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Wie lang hat es gedauert


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Hallo,

mich würde mal interessieren, wie lange es gedauert hat, bis ihr zum ersten mal ohne Hilfe ein komplettes Programm vorführen konntet. Also einlegen, starten und beenden.

Normalerweise war das bei uns immer so in 2 bis 3 Tagen erledigt. Da hat es dann meistens ohne Fehler geklappt. Es hat halt etwas länger gedauert, weil die Übung fehlte.

Jetzt haben wir einen Sonderfall: Langzeitarbeitsloser, mitte 40 machte bei der Einstellung einen prima Eindruck. Es handelte sich um eine Vollzeitstelle. Jetzt, 4 Wochen später, trotz täglichem Üben unter Anleitung des Hauptvorführers ist keinerlei Erfolg festzustellen. ER KANN ES IMMER NOCH NICHT! Er ist nicht in der Lage, den Film vom Teller in die FP 30E ohne Fehler einzulegen, wobei er ständig neue Variationen von Fehlern drauf hat, Die Krönung war vergangene Woche, als er es geschafft hatte, den Film von der Vorwickelrolle bis zur Schaltrolle zu verdrehen (an der Vorwickelrolle Ton links - an der Schaltrolle Ton rechts) und sich wunderte, daß sich die Kufe nicht schließen ließ. Da hat es gereicht, ich habe ihm gekündigt, denn irgendwann ist jede Geduld erschöpft.

Unser Hauptvorführer hat seitdem nicht mehr diesen irren Gesichtsausdruck und er ist auch wieder normal ansprechbar.

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bist Du dir denn sicher dass er sich nicht absichtlich "dumm" angestellt hat?

Klar gibt es Menschen, denen wirklich die geistigen Voraussetzungen fehlen,

aber das haettest Du schon beim Einstellungsgespraech gemerkt.

 

Die FP30-Serie ist denke ich (was den Filmlauf angeht) mit die am einfachsten

einzulegende 35mm-Maschine von allen, und schliesslich ist doch das Schema auch

auf dem Blendengehaeuse aufgedruckt? Das mit dem verdrehten Film klingt doch

schon sehr nach Absicht. Habe selbst, wenn man einen absoluten Neuling

ins kalte Wasser wirft ("da, mach mal wie du denkst, ich schau zu"),

noch nie erlebt dass jemand auf die Idee kommt den Film zu verdrehen :!:

(und schon gar nicht nach einem Monat taeglichen Einlernens)

 

"Hauptvorfuehrer mit irrem Gesichtsausdruck"... scheint euch ganz alle ganz schoen

mitgenommen zu haben, der neue Mitarbeiter :?

 

Gruesse

Marc

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Denke auch das jemand im normallfall spätestens nach einer Woche den Film ohne Probleme einlegen kann, und wenn eine Automationsanlage vorhanden sollte ein komplettes Programm ebenfalls durchführbar sein ohne grössere Probleme. Wenn dies nach einem Monat dann immer noch nicht klappt, denke ich liegt das Problem wahrscheinlich eher woanders. Hast Du den mal mit ihm gesprochen wo genau er das Problem sieht?

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Ich glaube nicht, daß er sich absichtlich dumm angestellt hat. Er war drei Jahre arbeitslos (ich kann mir jetzt auch denken warum) und richtig froh um die Stelle. Er wurde auch nicht vom Arbeitsamt geschickt, sondern kam von selbst auf uns zu. Angeblich hat er schon mal in einem Kino im Rhein-Main-Gebiet gearbeitet, was ich allerdings jetzt sehr anzweifle.

Unser alter "Ehrenvorführer", er war über 80 und hatte auch in diesem Alter noch manchmal ausgeholfen, sagte mal: " Wenn sich ein Anlernling zum Einlegen vor die Maschine kniet, dann wirf ihn sofort raus, das wird nichts!" Recht hatte er - unser Spezialist hatte sich auch hingekniet.

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Als jemand, der schon -zig VorführerInnen unterwiesen hat, weiß ich, daß das Lernvermögen sehr unterschiedlich ist.

 

Auch hatten wir vor Jahren als Eingliederungsmaßnahme zwei Praktikanten (Spätaussiedler), welche beide in ihrem vorherigem Heimatland langjährig als Vorführer gearbeitet gehabt haben (sollen?), während der eine sogar neue, zeitsparende Ideen einbrachte und fehlerfrei arbeitete, war der andere nicht in der Lage einen Besen gerade zu halten, vom Einlegen ganz zu schweigen. :roll:

 

Dann gibt es den Typus des Mitarbeiters, der alte Gewohnheiten nicht mehr ablegen kann, bzw. nicht in der Lage ist Änderungen der Arbeitsabläufe zu verinnerlichen.

 

Interlock: Manche lernen es nach einmaligem Zeigen, andere holen sich ihre Aufzeichnungen heraus und legen nach "Vorschrift" ein, wehe hierbei geht etwas schief oder die Unterlagen sind verlegt. Wenn dieses zu einem Zeitpunkt geschieht, zu dem er der einzige Vorführer im Hause ist, dann gute Nacht. :evil:

 

Der Grobmotoriker: Manche schaffen es nicht, Handhabungen vorzunehmen, die die Arbeit vereinfachen, Beispiel: Die Allongen mit "Anschluß außen aufzuwickeln".

 

Die Trantüte: Wundert sich, weil er nicht rechtzeitig am richtigen Ort ist, daß er es nicht schafft, die Vorstellungen pünktlich vorzubereiten und, daß sich dieser Schwanz, bei enger Dispo, zur veritablen Verspätungskatastrophe ausweiten kann.

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Also, dann will ich mal von meinem ersten Mal berichten :lol:

 

Innerhalb des Projektors den Film mit 180°-Torsion einzulegen ist mir noch nie passiert. So blöd kann keiner sein und wenn, dann fällt das doch auf. Allerdings ist es mir damals am Neumade-Teller passiert, dass ich unterhalb des Tellers den Film verdreht um die Umlenkrolle gelegt habe. Ich merkte dann, dass ich mit der Tonspur seitenverkehrt anm Projektor ankam. In der Meo war der Film schnell drin, aber am Teller brauchte ich eine Weile. Natürlich wurde ich ins kalte Wasser geschubst. Ich hätte nicht gedacht, dass ich als Praktikant gleich am ersten Tag Film einlegen darf. Das war dann natürlich der Höhepunkt :lol:

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Ich wurde "nebenbei" eingelernt. Wenn man sowieso im Service arbeiten war durfte man dann eben mal über die Schulte schauen oder vorher mit nem Startband einlegen üben. Ich habe dafür Ewigkeiten gebraucht...

 

Ich habe es irgendwie nicht gebacken bekommen den Film ohne Bildversetzer einzubauen. Und so ziemlich jeden Anfängerfehler gemacht den man machen kann...

 

Aber in der FP den Film zu drehen kann man aus Versehen eigentlich gar nicht schaffen...

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das ist natuerlich hart (auch fuer den Kerl selbst)...

 

das mit dem Hinknien musst Du mir mal erklaeren... da unten gibts doch gar nichts

zu sehen? :shock:

 

Gruesse

Marc

Die ganz normale FP steht ganz normal auf dem Fußboden des BWR. Nicht auf einem Podest oder einer sonstigen Erhöhung. Die Filmbahn, Tongerät und Nachwickelrolle sind demnach auf einer Höhe von 1m bis 1,30 m. Ein Vorführer mit normaler Körpergröße legt hier in leicht gebeugter Körperhaltung ein. Jemand, der noch ungeübt ist wird sich stärker nach unten beugen. Jemand, der völlig unpraktisch veranlagt ist, kniet sich hin, dann hat er die ganze Einlegerei in Augenhöhe.

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Hallo,

auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt als völlig ungeeignet oute:

Ich habe neben jedem Projektor einen rollenden Bürodrehstuhl und setze mich beim Einlegen unterhalb der Bildbahn auch gerne darauf. Ist auch sehr viel gesünder für einen angeschlagenen Rücken, als nach vorne beugen. Und ausserdem benötigt Alter etwas Bequemlichkeit :lol:

Bis neulich.

Rolf

:roll2:

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Neulich hatte ich auch die Ehre zwei neue Mitarbeiter für die Projektion anzulernen. Nachdem einer der beiden eingearbeitet wurde und eine die Zusage hatte, er könne anfangen, (Langzeitarbeitsloser), hat er sich nicht mehr gemeldet, geschweige denn sehen lassen !!!???

Er hat sich garnicht mal so schlecht gemacht, war zwar nicht so schnell mit dem Einlegen, aber das dauert am Anfang ja immer etwas länger.

Bevor jetzt kommt, der wurde von Arbeitsamt geschickt, nein er hat sich von sich aus um die Stelle beworben!

Der zweite neue Mitarbeiter arbeitet jetzt fast die ganze Woche über und ist mittlerweile besser aus unsere andere Aushilfe, die bereits 2 Jahre bei uns arbeitet.

Das Einlegen war für ihn eigentlich keine grosses Problem, das hat nach 5 mal alleine einlegen schon geklappt. Probleme hatte er mit dem gesamten Ablauf, das hat ein wenig länger gedauert. (Abwickler einstecken nach der Werbung, Diawerbung, Matrix-Steuerung etc.) Braucht hin und wieder mal ein paar kleine Tipps (Wie erstelle ich ein Startband etc.) aber sonst ist er recht gut fit!

 

Zum Hinknien im Vorführraum kann ich nur sagen, die FP30 steht bei uns in den 3 Kinos auf verschieden hohen Podesten. Meistens stehe ich (1,98 m) neben den Podesten und habe den Projektokopf in Augenhöhe. Muss eigentlich nur um an die oberste Rolle zu kommen auf das Podest.

wenn knie ich mich nur mit einem Knie auf das Podest, ist ab und zu bequemer.

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Tja wie steh ich denn jetzt da, bzw. Knie ich jetzt da.

Ich knie mich auch vor eine FP30 mit oder ohne Podest, zwar nicht zum einlegen, aber zur Kontrolle des Filmlaufs besonders um das Tongerät.

Da kann man jetzt anführen "Kann ja nicht passieren" oder "Das fühlt man doch" aber ich konter da mit Es gibt nichts das es nicht gibt.

 

Was neue Leute im BWR angeht, da sollte man voll und ganz auf sein Gefühl vertrauen ;)

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Tja wie steh ich denn jetzt da, bzw. Knie ich jetzt da.

Ich knie mich auch vor eine FP30 )

Da wärst du doch bei uns glatt entlassen worden :D :D :D

 

hab die kürzeste FP 30 Version , da hab ich einen Hocker welchen ich auch noch gekürzt habe. Am Anfang wars ne alte Würstchendose :lol:

 

aber ehrlich die ist so tief , da könnte man gut vor knien.......

 

cu

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Tja wie steh ich denn jetzt da, bzw. Knie ich jetzt da.

Ich knie mich auch vor eine FP30 )

Da wärst du doch bei uns glatt entlassen worden :D :D :D

 

hab die kürzeste FP 30 Version , da hab ich einen Hocker welchen ich auch noch gekürzt habe. Am Anfang wars ne alte Würstchendose :lol:

 

aber ehrlich die ist so tief , da könnte man gut vor knien.......

 

cu

Hi,

da kenne ich garantiert noch eine niedrigere Version, wo es ohne zu knieen nicht geht mit dem Einlegen. Mache davon nach meinem Urlaub mal ein Foto. Die Nachwickelrolle ist etwa 20 cm vom Boden... :roll:

Bis neulich.

Rolf

:roll2:

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