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Auch aus meiner Sicht ist das Filmen selbst Kulturgut, auch das mit Super 8. Super 8 selbst ist es nicht, da gebe ich Simon recht. Friedemann hat sicher recht, wenn er den gleichzeitigen Charakter als Luxusgut andeutet, das betrifft sicher jeden Urlaubsfilmer etc. Insofern gäbe es wohl, wenn überhaupt, eine Förderung für Filmkünstler mit Super 8 (von denen ja einige hier präsent sind) und nicht für mich oder Dich. Die Förderung von Künstlern erfolgt aber in eher schwankendem Maße und auf unterschiedlichen Wegen (z.B. über die Förderung von Veranstaltungen) und sicher nicht, weil sie Super 8 nutzen.
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Ich weiß nicht, wieviel der Kosten des Projektes Malte selbst trägt? Ich vermute, dass aber ein gewisser Teil (alles?) aus Schul- und Spendenmitteln kommt. Ich hatte das so in Erinnerung, dass der Staat eine Perforieranlage gesponsert hatte, kann mich aber täuschen. Das kam dann Single-8 und Super 8 zugute😉
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Vielleicht noch etwas zum Thema Subventionierung: Die meisten hier erinnern sich vermutlich noch an das Ferrania Desaster. Ein paar sehr geschäftstüchtige, grauhaarige Männer entdeckten eine Möglichkeit, Subventionen in großem Stil zu „erhalten“. Der italienische Staat und die EU haben viele Millionen in die Wiederbelebung eines Industriekomplexes gesteckt, ein nicht geringer Teil davon ging an Ferrania mit großen Versprechungen, auch zu Schmalfilm. Herausgekommen ist kaum etwas, trotz enormer Versprechungen, am Ende reichte es nur für ein paar sehr mittelmäßige Schwarzweiß-Filme. Das Beispiel zeigt sehr gut, dass Subventionen nur ein kleiner Teil der Lösung sein kann, am Ende muss die Produktion wirtschaftlich und lukrativ sein. Übrigens wurde WIMRE auch Tak in Japan wohl mal subventioniert, aber weniger zur wirtschaftlichen Wiederbelebung, sondern eben um das Kulturgut Schmalfilm. Es gab dann Fuji Farbumkehrfilm in Super 8 Kassetten . Leider ist auch das schon länger Vergangenheit.
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Nein, genauso ist es richtig. Selbst die erhöhten Produktionskapazitäten reichen nicht aus, die noch höhere Nachfrage vollständig zu bedienen. Also ist das Angebot trotz der erhöhten Kapazität niedriger als die Nachfrage, was zu höheren Preisen führt. Der 3-Schicht-Betrieb stellt ja noch keine deutliche Effizienzsteigerung hinsichtlich der Produktionskosten dar, der kleine Effekt durch die höhere Ausnutzung der Anlagen dürfte aus meiner Erfahrung größtenteils durch die Mehrkosten bei Personal und Organisation aufgefressen werden.
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Nun, es werden wohl heute in Deutschland irgendwas um die 25.000 S8 Kassetten verkauft. Das ist zwar im Vergleich zum absoluten Höhepunkt von 1980 mit knapp unter 20 Millionen sehr wenig, aber ein sehr deutliches Wachstum gegenüber vor 10 Jahren. Das etwas holprige KI Ergebnis nennt ja auch (versteckt) die S8 Farbnegativfilme als Hauptgrund.
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Ich denke, Du hast den Grund damit schon angegeben, nicht oder weniger draufzahlen. Super 8 ist für Kodak ein Mischgeschäft, das insgesamt profitabel sein muss, da darf so ein Nebenschauplatz wie Farbumkehrfilm ruhig weniger oder nicht profitabel sein, solange das Gesamtpaket in Ordnung ist. Dazu finden sich Zahlen in Jürgens Heft zu 60 Jahre Super 8 (#14) https://www.super8mag.de/shop/SUPER-8-Magazin-14-p785202903 Nun, das ist eh‘ sehr selten, dass ein Unternehmen eine Preiserhöhung genauer begründet. Der Preis war lange sehr konstant, die Gründe jetzt sind vermutlich vielfältig. Silberpreis Verdreifachung, Importzölle, Energiekosten, allgemeine Kostenentwicklung , gestiegene Nachfrage - such‘ Dir was aus 😉 vermutlich alle ein bisschen.
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Nein, das Gegenteil ist der Fall, zumindest, solange die Nachfrage höher ist als das Angebot. Du meinst vielleicht, dass hohe Produktionszahlen den Preis senken? Das ist korrekt, und da hilft die wohl deutlich höhere Produktion der Negativfilme, die Fixkosten und Abschreibungen auf größere Mengen zu verteilen.
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Da bin ich mir nun nicht so sicher. Leider kenne ich keine Vergleichszahlen…
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Ich denke, vor allem wegen der Konfektionierung. Dazu geringe Mengen.
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Das mache ich ja auch, ich mag den Tri-X sehr. Aber einen Urlaubsfilm mache ich immer in Farbe.
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Ja, natürlich wird der Absatz dadurch sinken. Am Ende muss sich die Produktion für den Hersteller lohnen, d.h., sie muß direkt oder indirekt Gewinn abwerfen. Wie gesagt, wenn man statt 10 Kassetten zum alten Preis nun 8-9 zum neuen Preis erwirbt, kommt man auf die gleiche Summe. Nicht schön, aber 8-9 sind besser als 0
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Daher denke ich, dass Kodak vielleicht alle Super 8 Filme quersubventioniert, ziemlich wahrscheinlich aber den E100D, mit dem Film alleine also kein oder kaum Geld verdient.
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Naja, Film ist halt wie Sprit Kosten der privaten Lebensführung, da gibt es selten Subventionen. Bei Film gäbe es im Gegensatz zum Sprit aber wenigstens den Charakter des Kulturgutes, aber da würden eher Produktionen von Filmen, ob nun professionell oder als z.B. semiprofessioneller Festivalbeitrag durch Förderungen subventioniert.
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Mittlerweile sind Umkehrfilme selbst innerhalb der Nische Super 8 selbst eine noch kleinere Nische. Die, die Super 8 hauptsächlich nutzen, nutzen wohl absolut überwiegend Farbnegativ, auch die Profis und Semiprofis. Dass Kodak diesen Minimarkt der Farbfilm-Projizierer immer noch bedient (als letzter), ist eher einerseits erstaunlich und andererseits sehr lobenswert. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Film bisher und möglicherweise immer noch vom übrigen Geschäft (Farbnegativ) quersubventioniert wurde. Der Preis ist sehr lange auf dem vorherigen Niveau geblieben, während andere Filme erhöht wurden. Man könnte viel subventionieren, auch das Kulturgut Super 8, da gebe ich Dir recht. Aber mehr als die Hälfte (63€ von 98€) aus öffentlichen Mitteln und angesichts der Tatsache, dass der Hersteller ja nicht notleidend ist…….🤨
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Ich ziehe mir den Schuh an und entschuldige mich 😳
