Hmm, eigentlich JA
Die allermeisten unserer Netzspannungs-Geräte stammen aus einer Zeit, als wir hierzulande noch 220V hatten. Diese Spannung konnte um +-10% abweichen, ging also von 198 V bis 242 V. Eine z.B. direkt durch Gleichrichtung davon abgeleitete Spannung von 34,5 V (wie im Visacustic) hatte dann eine Toleranz von 31,05 V bis 37,95 V. Braun hat hier also tatsächlich einen Elko mit einer recht knapp bemessenen Spannungsfestigkeit von 40V eingesetzt.
Nutzt man das Gerät heute mit den heute normalen 230 V, so haben diese ebenfalls eine Toleranz von +-10%.
Aus den nominalen 34,5V (Signal 11 des Visacustic für die, die es interessiert) werden dann nominal 36,1 V.
Bei +-10% dann von 32,5 V - 39,7 V, also hart an der Spannungsgrenze des Elkos.
Da die alten Geräte zumeist keine Einstellung für 230 V haben, würde ich generell alle auf 240 V umstellen (dieser Wert war damals für Great Britain, die haben aber heute wie nahezu ganz Europa 230 V +-10%).
Dan sind zwar die internen Spannungen bei niedrigster Netzspannung u.U. geringfügig zu niedrig, aber da geht meistens nix kaputt. Zudem ist heute eine Spannung an der unteren Toleranzgrenze sehr selten, meistens liegt die Netzspannung im oberen Toleranzband, schon alleine durch die vielen PV-Anlagen während diese einspeisen.