wenn er versucht, sowas abszuspielen, und dann vor Publikum Mist passiert. Solange er es bei einem formalen Check moniert, hat der Programmierer ja offensichtlich einen Grund dafür.

 

Dass ein DCP korrekt ingestbar, aber dann nicht abspielbar ist, ist ja auch per se kein Fehler - das ist ja z.B. bei VFs sogar der Regelfall und so vorgesehen.

 

Validatoren sind halt so ein Ding - die einen testen auf rein formale Aspekte, übersehen aber zwangsläufig einige Stolperfallen real existierender Server. Es gibt keinen Validator, der die konkrete Abspielbarkeit auf verbreiteten Servern überprüft. Da wäre es auch sehr aufwendig, alle DCP Varianten, Projektoren und Server inkl. der div. Softwarestände zu berücksichtigen.

 

 

Die etablierten Dienstleister prüfen sicher nur in Ausnahmefällen DCPs auf allen aktuellen Servern. Möglicherweise bieten die sowas bei HighProfile-Releases aber sogar als extra Dienstleistung an, wenn ein DCP z.B. spezielle Anforderungen stellt (HFR z.B.). Ansonsten denke ich, dass die lediglich ihre Workflows auf allen üblichen Servern testen, und sich dann peinlich daran halten. Ausserdem dürften die sehr viel Feedback an die Hersteller ihrer Mastering-Tools liefern. Der Harald Schäfer sollte dazu was sagen können.

 

 

Es gibt natürlich sehr unterschiedliche Sichtweisen - so eine abweichende Kanalzuordnung mag in vielen Fällen keinerlei Problem darstellen, und die meisten Kinobetreiber würden sicher tendenziell Server haben wollen, die 'alles spielen'. Aber nur solange, bis mal bei der Premiere eines Blockbusters plötzlich die HI/VI Spuren aus den Surrounds kommen. Dann fragt man sich, warum der Server das zugelassen hat.

 

Rein interessehalber, und weil Du ja auch Linux User bist - hast Du dieses DCP mal mit dcp_inspect geprüft?

 

- Carsten

Edited by carstenk (see edit history)
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  • 5 weeks later...

Also, das Problem hat einen Eintrag in der Dolby Fehler-Datenbank, das heisst, man arbeitet daran, aber es gibt noch keine Info, in welchem kommenden Patchlevel der Fix drin sein wird. Dürfte aber kaum kompliziert sein und wird mutmaßlich nicht lange dauern.

 

- Carsten

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Also, das Problem hat einen Eintrag in der Dolby Fehler-Datenbank, das heisst, man arbeitet daran, aber es gibt noch keine Info, in welchem kommenden Patchlevel der Fix drin sein wird. Dürfte aber kaum kompliziert sein und wird mutmaßlich nicht lange dauern.

 

Hey Carsten,

 

vielen herzlichen Dank für die Info, das freut mich sehr!

 

David

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  • 3 months later...

So, seit kurzem ist ein Dolby-Update drauf (4.8.5.2), aber das Problem noch nicht behoben. Wir können doch nicht wirklich die einzigen sein, denen das Ärger macht? Was machen denn die ganzen TMS-Benutzer, das läuft doch auch über FTP?

 

Da wir zukünftig auch gerne mit Gofilex zusammenarbeiten möchten, bekommen wir ja dann bestimmte DCPs nur noch digital. Aktuell ingesten wir die betreffenden Filme von der Verleiher-HDD manuell/direkt auf jeden Server und eben nicht übers Netzwerk. Im Gofilex-Fall müssten wir dann ja den Umweg über eine eigene externe Platte gehen. Komfort sieht anders aus :-( Kann doch echt nicht sooo schwer sein…

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Ich hab noch kein einziges DCP analog bekommen.........[/klugscheiß]

 

Hehe, du SpaßVOGEL :-) Der Vertriebsweg auf Festplatte via Transportdienstleister ist für mich immer noch "analog", durchs Kabel ist für mich "digital". Du hast noch nie "analoge DCPs" bekommen, das habe ich aber auch nicht geschrieben :-)

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So, seit kurzem ist ein Dolby-Update drauf (4.8.5.2), aber das Problem noch nicht behoben. Wir können doch nicht wirklich die einzigen sein, denen das Ärger macht? Was machen denn die ganzen TMS-Benutzer, das läuft doch auch über FTP?

 

Da wir zukünftig auch gerne mit Gofilex zusammenarbeiten möchten, bekommen wir ja dann bestimmte DCPs nicht mehr auf dem herkömmlichen Vetriebsweg via Festplatte, sondern via Glasfaser und Kupferkabel auf einen Server übertragen. Aktuell ingesten wir die betreffenden Filme von der Verleiher-HDD manuell/direkt auf jeden Server und eben nicht übers Netzwerk. Im Gofilex-Fall müssten wir dann ja den Umweg über eine eigene externe Platte gehen. Komfort sieht anders aus :sad: Kann doch echt nicht sooo schwer sein…

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Saugst du oder schiebst du? Bzw sind beide Wege eingerichtet, wurden beide getestet?

Hast du sowas wie ein TMS oder eine sonstige Zentralinstanz?

Wieviele Screens?

 

Persönliche Meinung meinerseits zu Dolby-Servern: Schleppt sie auf das höchste Dach der näheren Umgebung (und sei es das eigene) und werft sie weit!

Edited by Vogel (see edit history)
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