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Geschrieben

Eben kam mein 708 an, hab ihn nur schnell ausgepackt und lasse ihn erstmal aklimatisieren. Auf den ersten Eindruck hat er sehr sehr deutliche Gebrauchsspuren und einige Basteleien, das guck ich mir später in Ruhe an. 
 

Aber was ist das hier hinten am Lampenhaus? Kennt das jemand?

 

Die Platine führt über einen flimsy Steckkontakt ein Flachbandkabel nach innen. 

 

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Geschrieben

Der Beaulieu 708 war auch so schon ein extrem teures Gerät. Die Version mit Fadecomputer habe ich noch nie gesehen. So etwas brauchte man seinerzeit, wenn man die komplette Nachvertonung mit dem Projektor machen wollte. Man erkennt solcherart nachbearbeitete Filme in der Regel an den Blubbsern und Knacksern an den Ein- und Ausstiegspunkten. Meistens ist der Ton auch komplett übersteuert, weil damals kaum jemand wusste, dass die Aussteuerungsanzeigen VU-Charakteristik hatten und deshalb das Aussteuern auf 0 dB bei Sprache zu herzhaft angezerrtem Sound führt.

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Geschrieben

So, gestern habe ich mal 15 Minuten abgezwackt und den 708 genauer angesehen.

Was für ein schönes Stück Hardware! Getan habe ich noch nichts dran, das kommt später.

 

Er läuft gut und sehr ruhig, und er riecht total nach Opa. Also genau wie das Rasierwasser meines Opas. Krasser Déja-santé-Effekt!
Ich bin erstaunt, wie leise das Ding ist. Grenzt fast an Studioklasse. Am lautesten ist der kleine Kassettenrekordermotor für das Capstan-Schwungrad, der läuft vermutlich trocken oder ist kaputt... sicher reparabel. Besonders beeindruckt hat mich ja auch der Schärfetrieb. Und die Präzision der Objektivhalterung. Da hat Bauer bei der Studioklasse aber ganz mächtig am falschen Ende gespart!

 

Noch ein paar schnelle Eindrücke:

Oberhalb des Trafos ist diese Platine montiert. Das ist wohl der "Fadecomputer". Darauf zu sehen: Eine CPU Intel 8085, ganze 256 Byte (!) RAM und ein Eprom von Mai 1983 mit der Firmware (nannte man damals noch nicht so, denke ich). Die blauen Günther-Dinger konnte ich noch nicht identifizieren... ich vermute Optokoppler?

 

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Vom Computer geht auch noch ein Kabel an die Rückwand. Da fehlt mir wohl ein Teil, das jetzt irgendwo im Müll liegt... schade.

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Neben dem Spannungswähler hab ich einen X-Kontakt. Ist das normal?

 

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Die Bedieneinheit im Lampenhaus von hinten. Mit dem "Computer" wird sie über ein Flachbandkabel verbunden, dass in einem DIP-16 Sockel steckt... etwas wackelig, aber warum nicht 🙂

 

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Ein Pin war abgebrochen, nach provisorischem Ersetzen zeigt das schicke Display sogar was an. Allerdings nur entweder "P o" oder, nach einem Tastendruck, "0 051". Mehr habe ich noch nicht rausbekommen.

 

Der Projektor ist total verdreckt. Ich glube, der wurde noch nie sauber gemacht. Hier nur mal ein Bild der Abdeckung unter den Tonköpfen (sorry, unscharf, es schüttelte mich so):

 

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Bei Ebay findet man einen (vermutlich) passenden Bedienteil zum Anschluss, hergestellt von Ritter Mannheim. Leider will der Verkäufer 399€ dafür haben. Eher nicht. 🙂

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Auf jeden Fall ist das ein schönes Restaurationsprojekt (irgendwann) und zum Schlachten wäre der Projektor viel zu schade gewesen. 

 

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Geschrieben
vor 48 Minuten schrieb Friedemann Wachsmuth:

Die blauen Günther-Dinger konnte ich noch nicht identifizieren... ich vermute Optokoppler?

Könnte sein…

Ich kenne den Hersteller aber eher für seine Reedrelais in solchen Gehäusen. Optokoppler von Günther kannte ich bisher nicht und auch keine in solchen Gehäusen.

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