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Infos zu Simoton Film GmbH Berlin


moses
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  • 2 weeks later...

früher wurden ja wenigstens die deutschen Stimmen in den kurzen Abspannen erwähnt, auch die Synchronregie und Studio zeitweise, heute kennt die Namen keiner mehr, dafür wird der Lehrling, der die Brötchen am Set ausgibt, aufgeführt. Gibt es eigentlich noch Wenzel Lüdecke in Berlin. Simoton habe ich auch oft in Disney Filme gelesen.

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Hat jemand mal Infos zu Simoton Film GmbH Berlin, der Name taucht bei etlichen Disneyklassikern der `50er als Synchronfirma auf, und ist mir völlig unbekannt.

thx

 

SIMOTON GmbH hatte jahrezehntelang exklusiv alle Disney-Titel (ob Film, Hörspiel auf Platte etc.) eingedeutscht. SIMOTON hatte auch nur für Disney exklusiv gearbeitet. Der kreative und kaufmännische Kopf hinter SIMOTON war Heinrich Riethmüller und seine Synchros (z.B. Dschungelbuch) waren handwerklich und künstlerisch hervorragend. Besonders Talent hatte er m.E. wenn es um die "Eindeutschung" von Liedern ging ("Probier's mal ... mit Gemütlichkeit") SIMOTON hatte keine eigenen Ateliers sondern mietete sich in Berlin bei nicht weniger bekannten Synchronfirmen (Wenzel Lüdecke etc.) ein.

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@ filmempire

Die Angabe des "letzten Brötchenlehrlings" geht auf gewerkschaftliche Fertigung "IATSE" Verträge zurück. Ein fertiger Film ist keinesfalls das Produkt des Regisseurs, oder etwa einzelner DarstellerInnen, sondern der gesamten Filmcrew, die das Werk dann auch gemeinsam "verabschiedet".

Ein "director's cut" macht daher eigentlich wenig Sinn.

Für die Vollendung ist der Breötchenboy genauso wichtig, wie der Buchhalter oder Versicherungsagent, ohne Tonconsultant kein Ton, ohne Focus Puller keine Schärfe.

Daher verdienen auch alle, gleichberechtigt genannt zu werden, das ist nur fair.

 

Stefan

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  • 2 weeks later...

Gegründet von Frau Stoll etwa in den frühen 50er Jahren, betrieb sie die Firma bis etwa Anfang der 80er Jahre.

Sie hat nur Disney-Filme synchronisiert und auch bearbeitet, vom Magnettonmaster bis zum Lichtton (bei den MOSAIK-Studios, wonach zur Kontrolle der Schwärzung des Lichttonnegativs/-positivs diese Tonmaster nach Hollywood geschickt wurden und erst dort Disney die Kopien zog).

 

Als keine Disney-Filme mehr als Aufträge hereinkamen, nahm sie nur noch Gelegenheitsaufträge wahr (z.B. Mono-Magnetton-Überspielung von "West Side Story" für das ZDF Anfang der 80er Jahre).

 

"Die Frau mit der tiefen Stimme" wurde am Telefon oft mit Herr Stoll angesprochen.

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