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Empfohlene Beiträge

Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb nomasala:

Hey Jan,

niemand in unserem Projekt hat unsere Farbtemperatur von 6000K ( ± 200K Toleranz) bedauert! Und wer ein wärmeres Licht will, kann ja ohne Weiteres einen Gelbfilter vor's Objektiv kleben...

Genauer, einen Farbtemperatur-Korrekturfilter. Um aus 6000 K dann die gewohnten 3400 K zu machen, benötigt man KR12 (eigentlich KR13, aber den gibt es kaum), auch bekannt als Wratten 85 (besser wäre 85B), der „vernichtet“ 2/3 Blende bzw. ca. 37%.
Die aus den Agfa Microflex ausgebauten dürften zu klein und nicht ausreichend temperaturfest sein 😉

Bearbeitet von Helge
Rechenfehler korrigiert (Änderungen anzeigen)
Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb filma:

Wie schnell altern denn LEDs (spürbar)?

Halbleiter altern eigentlich selten oder gar nicht. Richtig designed, hochwertig produziert und korrekt eingesetzt hätten die eine ganz enorme Lebensdauer.

Die Feinde heißen

- schlechtes Design, das Überlastungen nicht sicher ausschließt

- „unsaubere“, billige Produktionsprozesse, schon allerkleinste Verunreinigungen oder kleine Prozessabweichungen verkürzen die Lebensdauer dramatisch

-> insofern kann ein namhafter Hersteller hier auch eine höhere Lebensdauer gewährleisten 

 

Halbleiter sterben üblicherweise entweder durch Electrical OverStress (EOS), der zum z.B. Durchschlag einer Isolationsschicht führt oder durch Thermal Overstress, der zu Ablösungen führt oder auf Dauer schlicht die unvermeidliche Materialwanderung mehr als spezifiziert beschleunigt.

Natürlich führt keiner jahrelange oder gar jahrzehntelange Lebensdauertests durch, man versucht dies durch beschleunigende Bedingungen (hohe Temperaturen u.a.) zu simulieren. Dazu muss man die sogenannte Aktivierungsenergie des spezifischen Halbleiters kennen, keine leichte Aufgabe.

 

Es ist aber in allen Fällen wichtig, jedweden Betriebszustand zu vermeiden, der die Hersteller-Spec verletzt, auch in Kombinationen.

 

Bei den hier üblicherweise eingesetzten weißen LED mit Leuchtstoff sehe ich auch letzteren als Lebensdauer-bestimmend, der definiert ganz sicher die zulässige Temperatur zumindest mit.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Friedemann Wachsmuth:

Für den Open Source Gedanken wäre es super, wenn Schaltungen und Code mit in das Wiki kämen. Auch die Simulation einer Mehrflügelblende interessiert mich. Habt ihr drei Impulsgeber an der Welle? Oder pulst ihr durchgehend (für flimmerfreien Slomo-Betrieb) und adaptiert "nur" die Pulsfrequenz? (Wie) vermeidet ihr da Interferenzen mit der Dunkelphase des Schaltschrittes?

Also wie gesagt, eine vollständige Dokumentation ist in Planung - die wird aber erst fertig sein, wenn wir eine Replik gebaut haben, und diese Schritt-für-Schritt dokumentieren. Unsere PCBs haben noch einige Fehler drin, die finalen Schematics stellen wir dann später natürlich ebenfalls online.

 

Soweit ich weiss haben wir nur einen Magneten an der Welle, aber dessen Ausrichtung wird über einen Sensor genau wahrgenommen. D.h. auch im Stillstand weiss der Projektor, in welchem Winkel die Welle gerade steht.

 

Im Moment gibt es unser Projekt noch nicht auf Github, aber vielleicht findest Du ja ein paar interessante infos im Github unseres französischen Vorbilds:

https://github.com/z-l-p/film-projector-retrofit/tree/main

  • Like 1
  • Thumsbup 1
Geschrieben (bearbeitet)

In Anbetracht der in den letzten Stunden entstandenen, doch recht lebhaften Diskussion möchte ich ein paar Dinge ansprechen:

 

Zunächst einmal vielen Dank für die recht vielfältigen Beiträge zu dem Eingangsthema "Alternative Lichtquelle". Die Aspekte, die dieses Thema beinhaltet, können wir -um den Begriff aufzugreifen- als Amateure in Ermangelung finanzieller Ressourcen und fehlendem professionellem Equipment im streng wissenschaftlichen Sinne wohl kaum adäquat angehen! Ich auch nicht!

 

Was wir aber können ist, unsere Erfahrungswerte zusammenzutragen und zu versuchen, diese soweit wie möglich zu systematisieren und das Für und Wider zu ventilieren.

 

Bei der Eröffnung dieses threads hatte ich keinen wissenschaftlichen Anspruch ! Diesem soll hier auch niemand gerecht werden! Was aber an Realisierungsmöglichkeiten existiert und durch Empirie und das Experiment vielleicht schon  positive Resultate gezeitigt hat, das soll hier gerne seinen Platz haben oder bei Bedarf auch kritisch hinterfragt werden dürfen! Das schließt meine unprofessionellen Basteleien ein!

 

Eine HiFi-Diskussion benötigen wir hier nicht! Wohl aber eine Diskussion über Möglichkeiten und Grenzen. Angedacht ist ein freimütiger Gedankenaustausch über ein Thema, dass offenbar eine Menge Zündstoff bietet- warum auch immer...

 

Mich persönlich beschäftigen nach wie vor zwei  Fragen:

 

1. Helligkeit / Lichtstrom:

   gelingt mit alternativen (Nicht-Temperaturstrahler-) Lichtquellen eine zumindest akzeptable Annäherung an die klassischen Leuchtmittel und wie könnten diese aussehen bzw. welche technischen Maßnahmen sind zu deren Verwendung erforderlich? Ist -überleitend auf Frage 2- das kontinuierliche Spektrum eines Temperaturstrahlers wirklich durch nichts anderes zu ersetzen?

 

2. Farbwiedergabe

   wie gut kann ein alternatives Leuchtmittel an die Erfordernisse der Filmbildwiedergabe -wenn überhaupt- angepaßt werden?

 

nomasalas / Bernds Ansatz (Labor Berlin) zeigte, daß dies mit LEDs unter bestimmtem technischem Aufwand in gewissen Grenzen durchaus gelingen kann.  

 

Andere wiederum schwören auf Kurzbogen-Gasentladungslampen, bleiben lieber bei der guten alten Xenophot 24V/250W oder raten von einem Umbau generell ab.

 

Mit der Xenophot hatte ich auch experimentiert. Ihr großer Vorteil ist, dass unter Fortlassung des lichtschluckenden Kondensors viel Projektionshelligkeit vorne ´rauskommt. Die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung fand ich dagegen weniger zufriedenstellend.

 

Ich schließe nicht aus, dass am Ende der Temperaturstrahler gewinnt. Aber das will ich gerne im Realexperiment sehen!

Das ist wie mit Kindern, die das Wesen einer heißen Herdplatte erst dann verstehen wollen, wenn sie sich selber daran die Pfoten verbrannt haben. Manchmal greifen sie aber auch -high-tech-mäßig- direkt zur Mikrowelle...

 

Ich denke, das mein Meßkoppler für die relativen Helligkeitsvergleiche nächste Woche fertig sein wird. Alsdann möchte ich -ohne wissenschaftlichen Anspruch- einige Meßwerte an unprofessionellen Aufbauten vergleichend vorstellen.

 

Ende offen...

 

 

Martin

Bearbeitet von Spohnaudio (Änderungen anzeigen)
  • Thumsbup 2

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