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Geschrieben

Jetzt muß ich mich als Fragesteller endlich wieder reinmelden. War ein paar Tage verreist.

 

Also - der kleine Noris 100 liegt bereits etwas zerrupft auf dem Basteltisch im Hoyyraum. 

Insgesamt ist das Gerät technisch noch gut in Schuß. Allerdings sind die Schmierstellen altersbedingt verharzt ( Fettstellen).

So habe ich den Greiferarm ausgebaut. Dessen Sinterbuchse ist mit schwarzem Molybdänfett geschmiert. Das ist  recht teigig geworden. Ich habe zwar solches Fett vorrätig. Aber auch in die Jahre gekommen und ebenfalls sehr dick geworden.

Deswegen eine neue Tube zu kaufen, die Jahrzehnte alt wird wie die aktuelle, wird sich nicht lohnen.

Sollte ich einen kleinen Teil mit etwas Nähmaschinenöl verdünnen und aufbringen ?  Ich las zufällig hier den Beitrag mit " Sinterlager neu tränken ". Die Arbeit möchte ich mir aber nicht machen. 

 

Noch eine Frage zu den Schmiermittel: Es ist auch ein weißes Fett an manchem Schmierstellen. Was ist das für eines ?

Sehe das öfters auch an anderen Geräten. Ich verwendete dafür meist ein lithiumverseiftes Haftfett mit etwa gleicher Viskosität. Studierte dazu auch etwas Literatur im Netz. Aber so richtig weiter hilft einem das nicht, weil sich alles auf Spezialprodukte bezieht, welche man eh  nicht hat.

 

Also - ich denke, daß ich mit Haftfett auch weiter komme. Ist ja kein Weltraumprodukt.

Welches Fett soll ich für die Gleitstellen ( Nylonstückchen) am Greifer verwenden, welche auf der Hartmetalllauffläche des Lüfterrades aufliegen.

Da ist auch ein Schmierfilz mit vorhanden. Der war ebenfalls voll mit Weißfett. Habe ich mit Benzin ausgewaschen.

Rein gefühlsmäßig wäre es doch besser, diesen Filz mit einem Tropfen höherviskosen Motoröl ( 5W - 30 ) zu tränken. Der Filz hält das Öl und gibt nur einen feinen Gleitfilm dauerhaft ab. Die dicken Fettstellen werden meist schnell weggedrückt und dann ist gar nichts mehr mit Schmierung. Zumal der Filz wie hier dann durch Fettalterung " bocksteif " wird.

 

Jedenfalls will ich das Maschinchen technisch - mechanisch  wieder top machen.  Dann sehe ich weiter.

 

Der bekannte Fehler ( Stecksockel der Lampe total korrodiert, dazu auch die Stifte der Lampe ) war auch vorhanden.

Wo bekommt man eigentlich noch solche Stecksockel ? Fand nur die Sockel für LED - Lampen  heutiger Stiftweiten .

Ginge notfalls auch.

Bei Umbau auf LED für Scanner braucht man keine hitzefesten Sockel mehr. Habe den  zerlegt und blank gemacht.

Das Material wird aber dabei dünner. 

Mittlerweile alle Lagerstellen gereingt und neu geschmiert. Hat deutlich was beim Filmwickeln gebracht. Der wurde anfangs zu stark  gezogen und hat mir am Greifer die Schwingungsbögen stramm gemacht. Da sind natürlich drehzahlkontrollierte Steppermotoren schon gut. Na ja - war eine andere Zeit ...

 

Also - wieder viel geschrieben. Aber vielleicht kommt was für meine Fragen dabei heraus.

Grüße an alle Leser

Xaver

 

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Fxl:

Jedenfalls will ich das Maschinchen technisch

Du beantwortest es hier selbst: Kauf dir ne Tube neues Fett und fang nicht an, nach Gutdünken zu mischen. Auch das Sinterlager neu füllen ist schnell gemacht und kostet fast nix. An dieser Stelle 10€ zu sparen ist nicht klug. 🙂

 

Als "Weissfett" verwende ich meist das Robbe Teflonfett, wenn ich mir nicht is her bin. Hat mich seit Jahrzehnten nicht enttäuscht. 

Geschrieben

Dachte , daß die weiße Schmierpaste eher Keramikpaste sein könnte. Soll zum Schmieren ja auch bestens sein.

Die hätte ich. 

Aber vielleicht ist das Thema gar nicht so heiß. Hier handelt es sich  nicht um Hochleistungsschmierstellen wie beim Auto.

Den Greifer schmierte ich  nochmals mit Molypaste. Die war noch gar nicht so " eingetrocknet " wie ich annahm.

Die Tube einige Male kräftig durchgeknetet und das Öl, welches sich durch die lange Stillstandszeit absobiert hatte, ist jetzt wieder durchmischt.

Jetzt muß ich noch etwas am Schmierklötzchen aus Filz arbeiten. Das Ding liegt mir nicht exakt genug an den Laufbahnen an.  Bekomme ich auch noch in .

Geschrieben (bearbeitet)

Ganz ehrlich - es macht mir alleine schon unbändig Spaß, an dieser raffiniert bis in das kleinste Schräubchen durchdachten Konstruktion zu schrauben. Da kann man seinen Mechanikertrieb - auch als eingefleischter Elektroniker - voll ausleben. Ich habe ja auch mal zu Kindesbeinen das Schrauben an einem mechanischen Wecker begonnen. Natürlich auch mit Märklin gebaut. Das hat geprägt und wirkt lebenslang nach .

Alleine das Beschaffen dieses Teiles hat sich bereits mehr als gelohnt. Freizeitbeschäftigung " par excellence " !

 

Ist reinste  deutsche mechanische Wertarbeit, wie man sie heute im Konsumbereich  nicht mehr kaufen kann. 

Na ja - die analoge Welt hatte auch Vorteile. Mehr als man vermuten könnte. Wenn so ein Ding mal streikte, konnte man es reparieren. 

 

Das Schmierfilzstück ist " zurechtgebogen " und gut justiert. Tränke ich mit etwas Öl. Denn der alte Zustand, bei dem ein Batzen verharzten Fettes, welcher weggeschoben keinerlei Funktion mehr hatte, dran war ist wertlos. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an meinen ersten S8 / N8 - Revue Projektor, den ich bei Porst Anfang der 70er gekauft hatte. Der war ähnlich aufgebaut und hatte ein Schmierfilzchen wie das hier an der Nockenscheibe. War mit Öl getränkt.

Der Projektor hatte einen Doppelzahngreifer, ebenfalls Wechselstrommotor mit Serienwiderstand.

Mechanisch war er auch recht solide gebaut. Die Porst - Produkte kamen damals aus der ehem. DDR. Die bauten  sehr solide.

Habe mich dann  wegen des Tones zu einem  Noris verleiten lassen. An den damit erzeugten  Metern Tonfilm gemessen war es eine teure Fehlinvestition - ehrlich gesagt. Verständlich, denn technisch affine junge Männer wollen eben immer das Neueste 🙄

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