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jacquestati

Eintesten von Negativfilmen, 8 und 16mm

11 Beiträge in diesem Thema

Brauche etwas Unterstützung. Wer kann mir sagen, ob und wie Schwarzweiß-Negativfilm für eine optimale Ausbelichtung auf Positivfilm oder auch für eine Abtastung bezüglich Gamma bei der Entwicklung einzutesten ist? Meine SW-Prozesse habe ich nach Zonensystem von Ansel Adams abgeglichen, d.h. neutrales Grau (18% Reflexion) bringen bei Normbelichtung und angepasster Entwicklung eine log. Dichte von 0.7,  (Zone 5) bei drei Blenden Überbelichtung (Zone 8) bin ich bei log Dichte 1,2, bei 4 Blenden Unterbelichtung (Zone 1) dann bei  log Dichte 0,1. Beim Tmax 400 komme ich dann auf eine Empfindlichkeit von 320 ASA und 9,5 min Entwicklung in Xtol 1+1 und erhalte Negative, die exzellent auf Papier zu vergrößern sind. Messung erfolgt bei mir mit dem Densitometer vom Wallner Turm.

Ist das beim Kopierprozess vergleichbar? Welche Dichte bei Zone 5/ oder Gamma oder Beta benötigt  Negativfilm,, z.B. Orwo UN 54 oder Kodak Double X im Kopierprozess auf Positivfilm, um einen optimalen Projektionskontrast und einen schönen Tonwertreichtum zu bekommen?

 

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So weit mir bekannt, ist die Vorgehensweise umgekehrt: der Positivfilm wird auf das Negativ eingetestet. Das macht man in der Lichtbestimmung. Moderne Systeme hatten dazu eine kalibrierte Kamera und einen Klasse-1-Videomonitor. Dann konnte man an drei getrennten Reglern für RGB die Kopierlichter einstellen. Das war aber auch nur eine grobe Vorlage für die erste Kopierung. Einlichtkopien gehen bis heute so. Hast Du denn ein solches Kopiergerät?

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Ein Kopiergerät habe ich nicht, leider, und ich werde mir sicher auch keines anschaffen. Die besten SW-Vergrößerungen bekomme ich aber von Negativen mit guter Schattendurchzeichnung und differenzierten, nicht ausgefressenen Lichtern, und mein Gedanke war, dass das auch so bei dem Kopierprozess so sein sollte. Klar, beim Negativprozess kann man einiges ausgleichen, aber beste Qualität kommt eben nur von bestmöglichen Negativen...

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Puh, für SW sollte so etwas auch im Heimlabor funktionieren. Ich glaube Filmtechniker hatte hier etwas zu geschrieben. Zwei Filme zuammen auf einer Kameraspule aufwickeln, usw. Auf unterschiedliche Schlaufengröße achten. Weiße Wand abfilmen. Mit der Blende die Lichtmenge dosieren. Da geht aber immer nur ein Wert pro Film. Kopierfilm soll irgendwo zwischen 6-11 ASA haben...

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Ab 2000 Fuß Auftragsvolumen nehme ich die 16-mm-Kopieranlage in Betrieb. Dann ist freie Programmation für bis zu 32'000 Bilder über 50 Stufen je Lichtfarbe RGB erhältlich. Bei 0,0,0 erfolgt keine Belichtung; Mitte ist 25,25,25; CSV. Einlicht-Kontaktabzug, schwarzweiß, kostet 72 Rappen pro Fuß; korrigiert 98 Rp. Farbpositive würde ich im Einzelfall kalkulieren, der Tagespreis für die Entwicklung durch Cinegrell gehört da hinein.

 

Mit der Dixi-700 kann ich die Filme nach Norm positionieren (+3) und doppelt belichteten Bildstrich bieten. Das Ausgangsmaterial muß naß montiert sein. Zuschlag für zweibändiges Kopieren (Schachbrett): 25 %.

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Ihr Lieben, Ihr seid ja schon Lichtjahre voraus. Mache gerade erste Versuche mit Negativfilm, und meine Gedanken  dazu habe ich ja erläutert. Wie beim Standbild- Schwarzweiß-Prozess bin ich sicher, dass optimale Ergebnisse nur über das exzellente Negativ möglich sind, und in der Foto-Dunkelkammer klappt das deshalb, weil Belichtung und Entwicklung des Negativs eingetestet sind und reproduzierbare Ergebnisse liefern. Da gibt es dann keine  abgesoffenen Schatten oder ausgefressenen Lichter. Und das möchte ich absehbar  bei Negativmaterial in 16mm auch so hinbekommen. Ja, und wenn ich dann 2000 Fuß beisammen habe, dann, ja dann schlachte ich mein Sparschwein und schicke Simon das Material....🙂

Zeche Zollern.jpg

bearbeitet von jacquestati
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Tolles Bild.  

Beim Bewegtfilm ist das Negativ nicht ganz so kritisch wie beim Papierabzug, also kein so akribisches Zonensystem nötig, weil das Endmaterial ja durchleuchtet wird und damit gegenüber einem Papierbild ein Vielfaches an Kontrastumfang liefert. 

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Merci! Ist aus der Maschinenhalle der Zeche Zollern II/IV, in meiner Kindheit und Jugend im Ruhrpott sozusagen "umme Ecke". Beherbergt auch die erste elektrische Fördermaschine der Welt. Und eine Schalttafel aus Marmor...

Danke für Eure Hinweise, werde jetzt einfach mal ein paar Testmeter drehen und versuchen, gut durchgezeichnete Negative im obigen Sinne zu erhalten, um die dann abtasten zu lassen. Wird noch etwas dauern, denn hier lagern noch etliche Projekte, u.a. auch der definitive Schnitt meines Porto-Filmes und die Vertonung mit Friedemanns Synkino...

Der Tag müßte 48 Stunden haben...

 

 

 

 

DSCF1382.jpg

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vor 18 Minuten schrieb jacquestati:

Merci! Ist aus der Maschinenhalle der Zeche Zollern II/IV, in meiner Kindheit und Jugend im Ruhrpott sozusagen "umme Ecke". Beherbergt auch die erste elektrische Fördermaschine der Welt. Und eine Schalttafel aus Marmor...

 

💡 Jetzt weiß ich, warum mir das so bekannt vorkam.

 

Ich würde versuchen etwas Positivfilm zu bekommen. Dann könntest du bei kurzen Stückchen ausprobieren, wie die Entwicklung passt. Bei Andec kannst du schon 30m abziehen lassen. Falls Schnittstellen erlaubt sind, könntest du verschiedene Entwicklungs-/Belichtungskombinationen hintereinander schneiden und mit Lichtausgleich kopieren lassen.

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