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Ralf Dieter

Meoclub 16 AS 2 und 16 AS 3

12 posts in this topic

Hallo,

 

kann mir jemand sagen. ob die Meoclub 16 AS 2 und AS 3 Projektoren aus heutigen Sicht noch empfehlenswert sind? Wie sind Bild- und Tonqualität (mit separatem Lautsprecher) zu beurteilen?

 

Gibt es Qualitätsprobleme oder Serienschwankungen?

 

Ich finde Meoclub Projektoren recht interessant. Ich habe allerdings keine Erfahrungen damit. Vielleicht gibt es ja hier jemand, der Erfahrungen damit gemacht hat?

 

Danke für die Info!

Gruß!

Ralf

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Wenn sie nicht vergammelt und angerostet sind, warum nicht? Sie müssen allerdings gewartet worden sein und sie müssen sorgfältig bedient werden. Die Taste für die automatische Filmeinfädelung muss man z.B. selber gedrückt halten. Der untere Schlaufenformer wird mit Angelsehne von oben betätigt. Es ist empfehlenswert zu wissen, was sich alles bewegen muss und wohin, wenn man es betätigt. Das Andruckstück ist aus Metall und hält ewig. Die Projektionsobjektive sind nur mittelmäßig. Man kann aber bessere Objektive (z.B. von Bell und Howell) einsetzen. Bildstand und Helligkeit sind recht gut. Die Meopta-Projektoren haben sehr kurze Schaltzeiten. Bei Kauf unbedingt die Tonelektronik vollständig testen. Die steht sich gerne mal kaputt. Die Platine zu reparieren ist jedenfalls ein sehr undankbarer Job.

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Ich habe mit diesen Geräten keine guten Erfahrungen gemacht (hatte beide Modelle). Trotz einiger weniger guter Details sind sie insgesamt grobschlächtig gezimmert. Der Antriebsriemen ist zu dünn, der angeklebte Magnettonkopf (Gerät als Neuware gekauft) hing an seinen Drähtchen im Gerät herum, der Bildstand war schlecht und das Gerät rumpelte vor sich hin. In Anbetracht der Fülle an verfügbaren Geräten würde ich Bauer, Elmo, Eiki oder auch Bell & Howell den Vorzug geben.

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Wichtiges wurde gesagt. Der Bildstand ist schlecht, wenn man trocken spielt. Der sehr lange Filmkanal aus gehärtetem Stahl verlangt Wachs. Originale wachsen ist nicht beliebt.

 

Auch ich rate zu einem anderen Produkt. Kurzen Filmkanal haben die Bell & Howell Filmo und Filmosound. Bei den Europäern zu erschwinglichem Preis Siemens & Halske 2000, Bauer P 5, Cinéric, Paillard-Bolex S.

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Die meisten B+H 16mm Projektoren haben wegen Alterung eine gebrochene Plastikschnecke im Antrieb. Das ein Projektor ohne Schmiermittel einen schlechten Bildstand macht, und nebenbei auch einen schlechten Tongleichlauf, ist eine Binsenweisheit. Zu DDR-Zeiten wurden alle Projektoren vor der Auslieferung an die Schulen von entsprechenden Betrieben "fit" gemacht. An so etwas wie angeklebte Tonköpfe kann ich mich nicht erinnern. Das ungeprüfte Standuhren aus Original-Werkslagerbeständen nach 20 Jahren etwas vergammelt sind ist aber leider normal. Dies auf alle Produkte der Serie zu übertragen ist bei diesen Geräten schon sehr unfair. Magnetton brauchte man in den Schulen der DDR nicht. Wenns denn mal wieder einen Engpass in der Produktion gab wurde eben improvisiert. Und der Filmklub, der Magnetton unbedingt haben wollte, bekam vom Kundendienst den fehlenden Montagewinkel als Garantieleistung. Hat dann zwar gedauert, aber so war das damals.

 

Im übrigen bin ich das ewige Gemecker a la "im Osten gabs nur Scheiße" und das Anpreisen von antiker Westware als Alternative leid.

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Aber die angepriesene Westware ist im Vergleich zum Meo wirklich Mist und gnadenlos veraltet. Wenn müsste man mit der West-Vorlage des Meo verglichen werden, das war der Bauer P6. 

 

Ich habe übrigens noch einen Meo Automatic H. Der läuft einwandfrei und ist sehr hell (und schwer wie Hölle) 

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vor 4 Stunden schrieb Gizmo:

An so etwas wie angeklebte Tonköpfe kann ich mich nicht erinnern. Das ungeprüfte Standuhren aus Original-Werkslagerbeständen nach 20 Jahren etwas vergammelt sind ist aber leider normal.

[...]

Im übrigen bin ich das ewige Gemecker a la "im Osten gabs nur Scheiße" und das Anpreisen von antiker Westware als Alternative leid.

 

Das war 1994 und der Meo AS3 war fabrikneu. Da war ich schon sehr enttäuscht von der minderwertigen Qualität dieses tschechischen Produkts.

 

Ich würde mir aber nie erlauben, dass es im Osten nur Scheiße gab, schon gar nicht in der ehemaligen DDR. Erstens befinden sich unter meinen Lieblingsprojektoren ausgezeichnete Produkte aus dieser Fertigung (TK35, der gute alte Weimar,...) und zweitens ist meine Frau große Klasse! 😉

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Da ich viele Meopta 16mm Projektoren aus meiner Schulzeit kenne, kann ich die minderwertige Qualität absolut nicht bestätigen. Ich denke mal, 1990 war auch bei MEOPTA absehbar, daß die Fertigung ausläuft. Bis es ganz zu Ende war wurden vermutlich die noch vorhandenen Teile irgendwie zusammengeschustert. In dem Wissen, daß diese Projektoren eh nur noch ins Lager wandern und irgendwann verschrottet werden. Es ist jedenfalls nicht das erste Mal, das ich so etwas von jemanden höre, der Jahre nach der Wende einen originalverpackten, fabrikneuen MEOPTA erwarb.  - Zu DDR Zeiten waren die MEOPTA 16mm Projektoren auch bei 16mm Filmklubs und Betriebsfilmstudios begehrt.

 

Daher kann es ganz gut sein, das ein gebrauchter Projektor aus Schulbeständen ganz passabel sein kann - wenn er sich nicht kaputtgestanden hat. Aber ehrlich gesagt, den einzigen AS3, den ich je hatte, habe ich ziemlich bald wieder verkauft - für 25 EUR.

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Um etwas klarzumachen, ich habe nichts angepriesen. Wenn ich Filmo und Filmosound sage, dann nicht aus dem hohlen Bauch heraus, sondern aus praktischer Erfahrung. Diese Geräte haben Ölschmierung. Mit einem Filmosound 179 habe ich schon vor zahlendem Publikum gespielt und der Projektor kann glühend heiß laufen, man ölt einfach nach. Klar, 1000-Watt-Röhrenlampen heizen mehr, als sie leuchten, aber das Bild ist gut. Der Meoclub AS, den ich hatte, steht das nicht durch, die Schmierung ist zu wenig berücksichtigt.

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In Zeiten von Xenon oder HTI Leuchtmitteln gibt es moderne Maschinen die auch nicht glühend heiß werden im Betrieb und trotzdem mehr Licht liefern als die Oldtimer mit den Röhrenlampen. 

 

Für zu Hause ok, im kommerziell genutzten Rahmen bitte nicht mehr. 

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