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Nikon R10 Tape Recorder / Pilotton / synchron


Retromovie
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Hallo,

 

kann mir jemand sagen ob und wie ich einen synchronen Ton mit einem externen Tonbandgerät aufnehmen könnte? Die Nikon R10 hat ja den Tape Terminal und den Blitzanschluss - kann mir jemand erklären ob da etwas möglich ist und wenn ja wie?

 

viele Grüße,

André

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Machte man, soweit mir bekannt, mit einem Stereokassettengerät. Eine Spur Syncsignal, die andere den Ton. Es mag Geräte gegeben haben, die Stereo aufnehmen konnten, dann mit dem 4-Spurkopf der Autoreverse Geräte. Bei Tonbandgeräten gabs auch 4 Spurgeräte, Vorgehen genauso. Ob jemand einen 5 Spurkopf sich hat fertigen lassen, also den unbeschriebenen Bereich zwischen Spur 2 und 3 genutzt hat, das weiß ich nicht. Für Syncimpulse hätte es gereicht, mit leichtem Übersprechen auf Spur 2 und 3.

Jens

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@Jensg

es gab bei den Tonbandgeräten beides, Nutzung einer der Spuren der "anderen Richtung" wie auch eine 5. Spur.

Es gab (gibt es noch? Gebuhr?) auch Adapter, die aus dem Blitzsignal die entsprechenden 1000Hz-Impulse erzeugten.

Am Ende reichen 2 Spuren erst mal, dann hat man Monoton und benötigt keine Spezialgeräte. Trickreich war früher bei der Verwendung der analogen Tonaufzeichnungsgeräte immer deren Hochlaufphase, weshalb immer etwas Zeit (0,2 - 0,5 Sekunden) vor der eigentlichen Bildaufnahme ein Start des Gerätes herbeigeführt werden mußte, damit kein Impulssignal verloren ging.

Wenn man heute einen digitalen Rekorder (Fieldrekorder) verwendet, kann man aber zumeist einen Aufnahmevorlauf einrichten.

Oder man läßt bei diesen Geräten einfach die Tonaufnahme auch in den Aufnahmeunterbrechungen durchlaufen, SD-Karten gibt es so groß, daß das problemlos geht.

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Du würdest den 1000Hz-Impuls an einen der beiden Anschlüsse für externe Mikrofone anschliessen.

Siehe dazu auch:

http://megativ.de/film/impulse2.htm

Das Problem ist die Generierung der Impuls aus dem Blitzkontakt, dazu brauchst Du einen kleinen 100Hz-Generator, der je Bild einen 1000Hz-Impuls erzeugt, gesteuert vom sich schließenden Blitzkontakt.

Bedenke aber, nutzen kannst Du diese Synchronimpulse nur mit einem steuerbaren Projektor.

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So einen Kassettenrekorder hab ich noch liegen, schaue nache mal nach. Außerdem zwei für Impulssteuerung vom Diaprojektor umgebauten kleine Gettoblaster. Alles will ich gerne loswerden, wenn es jemand nutzt.

Jens

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Auf die Scans warte ich noch, habe mal eine Testrolle mit Sprache gefilmt. 
Der Ton sollte final 100% safe sein und in guter Qualität vorliegen. Ich bin am überlegen entweder meine Kamera zu Chrystal syncen lassen http://www.webtfg.com/sync8.htm?fbclid=IwAR2M5pfaNlTrWM9jSOx3aM297imrTluUgKdo6qHFRRHer_k40dHiBga_m_M

 

oder eine Beaulieu 6008 pro zu kaufen.

Weitere Ideen?

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Ja, das geht, sofern Du die 60Hz hintenraus für das Anlegen des Tones an Deinen Scan nutzen kannst.
Wenn Du mit 24fps filmst liefert der Adapter 60Hz am Ausgang, wobei noch offen ist, was der Adapter für ein Eingangssignal benötigt.
Ob der z.B. bei 18fps einfach 45Hz liefert oder gar nicht geht, ist ebenso offen (sofern Du mit 18fpd filmen möchtest).

Mir ist nur nicht ganz klar, welche Vorteile die 60Hz (nicht direkt optisch bildsynchron) statt z.B. Nadel- oder 1000Hz-Impulse (bildsynchron) aus dem Blitzkontakt bieten können.

 

Mit welcher Frequenz hast Du vor zu filmen, 18 Bilder/s oder 24?

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Meines Erachtens gibt es keine Möglichkeit, die Lippensynchronität über einen gesamten Film zu gewährleisten, sofern dieser abgetastet wird. 1. erfolgt die Abtastung mit 25B/sec und hat immer eine andere Frequenz als die 24B/sec einer Kamera. 2. arbeiten analoge Kameras alle mit einer Frequenz, die nie genau ist. Zwar lässt sich ein Projektor über Impulse steuern, nicht aber die Abtastung. Das Einzige, was man tun kann, ist die abgetastete Videodatei im Nachhinein etwas zu verlangsamen (auf 23 oder 24 B/sec mit einem entsprechenden Programm zu berechnen), aber auch hier wird das Resultat früher oder später auseinanderlaufen. Denn die Geschwindikeit der Kamera schwankt in der Regel. Bei meinen eigenen Projekten konnte ich eine Lippensynchronität für etwa 30 Sekunden gewährleisten, mehr nicht.

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Hallo Jürgen, bei Sprache besteht auch die wie ich finde bessere Möglichkeit den Ton anstatt des Bildes mit Timeshifting Tools in der Geschwindigkeit anzupassen - ist mir aber bei der von mir zu filmenden Materialfülle zu aufwendig.

Die DPX Files die ich scannen lasse sind Einzelbilder bei denen ich die Geschwindigkeit in Davinci Resolve selbst festlegen kann -  was also 24 FPS in diesem Fall ist.

Lippensynchronität müsste also doch eigentlich mit den von mir oben beschriebenen Tools möglich sein?

 

Edited by Retromovie (see edit history)
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Gut, es gäbe die Nizo Professional die kann 25fps und liefert 50Hz Pilotton. Aber das hilft vielleicht nix.
Damit läßt sich zwar das Verlangsamen umgehen, aber ich kann nicht einschätzen ob das auch beim Anlegen des Tons hilft.

Evtl. nur, wenn man auch die Kamera mit quarzgeregelter Bildfrequenz von 25fps bekommt und dann hinterher beim Anlegen nicht das Bild sondern den Ton hinsichtlich Länge anpaßt, evtl. je Szene.

Edited by Helge (see edit history)
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Am 16.3.2020 um 08:04 schrieb Retromovie:

Die Nikon R10 hat ja den Tape Terminal und den Blitzanschluss

 

Für den Blitzanschluss habe ich einen Impulsgeber für das Gebuhr-System. Aufgezeichnet wird mit einem modifizierten SONY WMD-6C oder auch einem SONY TC-D5. Die Modifikation enthält einen separaten Tonkopf (Free Head), der auf Spur 4 Synchronimpulse aufzeichnet, sowie einen Eingriff in die Motorregelung, der einen Betrieb als Slave an der Gebuhr-Multisyn Anlage ermöglicht.  Damit ist eine synchrone Aufzeichnung bis zum theoretischen Kassettenende gewährleistet. Der Impulsgeber arbeitet übrigens mit 1000 Hertz-Impulsen. Dem Synchronbaustein der Anlage kann man mit einem Videosignal als Master synchronisieren und der Kassettenrekorder wird als Slave nachgeregelt. Das Bild müsste mit 25 B/s abgetastet bzw. gescannt werden.

 

Allerdings muss ich aus Erfahrung sagen, das die Blitzkontaktbuchse als AUsgang von Synchronimpulsen relativ störanfällig ist. Wenn mit der Kamera herumgelaufen wird, und der Stecker Erschütterungen ausgesetzt wird, kann es sein, daß nicht alle Impulse auf dem Band landen. Und dann dauert es auch bis zu einer Minute, bis die Regelung von 24 B/s auf 25 B/s hochgelaufen ist. Ist jedenfalls ein bißchen tricky 😄

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vor einer Stunde schrieb Retromovie:

das hört sich etwas unstabil und scheint nicht die sicherste Methode zu sein.

 

Deswegen gab es Modifikationen wo in den Kameras und auch bei Projektoren LEMO-Buchsen eingebaut wurden.

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  • 2 weeks later...
Am 16.3.2020 um 10:56 schrieb Helge:

 

Oh, Helge zitierte von meiner alten Webseite. Das freut mich. Das ganze habe ich vor fast 15 Jahren mal erstellt. Ist bislang immer noch die einizge Seite im Netz, wo so etwas mal erklärt wird. Auch die Gebuhr-Bausteine bringen immer noch Traffic.

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