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Hanns-Peter Hüster R.I.P.


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Am Dienstag verstarb der Kinobetreiber Hans-Peter Hüster. Damit verliert nicht nur die Essener Programmkino-Szene einen großartigen Menschen und Visionär, sondern ganz Deutschland einen wahren Kino-Enthusiasten, der sein Leben voll und ganz dem Kino widmete.

 

Die Wurzeln der Essener Filmkunsttheater reichen bis in die 1970er Jahre zurück. 

Damals gehörte Hans-Peter Hüster zu den Pionieren der Programmkino-Szene in Essen.

Zusammen mit Marianne Menze betrieb er bis zuletzt die Essener-Filmkunsttheater Filmstudio Glückauf, Eulenspiegel, Astra-Theater & Luna sowie Galerie Cinema.

Hinzu kamen die Lichtburg Essen und das Rio in Mühlheim.

 

In tiefer Trauer: Ruhe in Frieden Hans-Peter (Hansi) Hüster.

 

 

 

    

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Das ist sehr bedauerlich. Hüster war weit über die Grenzen des Ruhrgebiets und Deutschlands hinaus bekannt. Mit ihm verbindet sich noch die ursprüngliche, manche sagen "authentische" Programmkinobewegung, die in ihren Anfängen Verknüpfungen auch zur aufkommenden 68er-Bewegung und dem Neuen Deutschen Film vertiefen konnte. Lange Zeit war er mit Marianne Menze verheiratet, die den Betrieb heute führt. Auch hat er sich nie der Multiplex-Prostitution angedient, wie manch anderer Programmkinobetreiber, der später die Seiten wechselte.

 

Seine Essener Programmkinos überlebten als einzige Flebbes CinemaxX-Invasion, der rasch nacheinander die drei Roadshow-Kinos EUROPA PALAST, GRAND PALAST und NEUES ROXY zum Opfer fielen. Nachdem die LICHTBURG hinzukam und damit auch Anlaufschwierigkeiten einherliefen, kommentierte dies der CinemaxX AG-Vorstand nur zynisch: "Für Frau Menze werden ja bereits die Lichterketten gespannt." Menze lernte er bei einer Vorführung von "2001: Odyssee im Weltraum" kennen, der im Essener EULENSPIEGEL erneut kommenden Sonntag eingesetzt wird.

 

Auf der Website der Programmkinogruppe steht:

 

Die heute zu den Filmtheaterbetrieben Hanns-Peter Hüster gehörenden fünf Essener Lichtspielhäuser, Filmstudio Glückauf, Eulenspiegel, Astra-Theater & Luna sowie Galerie Cinema, sind die einzigen Kinos der Stadt, die aufgrund ihres besonderen Programms und ihres individuellen Stils die Eröffnung des CinemaxX 1991 überlebt haben.

Die Essener Filmkunsttheater haben sich sowohl inhaltlich als auch atmosphärisch immer schon als Alternative zum gängigen, vorwiegend amerikanisch bestimmten Mainstream-Kino verstanden.

Aus: https://filmspiegel-essen.de/infos/ueber-uns-unsere-geschichte/

 

Zitat Hans-Peter Hüster:

Wenn man Geld verdienen will oder reich werden will, dann soll man kein Kino machen. Weil wenn man up to date bleiben will, muss man immer wieder investieren, investieren, investieren, und da muss man schon eine große Liebe zum Medium entwickeln, um das durchzuhalten. Und auch in den 50 Jahren bin ich nicht reich geworden daran.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/ein-leben-fuer-das-kino.1153.de.html?dram:article_id=182675

 

Bild aus der WAZ: https://www.waz.de/staedte/essen/lichtburg-essener-filmkunsttheater-feiern-50-jahrestag-id6218096.html

 

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Hanns-Peter-Huester-und-Marianne-Menze.jpg

Edited by cinerama (see edit history)
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51 minutes ago, carstenk said:

Das stimmt allerdings auffällig. Vielleicht ist ja 'nur' Hans-Peter Hüster verstorben. Ich kenne eine Mitarbeiterin der Lichtburg. Vielleicht frage ich mal vorsichtig nach.

Ja frag mal bitte, die muss es ja wenn wissen

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  • 1 month later...

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