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Geschrieben

Hier einige Bilder von gewissen Vorversuchen mit Halogen-Metalldampf-Leuchtmitteln. Zunächst hatte ich eine 70W-Powerball HCI-TC (70W/942NDL) provisorisch vorgehängt. Die Kondensoroptik des SII blieb im übrigen unverändert. Leider ist die erste Linse in der unerhörten Hitze des vorherigen Leuchtmittels 700W gerissen. Für die Versuche einstweilen egal. Die Helligkeit war natürlich nicht umwerfend, jedoch ließ der Versuch gewisse Rückschlüsse über die zu erwartende Ausleuchtung des Bildfensters zu, wenn der Brenner -wie der Name Powerball schon sagt- kugelförmig und relativ klein ist.

DSC00041(800x532).jpg.763b96a93a8bfa0ec8826701d065f999.jpgDSC00042(532x800).thumb.jpg.f982bb7bff15b891e4fd288db9b68896.jpg

 

Im zweiten Experiment kam eine 150W CMH von General Electric zum Einsatz; zylindrischer Brenner. Die Abmaße der Leuchtfläche sind näher am Originalleuchtmittel dran. Dafür wurde eine provisorische Sockelaufnahme gefräst:

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Mechanisch ließ sich das Leuchtmittel gut unterbringen; eine höhere Leistung (250W) wäre wohl besser, aber ich hatte diese 150W-Lampen noch im Keller herumliegen (vor 16 Jahren incl. Vorschaltgerät eingelagert und nie benutzt).

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Die Fotos entstanden bei nicht abgedunkeltem Raum (geht beim Arbeitszimmer leider nicht), einmal mit Blitzlicht, das andere Mal ohne. Der Lichteindruck ist natürlich insofern irreführend, das der Projektor stillstand. Bei laufender Blende dürfte das Ergebnis deutlich schlechter ausfallen...

.

Der Laserpointer leistete beim Abschätzen des Strahlengangs gute Dienste. Der rückwärtige Spiegel hatte übrigens eine geringfügige Wirkung, was ich so nicht erwartet hatte. Ob sich mit einem individuell angepaßten Reflektor (poliertes Alublech) noch etwas herausholen läßt, um die Randstrahlung noch auszunutzen bezweifle ich. Einen Versuch dazu werde ich aber noch machen. Vergleichende Messungen mit der zweiten Maschine (mit Halogen-LM) konnte ich noch nicht machen. Dies geht leider nur in den Nachtstunden und erfordert etwas aufwand um das parasitäre Streulicht aus den Projektoren von der Messfläche fernzuhalten.

 

Versuche mit einer 100W-Flächen-LED (Fläche 23 x 23mm) verliefen mit dem Originalkondensor völlig erfolglos; man sieht nur blaue Punkte. Hierzu muß der Kondensor angepaßt werden, um ein verkleinertes Abbild der Leuchtfläche ins Bildfenster zu bringen. Zwei Kondensorlinsen aus chinesischer Quelle sind zwar vorhanden, jedoch läßt sich das Kondensorgehäuse des Projektors nicht umnutzen. Die Tubuslänge reicht nicht. Ich denke, die Luminus-LED ist da definitv die bessere Wahl.

 

Das Ganze unterfangen erhebt keinen Anspruch auf optische Korrektheit. Und gerne gebe ich zu, dass ich von Optik nicht viel verstehe. Versuch macht klug...

 

 

Martin

 

 

 

 

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Geschrieben

Dass du von dem Spiegel nicht mehr zurückbekommst wundert mich. Umbauten von anderen Geräten auf halogen haben mir gezeigt, dass der wenn auch kleine Spiegel doch mit entscheidend ist.

Geschrieben

@Dent-Jo:

nach meiner Meinung ist der Original-Spiegel des Selecton IIw für die Anwendung mit dem zylindrischen Brenner völlig ungeeignet. Seine Aufgabe besteht ja eigentlich (im Zusammenwirken mit der flächigen "Maschendrahtzaun"-Anordnung der Glühfäden des ursprünglichen Halogenbrenners) darin, das rückwärtige Abbild der Fäden durch deren Lücken noch vorne abzubilden, um eine in der Fläche möglichst gleichmäßige Ausleuchtung des Bildfensters zu bekommen. Daher ja auch die einschwenkbare Justageoptik im Projektor. 

Das kann der Spiegel jetzt natürlich nicht mehr, da der ja nicht durch den Keramikbrenner hindurchprojezieren kann.

 

Ich denke, es lohnt möglicherweise ein Versuch mit einem zylindrischen / parabolischen Reflektor. Dessen exakte Form gilt es auszutüfteln, um wenigstens noch einen Teil der rückwärtigen Lichtemission bzw. die Randstrahlen einzufangen und nach vorne umzuleiten. So wie es jetzt ist, dürfte am Kondensor allenfalls 20% der Strahlung von dem Metalldampfbrenner ankommen. 

 

Martin

Geschrieben

Nachtrag 1:

 

Mit dem Laserpointer (sozusagen "rückwärts" ins Projektionsobjektiv eingestrahlt) habe ich versucht, die Aperturen abzuschätzen. Der Strahl trifft den Brennerzylinder und man kann durch "Abscannen" mit dem Laser (verschiedene Einstrahlwinkel lateral und in der Höhe) sehen, welcher Sektor auf der Zylindermantelfläche des Brenners aktiv an der direkt auf den Kondensor gerichteten Lichtemission teilnimmt. Der Sektor befindet sich auf der Position des Glühfadens der entfernten Halogenlampe, das Foto zeigt die Position bei seitlicher Einstrahlung; bei genau zentrischer Einstrahlung liegt der Laserpunkt natürlich exakt in der Mitte der Zylindermantelfläche (nicht fotografiert):

 

DSC00052(800x532).jpg.83fe65a0124af399a6f2b0d228067946.jpgDSC00051(800x532).jpg.ea0b4182e8cccfbe23f72f1b1c652a0d.jpg

 

Wie man sieht, ist nur ein geringer Flächenanteil des Brenners ausgenutzt; alles andere geht als Streulicht verloren. Hieraus läßt sich schließen, dass es sinnlos ist, ein noch stärkeres Leuchtmittel einzubauen. Denn die Brennerfläche (und Durchmesser) wäre zwar größer, läßt sich aber bei gegebenem Strahlengang ebenfalls nicht ausnutzen. Ebensowenig kann man die Lichtstrahlen des Streulichts "um den Brenner herumbiegen". Sie fallen dann seitlich in einem zu flachen Winkel in den Kondensor und laufen dort ohne irgeneine Erhöhung des effektiven Lichtstroms gegen die Objektivwandungen.

 

Die Idee war nun, mit Hife eines abenteuerlich zurechtgebogenen, zylindrischen Reflektors einen Teil des Streulichtes direkt auf den Brenner zurückzuspiegeln in der Hoffnung, daß dieser matte Keramikkörper dadurch zusätzlich aufgehellt wird ("return to sender"). Die zusätzliche Erhitzung -so meine Annahme- wird das elektronische Vorschaltgerät wohl hoffentlich ausregeln. Na ja; der Effekt war ebenfalls nicht signifikant; eine  merkbare Zunahme der Helligkeit auch damit nicht zu erreichen. An diesem Alureflektor konnte man sich allenfalls in kürzester Zeit die Finger verbrennen. Erst bei Annäherung auf 1-2mm Abstand zum Außenkolben ließ sich eine geringe Veränderung der Leuchtdichte auf dem Projektionsschirm wahrnehmen. Ohne laufende Gebläsekühlung habe ich das aber vorerst nicht weiter vertieft um die Lampe nicht zu gefährden. Auch ist das verwendete Reflektormaterial von mangelhafter optischer Beschaffenheit...

 

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Geschrieben

Erfolgversprechend dürfte nur eine Beamerlampe sein. Diese hat einen kleinen Lichtbogen, und einen justierten Spiegerl drumherum.

Die Lichterzeugung erfolgt im Plasmapunkt

Problem der Powerball Metalldampflampen ist zudem, dass verschiedene Spektralanteile in verschiedenen Temperaturzonen des Lichtbogens entstehen, deshalb auch der semitransparente Keramikkörper, der das wieder mischt.. Für effiziente Filmprojektion bedarf es hoher Leuchtdichte, nicht hohem Lichtstrom. 

Ein solches Leuchtmittel mit klarem Entladungsgefäß könnte man in einen ellyptischen Spiegel setzen, und diesen zum Bildfenster justieren. Es wird dabei eine Farbverschiebung geben, die unschön aussieht.

Schon Dr. Kugler bei Osram hatte mit der HTI Schmalfilm und Kleinfilm Projektionslampe das Problem die Spektralanteile so zu mischen, daß eine akzeptable Projektion möglich wurde. Dieses geschah durch eine in 3 verschiedenen Ellzsen ausgeführten Reflektor. Trotz des Aufwands gelang es nicht, eine brauchbare Rotwiedergabe hinzubekommen. Der Baute p8hti zeigt das gut auf, Hauttöne wirken zu arange, und die Quecksilberlinien bekommt man auch nur schwer in den Griff.

Geschrieben

Nachtrag 2:

 

Im Anschluß an die Metalldampf-Versuche kam eine chinesische cob-LED 100W zum Einsatz und ich habe die Abstrahleigenschaften ohne und mit Kondensor überprüft. Die LED wurde mittels Labornetzteil soweit bestromt, dass nahezu alle LEDs auf dem Träger aktiv waren (die streuen in den Daten und beginnen nicht zeitgleich zu emittieren). Damit man sich nicht die Finger verbrennt bzw. noch halbwegs was erkennen konnte habe ich die LED nicht voll ausgefahren. Das aufgelegte Papier zeigt eine ungleichmäßige Farbverteilung: weiße Fläche mit bläulichen Punkten direkt über den LEDs, je nach Distanz. Das Foto vermittelt das leider nur unzureichend:

 

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Die China-Kondensorlinse sitzt auf einem Zwischenstück aus metallbedampftem Kunststoff. Dieses Teil soll die seitliche Randstrahlung reflektieren, führt aber in den Ecken zu besonders starken Farbsäumen. Die Abstrahlung wurde wieder mit dem Papierblatt visualisiert:

 

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Man sieht, dass die Abstrahlung sehr breit ist. Sodann habe ich die LED versuchshalber auf den Bauer-Kondensor gesetzt:

 

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Bei größerem Abstand werden die Farbsäume und die ungleichmäßige Wirkung des Plastik-Randstrahlen Reflektors deutlich sichtbar. Außerdem ein viel zu breiter und  nicht auf das Bildfenster fokussierter Lichtkegel.

 

Da eine zweite China-Kondensorlinse vorhanden war, habe ich aus einer Klopapierrolle einen Versuchskondensor gebaut:

 

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Auch mit den anderen Linsen ließ sich der Lichtkegel nur unwesentlich kleiner fokussieren; die spektrale Aufspaltung der einzelnen LED-Spots ist augenfällig. Ich habe den Klopapierkondensor provisorisch in den Strahlengang vor der Filmbühne gebracht; die blauen Punkte werden deutlich vom Projektionsobjektiv angebidet. Wählt man eine kleinere Distanz zwischen Kondensor und Filmbühne, ist der Lichtkegel zwar kleiner und gleichmäßiger, aber es stören die Blendenhebel im Selecton. Insgesamt sind die Streuverlußte gewaltig. Ein Versuch mit einer Mattglasscheibe zur Vergleichmäßigung der Farbspots brachte auch nur mehr Lichtverluste. Immerhin hat Eumig mal mattierte Kondensorlinsen verwendet; das ist aber was anderes.

 

Ich habe kurzzeitig mal "Vollgas" auf die LED gegeben, um einen subjektiven Eindruck von der Projektionshelligkeit zu bekommen. Besser als bei dem Metalldampf-Brenner war es nicht. Eher ungleichmäßiger wegen der Farbspots. Es mag bei Diaprojektion vielleicht gehen, für eine Lösung am Selecton ist es m.E. so nicht brauchbar. Allerdings ist mein Vorrat an Linsen beschränkt; bei anderer Ausgestaltung des Kondensors ist vielleicht mehr zu erreichen. Jedoch bietet das Lampenhaus für größere Linsen keinen Platz. Die Versuchsreihe mit dieser LED-Bauform habe ich daher vorerst abgebrochen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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