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Grassmann, Erfahrungen mit der Firma Schmalfilmtechnik - Kinotechnik B. Welsch


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Geschrieben

Die veruntreuende Unterschlagung (wenn man jemandem etwas anvertraut) verjährt erst nach fünf Jahren (§ 78 Abs. 3 Nr. 4 StGB) und die Frist beginnt, sobald die Tat beendet ist. Das wäre der Zeitpunkt, an dem der Täter den Gegenstand klar erkennbar für sich behält (schwer zu beweisen). Ich würde rechtliche Schritte einleiten.

Geschrieben

Hallo in die Runde, 

wie ich schon geschrieben habe,habe ich schon viel von Herrn Grassmanns Verzögerungen gehört und auch erlebt.Friedemann hat aber auch recht,wenn man ihn anruft kann man sich gut mit ihm unterhalten,er hat mir auch schon mal innerhalb einer Woche nach Vorauszahlung Ware geliefert.Ich habe aber auch schon mal 10 Minuten am Telefon gewartet,bis ihn seine Frau vom Feld/Obstbaumplantage(?)geholt hat.Es ist wohl wirklich so,daß er mit beiden Betrieben überfordert ist,vielleicht brennt er nebenher auch Schnaps.Meine Erlebnisse sind aber auch schon über 10 Jahre her,mir ist jetzt auch sein Alter nicht bekannt,das ist evtl sehr hoch.Das entschuldigt natürlich nicht jahrelanges Zurückhalten von Kundeneigentum.

Grüße,Ralf  

Geschrieben

die 5 Jahre gelten meines Wissens nur für besonders schwere Fälle, Bei 50 Jahren alten und defekten Geräten würden das die Gerichte anders einschätzen.

 

Die Probleme liegen aber meiner Meinung darin, daß hat Graßmann gar keinen Zugang zum Internet hat. Heute kann man über 3-D-Drucker Metall- und Kunststoffteile für kleines Geld nachproduzieren, die elektronischen Teile sind sowieso Standardware. In Internet habe ich Werkstätten gesehen, die sogar Linsen nacharbeiten können. Bei uns gibt es in Plech ein Fotomuseum. Diese Leute sind mit Herzblut bei der Sache und haben sicherlich Tips für Ersatzteil und Werkstätten. Hier die Daten:

 

Adresse: Schulstraße 8, 91287 Plech (ca. 14 Minuten Fahrtzeit von Pegnitz)

Ausstattung: Über 30.000 Exponate zur Geschichte der Fotografie, darunter rund 7.500 bis 9.500 historische Fotokameras, Filmkameras, Riesen-Reprokameras und eine umfangreiche Fachbibliothek

Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb jfi:

Heute kann man über 3-D-Drucker Metall- und Kunststoffteile für kleines Geld nachproduzieren, die elektronischen Teile sind sowieso Standardware.

Uff, das ist, mit Verlaub, etwas naiv. 
 

Vieles kann man heute brauchbar drucken lassen, ja. Dafür benötigt es aber entsprechende 3D-Modelle und danach Material- und Belastungstests. All das gibt es nicht "für kleines Geld". Vieles lässt sich auch einfach nicht sinnvoll drucken. Oder nur sehr sehr teuer. Und eines Metall gedruckt für kleines Geld gibt, weiss ich auch nicht. 
 

Schmierstoffe, Riemen, Bürsten, Aktuatoren, Sensoren... all das kannst du nicht drucken, da hilft ist nur ein Ersatzteillager oder manchmal auch nur ein Schlachtgerät. 
 

Und die elektronischen Teile der 80er sind heute oft keineswegs mehr Standardware. Viele sind längst abgekündigt und längst gar nicht mehr erhältlich. 
 

Dass alle Probleme gelöst wären wenn Herr Graßmann "Internetzugang hätte" ist noch naiver. (Er ist hier übrigens sogar im Forum registriert!) Das ist nun wirklich nicht das zentrale Problem, wenn man in Arbeit ertrinkt und charakterlicher Wesenszüge wegen übermäßig viele Zusagen macht, die dann über Jahrzehnte zu einem bedrohlichen, nicht abzuarbeitenden Berg führen. 
 

Hinter jedem Reparateur steht ein Mensch. Menschen haben und machen Fehler. "Braucht Internet" ist da sicherlich nicht die Universallösung. 

Bearbeitet von Friedemann Wachsmuth (Änderungen anzeigen)
  • Like 1
  • Thumsbup 1
Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Friedemann Wachsmuth:

Und die elektronischen Teile der 80er sind heute oft keineswegs mehr Standardware. Viele sind längst abgekündigt und längst gar nicht mehr erhältlich

Ein sehr wichtiger Punkt, oft bleiben auch für elektronische Komponenten nur Schlachtgeräte mit unbekannter Vorgeschichte. Ich habe für einiger meiner Reparaturen an Stereoanlagen der 70er mit Mühe Ersatzteile in China gefunden, da wäre ein Schlachtgerät keine Alternative, wegen der gleichen Alterungsprobleme. Und manches ist mit noch so viel Mühe kaum reparierbar, besonders analoge Anzeigeinstrumente sind so ein Ding.

Besonders kritisch sind programmierte Prozessoren, programmierte Gatearrays und ASICs, die der Gerätehersteller exklusiv hat herstellen lassen, alles Bauteile die man quasi nur aus Schlachtgeräten bekommt, die muss man erst mal in genügender Zahl finden.

Geschrieben

das ist sicherlich richtig, bei Projektoren ist die Elektornik jedoch überschaubar, bei meinen Leitz Pradovits sind es ICs die man über E-Bay bereits ab € 1 bekommt. Herr Graßmann konnte diese sicher noch reparieren, als er die Ersatzteile von Leitz noch bekommen konnte. Heute wäre er aber auf das Internet angewiesen. Er hat mir auch erzählt, daß Leitz mehrere Paletten von Ersatzteilen vor einigen Jahren entsorgt hat. Wie ich bei Leitz gehört hatte, gab es pro Wochen lediglich nur noch eine Anfrage, und viele werden dann die Reparatur gar nicht haben machen lassen und sich für ca € 50 ein Ersatzgerät gekauft haben, oder komplett auf Dia-Abende verzichtet haben und diese dann digitalisiert haben

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