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Ich würde mir keine Sorgen machen, kaum jemand kümmert sich um so altes, umständliches Zubehör wie Verschiebeuntersatz, mechanisch mit dem Objektiv gekoppelten Schnittbildscharfsteller (Ambol-Cine-Focus) oder flexible Welle zum Nachspannen der Triebfeder. Der Hype sind PL-Mount an der Bolex, Käseplatten, Gimbalaufhängungen, Video-Assist und anderer völlig unnützer Plunder, abgesehen von Super-16. Die H-Kamera sollte als verhältnismäßig schlanke, leichte und vielseitig anpaßbare Kamera benutzt werden: beliebig lange Belichtung einzelner Bilder, beliebiges bildgenaues Vor- und Zurückrollen des Films, beliebige Aufnahmedauer entweder mit Federnachspannen oder mit Elektromotor und Stroboskop fürs Tempo, usw. Magazinmodelle ermöglichen das Kontaktkopieren bis 200 Fuß (je 200 Fuß Ausgangsmaterial und Kopierfilm im 400er Magazin). Mit kompakten Objektiven ist die geladene H keine 3 Kilogramm schwer. Die H 8 nimmt Film für bis zu 8000 Bilder am Stück auf, acht Minuten zwanzig Sekunden ununterbrochene Aufnahmedauer bei Tempo 16 oder fünf Minuten dreiunddreißig bei Tempo 24. Drei Sekunden gehen für eine Klappe weg, also fünfeinhalb Minuten.
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Da muß ich zurückfragen, wie genau du es haben willst. Was ich bis jetzt angetroffen habe, sind gut genaue Rackover. Beim Justieren passe ich die Maske in der Kamera an, obwohl dabei die Einmittung zum Objektivbefestigungsgewinde kompromittiert werden kann. Das Problem kann nur mit einer klaren Entscheidung gelöst werden. Will ich den Ausschnitt des Genaueinstellsuchers aufs Objektiv zentriert haben? Dann muß eventuell am Rackover nachgebessert werden. Will ich wie beschrieben Ausschnitt und Rackover zueinander stimmen haben? Dann ist sehr genaue Übereinstimmung möglich. Ob das Aufnahmebildfenster auf die Objektive zentriert steht, ist noch ein Mal eine Sache. Das ist alles zu haben, kostet aber und ist im Hinblick aufs Spiel zwischen Objektiv und Kamera je nach Betrachtungsweise falscher Aufwand. Jede/r kann selber ausprobieren, wie ein Objektiv beim Festschrauben in irgend eine Richtung geschoben werden kann. Das ist ein Grundproblem von Gewinden, von der LEICA über die C- und D-Mount-Optiken bis zum M 42. Im Rahmen einer Revision richte ich das Aufnahmebildfenster auf Wunsch mittig zu den Revolvergewinden aus. Viel Raum ist da nicht, man kann die Bildfensterplatte bei leicht gelösten Befestigungsschrauben gerade so weit verschieben, daß es geht. Bei den Paillard-Bolex-H ab Nr. 100401 fällt dabei die Einmittung des Bildes auf den Film u. U. flach (ISO 466), weil die Filmführung von den Dimensionen der Bildfensterplatte abhängt. Um diese Norm zu erfüllen, muß je nach Exemplar die Platte bearbeitet oder sogar ausgewechselt werden. Gleichzeitig, das sollte man wissen, erfolgt die Filmseitenführung entgegen der Norm verkehrt, nach links. Zum Glück ist das aufgenommene Bild so viel größer als das projizierte, daß Fehler aus diesem Zusammenhang fast nie in Erscheinung treten. Ihr werdet es nicht glauben, aber ich habe mich schon mit dem Gedanken getragen, neue Führungsrahmen und Bildfensterplatten herstellen zu lassen, die den Film nach rechts ausrichten. Die Nachfrage ist m. E. jedoch zu klein, als daß der Aufwand binnen nützlicher Frist wieder hereingeholt werden könnte. Es gibt so viele Einzelheiten, die man bei Bolex verbessern könnte, man müßte eigentlich ganze Modelle überarbeiten. Wer zahlt dann achttausend für eine neue Alte? Man kann sich ein altes Modell besorgen, das dem Film auf der rechten Seite die feste Anlage gibt. H-Kameras mit Nummer unter 100400 besitzen auch einen fehlerfrei arbeitenden Greifer, den Verschlußöffnungswinkel 190 Grad, und die ganz alten Aufzugmöglichkeit der Triebfeder am Kern für beliebig lange Aufnahme.
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Ich nenne sie katholische Schrauben.
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Das kann ich nur unterstützen. Plötzlich bekommst du Lust, Filmtitel herzustellen. Dann zum Beispiel ist genaue Kameraeinstellung erwünscht. Oder Makro
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Andec, Berlin Silbersalz, Berlin ALBRECHT cine.film.solutions (sic), Felix Albrecht, Regensburg und manche mehr: https://www.filmlabs.org/all-labs/ Die FIAF-Liste ist leider nicht auf dem jüngsten Stand. https://www.fiafnet.org/filmlabslist Positivfilm ist das Richtige, um das Selbstentwickeln zu lernen. Er ist preisgünstig, feinkörnig und in drei bis vier Minuten entwickelt (ohne Fixage).
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PF 2 ist europäisch. Es ist das modernere Material als Kodak X302. Kodak-3302, 16 mm, ist nur noch einseitig perforiert erhältlich. 2000 Fuß (610 Meter) kosten netto € 457. Es gibt schon einige Aspekte, die für PF 2 sprechen. Ich bin ja auch gespannt, was Herr Wittner für Preise ansetzen wird.
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Das ist mir rätselhaft, ehrlich.
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Positivfilm soll in 35 mm und in 16 mm erhältlich werden, frische Ware mit Polyesterunterlage. Ich finde das großartig, befördert es doch wieder ernsthafte Filmproduktion und die Projektion. Alles andere ist schnödes Video. https://www.wittnercinetec.com/
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Das ist nun einfach gedankenlos hingeschrieben und falsch. Entspiegelung tut was? Lichtspiegelung an Glasluftflächen mindern. Die Lichtbrechung kann mit auf der Oberfläche angebrachter Beschichtung nicht beeinflußt werden. Sie ist gegeben durch die optische Dichte eines Materials, auch Brechungskoeffizient oder -quotient oder -zahl genannt. Ich füge gerne an, daß die Projektion mit regenerierten Kopien überraschende Qualitäten haben kann. Ich habe schon Positive gespielt, deren Träger entschrammt wurde. Die ganz leicht unebene und nicht glanzglatte Oberfläche bewirkt einen gewissen Prozentsatz an Streulicht, das dem Bild einen schwer zu beschreibenden Schimmer gibt. Man muß es gesehen haben, aber für solche materiellen Dinge haben die Menschen heute keine Sinne. Fest in solcher Erinnerung habe ich noch Quai des Orfèvres.
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Als ob ich die Praxis im Kino nicht gekannt hätte Ich hatte mit Alkoholikern, Paranoiden, mit allem zu tun, was ländliche und städtische Vorführerbiotope so anziehen. Es wurde der Sachs frisiert und an den Bildfenstermasken herumgefeilt, geht ins Gleiche. Einer hat mal die Anamorphoten auseinander genommen und alles mit Spüliwasser geputzt. Dann wieder zusammengeschraubt und Feierabend gemacht. Den Rest der Geschichte kennt man. Es geht nicht um Nachkommastellen, sondern ums Erkennen, daß das Normalbild das ganzzahlige Seitenverhältnis von Drei zu Vier haben soll. Die Bilddiagonale ist Fünf. Diese klare Geometrie übt einen bestimmten Reiz auf den Zuschauer aus. Probiert es selber!
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Das komplette optische System eines Kinefilmprojektors besteht aus Lichtquelle, Hohlspiegel, eventuellen Kondensorelementen, Film und Objektiv. Der Filmträger bewirkt ein wenig Zerstreuung und ein kleines Bißchen prismatische Aberration. Der Hohlspiegel muß mehrere einander widerstrebende Aufgaben erfüllen: Während er einen möglichst großen Raumwinkel ausmachen soll (aus naheliegendem Grund), sollte sein Öffnungsverhältnis (Oberfläche/Brennweite) nicht so groß sein, daß zu viel Licht an Bildfenster und Objektiv verloren geht. Gleichzeitig geht es um eine Vergrößerung des Leuchtflecks oder eines Teils des Lichtbogens aufs Bildfenster. Machen wir die Vergrößerung zu stark, müssen wir mit unruhiger Ausleuchtung, wechselnden Lichtfarben und zu großem Unterschied Mittenleuchtdichte-Randleuchtdichte rechnen. Machen wir die Vergrößerung schwächer, muß die Lichtquelle wachsen (dickere Kohlen). Das lichtwirkungsbeste Bildseitenverhältnis ist 1:1. Mit quadratischem Bildfenster greifen wir die größte Fläche aus der Sonne heraus. Das gab’s mit Superscope. Die schwierigste Aufgabe ist der Wechsel der abbildenden Optik. Nicht nur erfordern unterschiedliche Objektivbrennweiten eigentlich eine Anpassung der Beleuchtungsoptik, sondern der Aufbau des Objektives ist von großem Einfluß. Wir haben ja nicht eine einzelne positive Linse, sondern wenigstens drei. Triplette können beachtlich gute Bilder liefern, unsere Ansprüche stellen sie aber weg. Vier Linsen, das hintere Paar verkittet, kennen wir von den Petzval-Typen. Sie verschwanden kurz nach Einführung der Xenonlampe, deren Lichtbogen am Ort bleibt, entsprechend verharrte das Abbild im ungünstigen Fall in der Nähe des Kittgliedes. Die optischen Verwicklungen werden durch längere Brennweite entschärft. Auch hier wieder Kompromiß zwischen Entfernungen im vorhandenem Raum (Architektur), Zuschaueranordnung, Gesichtswinkeln, Bildgröße und Bildseitenverhältnis Der Wabenkondensor war ein Unglück. Was Kondensorlinsen zugute zu halten ist: Möglichkeit der Anpassung ans Objektiv. Wenn das Projektionsbild mit Vorsatzanamorphot an Schärfe verliert, liegt es entweder an ungenügender Ausrichtung des Anamorphoten zum Grundobjektiv (längs und bei der Einmittung) oder am Ana. selbst. Eine Alternative zu Zylinderlinsen sind Spiegelanamorphote.
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Das war mir neu.
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Für gewöhnliche Aufnahmen bis etwa einen halben Meter Entfernung herab braucht das niemand. Für Nah-, Makro- und Mikroaufnahmen ist es aber ein wertvolles Zubehör. Der Untersatz ist auf H 16 oder H 8 umstellbar. In der Praxis sollten eine Kamera und ein Untersatz aufeinander justiert werden, dann sind die Aufnahmen eingemittet, entsprechen dem, was man im Genaueinstellsucher gesehen hat, und kommen scharf heraus. Im Genaueinstellsucher hat man 100 Prozent des vom Objektiv kommenden Lichts, im Reflexsucher höchstens 25.
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Das Wiedergabeseitenverhältnis ist 3:4 oder 1:1,33, nicht 1:1,37. Wenn schon, dann 1:1,375, doch das ist das Kamerabildfenster. ISO 2906, 16 mm auf 22 mm (Mindestmaß 21,95 mm)
