albertk
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2001 - A SPACE ODYSSEY wurde in 65mm gedreht, aber ohne anamorphotische kompression, d.h. er ist im format 1:2,21. benutzt wurden kameras für super panavision 70, todd-ao und mcs-70. in vorspännen liest man, glaube ich, produced in cinerama, eine angabe, die es bei verschiedenen filmen gibt, die in unterschiedlichen formaten gedreht wurden, die alle nichts mehr mit dem ursprünglichen 3-streifen-system cinerama zu tun haben. die letzten richtigen cineramafilme waren die 1962 uraufgeführten THE WONDERFUL WORLD OF THE BROTHERS GRIMM und HOW THE WEST WAS WON. danach gab es keine neuen 3-streifen-filme mehr. bis 1963 wurden in europa noch allerhand kinos für cinerama umgerüstet, bald danach zeigte man dort hauptsächlich nur noch 70mm-Kopien und später nicht mal mehr das.
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Jetzt kann man sich im Kino endlich wohlfühlen
albertk antwortete auf RaKna's Thema in Allgemeines Board
die früheren kinonamen, die auf eine brauerei (kino im kindl) und einen früheren kinokonzern (ufa-pavilion) hinweisen verbieten sich von selbst. worin bestehen denn jenseits der namensänderung die wirklichen verbesserungen? -
die entertainerin eartha kitt starb gestern im alter von 81 jahren. http://www.variety.com/article/VR1240001174.html?categoryid=14&cs=1&query=kitt berühmt wurde eartha kitt zuerst mit der broadway-show NEW FACES OF 1952., später auch als film NEW FACES - wo sie u.a. ihre unvergleichliche version von C'EST SI BON sang. eine jazzige stimme, kindlich, rauh und gleichzeitig frivol klingend. eartha kitt trat noch in den letzten jahren in musicals und nachtclubs auf. nachdem sie 1968 bei einem dinner mit dem präsidenten den vietnamkrieg kritisierte, bekam sie keine engagements mehr in den USA, trat danach aber in frankreich und deutschland auf. wer in den 90ern in frankfurt lebte, konnte sie in dem nachtclub groschenoper hören und sehen. zu fassbinders 50. geburtstag (posthum) war eartha kitt gaststar im frankfurter filmmuseum. als es dort zu laut wurde, holte ein hausmeister vom nebenhaus die polizei und machte damit dem event ein ende! zur entschädigung gab es dann eine extra-show, wo man eartha kitt mit vollem programm sehen konnte. ich habe nie wieder danach auf einer musical-bühne jemand gesehen, der mich dermaßen begeisterte. nachdem sie über eine stunde gesungen hatte, stellte sie sich auch noch fragen aus dem publikum. u.a. erzählte sie auch von ihrer filmkarriere, die sie aber wenig gelungen fand. sie meinte, sie hielte sich lieber ans singen und an die bühne, denn filmleute, so sagte sie wörtlich: they fool you!
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die unschärfe des films fiel mir auch schon beim vorspann auf. ärgerlich fand ich auch die extrem grob gerasterte leinwand. in der 3. oder 4. reihe sitzend hatte ich in etwa einen 90-grad-blickwinkel und das bild sah aus, als wäre es auf eine grobe malerleinwand projiziert bzw. als sähe man ein grobes mosaik. in anderen kleinen kinos kenne ich keine leinwand mit einer solch groben rasterung. lachstürme von anfang bis ende habe ich auch nicht erlebt. der film hat mich von anfang an überhaupt nicht gepackt. im vergleich zu einigen französischen filmen der letzten jahre handelte es sich um öde dialoge, die langweilig abgefilmt wirken - allerdings sah ich nur die ersten 10 minuten. gegangen bin ich dann aber hauptsächlich wegen der obengenannten technischen mängel. irgendwie schade, denn bei dieser kinokette habe ich immer wieder gutscheine gekauft und fand sie auch besonders unterstützenswert.
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Jetzt kann man sich im Kino endlich wohlfühlen
albertk antwortete auf RaKna's Thema in Allgemeines Board
das kino war schon vorher ein interessanter, guterhaltener 50er-jahre-bau mit arthouse-programm. mit rund 500 plätzen war das in den 50er und 60er jahren ein mittgelgroßes kino, zentral in west-berlin gelegen. der saal ist ein nur leicht ansteigendes parkett-theater mit einer kühnen muschelartig geformten decke. daß man geschichtsvergessen einen neuen namen wählt, ist unbegreiflich. zudem dürfte der name bei älteren besuchern verwirrung erzeugen, da es jahrzehnte auf dem kurfürstendamm bereits ein programmkino namens astor gab. die bilder in der "welt" zeigen eigentlich nichts, was an dem alten gebäude verbessert wurde. front und eingangsfoyer weisen wie einst auf ein filmtheater hin - so etwas muß man heutzutage betonen, da viele neue kinos/multiplexe von außen gar nicht mehr erkennbar sind bzw. sich genauso dahinter ein lidl oder ein baumarkt verbergen könnte. lediglich eine neue bestuhlung und eine grellere beleuchtung fallen auf. der saal war früher von den farben weiß (decke) und ocker (bestuhlung) beherrscht. schaut man sich das letzte bild vom kinosaal an (mit dem blick auf die leinwand) sieht man grell-lila-rosa töne, die eher etwas campig und deplaciert wirken - vielleicht ideal für eine almodovar-retro! die neuen sessel wirken eher etwas elephantös. nicht verbessert wurde offensichtlich die sitzanordnung, des leider etwas zu breit geratenen saales, hier hätte man 4er- oder 8er-gruppen gewünscht, wie z.b. in münchen im gloria, d.h. eine anordnung in drei sitzblöcken. der schnickschnack mit kinofremden speisen und überteuerten eintrittspreisen wird sich wohl von selber geben, wenn ein großteil der ohnehin schon raren arthouse-besucher fernbleibt. erfreulich zu sehen, daß hier noch eine DP-70 steht, die aber in den letzten jahren wohl kaum jemals für 70mm genutzt wurde. -
Wenn schon digital, dann wenigstens in 3-D! MEET THE ROBINSONS und JOURNEY TO THE CENTRE OF THE EARTH sahen interessant aus. Leider beides Kinderfilme, die Kinder nicht ernst nehmen, also sonst ziemliche Dutzendware. In Frankfurt waren bisher nur Dokumentarfilme in Digital-3-D zu sehen. Die einzige Ausnahme war NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS, der allerdings gar nicht für 3-D konzipiert war. FLY ME TO THE MOON wird aber demnächst dort anlaufen. Ich bin gespannt.
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Zwischenfrage: Welche Filme sollen denn in Berlin mit 30 Bildern/Sekunde laufen? Ich kenne nur folgende Titel in Todd-AO mit 30f/s Oklahoma! The Miracle of Todd-AO Around the World in 80 Days Und natürlich: ClearVision 2000/CineSpace 70 by Todd-AO von Lee Parker. Darüber hinaus kenne ich noch zwei Titel, die wahrscheinlich für Special Venue Theater gedreht wurden: Astratour und Funk it. Wer OKLAHOMA! oder CLEARVISION 2000 gesehen hat, weiß, daß die erhöhte Bildgeschwindigkeit eine deutlich spürbare Verbesserung von 70mm sind. Aus Gründen, die heute kein Problem mehr darstellen dürften, ging man nach AROUND THE WORLD IN 80 DAYS von der erhöhten Bildgeschwindkeit ab.
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Die obengenannten 8- und 10-Perf.-Verfahren werden vor allem in Vergnügungsparks eingesetzt und sind günstiger als IMAX. Anamorphoten werden dabei nicht verwendet. Der große Vorzug ist natürlich das viel größere Bild, bei 10-Perf. doppelt so groß wie Todd-AO. Links dazu gibt es auch über das Stichwort IWERKS. Persönlich störend empfinde ich allerdings, daß es sich hierbei um Großbild- aber nicht um Breitwandverfahren handelt. Der Mensch ist kein Zyklop, sondern hat zwei Augen und einen Blickwinkel von rund 150 Grad Breite. Edison führte das 35mm-Normalformat ein, allerdings zuerst nicht für Projektionen sondern für kleine Guckkästen (Kinotetoscope), in denen man nur allein mit einem Auge Filme sehen konnte, wenn man eine Münze einwarf. Wo immer ich in Urlaub war, schaute ich mir auch Special-Venue-Filme an. Leider sind die meisten dieser Filme mit denselben Mängeln wie IMAX behaftet: Übelste Kulturfilmtradition, Bilderflut, Säuselmusik, pathetischer Kommentar und mangelnde Schärfentiefe. Welche Möglichkeiten wurden hier vergeigt! Von außen opulent aussehende Filmtempel versprechen sinnliche Genüsse, aber drinnen geht's nur ums schnelle Geld. Statt einem Panorama gibt's Fototapete. Das alles richtete sich an eine ahnungslose Kundschaft, die einmal zahlt und nie wiederkommt. Einen richtig guten Film in all diesen Großformaten, die das normale 70mm-Format (Todd-AO, Super Panavision 70) an Bildfläche übertreffen, hab ich noch nie gesehen. In die Geschichte des Dokumentarfilms werden die meisten IMAX-Filme nicht eingehen. Auch kam ich mir selbst bei frühen Lumiere-Filmen besser unterhalten vor. Das Ideal früher Filme war ohnehin gestochen scharfe Fotografie. Wer unscharf sehen will, kann auch die Brille abnehmen. Wie genial dagegen ist SKY OVER HOLLAND, in MCS (70mm) gedreht, eigentlich ein reiner Werbefilm für die Niederlande, aber experimentell und gestochen scharf in der Fotografie. Läuft wohl auch auf der Berlinale und ist unter den Kurzfilmen mein Favorit. Dem Satz von Cinerama, es sei fast immer schon alles dagewesen, kann ich nur zustimmen. Schon die frühen Filmpioniere verwendeten zahllose Breit- und Großfilmformate. 35mm war damals keineswegs selbstverständlich. Allein bis 1900 gab es mindestens 30 verschiedene Filmformate, die größer als 35mm-Film waren. Hier nur eine Auswahl (Namen, Jahreszahlen, Filmbreite): William Friese Greene (UK) 1888: 82,55mm George Eastman (USA) 1888: 63,5mm, später auch 88,9mm und 70mm. Etienne-Jules Marey (FR) 1888: 88,9mm (Rollfilm) Prestwich 1890: 60mm Die Skladanovskys verwendeten 90mm breiten Rollfilm, den sie halbierten. Latham 1895: 82,55mm (Quadratisch!) Birt Acres 1896: 70mm W.K.L. Dickson verwendete u.a. 1897: 68mm Die Lumieres hatten u.a. einen 75mm-breites Bild. Eine richtig gute Darstellung dieser frühen Formate habe ich bisher allerdings noch nirgends gelesen. Ein Thema für künftige Filmwissenschaftler. Wie sagte noch seinerzeit die Professorin Frau D.: "Daran können Sie sich abarbeiten."
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zur erinnerung: nach dem zweiten weltkrieg bis in die 70er jahre hinein warben kinos in großstädten mit induktionsschleifen für hörgeschädigte! wie die geräte aussahen, weiß ich aber nicht. ich kenne nur so fürchterliche kopfhörer (bei eingesprochenen filmen), wo einem spätestens nach einer halben stunde die gesamte ohrmuschel schmerzt.
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heute erschien eine kritik in der taz: ist er wirklich so mäßig wie CASINO ROYALE? da fand ich das beste noch den grafisch interessanten vorspann, leider sonst ohne spannung, witz und visuelle qualität. unvergessen ist mir immer noch MOONRAKER im zoo-palast in berlin, an einem samstag abend 1979. das kino mit 1200 plätzen war voll und optisch und akustisch wurde da noch was geboten! die ganzen frühen bonds strotzen trotz aller klischees vor visuellen und originellen filmischen einfällen. sie waren grundsätzlich spannend, opulent ausgestattet und oft gut fotografiert. das waren filme, die man als student der filmwissenschaft nie in den seminaren zu sehen bekam, die aber vielen sogenannten künstlerisch wertvollen filmen bis heute überlegen waren.
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Auch sogenannte Filmklassiker kursieren manchmal in schauerlichen Synchronfassungen. Man sollte beispielsweise die deutsche Fassung von CITIZEN KANE meiden, da ist weder Ton noch Hall den Räumen entsprechend aufgenommen. Kraß fand ich auch WUTHERING HEIGHTS, den ich vor rund einem Jahrzehnt noch mal in einem kommerziellen Kino sah, da wurde kein einziges th bei englischen Namen richtig ausgesprochen und es hieß immer "Miss Kessy" statt Cathy! Vor einiger Zeit lief hier in Frankfurt auch noch die alte verstümmelte und zensierte deutsche Fassung von GILDA, ohne daß darauf hingewiesen wurde. Nachher wunderten wir uns dann über dieses sogenannte Meisterwerk, bis ich herausfand, daß wir eine völlig andere Fassung, die die Handlung entstellt, gesehen hatten! Ein neuerer Film, der völlig seiner Qualität durch öde Synchronisation beraubt wurde ist FARGO, auf deutsch unglaublich fade wirkend und auf englisch eine Sozialstudie und Kriminalfall in einem. Der bekam aber auch extra einen Preis für die mißlungendste Synchro. Erik Ode für Gene Kelly in SINGIN' IN THE RAIN wird noch getoppt durch die DVD von TOP HAT: stellt man den deutschen Dialog ein, knödelt Caprifischer Rudi Schuricke für Fred Astaire! Ohne Rhythmusgefühl und im Text die herrlichen Songs von Irving Berlin banalisierend.
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Eigentlich wunderbar, daß sich endlich mal ein international bekanntes Festival dem 70mm-Film annimmt. Das war längst überfällig. So kommt das Thema 70mm und Breitwandfilmtechnik endlich mal wieder in die Öffentlichkeit, nachdem es durch IMAX, Video, DVD, Digitalprojektion längst ad acta gelegt worden war. Von den oben genannten Filmen würden mich aber nur die russischen interessieren, da ich die meisten anderen in den letzten Jahren in Bradford und Karlsruhe sehen konnte. Ein visuelles Highlight wäre sicher die komplette Fassung von VOINA I MIR/KRIEG UND FRIEDEN und auch FLAMMENDE JAHRE sah in 35mm fast aus wie 70mm! Ist das mit der Akkreditierei wirklich so kompliziert?
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interessant in diesem zusammenhang fand ich folgende webseite: hier wurden von verschiedenen rechercheuren die durchschnittlichen längen der einstellungen pro film festgehalten. ASL bedeutet in der spalte average shot length = durchschnittliche einstellungslänge. allerdings sind solche zahlen nur bedingt aussagekräftig. typische regisseure für lange takes haben manchmal sehr unterschiedliche werte, sogar die ausgesprochenen "langweiler" (z.b. wenders) manchmal gar nicht so lange einstellungen. im schnitt kürzere einstellungen finden sich sogar bei ausgesprochenen schauspieler-regisseuren wie z.b. wyler, preminger, ophüls. es hängt eben immer von film zu film davon ab, was und wie jemand erzählt. den rekord langer einstellungen schafft wohl angelopulos, der allerdings früher bewußt mit langen plansequenzen arbeitete. auch die legende, daß mit aufkommen von cinemascope und breitwand die takes länger werden, scheint nicht zu stimmen. es gibt zahllose stumm- und tonfilme vor 1953, die auch lange einstellungen aufweisen. umgekehrt gibt es zahllose viele kurze einstellungen nicht erst mit aufkommen der actionfilme sondern auch schon in stummfilmen!
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Revolutionäre Filmplakate - schon der Titel ist irreführend. Vergleicht man die Plakatbeispiele sind sicher viele gelungener als manches andere Plakat zahlloser Schmudelfilme dieser Zeit. Der Autor hat offensichtlich keine Ahnung wie Filmplakate mal aussehen konnten. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Übernahme einer Ausstellung die auch in Frankfurt zu sehen war. Bei den Plakate der beiden Verleihe Kirchner und Atlas dominierten leider immer viel zu sehr die Texte - und das grafische kam in der Regel zu kurz. Wenn ich mir diese Filme ansah, dann fast immer trotz dieser Plakate!
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DR. NO hatte seine Premiere im LONDON PAVILION am Piccadilly Circus. Leider existiert nur noch die Außenfront. Das Innere wurde "entkernt", besser gesagt, völlig zerstört, obwohl es sich um ein historisches Gebäude handelte, das von 1885 stammte, zuerst Music Hall, später Theater, dann Kino. http://www.arthurlloyd.co.uk/Pavilion.htm Vor rund einem Jahrzehnt befand sich in den oberen Etagen der ROCK CIRCUS, eine Dependance von MADAME TUSSAUD'S zum Thema Rockmusik. Das interessanteste waren einige animierte Wachsfiguren auf einer Bühne im Dunkeln - mit aufprojizierten Lippenbewegungen. Dieser Bereich steht seit Jahren leer, im Parterre sind unspektakuläre Läden. Wenn ich länger überlege fällt mir immer noch was ein: In Kensington (einem Stadtteil südlich vom Hyde Park) gibt es das Science Museum (Eintritt frei - vergleichbar mit dem Deutschen Museum in München, daher auch allerhand technische Apparaturen), das auch IMAX-3-D zeigt. http://www.sciencemuseum.org.uk/ Am Leicester Square kann man übrigens rund um die kleine Anlage am Boden Handabdrücke einiger Stars bewundern: u.a. Charlton Heston, Omar Sharif, Ben Kingsley, John Gielgud, Richard Attenborough, Kim Novak und SEAN CONNERY!
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Das Museum of the Moving Image (MOMI) existiert leider seit dem Jahre 2000 schon nicht mehr. Passenderweise wurde es zur Jahrtausendfeier geschlossen, während an anderen Stellen Millionen (Millenium Dome) verpulvert wurden. 70mm ist auch in London mittlerweile rar geworden. Natürlich zu empfehlen ist das BFI-IMAX gegenüber von Waterloo Station. http://www.bfi.org.uk/whatson/bfi_imax Hier laufen nicht nur IMAX-Filme, sondern auch manchmal 70mm-Kopien, zur Zeit übrigens DARK KNIGHT. In der Nähe, an der Westbank, einem Viertel mit Museen, Konzerthallen, dem immer empfehlenswerten National Theatre (Bühne) befindet sich das beste Programmkino der Stadt (und auch eines der besten überhaupt), das NATIONAL FILMTHEATRE: '>http://www.bfi.org.uk/whatson/bfi_southbank Hier kriegt man bisweilen schon 70mm-Kopien zu sehen. Sie spielen Programmkino, Historisches, Arthouse und auch neue Filme in drei Sälen, von denen allerdings nur einer (KINO 1) einigermaßen groß ist. Im Gebäude dahinter befand sich das MOMI, heute eine öffentlich zugängliche Mediathek, u.a. mit gratis Videoschirmen zu britischer Filmgeschichte und Historie. Der Leicester Square war ursprünglich ein Platz mit lauter Uraufführungshäusern, wo es manchmal auch Premieren mit Prominenten gibt, letztes Jahr sah ich dort aus Zufall John Travolta inmitten kreischender Teenager. Aber eigentlich gibt es nur noch zwei große betretbare Säle: Das EMPIRE und das ODEON LEICESTER SQUARE. Beide wurden aber immer wieder umgebaut und haben viel von ihrem früheren Charme verloren. Die Lasershow im EMPIRE läuft meines Wissens auch schon seit Jahren nicht mehr. Von den kleineren Sälen in diesen Gebäuden ist allerdings abzuraten. Das CURZON MAYFAIR (Richtung Hyde Park) zeigte in den 90ern noch ab und zu 70mm-Blowups und hat eine typische 60er Jahre-Ausstattung: Gestaffelte Betonwände, aber durchaus ansehnlich, vergleichbar dem Bellevue Cinerama in Amsterdam, große Leinwand und ein Parkett-Theater mit Stufen. Der neuere zweite Saal ist allerdings mehr breit als tief und ein unmögliches Schachtelkino. Ansonsten gibt es allerhand Kinos, auch Programmkinos, aber leider auch viel Häßliches, Mittelmäßiges, Unbetretbares. Am besten schaut man sich vorher eines der beiden Stadtmagazine TIME OUT oder WHAT'S ON an, eines davon nennt auch Sitzplatzzahlen. Schöne historische Kinos die zu Theatern (für Musicals) umgenutzt wurden, aber als Bauten von 1930 (ART DECO!) innen wie außen wunderbar erhalten sind: APOLLO VICTORIA an der Victoria Station DOMINION an der Tottenham Court Road (1930) PRINCE EDWARD THEATRE Old Compton Str.(=CASINO CINERAMA) CAMBRIDGE THEATRE Earlham Street London ist ohnehin voll von alten Theaterbauten vor dem zweiten Weltkrieg, die zeitweise auch mal Kino waren. Besonders hervorzuheben sind zwei gut erhaltene Theaterbauten des Architekten FRANK MATCHAM: COLISEUM (einst Music Hall, später Musicalbühne, Cinerama-Kino und heute English National Opera, d.h. Opern und manchmal auch ein Musical englisch gesungen.) und das LONDON PALLADIUM (vor einigen Jahren gabs da auch Führungen, aber auch schon die Kassenhalle mit langem Gang und den vielen Fotos der Stars die dort auftraten als es noch Music Hall war, ist schon einen Besuch wert. (Man sollte sich nicht von den hohen Preisen abschrecken lassen, und ruhig mal eine Matinee (billiger) oder einen Gallery-Platz kaufen.) Empfehlenswert ist als Lektüre: LONDONS WEST END CINEMAS von Allen Eyles & Keith Skone, Keystone Publications 1991 Und natürlich die Webseite CINEMA TREASURES http://cinematreasures.org/ Viel Spaß in London!
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In Holland ist es durchaus nicht in allen Kinos üblich, Pausen zu machen. Ich war wiederholt in Kinos unterschiedlichster Betreiber, also von Kinoketten bis Art-House-Kinos. In keinem gab es solche willkürlichen Pausen wie oben beschrieben. Pausen sollten nur dann gemacht werden, wenn der Film dies vorsieht, beispielsweise bei 3-Stunden-Filmen, wie dies früher oft bei 70mm-Filmen der Fall war. Dann gehört die Pause aber zur Dramaturgie des Films und ist nicht ein aufdringlicher Eingriff in die Handlung. Aufdringliche Werbung hat auch leicht den Effekt, daß die Besucher der Penetranz überdrüssig werden und gerade deswegen nichts kaufen. Beim nächsten Mal werden sie es sich vielleicht zweimal überlegen, ob sie noch ein Kino betreten, das nach Gutdünken Filme unterbricht. Lästige Werbepausen gibts im Fernsehen schon genug. Werbung gehört ins Vorprogramm, und auch das sollte nicht überlang sein. Ich kannte Kinos, da ging das Vorprogramm über eine halbe Stunde und man wurde dermaßen mit Werbung zugemüllt, daß man auch da überlegte, ob man nicht das nächstemal lieber zur Konkurrenz geht.
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Es müßte übrigens heißen "Dame" Julie Andrews-Edwards, sie wurde vor einigen Jahren von der Queen zur Ritterin geschlagen. Hier kriegt man trotz miserabler Bildqualität einen Eindruck von THE SAGA OF JENNY im TODD-AO-Film STAR! Der Song, ein Hit aus Kurt Weill/Ira Gershwins LADY IN THE DARK sollte übrigens seinerzeit gestrichen werden. Und jetzt völlig am Thema vorbei: Zu Bernsteins 70. Geburtstag schrieb übrigens Stephen Sondheim eine kuriose Parodie, gesungen von Lauren Bacall: Nachzulesen auch hier:
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THE DARK NIGHT setzt neue rekorde ...
albertk antwortete auf preston sturges's Thema in Allgemeines Board
richtig gut sahen in dem film einige nachtszenen aus, die vermutlich in IMAX-DMR gedreht worden waren. da kam aufeinmal spannung auf und die visuelle qualität war auch bombastisch. sonst hab ich mich seit jahren nicht mehr so gelangweilt. ich mochte die beiden filme von burton, aber eher wegen der herrlichen art-deco-sets. die musik in DARK KNIGHT ist leider auch unterträglich. was ist das für ein gewummer, das ständig bei dialogstellen anschwillt, wo überhaupt keine dramatik gebraucht wird? die deutsche synchronisation klingt wie ein schlechtes fernsehspiel und die dialoge quälen sich endlos, humor- und spannungslos dahin. unbegreiflich fand ich im übrigen die ständigen großaufnahmen der völlig unattraktiven hauptdarstellerin maggie gyllenhal. da fand ich es dann besonders komisch, daß sie in einem dialog noch als besonders schön geschildert wurde. da haben spätere generationen wenigstens mal was zum schieflachen! fazit: das leben ist viel zu kurz sich einen blockbuster anzusehen! -
Den Preis krieg ich wohl nicht, ich hätte nur THE SOUND OF MUSIC, 2001 - A SPACE ODYSSEY und GRAND PRIX gewußt, bei denen auch MCS-70-Kameras zum Einsatz kamen. Auf die neuen Kopie von LAWRENCE OF ARABIA freue ich mich jetzt schon. Aber auch auf HAUPTMANN FLORIAN VON DER MÜHLE. Besonders gespannt bin ich auch auf die neue Kopie von STAR! in TODD-AO! - Ein unterschätztes Musical von 1968 unter der Regie von Robert Wise, das trotz aller Opulenz damals floppte. Julie Andrews spielt diesmal keine Gouvernante sondern die Schauspielerin und Sängerin Gertrude Lawrence, die es von der britischen Music Hall bis zum Broadway schaffte. Gertrude Lawrence war mit Noel Coward befreundet, spielte in seinen frühen Stücken, aber auch in Musicals von Gershwin, Porter und regte THE KING AN I an, in dem sie ein Jahr vor ihrem frühen Tod die Hauptrolle auf der Bühne spielte. STAR! ist auch eine der raren Fälle eines interessant gemachten Biopics. In STAR! hören und sehen wir vor allem schmissige Songs von Noel Coward, Cole Porter, Kurt Weill - lauter kleine Juwelen. Bei dem Song THE PHYSICAN bräuchte man eigentlich einen englischen Pschyrembel, denn da geht es um einen Arzt, der seine Liebeserklärungen nur medizinisch ausdrückt, er lobt die Beschaffenheit aller möglichen Organe - "but he never said he loved me!" Und THE SAGA OF JENNY ist eine unglaublich artistische Zirkus-Nummer, bei der sich Julie Andrews eine Verletzung zuzog. Das Lied dazu ist eine schräge Ballade einer Frau, die ständig Entschlüsse mit katastrophalen Folgen faßt und die die Moral "Never make up your mind" karikiert. Sieht man einmal von VICTOR/VICTORIA ab, ist STAR! der Film, bei dem Julie Andrews am besten ihr Talent beweisen konnte.
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nochmal zu der debatte über die cinestage-kopie: das ist eine absolute rarität, die so seit jahrzehnten nicht zu sehen war! cinestage ist ein format, das speziell für die roadshow-auswertung von IN 80 TAGEN UM DIE WELT entstand. außerdem kriegen wir hier eine technicolor-farbdruck-kopie zu sehen. sicher handelt es sich nicht um 70mm, aber so waren die kopien seinerzeit in london zu sehen. michael todd ließ sie übrigens auf 34mm schneiden (aus steuerlichen gründen). diese kopien können nur mit gesonderten anamorphoten gezeigt werden und sind wahrscheinlich nur noch in geringer zahl erhalten. ein grund mehr nach karlsruhe zu fahren!
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das kommunale kino stuttgart ist nach 37 jahren von einer schließung bedroht: http://www.koki-stuttgart.de/ die kinolandschaft dieser landeshauptstadt ist ohnehin eher dürr. vor wenigen monaten schloß ein kinocenter am bahnhof. das filmhaus mit dem neuen kommunalen kino wurde erst vor einigen jahren eröffnet.
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Wie vergrault man seine Gäste am besten...?
albertk antwortete auf Media-Pro's Thema in Allgemeines Board
Ein Programmkino in einer Großstadt. Ein Musicalklassiker von 1965 ist angekündigt. 35mm-CinemaScope-Kopie eines Todd-AO-Films. Den ganzen Film hindurch hört man laute Kratzgeräusche. Das Bild ist meistens unscharf. Und das bei einem Film der eine gestochen scharfe Fotografie hat. Bei allem Kitsch - eine der zahllosen Qualitäten dieses Films. Es gibt teilweise krasse Farbsprünge. D.h. die Kopie wurde wahrscheinlich aus verschiedenen zusammengestellt. Auch sind häufig starke Kratzspuren im Bild. Angekündigt war eine restaurierte 35mm-Kopie, vermutlich ein Gerücht. Möglicherweise fehlten Ouvertüre, Zwischenmusik und Schlußmusik. Wurden die aus Zeitmangel vom Vorführer gekappt? Oder handelt es sich um eine der 35mm-Kopien, bei denen diese Musiksequenzen fehlen. Leider war auch die Projektion verbesserungsbedürftig. Bei jedem zweiten Akt war rechts ein lila Laufstreifen. Auch sah man unten zuviel weiß und oben wurde häufig auf einen herabhängen Scheinwerfer projiziert. Da stimmt etwas mit Masken oder Objektiven nicht. So schlimm sah das bei anderen Scopefilmen in den letzten Wochen nicht aus. Es gab einen Vortrag, der war ok. Der Film war übrigens gut besucht, u.a. mehrere FilmwissenschaftlerInnen, ProfessorInnen und allerhand Dauergäste des Kinos. Aber die Anfangszeiten waren zu knapp bemessen. Das kann passieren, aber soviele 3-Stunden-Filme gibt es doch gar nicht. So wurden am Ende die Zuschauer angetrieben, möglichst rasch zu verschwinden. So etwas war ich bisher nur von einer gewissen Kassenfrau gewohnt. Und natürlich kein Wort der Entschuldigung für die schlechte Kopie. Als ich der Kinoleiterin sagen wollte, wie unspielbar diese Kopie ist, weil ich nicht wußte, ob sie den Film gesehen hatte, kam das übliche Abwinken a la wir wissen schon, und besser gehts nicht etc. Was ist das für überhaupt für ein Stil? 1. Nicht richtig planen. 2. Die Leute rausscheuchen. 3. Klagen nicht anhören wollen. 4. Mit irgendwelchen Standardantworten kommen. Normalerweise hätte ich innerhalb von 10 Minuten mein Eintrittsgeld zurückverlangt, aber hier handelt es sich um mein Stammkino und eine rare Kopie eines älteren Films, der hier noch nie lief! -
Gerne hätte ich mehr über das kommende Festival erfahren. An anderer Stelle erfährt man schon etwas mehr: http://www.in70mm.com/now_showing/index.htm Laut dieser Webseite laufen: "Der Kongress Amuesiert Sich" in MCS 70 Superpanorama "Lawrence of Arabia" Neue 70mm DTS Kopie "The Bible...in the Beginning" Neue 70mm DTS Kopie "Flying Clipper - Traumreise unter weissen Segeln" MCS 70 Superpanorama "The Last Valley" (Todd-AO) “Hauptmann Florian von der Mühle” (DEFA 70) außerdem: "Publication of new coffee table book about German Road Show cinemas, by Herbert Born and by Dieter Connemann. und " Q/A (?) with Walter Siegmund of American Optical Company, followed by a Todd-AO film" Außerdem hieß es vor einiger Zeit, der Kameramann Hoelscher sei eingeladen (?).
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eigentlich suchte ich eine für auch laien einfach erklärung des systems sensurround. bei 70mm sind zwei tonspuren für die tiefen effektkanäle reserviert, aber wie funktioniert das bei 35mm? bei thomas hauerslev gibt es eine schöne auflistung von sensurround horror stories. vorführer mit kopfschmerzen, gips flog von der decke, vibrierende balkone, magenschmerzen, kopfweh und nasenbluten bei zuschauern, evakuierung im nahegelegenen hotel etc. sah einmal EARTHQUAKE in sensurround in bradford, aber wir haben's wohl alle heil überlebt.
