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Patrick Müller

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  1. Ich selbst drehe auch sehr gerne mit den Siemens-Kameras. Am praktischsten finde ich die CII mit Parallaxenausgleich und Entfernungsmesser. Nett sind aber auch die D und die FII, wenn es mal aufwändiger sein sollte. Die Preise sind leider mittlerweile, wie bei allen 16mm-Kameras, ins Astronomische gestiegen.
  2. Ich glaube, diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten. Für den Profi stellt sich die Frage kaum, denn wenn jemand die gefilmte Hochzeit oder den Musikfilm auf Super 8 bezahlt, ist alles gut. Für den Amateur- oder Hobby-Bereich gibt es gar keine Grenzen: der Eine sammelt teuren Wein, der andere filmt 2–3mal pro Jahr mit einer Kassette Super 8 seine Familie: Aufnahmen, die wiederum wie guter Wein mit den Jahren immer besser werden. In meinem Fall, wo ich gerne Kurzfilme drehe, versuche ich, nicht länger als fünf Minuten zu kommen, das ist dann für mich noch zu stemmen. Ein kurzer Film muss nicht schlechter sein als ein langer, im Gegenteil, man filmt von Vornherein viel bewusster und so landet meist 90% des Gedrehten im fertigen Film. Egal also ob Hobby oder Privat, mit Film lernt man, präzise und ökonomisch zu arbeiten.
  3. Wirklich liebevoll gemacht! Unbezahlbare Unikate, die du da geschaffen hast.
  4. Ich projiziere alle meine analog gedrehten Filme auf 16mm mit Hokushin, wo es die Gegebenheiten zulassen. Zum Beispiel beim Forentreffen in Deidesheim oder im Herbst in Berlin war ich immer dabei. Vor zwei Jahren sogar auf dem Filmfest Braunschweig, siehe Foto. Derzeit ist das leider nicht möglich.
  5. Ab nach Salzburg! Obwohl ich den Film nun schon 2015 gedreht habe, hat es bis jetzt gedauert, bis er fertig wurde. Gedreht wurde er auf einer Siemens B, mit Kodak plus-X und selbst entwickelt. Die Kamera ist so alt wie meine Oma, von 1934. Viel Spaß! (Ich hatte ihn vorhin in das falsche Thema eingestellt. Ich glaube, hier ist er besser platziert.)
  6. Ab nach Salzburg! Obwohl ich den Film nun schon 2015 gedreht habe, hat es bis jetzt gedauert, bis er fertig wurde. Viel Spaß!
  7. Ein wirkliches Highlight, der Film. Die Bild-Ton-Collage passt perfekt, und ich mag auch sehr, wie das Bild leicht springt nachdem du schneidest. Ein wirklich tolles Werk, dass zu deinen besten zählt. Bernhard hat auch wieder toll gesprochen. Ihr könnt alle sehr stolz darauf sein!
  8. Den Ausführungen von Filma kann ich nichts hinzufügen!
  9. Nein, derzeit nicht mehr. Das gab es nur für die Vorbesteller. Jetzt kann man alles nur noch mit Entwicklung und Scan kaufen.
  10. Was für eine beglückende Veranstaltung das war, man fühlte sich restlos nach Deidesheim versetzt und sogar noch besser. Im Innenhof des Riesa Efau, der regelmäßig die Schmalfilmtage organisiert, war eine große Leinwand aufgebaut, davor ein Arsenal an 16- und 8mm-Projektoren. Ca. 50 Personen waren als Gäste zugelassen und gekommen, darunter zahlreiche Regisseure aus Deutschland aber auch aus Frankreich, die ihre Filme vorstellten. Zum Beispiel Laura Träger und Christopher Gorski von Analogfilmwerke e.V. aus Hamburg, die in ihrem Film mit Taschenlampen eine David-Lynch-artige Tänzerin nachts ablichteten und mit analogen Kopiereffekten arbeiteten. Aber auch der Künstler Hache aus Strasbourg, der Shutter-Bewegungen in Blow-up-Manier in extreme Kornbilder vergrößerte und damit den experimentellsten Beitrag ablieferte. Klaus Schreier war mit dem Hauptdarsteller seines subversiven Kleingartenfilms angereist und konnte viel gute Laune verbreiten, bis es auch großen Applaus für sein Meisterwerk AM SICHELWERK gab. Von mir wurden als 16mm-Kopien der Jahrmarktskinofilm 101 PALMAS und die Baudelaire-Verfilmung L'HOMME ET LA MER gezeigt. Daneben liefen auch Filme von Regisseur:innen, die nicht anreisen konnten: erwähnt seien hier Jürgen Lossaus Workshopfilm, der uns schwarzweiße Palmen zeigte, Dagie Brundert versuchte erneut ihr Glück mittels KATZENLOTTO und verbuchte viel Applaus für den Evergreen KLEINER HAVELLÄNDISCHER HAUPTKANAL. Michael Sommermeyers FIFTY-FIFTY über zwei Freunde, die nach Serbien fahren um einen Ofen zu kaufen, war hier erstmals nach seiner digitalen Aufführung bei den Schmalfilmtagen 2020 nun auf Super8 mit Magnetton zu erleben und wirkte analog noch eindrucksvoller als bereits bei der digitalen Erstsichtung. Dazwischen wurden immer noch vergnügliche DEFA-Kurzfilme über FDGB-Urlaubsheime eingeschnitten, die der Macher von Pittiplatsch augenzwinkernd produziert hatte und von zahlreichen vergnüglichen Filmrissen begleitet wurden. Hier sprang auch immer der Moderator den Abends ein, unser filma aus dem Forum, der gekonnt die Fäden mit Witz und Esprit aufnahm und zu einem Analog-Film-Ton-Urlaubsprogramm mit vielen (zweisprachigen) Interviews der Gäste zu einem wirklich unvergesslichen Erlebnis machte. Denn für die meisten war es die erste Veranstaltung nach der langen Pause und es tat einfach gut zu erleben, wie der Zauber des Films die Herzen und Gemüter mit Glück erfüllte. Danke für diesen unvergesslichen Abend!
  11. Riesige Vorfreude, große Klasse!
  12. Danke, jacquestati, dass du es mit dem A71 versucht hast! Ich werde es bald auch mal versuchen. Hast du mit 100ASA belichtet für die 7 Minuten Erstentwicklungszeit?
  13. Ich verwende den auch noch als Meterware und er sieht so aus wie Aviphot aussieht: sehr pointillisisch! Wenn man Menschenmengen filmt, braucht man keine Angst wegen Datenschutz zu haben: man erkennt ohnehin kaum Gesichter. 🙂 In Super 8 sieht er so aus:
  14. Scheint so. Phil von Pro8mm hatte die die letzten Tage darüber auf FB berichtet, dass er einen neuen Prototypen zum Testen von Kodak erhalten hat. Wird schon.
  15. Gibt es denn schon Informationen, wie die Zeiten bei A71 sind?
  16. Ich habe jetzt auch mal etwas über meinen Film THE GARDEN von 2019 auf Filmkorn geschrieben und ihn freigeschaltet. Viel Spaß dabei. https://www.filmkorn.org/auf-dem-friedhof-des-herzens-verfilmung-von-h-p-lovecrafts-gedicht-the-garden-in-georgia/
  17. Wahnsinn, ganz herzlichen Dank!
  18. Ich habt mich inspiriert. 😬 DIE SCHMALFILMFAMILIE Im fernen Russland gibt’s nen Ort das kleine Städtchen Krasnogorsk. Dort lebte einst Familie Frey, bekannt für Schmalfilm-Filmerei. Der jüngste Sprössling, Chico, fuhr Kinderwagen mit ner Nizo. Die Mutter sparte peu à peu seit Jahren auf ne Beaulieu. Der Vater war da ziemlich sauer, er wollte schließlich eine Bauer. Fuji oder Yashica, fragt’ sich Oma Natascha da. Denn seit Opa Logmar tot war, war Geld für Filmerei da. Statt zu filmen mit der Pentaflex, trank er gerne Korn auf ex. Sein Sohn war bei der Miete säumig, er kaufte lieber noch ne Eumig. „Warum nur?“ fragte Tante Olga, „Kauf dir lieber ne Minolta“. Die Keystone aus Amerika, die war für Feiertage da. Auch auf der Hochzeit von der drallen Petra, filmte man auf 16 Millimeter. Ob in Kummer oder Freud: Familie Frey liebt Zelluloid. Und wenn die Kamera nicht erfriert, so filmt sie heut noch perforiert.
  19. Auch ich bin begeistert, ich denke, dass das auch bei mir der Grund ist. Auf deine A71-Zeiten bin ich gespannt. Ganz herzlichen Dank dafür!
  20. Es wäre wirklich mal interessant, was Foma sagt, wie die den Film entwickeln. So können ja nicht einfach eine neue Emulsion gießen und nicht wissen, wie diese perfekt entwickelt wird. Weiß denn jemand deren offizielles Rezept?
  21. Ich habs auch aufgegeben, auch bei mir ständig dieser Schleier. Das tue ich mir nicht mehr an. Die nächsten Jahre nehme ich nur noch DS8 E100, den ich (vergleichsweise problemlos) in E6 selbst entwickeln kann und der dank Pro8mm wieder verfügbar ist.
  22. Sehr schade, allerdings bin ich ihm nie persönlich begegnet und kenne nur Herrn Ritter. Hoffen wir, dass die Börse trotzdem weiterhin Bestand haben wird, damit wir Saumagenfilmer uns wieder treffen können!
  23. Wir hatten in unserem Vereinskino vor ein paar Jahren mal beim Warner-Verleih eine 35mm-Kopie des Streifens geliehen. Die war wirklich extrem oft gelaufen und neigte schon zum Rotstich, war aber noch absehbar. Witzigerweise machten gerade die vielen Kratzer und Schnitte für mich das stimmungsvolle Filmerlebnis aus, auf das ich gerne zurückblicke. In 16mm will ich mir diesen Klassiker aber nicht vorstellen, die Kopie muss fürchterlich abgenutzt aussehen, wenn sie oft geliehen wurde.
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