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Optimale Lichtquelle für Filmscanner (frame by frame)


Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Hier ein Gedanke aus meinem Urlaub heraus:

 

Wenn es physikalisch so ist, dass sich ein kontinuierliches Weißlichtspektrum nur mit Temperaturstrahlern darstellen läßt, dann wundert es mich, dass in den gängigen Scannern (Eigenbauten) nur noch LED-Leuchtmittel eingesetzt werden. Ich halte das unter dem o.g. Aspekt für kontraproduktiv, wenn es um die lückenlose (Absorptionslinien des LED-Weißlicht-Luminophors!) Wiedergabe des CMY-Farbraums handelt. Keine LED kann  das derzeit. Wieso verwendet man im Scanner nicht einfach Halogenlampen mit kleinerer Leistung?

 

Ich würde dazu gerne Eure Einschätzungen hören!

 

Immerhin ist es ja so, daß etliche DIY-Scanner mit LEDs prinzipiell zwar recht ordentlich arbeiten; die Farbwiedergabe aber meist zu wünschen übrig läßt (breiige "Kaugummifarben" ohne exakte bzw. nuancierte Farbdetails). Siehe dazu auch die Filmbeispiele in: 

 

 

Geschrieben

Wer sagt denn sowas? Und welche Farbwiedergabe lässt denn zu wünschen übrig?

 

Oder anders: Du beantwortest Deine Frage ja bereits selbst: es scheint so, als liege ein Fehler vor, offensichtlich gibt es aber genügend Gegenbeispiele, die zeigen, dass es keinen Fehler gibt.

 

"Kaugummifarben" (schöner Begriff) sind wohl eher ein Problem der nachträglichen Farbabstimmung 🤔 

Geschrieben

Film hat diskrete Farbstoffe. Solange Lichtquellen und die Farbstoffe nicht „lichtwellenlängenmäßig“ völlig voneinander getrennt sind, ist eine vollständige Farbwiedergabe selbstverständlich möglich. Aber selbst für die Farbwiedergabe von natürlichen Objekten ist trotz des diskontinuierlichen Spektrums weißer LEDs eine sehr hohe Wiedergabequalität möglich.

Geschrieben

Dann bietet sich eine Mini Xenonlampe an, die gibt es aus dem med. Bereich mit 75 und 100 Watt, die über das beste Kontinuum verfügt.

Nur, möchste man sich den Aufwand antun.

Auch moderne Phosphorsubstanzen in LEDs können eine sehr gute spektrale Verteilung bieten.  Das sind halt nicht jene aus der Allgemeinbeleuchtung bekannten Typen

Geschrieben

Das kontinuierliche Spektrum ist bei der Beleuchtung von unbekannten Objekten wichtig, um Farben korrekt wiederzugeben. Beim Scannen eines bekannten Farbstoffsystems reicht (bzw. ist sogar vorteilhaft) eine präzise steuerbare, gleichbleibende Beleuchtung, wie sie LEDs liefern.

 

In einem Scanner wird ja kein beliebiges Motiv beleuchtet, sondern ein Farbnegativ oder -positiv mit genau drei bekannten Farbstoffschichten (Cyan, Magenta, Gelb). Man muss also nicht das gesamte sichtbare Spektrum abdecken, sondern nur die Dichte dieser drei Schichten messen können.

Sowohl die Farbstoffwolken im Film (Cyan/Magenta/Gelb-Kuppler) als auch die (RGB) Bayer-Filter im Sensor sind selbst breitbandig und überlappend. Kleine spektrale Lücken in einem COB-LED-Spektrum (zB die klassische Delle zwischen Blau-Peak und Phosphor-Hump etc) fallen kaum ins Gewicht, weil an keiner Stelle im System eine scharfe spektrale Kante gefordert ist. Anders als bei Objekten mit feinen spektralen Merkmalen (z. B. Metameriefallen in der Textilprüfung) reicht beim scannen "genug Energie über den ganzen Bereich" – und genau das liefert eiune High-CRI.

 

Billige Kalt-/Neutralweiß-LEDs mit CRI ~70-80 haben oft ein Loch im Rot- und Cyan-Bereich (schlechter R9-Wert). Das führt bei Filmscans zu Farbstichen, vor allem im Rot/Orange (relevant wegen der orangen Maske bei Negativfilm) und bei Hauttönen. High-CRI-COBs mit zusätzlichem Rot-Phosphor füllen genau diese Lücken auf, nicht weil ein perfektes Kontinuum nötig wäre, sondern damit über das gesamte relevante Spektrum genug Signal ankommt, egal welche Filmsorte gerade gescannt wird.

 

Separate RGB-LEDs machen daher auch nur Sinn, wenn man Bayer-Filter-lose Sensoren verwendet (keine De-Bayering-Interpolation und kein Übersprechen zwischen Farbkanälen).

 

Halogen ginge auch. Halogenlampen erzeugen aber viel IR-Strahlung und Wärme, das ist schlecht für Filmmaterial und zudem haben sie starken Farbtemperatur-Drift über die Lebensdauer/Aufwärmzeit. LEDs sind sofort stabil, kühl und langlebig/gleichbleibend. Das ist wichtig.

 

Schelchte Farben im Scan liegen eher an mangelnden grading skills oder FarbraumProblemen als an der Lichtquelle des Scanners.

  • Thumsbup 1

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