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albertk

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Alle erstellten Inhalte von albertk

  1. Was ist das für ein Formatewirrwarr? Ich zitiere LASERHOTLINE: Cinematographic process DVC Pro DVCAM Digital Stills HDTV Super 16 Super 35 Viper Printed film format 35 mm Aspect ratio 1.85 : 1 Super 16 ist 1,66:1 Super 35 ist 2,39:1 plus diverses Digitales... und dann alles wieder auf 1,85:1 umkopiert? Da kann ich auch warten, bis irgendwelche Leute Szenen aus der DVD auf YouTube zeigen. Super 35 muß nicht krisselig sein, es gab sogar wunderbare 70mm Blowups (z.B. Howards End). Aber es nutzt die Negativfläche nicht optimal und ist überhaupt nicht mit CinemaScope oder Panavision vergleichbar. Die Negativ-Bildfläche eines richtigen Scopefilms ist nämlich größer als Normalformat - und natürlich auch weitaus größer als die Breitwandformate und das winzigste ist Super 35. Daher sieht natürlich das breite Super 35 auf einer großen Leinwand besonders schlimm aus. Wieso drehen heute alle in diesem gräßlichen Format, wenn nachher selbst die DVD mit Balken ist - und die meisten Kameramänner unfähig sind, mehr als ein Objekt scharfzustellen. Sage keiner, das sei eine bestimmte Ästhetik, wenn die Leute nicht mal die Grundbegriffe ihres Handwerk beherrschen. Genug der Schelte, wie sieht der Film denn aus?
  2. gerade bei FANTASIA gab es viele out-takes, weil viele sequenzen mit multiplan-technik aufgenommen worden waren - so zumindest auch bei maltin (der klassische amerikanische zeichentrickfilm) nachlesbar. außerdem wurden in der deutschen fassung mindestens 2 episoden weggelassen, auch die spätere us-verleihkopie war 80 minuten statt rund zwei stunden. jetzt aber zum topic: schade zu lesen, daß die neueren 70mm-kopien von disneys SLEEPING BEAUTY so mäßig aussahen. vor einigen jahren versuchten sie den in bradford zu zeigen, klappte aber leider nicht. kurioserweise waren dort aber immer wieder mal blowups von kurzen animationsfilmen zu sehen, von denen man kaum was in der literatur findet. gerne wüßte ich auch ob jemand 70mm-fassungen von THE BLACK CAULDRON (TARAN UND DER ZAUBERKESSEL) kennt. wurde ebenfalls wie SLEEPING BEAUTY von disney in technirama produziert. trickfilm ist übrigens die älteste form des films: EMILE REYNAUD!
  3. heute früh fand ich einen schönen artikel über noch exisitierende kleinkinos in großbritannien im guardian: http://film.guardian.co.uk/features/fea...10,00.html
  4. vielleicht haben wir ja die gelegenheit die interessanteren filme auch im oktober in karlsruhe zu sehen? obwohl dort weniger sponsoren als in bradford sind, fand ich die programme in karlsruhe in den letzten drei jahren besser! völlig unterschätzt und unterbewertet fand ich immer STAR! vor allem wegen der herrlichen, schmissigen und komischen musiknummern mit julie andrews. ein biopic über getrude lawrence, eine britische musical-darstellerin, die man hierzulande kaum kennt. g. lawrence trat zusammen mit noel coward auf und spielte u.a. in musicals von george gershwin und cole porter. der film STAR! wurde in 65mm (Todd-AO) gedreht und sollte den erfolg von SOUND OF MUSIC etc. wiederholen, floppte aber. übrigens auch ein film von robert wise. ein regisseur der etwas mit breitformaten wie 70mm und SCOPE anfangen konnte bzw. auf eine starke visuelle gestaltung wert legte! daher hätte ich auch gern das 70mm-blowup des PANAVISION-films THE SAND PEBBLES gesehen.
  5. keine wiederholungen in bradford? leider doch! leider sind von den elf filmen 5 wiederholungen. gegen das wiederholte aufführen von 3-streifen-filmen wie THIS IS CINERAMA und WINDJAMMER ist nichts zu sagen, die sind ja so gut wie nirgends zu sehen. aber "2001" lief schon mindestens 5x, HAMLET lief 2004 und STAR 2005. außerdem sind 4 filme 70mm-blowups. es sage keiner, man habe dort schon alles gezeigt, es ist nur eine frage der recherche.
  6. leute nach beginn des hauptfilms in kino lassen, kann mächtig stören. vor einigen monaten erlebte ich in einem mittelgroßen kino (400 pl.), daß nach beginn des films die hälfte der zuschauer reinkam. alles nervige zeitgenossen mit handys , popcorn-eimern und bierflaschen bewaffnet und einfach weiterschwätzend. manchen leuten mußt du klar machen, daß da zufälligerweise auch ein film läuft!
  7. duft in kino und theater ist nicht neu. bereits in den 20er jahren machte man am broadway den versuch über einen ventilator gerüche ins theater zu sprühen. bei einem stück namens PERFUME sollen die leute dann prompt eingeschlafen sein... 1960 gab es den film SCENT OF MYSTERY, produziert von mike todd jr. mit jack cardiff an der kamera. der 70mm-film, der vor einigen jahren auch auf dem bradford widescreen weekend lief, war für spezielle theater gedacht, die unter jedem sitz röhren hatten. gebaut wurde wohl nur ein theater. mittels einer trommelartigen einrichtung wurden verschiedene düfte zu speziellen szenen dann durch die röhren gejagt. der film SCENT OF MYSTERY ist speziell auf solche effekte hin konzipiert, beispielsweise fällt auf einer straße ein weinfaß um... laut jack cardiff funktionierte es nie richtig. dieses verfahren hieß SMELL-O-VISION. das hauptproblem bei düften ist, daß man zwar einen raum mit gerüchen zunebeln kann, aber daß der geruch dann nicht wieder schnell verschwindet. ähnliche erlebnisse hatte ich auch vor jahren im trocadero london, wo zu einer multivisionsschau über den london blitz (also die bombardierung der deutschen während des zweiten weltkriegs) rauch aufstieg und man das aber auch in der folgenden vorstellung roch. dann gab es 1981 den film POLYESTER von john waters mit ODORAMA. die zuschauer bekamen eine karte, bei der man zu einer oben im bild gezeigten nummer die passende stelle aufrubbeln mußte. ein bekannter, der den film mit einer solchen karte sah, meinte, alles hätte nur nach seife gerochen. es gibt ein neueres deutsches system, bei dem man einen sniff-boy (vergleichbar mit einem walkman) umhängt. ein anderes system verteilt gerüche über düsen in den lehnen.
  8. es ist schon eine weile her, da beschwerte sich eine kinobesucherin anschließend an der kinokasse über TIME OF THE GYPSIES von kusturica: "der film ist ja sowas von negativ, so filme dürften gar nicht gedreht werden!" ich fand's zum schreien komisch.
  9. hinter dem baugerüst versteckt ist der totalabriß mittlerweile schon sehr weit fortgeschritten. es steht vom eingangsgebäude nur noch parterre und 1. stock, der kinosaal dahinter ist schon völlig demoliert. alles gut hinter gerüst und einem bauzaun versteckt, das nächste verbrechen wird der kommende klotz dahinter sein...
  10. leute nach dem vorprogramm noch in den film lassen, empfinde ich als eine zumutung für die besucher, die pünktlich kommen. das gipfelt dann oft noch darin, daß die zuspätkommenden laut reden, sich stehend die sachen ausziehen, grellleuchtende handys überprüfen und andere besucher umsetzen wollen... schließlich handelt es sich ja hier nicht um aktualitätenkinos, wo man jederzeit gehen und kommen konnte.
  11. heute meldete die frankfurter rundschau ein 4-d-kino im nattionalpark kellerwald-edersee. http://www.fr-online.de/frankfurt_und_h...nt=1274123 kann mir mal einer erklären, was 4d sein soll? läuft da überhaupt ein film oder nur ein beam mit irgendwelchen gimmick-effekten a la qualm, trockeneis oder schaukelsitzen?
  12. bei neueren filmen erfährt man das format über die fsk: http://www.spio.de/index.asp?SeitID=70
  13. neue freitagsanzeige: http://www.fr-online.de/1968_tag/index....&seite=006 MGM-THEATER wirbt: "ab februar völlig neu" und mit "25m-leinwand". im EUROPA "go in bei ZUR SACHE SCHÄTZCHEN - einer der raren fälle, wo ein neuer deutscher film es in ein großkino packte! DR. DOLITTLE läuft immer noch in der 5. woche. ich dachte immer, der sei damals gefloppt. es gab herrliche schaumannsarbeit zu diesem film, ganze kinofronten voller tiere. den film fand ich sehr opulent ausgestattet, aber sonst wenig spannend. außer dem titellied, das auch einen oscar bekam, auch keine ohrwürmer - die deutsche synchro machte die auch nicht gerade besser. schön fand ich die sitte der sonntags-matineen, die damals noch in vielen kinos üblich war: alte filme nachgespielt und manchmal sogar klassiker wie z.b. SUSI UND STROLCH.
  14. heute vor 40 jahren war donnerstag. morgen findet man wieder eine freitagausgabe! auffallend übrigens, daß einige große frankfurter großkinos 1968 schon nicht mehr existierten: film-palast (1500 pl.), grand-palast (900 pl.) - beide konnten 70mm zeigen. der film-palast hatte sogar cinerama, später lange zeit möbelladen, heute steht dort das arabella-hotel. der grand-palast ist heute eine spielhalle. die großen kinos (~1000 plätze) waren damals: europa, metro im schwan, turm-palast. das MGM-Theater wurde - wie preston sturges bemerkte - damals gerade umgebaut. weiteres schrieben wir schon im royal-mgm-thread.
  15. wie gesagt, warb das METRO IM SCHWAN öfter mit TODD-AO. da müßte man kinohandbücher zu rate ziehen. leider wurde hier manchmal auch der mund etwas zu voll genommen: ich weiß mindestens zwei kinos in bundesdeutschen großstädten, die jahrelang mit dem spruch "auf der todd-ao-leinwand" warben und meistens nur scopefilme zeigten. auch in paris hatte ich einmal ein ähnliches erlebnis: man warb mit "grand ecran", der trapezförmige kellersaal (PARAMOUNT OPERA) mit engen reihen und flachem boden hatte höchstens 400 plätze und die leinwand war höchstens 3,50 x 8 meter... ideal für die lauf-weg-kundschaft!
  16. wenn ich es recht verstanden hab, war der kinoangestellte bei dem vorfall auch noch völlig allein - das ist natürlich auch eine ziemliche überlastung. vor einiger zeit hatte ich - als besucher - einige üble erlebnisse in kindervorstellungen in einem hiesigen multiplex. die kinder spielten in einem großen saal ständig nachlaufen und verstecken. 9 € zahlen und dann im dunkeln herumhopsen! als sie dann auch noch ständig aufs podest stiegen, am vorhang zogen und an die leinwand gingen, hatte ich genug. ich rief ihnen zu, daß eine leinwand tausende von euros kostet, da war dann ruhe. eine andere unsitte ist, daß kinderfilme oft nur noch mittags laufen, da ist man auf solche vorstellungen angewiesen.
  17. die FRANKFURTER RUNDSCHAU von 1968 kann man künftig auch als pdf-datei lesen. da kommt freitags immer auch eine ganze seite kinoannoncen: http://www.fr-online.de/1968_tag/index.php?date=1968-01-05&seite=016 ein schönes zeitzeugnis, wie früher einmal die kinolandschaft aussah und wie sie beworben wurde! damals gab es noch grafisch gestaltete kinoanzeigen (matern) - von den verleihern vertrieben. anfangszeiten begannen in manchen kinos schon um 11 uhr oder früher - und trotzdem gab es am wochenende spätvorstellungen. das AKI spielte von 9-24 uhr, das personal war nicht zu beneiden. eigenartig ist die werbung für DR. DOLITTLE im METRO IM SCHWAN. da wird mit TODD-AO geworben, aber auf eine etwas verdruckste art. ich habe nie herausgekriegt, ob die wirklich 70mm zeigen konnten. allerdings liefen dort einige filme, die in diesem verfahren gedreht wurden, z.b. wochenlang DIE TOLLKPÜHNEN MÄNNER... in anzeigen, die ich seit den 70ern las, wurde, wenn ein film in 70mm lief, auch immer ausdrücklich mit "70mm" und "6-kanal-magnetton" geworben.
  18. das schönste deutsche guterhaltene und modernisierte kino war für mich der münchner GLORIA-PALAST. bilder sind an anderer stelle auch in diesem forum. die säle im frankfurter CINESTAR METROPOLIS zu jeweils 650 plätzen finde ich leider viel zu lang, es gibt plätze an der wand und ein bildwurf von über 35m. da nützt auch die große leinwand von ca. 20m breite nichts, wenn man hinten sitzt. eins hat einen sternenhimmel bzw. eine ähnlich aussehenden leinwand. in frankfurt vermisse ich säle wie ROYAL/MGM und METRO IM SCHWAN, typische große 50er-kinos, die noch flair hatten. und der saal mit dem besten programm ist leider eine blackbox: KINO IM DEUTSCHEN FILMMUSEUM. ein geschichtsvergessener name weil einst das erste KOMMUNALE KINO, politisch und juristisch umkämpft. früher war für mich so etwas gar kein ernstzunehmendes kino - aber der einzige ort hier für filmgeschichte. das größte europäische kino an plätzen ist das gut erhaltende art-deco-kino LE GRAND REX (~3000 plätze) in paris. leider laufen dort immer nur us-blockbuster. um den den zu klein geplanten proszenium-bogen zu umgehen, senkt sich für den hauptfilm eine zweite größere leinwand vor die bühne. so kann man eigentlich nur auf dem 2. rang die leinwand voll einsehen und parkett und 1. rang (mezzanin hieß sowas in den usa) bieten keine volle sicht, bzw. die leinwand hängt zu hoch. als ich dort war, verkaufte man nur plätze für oben. die projektion kommt - wie auf dem foto erkennbar - vom 2. rang! also reichlich steil. früher soll es im winter eine atmosphärische dekoration auf der bühne während der weihnachtszeit gegeben haben, auch die gewölbe decke soll einen sternenhimmel haben, den ich leider nie sah. die sitze im parkett sind übrigens mit häßlichen plastikbezügen, bieten zwar bequemeren reihenabstand als auf dem 2. rang, der ist nämlich bestuhlt, wie man so etwas in den 30er jahren baute: möglichst steil und eng. wunderbar restauriert ist das TUSCHINSKI-PATHE in amsterdam. leider auch wieder mit blockbusterprogramm. das kino ist in einer eigenartigen mischung aus art-deco, jugendstil und javanismus gestaltet. auch die foyers und nebenräume sind ausgesprochen sehenswert. es gibt dort wöchentlich regelmäßige führungen (auch in englisch). die neuere bequemere bestuhlung paßt allerdings optisch nicht zum saal, die projektion und der ton bei einer vorführung vor zwei jahren (SKY OVER HOLLAND) waren leider nicht berauschend. die kleineren schachtelkinos im nebengebäude sind übrigens in den letzten jahrzehnten entstanden und haben keinen charme. die drei schönsten erhaltenen und gut restaurierten londoner kinos sind mittlerweile musicalbühnen: APOLLO VICTORIA (~2500 plätze), DOMINION (~2000 plätze), PRINCE EDWARD THEATRE (einst LONDON CASINO, später CASINO CINERAMA, ~1600 plätze). das ODEON LEICESTER SQUARE (~2000 plätze) ist leider immer wieder entstellend restauriert, umgebaut und zerstört worden, zuletzt der gräßliche verbeugungsbalkon aus glas, der so überhaupt nicht zu dem historischen bau paßt. die briten haben aber wenigstens mehrere gesellschaften, die sich für die restaurierung und erhaltung alter kinos und theater engagieren. so etwas fehlt hierzulande! in berlin liebte ich den ZOO-PALAST ("kino 1", einst 1204 plätze), mittlerweile ziemlich verkommen und überdies von abriss bzw. umbau bedroht. schön erhalten fand ich allerdings den FILM-PALAST und das etwas kleinere CINEMA PARIS. das schönste kino meiner kindheit war übrigens das offenbacher UNIVERSUM. steht seit jahren leer. ein großes parkett-theater mit ursprünglich 800 plätzen. leider plastikbestuhlung, aber dunkelblaue geraffte stoffvorhänge an den wänden (die zuletzt in fetzen hingen) und eine für dortige verhältnisse große leinwand (ca. 14m, bei rund 25m saaltiefe). überhaupt steht in offenbach am main auch noch mehr kinos leer: ein ganzer kino-center: GLORIA, PALAST, REX und LUX. während der PALAST ursprünglich eine synagoge war (vgl. "hessische synagogen"), die schon in den 20er jahren kino wurde, baute man die anderen kinos erst anfang der 70er jahre neu. dann gibt es noch das BROADWAY, früher SCALA in der kaiserstraße, ein schlauchkino, das auch leider leersteht. bei beiden gebäude werden nur noch die eingangsbereiche für andere zwecke genutzt. heute gibt es in offenbach nur noch ein wenig anheimelndes multiplex.
  19. spontan fallen mir folgende titel ein: SHERLOCK JR. von & mit buster keaton IM LAUFE DER ZEIT von wim wenders THE SMALLEST SHOW ON EARTH von basil dearden (ausschnitte bei youtube) DER KINOMANN von thomas frickel (dokumentation über einen wanderkinobetreiber) CINEMA PARADISO von giuseppe tornatore TAXI FÜR EINE LEICHE von wolfgang murnbeger dann gab es einen dokumentarfilm (fernsehen?) über einen vorführer, der in münchen gleichzeitig im ROYAL PALAST und in einem weiteren kinocenter arbeitete - leider titel vergessen. vermutlich aus den 70er, bzw. frühen 80er jahren.
  20. Constantin - das ist ein Verleih, dessen Filme ich als Kind schon dürftig fand. Kaum einen würde ich mir heute noch mal ansehen, schon gar nicht im Kino. Woody Allens Filme bekamen leider schon früher nicht immer gleich einen Verleih. Auch litten mehrere Filme unter schlampiger Synchronisation. Ein krasses Beispiel ist der in Deutschland gar nicht verliehene HOLLYWOOD ENDING. Zufällig hatte ich Gelegenheit ihn in Frankfurt im Kino im Deutschen Filmmuseum zu sehen. Ich fand ihn so gut, daß ich ihn gleich noch mal sah. Ich hoffe sehr, daß Woody Allen einen anderen deutschen Verleih findet, der seine Werke zu würdigen weiß. Oder muß er erst einen Oscar fürs Lebenswerk kriegen oder das zeitliche segnen, daß solche Verleiher kapieren, was sie da verspielen.
  21. weiter oben listete ich einige deutsche opernhäuser auf, deren eintrittspreise in der regel niedriger sind als für eine digitalvorführung. noch ein kleiner vergleich, was opernkarten im ausland kosten: angegeben ist jeweils ein preis für einen "sitzplatz" der günstigsten kategorie. london royal opera house covent garden 7-18 € (umgerechnet, aufgerundet) english national opera (coliseum) 14-17 € (umgerechnet, aufgerundet) paris palais garnier 7-10 € opera bastille 5 € wien staatsoper 7-18 € um um das ganze noch zu toppen: BAYREUTH (2008!) 13 € GLYNDEBOURNE (2008) 14-21 € (umgerechnet, aufgerundet) MET NEW YORK 10,45 - 18,81 € (umgerechnet) die preise für die met sind übrigens für die im prospekt genannten opern.
  22. einige fotos des ELDORADO finden sich auch auf der folgenden webseite: http://www.allekinos.com/FRANKFURT%20Eldorado.htm ein bild aus der frühen nachkriegszeit: http://www.stadtgeschichte-ffm.de/download/kochmann.pdf dort auf seite 17: schlangen zum film "DIE FRAU VON DER MAN SPRICHT"
  23. frankfurts ältestes kino, das noch existiert, ist übrigens das ELDORADO. es wurde im november 1912 als SCALA in der schäfergasse 29 (auch klaus-mann-platz) eröffnet. an den namen erinnert noch das daneben und darüber gelegene hotel. "das theater wurde von der aktiongesellschaft für kinematographie und filmverleih aus straßburg eigens für kinematographische vorführungen erbaut." (vgl. lebende bilder einer stadt, frankfurt, 1995) das kino liegt in der innenstadt, allerdings etwas abseits, wenn auch nicht weit von der konstablerwache und der zeil. das kino ist äußerlich mit markise, leuchtreklame und aushangkästen erkennbar. ein kleines foyer mit kasse/süßwarenverkaufsstand führt zu parkett und rang. das ELDORADO ist das einzige kino der innenstadt frankfurts, das noch einen rang hat. eine kleine enge treppe führt zu dem seiner bauzeit gemäßen u-förmigen rang – ein verweis auf traditionelle theater der erbauungszeit. alte kinohandbücher nennen u.a. eine platzzahl bis zu 500 plätzen (1947). wie die je zustande kamen ist mir unverstänlich. selbst bei einer möglichen reihenbreite von 75 oder 83cm – wie früher mal üblich. möglicherweise hatte das kino früher kein foyer wie heute. alte ansichten aus der zeit nach dem zweiten weltkrieg zeigen beispielsweise schlangestehende menschen auf der straße. in den 80er jahren hatte das kind 275 plätze, heute sind es weniger. das SCALA war nach dem zweiten weltkrieg das erste kino in der stark zerstörten innenstadt, das ab september 1947 wieder spielte. als ich das kino in den 1980er jahren das erstemal sah, war es leider etwas heruntergekommen. der saal war immer nur extrem schwach beleuchtet. die sitze waren lila (eigentlich ideal für ein kino) aber mit einem engen reihenabstand (ca. 80-85 cm). so stieß man selbst als durchschnittlich großer mensch leicht an die vordersitze. das parkett hatte 11 reihen zu 16 plätzen, der balkon hatte 7 steile reihen. die wände wurden in dieser zeit mit geblümten teppichen versehen. (unvergessen leider auch ein besuch 1990 bei MALINA, im film brannte es ständig, aber das kino war selbst mit pullover und wintermantel unerträglich kalt.) in den vergangenen jahren wurde es vorteilhaft neu bestuhlt, reihenabstände wurden verbreitert. die wände wurden allerdings mit modernen, etwas zu sehr multiplexähnlichen stoffen bezogen. auch auf den rang wurde der reihenabstand enorm verbreitert, bzw. auf einige seitenplätze verzichtet. das kino ist übrigens auch klimatisiert. früher war der projektionsraum oben - hinter dem rang, aber spätestens seit den 80er jahren ist er untem im parkett – direkt hinter der kasse. der vorführraum ist eng und hat einen projektor mit tellermaschine. obwohl es sich um ein historisches kino handelt, hat es keine bühne. aber die leinwand ist innerhalb von säulen – natürlich ursprünglich für normalformat konzipiert. so fährt bei scope-filmen (1:2,4) immer ein kasch hoch. leider muß man auch im parkett auch in den hinteren reihen nach oben schauen. diese wurde in den letzten jahren im rahmen des umbaus verbessert, indem die leinwand tiefer gelegt wurde. einige bilder finden sich auf der webseite des betreibers. http://www.cineplex.de/kino/tree/node504/city18/ die bilder sind leider etwas unvorteilhaft. das kino sieht insgesamt für ein modernisiertes kino der 10er jahre kino ganz passabel aus. für rollstuhlfahrer ist das kino übrigens leicht zugänglich. es gilt nur eine stufe zu überwinden und man kann ins parkett rollen. aber es gibt keinen gesonderten platz, um rollstühle abzustellen, d.h. der rollstuhlfahrer muß im gang stehen. seit 1974 gehört das kino den filmtheaterbetrieben jaeger. in den letzten 10 jahren zeigen sie dort hauptsächlich arthouse-filme. leider spielt das kino meistens nur dreimal, im sommer zeitweise nur ein- oder zweimal. es gibt keine spät- oder sondervorstellungen – außer bei vermietungen. zeitweise gab es hier auch passend zum viertel – in der gegend sind zahllose schwulenlokale und das homosexuellenmahnmahl – eine veranstaltungsreihe namens GAY-DORADO. da liefen filmklassiker mit schwul-lesbischem bezug. die ganz gut laufende reihe wurde allerdings nach einigen wochen wieder eingestellt. in berlin und anderen großstädten sind solche reihen längst etabliert. hier hätte man so etwas machen können wie das känguru-abendstudio in den 80ern in der palette, seinerzeit ein selbstläufer.
  24. thema dieses threads war die digitale 3-d-fassung von THE NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS. die optischen mängel zeigen, daß hier von material ausgegangen wurde, das gar nicht für eine 3-d-fassung gedacht war. kriegen wir demnächst computergenierte 3-d-digital-fassungen von LAWRENCE OF ARABIA, WEST SIDE STORY oder PLAY TIME? was hier auf großer leinwand zu sehen ist, zeigt die mängel eines films, der leider auch schon auf 35mm nur bedingt visuelle qualitäten aufweist. da baut man einen wunderbaren set - aber läßt ihn in einem großteil des films in der unschärfe. das sieht auf 3-d natürlich auch nicht besser aus. der film steht und fällt aber mit der schlechten deutschen synchronisation. als ich den film das erste mal sah, war ich völlig begeistert. das lag aber an den zahllosen einfällen, was set, figuren und story angeht. meine damalige freundin und ihr halbwüchsiger sohn aber gähnten nur. denn die lieder scheinen sich im deutschen endlos dahinzuziehen. die stimmen sind dürftig, dünn und die texte wirken ohne pfiff und rhythmus. nina hagen war auch schon mal fetziger. hört euch mal den oogie-boogie-man auf englisch an, die deutsche stimme ist leider ein softer soulsänger (ron williams). ich dachte erst, es wär klaus lage, aber der kann besser swingen. da hätte man bill ramsey oder einen anderen jazzer nehmen müssen.
  25. live-übertragungen aus der met fand ich eigentlich ganz interessant. sonderlich neu ist sowas aber nicht. fernsehen im kino, das gab's wohl auch schon zur zeit, als meine eltern ins kino gingen, d.h. vor 1965! hiesige opernfans lockt man da nicht. die gehen doch lieber gleich in ein deutsches opernhaus. ist außerdem viel billiger & vor allem live: ich hab mich mal umgeschaut, was da die billigsten plätze kosten. es sind jeweils zwei preise genannt, der teuerste ist in der regel eine premierekarte: berlin (unter d. linden): 5-16 € berlin (dt. oper): 12-35 € berlin (kom. oper): 8-12 € frankfurt: 9-16 € hamburg: 5-11 € hannover: 16-17 € münchen: 7-21 € stuttgart: 8-18,50 € fazit: für unter 20 euro kriegt man auch eine karte der billigsten kategorie für eine premiere in einem deutschen opernhaus.
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