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50 Jahre "Kino International" - schwache Vorstellung


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Das meinte ich weiter oben mit dem "Abschreiben" der Presse. Der Journalist bekam alle Informationen über die wechselvolle Geschichte der Projektionsgeräte. Dabei hat er anschließend augenscheinlich etwas verwechselt. Mit anderen Worten: Die "Original-Projektoren" wurden nur einmal hier versehentlich erwähnt. Bei allen späteren Veröffentlichungen haben die Schreiber nicht selbst recherchiert, sondern einfach bei der MoPo abgeschrieben.

Tatsächlich befindet sich die Anlage in dem Zustand, in dem sie nach der Berlinale 70mm Retro war: Die von @Cinerama beschriebenen DP70 und ein CP200 im Ton. Die letzte 70mm Vorführung fand anlässlich der Berlinale 2013 statt. (Das es eine 70mm Projektion war, wurde übrigens im Berlinale Katalog nicht erwähnt.)

Mangels ausgebildeter Mitarbeiter dürfte das 70mm Zeitalter im Inter jedoch beendet sein.

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Ob nun UP 700 oder DP 70 mit oder ohne Teller ist doch hier nicht das Entscheidende - geht nun noch 70mm-Filmprojektion oder nicht ? Kann nicht einfach mal ein Berliner Kollege dort anklopfen und nach

Aber bitte seinen Kopf schütteln! ;-)     SCNR und Gruß   Salvatore

Klaro. Das Kino International ist ein musterhaftes Beispiel dafür, wie man eine Freifläche dem Filmgeschäft widmet. Unter vorgeblich antikapitalistischen Voraussetzungen zwar, aber das kann uns aus h

Wie waren eigentlich zu DDR-Zeiten die Eintrittspreise. Ich weiß nur noch das es spottbillig war... so genaue Zahlen weiß ich gar nicht mehr?

 

"Tatsächlich kostete der Kinobesuch in der DDR für Erwachsene oft nur 1,10 Mark.

 

Für Filme, deren Erwerb “aufwendig” war, das heißt vor allem westliche Importe, konnten bisweilen Preise von 2,10 Mark erhoben werden. Kam dann noch ein Vorprogramm dazu, kostete das Ganze maximal 2,60 Mark. Kinder bezahlten in der Regel 25 Pfennige.

 

Diese Preise blieben von den Anfängen bis zum Ende der DDR weitgehend stabil – und waren zu keiner Zeit geeignet, alle Unkosten zu decken. Übrigens bezifferte die Studie die Zahl der im DDR-Lichtspielwesen Beschäftigten auf 7.700 Frauen und Männer, die im Schnitt rund 600 Mark netto pro Monat verdienten."

 

Quelle: http://www.filmportal.de/thema/kino-in-der-ddr

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Goya ist richtig. Obwohl: Ich habe soeben das Archiv der Berlinale durchgesehen und keinen Hinweis gefunden. Irgendwie seltsam, dass das nichts vergessende Internet diese Veranstaltung einfach unterschlägt.

Schön, wenn zumindest unser Forum nichts vergisst. Den folgenden Beitrag findet man im Thread "IFB 2012 - Berlinale" (sry, aber offenbar lässt die mobile Version der Forumssoftware keine Verlinkung auf einen anderen Thread zu).

 

 

 

Die einleitenden Worte waren zum Fremdschämen. Oder hat das typische Berlinale-Publikum tatsächlich noch nie eine Filmrolle gesehen? Selbst wenn dem so ist, hätte der Vortrag nichts geändert. Denn welcher Erkenntnisgewinn ergibt sich daraus, eine leere Spule ohne Filmband hochgehalten zu bekommen? (Wenn auch die "Safarikiste" sehr urig war, nur eben nur mit einer leeren Spule drin.)

 

Die Vorführung selbst war nett, 70mm auch mal wieder mit Farben zu sehen hat schon etwas für sich. :smile:

Über ein paar Meter war der Bildstand recht unruhig, sonst war die Projektion so, dass ich mich auf den Film einlassen konnte (kannte "Goya" vorher noch nicht).

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Tja, so schnell vergeht die Zeit: War doch die Goya - Vorstellung tatsächlich schon 2012.

 

Zur Gegenwart: Komme gerade vom Empfang zu "50 Jahre Inter" mit Vorführung des Films "Heißer Sommer".

Nach einer launigen Einleitung von Knut Elstermann dann die Enttäuschung: Sehr unscharf und mit Handlungssprüngen. Man könnte vermuten, es wurde ein DCP der (laut Wikipedia gekürzten) DVD gezeigt.

Aber was soll man erwarten, nachdem die DEFA - Stiftung nach Auflösung von Progress etliche 35mm Kopien vernichtet hat.

Dem Publikum hat es gefallen.

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"Tatsächlich kostete der Kinobesuch in der DDR für Erwachsene oft nur 1,10 Mark.

 

 

Wir hatten gerade Dreharbeiten bei uns im Kino für einen Film, der 1985 in der DDR spielt - dabei eine Szene mit Kartenkauf. Ich erinnere mich noch gut an den einzigen 'Satz', den die Kassiererin zu sprechen hatte '50 Pfennig'.

Habe den Ausstatter, der die Kassenausstattung besorgt hatte (inkl. nachgedruckter Rollenkarten mit dem Preis drauf), gefragt, ob das recherchiert war, wurde bejaht. Der Film spielt allerdings nicht in Berlin ;-)

 

- Carsten

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Aber was soll man erwarten, nachdem die DEFA - Stiftung nach Auflösung von Progress etliche 35mm Kopien vernichtet hat.

 

 

Die Verwaltung des DEFA-Bestandes übenimmt ja die Deutsche Kinemathek. Aber heißt das, dass tatsächlich die 35mm Kopien der DEFA vernichtet werden? Bzw. es wird doch bestimmt noch 35mm-Kopien von z.B. "Heißer Sommer" zur Ausleihe geben, oder?

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Tatsächlich kostete der Kinobesuch in der DDR für Erwachsene oft nur 1,10 Mark.

 

Und das bei einer 70mm Vorstellung ist doch kaum zu glauben.

Bei uns im Land kostete eine 70mm Vorstellung 25 Lei und somit noch teuerer als eine 3D Vorstellung.

Cinemascope Filme hatten bei uns ebenfalls einen Aufpreis und genau wie Filme über Zwei Stunden Laufzeit.

Von wegen der DDR ging es schlecht.

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Die Verwaltung des DEFA-Bestandes übenimmt ja die Deutsche Kinemathek. Aber heißt das, dass tatsächlich die 35mm Kopien der DEFA vernichtet werden? Bzw. es wird doch bestimmt noch 35mm-Kopien von z.B. "Heißer Sommer" zur Ausleihe geben, oder?

Also spielbare Kopien gibt es sicher noch. Ich habe den Film hier in Karlsruhe vor zwei Jahren gesehen und der Mitarbeiter der Kinemathek meinte es wäre kein Problem gewesen die Kopie zu bekommen. Ich glaube er sagte Progreß. Bin aber nicht sicher. Und die Kopie war wirklich gut.

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Also spielbare Kopien gibt es sicher noch. Ich habe den Film hier in Karlsruhe vor zwei Jahren gesehen
Die Aktion lief im Frühherbst dieses Jahres. Mit zwei unterschiedlichen Angaben. Die offizielle: Es wird nichts vernichtet. Und die inoffizielle, welche von mit Plastik gefüllten Containern im Hof von Progress berichten.

Angeblich sollen sich die Ausleihbedingungen über die Freunde nicht verändern. Falls es Erfahrungen gibt, Berichte würden mich interessieren.

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Und das bei einer 70mm Vorstellung ist doch kaum zu glauben.

Cinemascope Filme hatten bei uns ebenfalls einen Aufpreis und genau wie Filme über Zwei Stunden Laufzeit.

Von wegen der DDR ging es schlecht.

Doch, der Preis haut hin. Ich glaube über die Eintrittspreise hat sich in der DDR kaum jemand Gedanken gemacht. Im Verhältnis zur SR Rumänien ging es den DDR-Bürgern auch gut. Nur haben sich viele DDR-Bürger in ihren Wünschen eher an der BRD ausgerichtet. Und dann ging es ihnen wieder schlecht. Ich glaube bei langen Filmen gab es auch Aufschläge.

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Der durchschnittliche Eintrittspreis in den Kinos der DDR betrug bei 35mm-Filmen 1,35 Mark. In den meisten Sälen gab es allerdings drei Platzgruppen: Sperrsitz, Parkett und Rang bzw. Loge. Hinzu kamen dann noch Zuschläge in Höhe von 50 Pfennig oder 1 Mark für Überlängen. Für ein sogenanntes "Zusatzprogramm", also eine Art Kulturfilm vor dem Hauptfilm mussten noch einmal 50 Pfennige entrichtet werden. Für 70mm-Filme allerdings waren die Eintrittspreise 6,50 Mark plus evtl. Zuschläge. Im Gegensatz zu heute mußten durch die Eintrittspreise ja nicht die Kosten gedeckt werden: durch den Eintritt konnten gerade so die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter des Lichtspielwesens gedeckt werden - alles andere wurde durch staatliche Subventionen getragen. Vielleicht kann man dies mit der noch heute gängigen Praxis für die Schauspieltheater vergleichen. Kino gehörte in der DDR zur Kulturlandschaft und mußte keinen Profit bringen.

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Was prinzipiell auch gut ist, eine Planwirtschaft zu erwägen.

Dennoch mussten gerade die 70mm-Kopien der Westproduktion teuer über den Aussenhandel eingekauft werden. Ob dabei nur gut erhaltene Kopien oder gar neu gezogene in Betracht gezogen wurden, weiss ich nicht genau. Es ist immer die Rede von deutlich fünfstelligen Beträgen für die 70mm-Fassung.

Weltexklusiv nur für die DDR, erzählte mit der Chefvorführer des "Kino International" 1991, wurde CHROMWELL als 70mm-Kopie angeliefert.

Muss man mal auf die Coate-Liste gucken, ob er nicht auch im angloamerikanischen Raum auf 70mm lief.

 

Die mir zuletzt im "International" über den Weg gelaufenen Vorführer haben übrigens jahrzehntelange Praxis. Es ist keine personelle, nicht einmal eine technische Frage, dass in diesem Kino keine Filme diese Genres oder dieses Formats laufen. Der Aufwand erscheint der Geschäftsführung der Yorck GmbH einfach zu hoch in Relation zum zu erwartenden Nutzen. Das wurde mir einmal ehrlich und ohne Ressentiments gesagt.

 

Die Wirkung des 70mm-Bildes in diesem Haus (sofern die Kaschierung wieder von 2.39 : 1 auf 2,2 : 1 reaktivierbar wäre) ist passabel, aber nicht spektakulär. Dazu ging dieses Haus m.E. zu viele architektonische Kompromisse und Anbiederungen an den Zeitgeist ein. Ein sehr gutes Filmtheater, aber keine Neuschöpfung. Die Vorbilder eines Solitärbaus aus Moskau sind unübersehbar, was nichts Abfälliges zu Moskauer Roadshow-Kinos besagen will, im Gegenteil.

Die Akustikdecke gefällt mir in keiner Weise - andere lieben sie.

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Aus meiner Erfahrung kenne ich in den 70igern nur regenerierte "Westkopien" im 70mm-Format. Diese waren teilweise aus verschiedenen Kopien zusammengestückelt - teilweise deutlich an anderer Farbbestimmung nach der Überblendung zu merken. Diese regenerierten Kopien waren dann zur besseren Haltbarkeit gewachst. Uns war damals im "Urania 70" in Halle bei einer Vorstellung ein Akt von "Meuterei auf der Bounty" regelrecht auseinandergefallen, weil der Wachs sich gelöst hatte. Aber schon am nächsten Tag war per Bahnexpress aus Frankfurt/M. ein passender Ersatzakt angeliefert worden - klingt unglaublich, war aber so!

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  • 3 months later...

Die Kaschierung war bereits während der sogenannten Retrospektive "Bigger than Life" nicht mehr auf Höhenpositon von 2,2 : 1, so wie ich noch in 1990 dort Veranstaltungen machte.

Alles lief auf etwa 2.39 : 1, sozusagen 4-Perf-70mm-Projektion (d.h:: der Bildinhalt, der sich über das 5 Schaltloch erstreckt, wird unterschlagen)

 

Stimmt aber nicht.

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Gibt es evtl. einen Beleg für die "Nichtveränderung"?

Die 70-mm-Filme in 2009 wurden allesamt im Scope-Aspect Ratio projiziert, d.h. weit ausserhalb der DIN/SMPTE Norm von 2.21 : 1 (mit Ausnahme von MUTINY ON THE BOUNTY, für den eine extra Brennweite mit Vorsatzanamorphot eingesetzt wurde).

Das bekam leider der gravimetrischen Charakter der Todd-AO-Kompositionen gar nicht so gut, die leicht aus dem Gleichgewicht kippten.

 

Das haben alle so gesehen, und die Filme sind ja seit Jahrzehnten vielen in- und auswendig bekannt.

Schade um diese überstürzten "Event"-Aktionen der Kinemathek, bei denen oft die Liebe zum Detail auf der Strecke bleibt...

 

Vielleicht ändert Georg noch etwas daran, falls er mehr Interesse an dem Thema hat?

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