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Lebenserwartung Kinoprojektoren


chrisdae

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Hallo zusammen,

hat jemand verlässliche Quellen/Infos zur Lebenszeit von digitalen Projektoren (kein Laser). Ich babe kürzlich in einem Artikel eines Kinobetreibers etwas von 7 bis 10 Jahren gelesen. Leider finde ich dazu jedoch gar nichts. Alles was ich finde bezieht sich nur auf die Lampenlaufzeit. 

 

 

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Jepp, die Barcos halten wohl am Längsten.

Grund, neben der Wasserkühlung besitzen sie auch noch eine Peltierkühlung der DLP.

Serie 1 der Kinoton/Barcos kenne ich mit mehr als 40.000h, Serie 2 mit mehr als 50.000h. Wie gut der Kontrast ist, das hängt zuerst von der Wartung/Umgebung ab und dann von der Lampenleistung.

Christie und NEC haben nur die Wasserkühlung, da habe ich dann nach 10 Jahren die Wärmeleitpaste getauscht, die war schon reichlich trocken beim CP 2210 und bei  NEC 1600 und 2000. Ebenso waren bei den NEC die Kühler der Wasserkühlung teilweise zugesetzt, das ist jedoch ein Wartungsversäumnis.

30.000h halten die auf jeden Fall.

Sonys R320 so um die 25.000h mit einem T-Core, abhängig der Lampenleistung, die R515 können auch mit dem ersten T-Core über 22.000h spielen.

Jedoch ist es bei allen Maschinen stark abhängig von der Umgebung. Schmutz, Staub, hohe Temperaturen kosten Lebensdauer.

Bei den Kinoton Serie 2 sterben die Gleichrichter durch Verschleiß eines SMD-Widerstandes.

Bei den ganzen Xenonmaschinen sind in etwa die Spiegel nach 25.000h nur noch halb so hell wie neue Spiegel. Auch eben abhängig von Lampenleistung und Umgebungstemperaturen.

Die Elektronik ist erstaunlich langlebig, defekte Elkos habe ich noch gar keine gefunden. Das Wärmeleitpaste nach 25.000-30.000h langsam austrocknet, ist auch nicht verwunderlich.

Bei Barco Serie2 ist das Wechseln aufwändig, bisher habe ich noch keine ausgetrocknete bei knapp 30.000h gefunden.

Justage der Konvergenz ist bei Barco einfach, bei Christie und NEC ein Gefummel.

Dadurch ist die Reinigung des DLP-Blocks auch nicht ganz ohne.

Bei den 6kW Maschinen verschleißt auch bei hohen Laufleistungen der Notchfilterspiegel in der Lightpipe.

Kommt dann eben kaum noch brauchbare Helligkeit aus den Maschinen.

Soweit meine Erfahrungen.

Jens

 

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7-10 Jahre waren mal WorstCase Abschätzungen. In der Realität und mit etwas Pflege sind 15 Jahre durchaus drin. Irgendwann liefern die Hersteller halt keine Ersatzteile mehr. Es sind jetzt noch etliche Serie-1 Geräte aus der Zeit 2007 bis 2010 im Einsatz. Hängt aber natürlich auch von der Kombination Alter und Anzahl der Vorstellungen ab.

 

 

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@Jensg

Um Wärmeleitpaste bei einem CP2220 zu ersetzen, gibt es da ein Manual und empfohlener Intervall? Oder machst du das aus eigener Erfahrung raus?

Hast du Empfehlunger zur Paste und wie man vorgeht? Unser Maschinen haben über 20.000h runter. 

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Mir ist nix bekannt dazu, allerdings habe ich auch keine Servicemanuals der Maschinen. In denen von Barco steht das m.W. auch nicht drin, weil es vom Servicetechniker vor Ort nicht durchzuführen ist. Gehört im Grunde zur Überholung der Lightengine. Und das wird wohl eher beim Tausch gemacht.

Paste, nun ja, schwieriges Thema. Guten Hersteller wählen, ich habe welche von Dow Corning. Wenn da die Reste an der Tube lange offen liegen und noch immer weich sind, dann taugt die was.

Vorgehensweise: DLP-Block ausbauen, Wärmetauscher am DLP abschrauben, alte Paste ab, neue drauf, nicht zuviel oder zu wenig, wieder montieren. War beim Christie und NEC einfach, beim Barco muß man dazu auch noch die Ansteuerplatine des DLP abschrauben, das habe ich dann gelassen. Die herausgedrückte Paste der Erstmontage war noch schön weich.

Jens

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Die Lichtmodulatoren sind Seitens der Herstellung für etwa 20000 h Betrieb dimensioniert. 

Es ist nicht nur sichtbarer Pixelfehler,   der zum Ausfall führt, sondern die Definition beinhaltet Parameter wie Abfall der Helligkeit, Kontrast usw.

Die Mikrospiegel werden matter im Laufe der Zeit, der Spiegel reflektiert das Licht in Richtung "Projektionslinse" oder auf eine Adsorbtionsfläche (mattschwarz). Diese wird iLdZ reflektierend, strahlt zurück, ruiniert den Kontrast.

Light Engines sind Verschleißteile!

Die Wärmeleitverklebung ist m.W. Bestandteil der Herstellerrevision der Light Engines beim Aufarbeiten, und wird nicht vor Ort gemacht.

Hinzu kommt bleifreie Verlötung nach ROHS, durch "Tin Whisker" Bildung ist die Lebensdauer der Leiterplatten beschränkt.

 

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