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Entwicklungstank aus dem 3D-Drucker


Maverc
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Hallo Allerseits,

 

Ich bin gerade dabei ins Schmalfilm Hobby einzusteigen und habe mich gefragt ob es eventuell möglich ist sich seinen Entwicklungstank selbst per 3D-Drucker herzustellen.

Der Tank sollte dann möglichst für eine Umkehrentwicklung eines D8 B&W Films geeignet sein.

Hat hierzu jemand Erfahrungen was u.a.Chemikalienbeständigkeit der typischen Kunststoffe (z.B. PLA; PETG; ABS;...)betrifft.

Als Beispiel für ein Design bin ich über folgendes Thing aus Thingiverse gestolpert: Entwicklungstank

 

Grüße Felix

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Wurde glaub ich schon mal diskutiert mit den Hinweisen, dass die Rillen der Spule durch den 3D-Druck ganz winzige Ecken (quasi die Pixelkanten) hätte, an denen der Film beim Einpsulen eventuell hängen bleibt und für B/W Umkehrung müsste der Kunststoff natürlich perfekt transparent sein für die Zweitbelichtung. Säureresistenz ist natürlich auch so ein Ding.

So 2,5~3 % Schwefelsäure müsste es aushalten können. Die Stabilität das nächste Problem. Sind die gedruckten Kunststoffe starr genug?

Der Link geht nicht. Führt nur wieder hier her.

 

Was mich an der Stelle ja reizen würde - wenn man schon mit 3D Druck alle Parameter in der Hand hätte, wäre ...

-> ein Tank für 30~33 m in Doppeldeckerausführung (wie der große 30m-Lomo-Tank, der kaum zu haben ist und wenn dann irre Gebotspreise erzielt, bloß zusätzlich eben noch in Doppeldeckerausführung wie der mittlere 15m-Lomo-Tank), da müsste die Spule dann ca. 30 cm Durchmesser haben (Größe Vinyl-LP oder 360 m Spule), der Pott dazu außen ca. 34 cm, Deckel mit Überhang ca. 36 cm, Fassungsvermögen / Chemiemenge: ca. 4 Liter, oder

-> ein Tank für 60~66 m in Doppeldeckerausführung. Rein rechnerisch müsste die Spirale dann etwa 41 cm Durchmesser haben (größer als eine 700 m Spule), der Pott außen so 45 cm, Deckel 47...48 cm und die benötigte Menge Chemie läge dann aber auch deutlich über 7 Liter. In einer Einfachausführung (kein Doppeldecker) könnte man den Chemieverbrauch vermutlich auf knapp unter 5 Liter reduzieren.

 

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Tschuldigung wegen dem Link.

Hier der Richtige: https://www.thingiverse.com/thing:2921690

 

Von der Stabilität her sollte es kein Problem darstellen. ansonsten mit erhöhter Wanddicke oder Innenstruktur verbesserbar.

Die Chemikalienbeständigkeit ist hier glaub ich das große Thema, die Lab Box von ARS Imago ist zum Beispiel aus ABS. Allerdings weis ich nicht ob der Tank auch zur Umkehrentwicklung mit Schwefelsäure geeignet ist. Hier ließe sich aber sicher mit einer 2K-Epoxid Beschichtung arbeiten.

Laut https://www.rehau.com/download/1029030/materialmerkblatt-acrylnitril-butadien-styrol-rau-abs-av0270.pdf 

weist ABS eine Beständigkeit gegen wässrige Schwefelsäure auf.

 

Die Kantigkeit könnte man bei ABS durch Acetonbedampfung wegkriegen.

 

Die Transparenz könnte problematisch sein, allerdings wird das bei dem Tank aus dem Link nicht benötigt da ich ja dannn spulen kann.

 

Die Größe für die 30-60m Spulen werden auf handelsüblichen Druckern schon wieder problematisch, diese haben meist nur 20 x 20 x 25 cm Bauraum.

 

Gibt's eventuell einen Link zu dem Thread wo dies schoneinmal behandelt wurde.

Edited by Maverc (see edit history)
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PET ist auch weitgehend gegen Chemikalien beständig. Zusätzlich lässt es sich sehr gut drucken. Beim Entwickeln hat man an sich nur wässrige Lösungen, was unproblematischer ist als wenn man mit organischen Lösungsmitteln arbeiten würde.

Für die Zwischenbelichtung braucht man auch keine glasklare Spirale, sondern eine milchigweiße wie aus ungefärbtem transparenten Filament gedruckt reicht völlig aus.

 

Hier hatte ich ein Ersatzteil für einen Tank gedruckt. Das Teil funktioniert. 

 

Den Druck einer Spirale habe ich nicht weiter verfolgt. Grundsätzlich geht das aber. Mein 3D-Drucker steht seit etlicher Zeit unangetastet herum. Ich müsste mich mal wieder darum kümmern. Es gab und gibt Sachen, die wichtiger sind, weniger Zeit klauen und mehr Freude machen als 3D-Druck. Da ich inzwischen zwei Lomotanks plus einen anderen , für den ich das Ersatzteil  gedruckt hatte, besitze, ist das Projekt eingeschlafen.

 

 

 

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Ich glaube nicht, dass Du die benötigte Präzision, Haltbarket und Größe mit vertretbarem Aufwand hinbekommst. Bisher sind noch all dran gescheitert... und der "Morse-Style" Kurbeltank von Thingiverse ist das Grauen. Da fällt Dir der Arm ab.

Bernhard: Der zweistöckige Lomo Pro kommt übrigens mit 3 Litern Chemie aus. Die Spiralen dort sind etwas enger als beim kleinen 15m Tank.

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vor 33 Minuten schrieb F. Wachsmuth:

Bernhard: Der zweistöckige Lomo Pro kommt übrigens mit 3 Litern Chemie aus. Die Spiralen dort sind etwas enger als beim kleinen 15m Tank.

 

Ach ist der doch zweistöckig für 2 x 30 m 16 mm ? Auf allen Abbildungen, die ich bisher gesehen habe, meine ich nur eine Spirale gesehen zu haben. Aber dann is ja gut. Der mittlere Lomotank halt halt 2 mm "Gewindesteigung" und 40 Wicklungen. Ich bin bei der Berechnung immer von diesen 2 mm Steigung und 48 mm Kerndurchmesser ausgegangen. Mit engeren Spuren auf der Spirale werden die benötigten Durchmesser dann natürlich nicht so groß.

 

Aus reiner Neugier, Friedemann: welchen Durchmesser hat denn dann die große 30 m Lomo Spirale? Bleibt nach deiner Erfahrung bei engeren Spuren auf der Spirale nicht mehr Chemie zwischen den Lagen vor dem Spülen hängen?

Das ist für mich übrigens auch die Frage bei der selbstgedruckten Spirale. Sorgen mehr Ecken und Kanten nicht für mehr hängenbleibende Chemie, mehr Verschleppung?

Edited by Regular8 (see edit history)
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Da kann ich dir nur bedingt rechtgeben, was Größe angeht ja, da ist man durch den Bauraum oder mögliche Verbindungsarten begrenzt.

Was Haltbarkeit und Präzision angeht kommts ganz auf Einstellungen und Material an.

Das bisher alle gescheitert sind, ist nur noch ein größerer Ansporn ?.

Das mit dem Kurbeln kann ich mir denken, doch da ließe sich bestimmt eine Übersetzung oder Elektrifizierung durchführen.

Der Tank von Thingiverse sehe ich nur als Beispiel der natürlich noch verfeinert gehört.

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Ach von dem Morsetank ist die Rede. Ich versteh nicht ganz wie beim Morsetank mit den zwei Spulen zum Kurbeln die Entwicklung funktionieren soll. Faktisch liegen ja immer nur ca. 30 cm wirklich in der Brühe, der Rest ist aufgespult. Zwischen den Lagen auf der Spule kommt doch keine Chemie hin, nur am Rand. Wenn die Chemie immer nur auf die 30 cm wirken, die gerade offen liegen, muss ja unendlich langsam gekurbelt werden, damit jede Stelle mehrere Minuten Chemie abbekommt. Dann dauert ein einziges Bad ja Stunden. Ein B/W-Durchlauf im Bereich von Tagen. Und wenn davorn ausgegangen wird, dass die Chemie doch zwischen die Lagen kommt und dort eingeschlossen wird, dann verteilt die sich da doch völlig ungleichmäßig bei Null Agitation. Ganz davon abgesehen, dass man sich fragen muss wie ineffektiv hier die Wässerung wird.

Edited by Regular8 (see edit history)
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Soweit ich das Verfahren verstanden habe, wird die Entwicklungszeit hier nicht nach Minuten sondern nach Kurbeldurchgängen( Film von einer Seite zur anderen) bedacht.

Dies muss dann individuell herausgefunden werden, wieoft dies zu geschehen hat. Die Wässerung kann ja dann durch geänderten Abflussquerschnitt gesteuert werden.

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Bernhard hat die Nachteile Des Morse-Systems sehr gut zusammengefasst. Zweitbelichtungen benötigen auch noch ein verschließbares Fenster. Und die Gleichmäßigkeit ist oft ein großes Problem. 
 

Zum Lomo Pro: die meisten haben nur eine Etage, es gab ihn aber auch mit zwei Etagen.  Witzigerweise war meiner das aus Zufall. Seit dem hab ich nur einmal noch einen solchen Doppeldecker gesehen...

 

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vor 14 Stunden schrieb F. Wachsmuth:

Bernhard hat die Nachteile Des Morse-Systems sehr gut zusammengefasst. Zweitbelichtungen benötigen auch noch ein verschließbares Fenster. Und die Gleichmäßigkeit ist oft ein großes Problem. 
 

Zum Lomo Pro: die meisten haben nur eine Etage, es gab ihn aber auch mit zwei Etagen.  Witzigerweise war meiner das aus Zufall. Seit dem hab ich nur einmal noch einen solchen Doppeldecker gesehen...

 

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...hab ihn leider nur mit einer Etage. Wie gleichmäßig ist die Zweitbelichtung in der unteren Spirale bei SW-Umkehr-Entwicklung?

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Absolut. Ich hab da nie ein Problem gehabt – ich arbeite nach 2 Minuten in der Bleiche aber eh mit offenem Deckel und Halogenspot über dem Labortisch. Beim Zweitbelichten wird dann vor allem von unten belichtet. (Und: Ein zu starkes Zweitbelichten gibt es eigentlich wirklich nur theoretisch. Ich habe es noch nie gehabt, auch nicht bei "15 Minuten grellste Sommersonne" nicht. )

Edited by F. Wachsmuth (see edit history)
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vor 4 Minuten schrieb F. Wachsmuth:

Absolut. Ich hab da nie ein Problem gehabt – ich arbeite nach 2 Minuten in der Bleiche aber eh mit offenem Deckel und Halogenspot über dem Labortisch. Beim Zweitbelichten wird dann vor allem von unten belichtet. (Und: Ein zu starkes Zweitbelichten gibt es eigentlich wirklich nur theoretisch. Ich habe es noch nie gehabt, auch nicht bei "15 Minuten grellste Sommersonne" nicht. )

 

Ich arbeite auch nach 2-3 min in der Dichromatbleiche offen weiter, die Zweitbelichtung mache ich dann aber im Wasserbad nach dem Klärbad von oben mit einer Fotolampe - 1000W für 10 sec, da sollte dann alles belichtet sein, allerdings habe ich den Eindruck, dass hierbei ein Zuviel schadet (?), Tendenz zu bräunlichen Schwärzen?

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